Thailand Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von ratanakhon
Ein schöner Traum !?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ein ganz persönlicher Erfahrungsbericht
Ewiger Sommer,freundliche menschen,billige Lebenshaltung,viele Leute träumen davon unserem ach so schönen Deutschland den Rücken zuzukehren und sich in einem anderen Land anzusiedeln.
Bei meinem ersten Thailandbesuch vor rund 15 Jahren habe ich mich in Land und Leute verliebt und von da an reifte die Idee in mir:Weg aus Deutschland,eine neue Existenz in Thailand.
Im folgenden Jahr verbrachte ich meinen Urlaub natürlich wieder in Thailand,diesmal sogar 3 Monate.
Zum Glück gewährte mir mein damaliger Chef unbezahlten Urlaub.
Nun war ich mir sicher,nur dort wollte ich leben.
Doch wie sollte ich das verwirklichen?
Zuerst mal die Sprache lernen.
Also meldete ich mich zu einem Sprachkurs an und quälte mich 6 Monate mit Schriftzeichen und Tonhöhen.
Irgendwie hatte ich mir das einfacher vorgestellt,doch am Ende des Kurses lobte mich mein thailändischer Lehrer,ich wäre sein bester Schüler gewesen.
Bei meinem nächsten Besuchen im Land meiner Träume verbesserte sich mein Thai zusehends
und ich fand viele neue Freunde.
Ein Farang (Ausländer) der Thai sprechen kann,das war schon was besonderes.
Doch wie sollte ich nur meinem Ziel in Thailand zu leben näher kommen?
Hier kam mir der Zufall zu Hilfe.
Eines Tages bekam ich einen Brief von einem Östereicher,der in Chiang Mai eine kleine Kneipe
betrieb.Er wolle verkaufen,familiäre Umstände zwingen in dazu.
Das war´s also,ich würde Kneipenwirt werden.Ich war ausser mir vor Freude.
Es hat sich also bewahrheitet:Wenn man etwas wirklich will,dann geht es auch in Erfüllung.
Nun gut,der Kaufpreis von 15000.-DM war schon ganz schön happig.
Aber was soll´s,da war mein Ziel in greifbarer Nähe.
Ich sagte sofort zu,kündigte Job und Wohnung,verkaufte all mein Hab und Gut und sprang in den nächsten Flieger.Dort angekommen erklärte man mir alle Modalitäten.
Einen thailändischen Partner würde ich noch brauchen,man empfahl mir meinen „alten Freund\" Mr.N.
der willigte sofort ein und unterschrieb den neuen Mietvertrag für das Gebäude.
Meine 15000.-DM wurden mit einem Kaufvertrag für das Business und die Inneneinrichtung quitiert.
Eigentlich lief alles ganz gut,wir hatten ausreichend Gäste und das Personal war freundlich und hilfsbereit,
wenn es da war.
Im dritten Monat häuften sich die Probleme,vorallem fehlte dauernd Geld in der Kasse.
Ich stellte Mr.N. zur Rede.
Der antwortete mir kurz und knapp,wenn mir etwas nicht passt,solle ich meine Koffer packen und verschwinden.Er wäre schliesslich der Mieter des Gebäudes.
Ich war baff.
Um es kurz zu machen,einen Monat später wurde ich mit Hilfe der Polizei aus dem Haus geworfen.
Ich durfte nur mitnehmen für was ich Quittungen hatte.
Für meine Kleidung und selbst meine Unterhosen hatte ich keine Kaufbelege !
Geld weg,Geschäft weg,daqs war ganz schön schnell gegangen.
Aufgeben wollte ich jedoch nicht.
Ich lieh mir Geld und eröffnete ein kleines Restaurant.
Bei meinem letzten Abenteuer hatte ich viel gelernt und diesen Laden würde mir niemand mehr nehmen können.
So verbrachte ich einige Jahre mit 14-16 Stunden Arbeit täglich,mein Verdienst dafür betrug 5-10DM pro Tag.
Ein Ruhetag war nicht drin.
Immer öfter fragte ich mich,ob das denn das Leben wäre was ich mir erträumt hatte.
Doch wenigstens war ich in Thailand !
Nun ging es mit grossen Schritten in die Südostasienkrise.
Über Nacht explodierten die Preise und am Monatsende reichte das Geld nicht mal mehr für die Miete.
Ich beschloss für 6 Monate zurück nach Deutschlaand zu gehen,um Geld zu verdienen
und meine nicht unwesentlichen Schulden zu bezahlen.
Das Restaurant schloss ich während dieser Zeit.
Wieder zurück im gelobten Land,kämpfte ich noch ein weiteres halbes Jahr.
Für seine eigene Arbeit auch noch bezahlen zu dürfen,nein das ist schwachsinnig
und so gab ich das Restaurant auf.
Ich mietete mir ein wunderschönes thailändisches Holzhaus mit Garten,inmitten der Stadt
und beschloss von nun an 6 Monate in Thailand und 6 monate in Deutschland zu verbringen.
Doch auch diese Lösung würde mich auf Dauer nicht befriedigen.
6 Monate Arbeit bis zum Umfallen und dann 6 Monate nichts,aber auch garnichts zu tun.
Ende letzten Jahres beschloss ich dann,diesem hin und her ein Ende zu bereiten.
Kurz vorher hatte der Populist Mr. Taksin Shinawatr mit seiner neuen Partei
„Thai rak Thai\" (Thais lieben Thais) die Wahl gewonnen und besonders der neue
Innenminister Mr. Purachai schränkte die Freiheit im Lande erheblich ein.
Immer neue Gesetze und Verordnungen erleichterten es mir dem Land meiner Träume
erstmal „Auf Wiedersehen\" zu sagen.
Fazit:
Ich habe viele Existenzen in Thailand scheitern gesehen (darüber mehr im 2.Teil)
und auch meine Unternehmungen waren nicht von Erfolg gekrönt.
Wer nicht über finanzielle Freiheit verfügt oder das grosse Glück hat
für eine internationale Firma tätig zu sein,den möchte ich eindringlich vor wirtschaftlichen Abenteuern in Thailand warnen.
Es gibt nur sehr wenige,die es geschafft haben und der Preis dafür ist sehr hoch.
Vielen Dank für´s Lesen,Bewerten und die hoffentlich zahlreichen Kommentare.
Sawasdee krap
Ratanakhon
Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung,schreibt einfach in´s Gästebuch.
Ewiger Sommer,freundliche menschen,billige Lebenshaltung,viele Leute träumen davon unserem ach so schönen Deutschland den Rücken zuzukehren und sich in einem anderen Land anzusiedeln.
Bei meinem ersten Thailandbesuch vor rund 15 Jahren habe ich mich in Land und Leute verliebt und von da an reifte die Idee in mir:Weg aus Deutschland,eine neue Existenz in Thailand.
Im folgenden Jahr verbrachte ich meinen Urlaub natürlich wieder in Thailand,diesmal sogar 3 Monate.
Zum Glück gewährte mir mein damaliger Chef unbezahlten Urlaub.
Nun war ich mir sicher,nur dort wollte ich leben.
Doch wie sollte ich das verwirklichen?
Zuerst mal die Sprache lernen.
Also meldete ich mich zu einem Sprachkurs an und quälte mich 6 Monate mit Schriftzeichen und Tonhöhen.
Irgendwie hatte ich mir das einfacher vorgestellt,doch am Ende des Kurses lobte mich mein thailändischer Lehrer,ich wäre sein bester Schüler gewesen.
Bei meinem nächsten Besuchen im Land meiner Träume verbesserte sich mein Thai zusehends
und ich fand viele neue Freunde.
Ein Farang (Ausländer) der Thai sprechen kann,das war schon was besonderes.
Doch wie sollte ich nur meinem Ziel in Thailand zu leben näher kommen?
Hier kam mir der Zufall zu Hilfe.
Eines Tages bekam ich einen Brief von einem Östereicher,der in Chiang Mai eine kleine Kneipe
betrieb.Er wolle verkaufen,familiäre Umstände zwingen in dazu.
Das war´s also,ich würde Kneipenwirt werden.Ich war ausser mir vor Freude.
Es hat sich also bewahrheitet:Wenn man etwas wirklich will,dann geht es auch in Erfüllung.
Nun gut,der Kaufpreis von 15000.-DM war schon ganz schön happig.
Aber was soll´s,da war mein Ziel in greifbarer Nähe.
Ich sagte sofort zu,kündigte Job und Wohnung,verkaufte all mein Hab und Gut und sprang in den nächsten Flieger.Dort angekommen erklärte man mir alle Modalitäten.
Einen thailändischen Partner würde ich noch brauchen,man empfahl mir meinen „alten Freund\" Mr.N.
der willigte sofort ein und unterschrieb den neuen Mietvertrag für das Gebäude.
Meine 15000.-DM wurden mit einem Kaufvertrag für das Business und die Inneneinrichtung quitiert.
Eigentlich lief alles ganz gut,wir hatten ausreichend Gäste und das Personal war freundlich und hilfsbereit,
wenn es da war.
Im dritten Monat häuften sich die Probleme,vorallem fehlte dauernd Geld in der Kasse.
Ich stellte Mr.N. zur Rede.
Der antwortete mir kurz und knapp,wenn mir etwas nicht passt,solle ich meine Koffer packen und verschwinden.Er wäre schliesslich der Mieter des Gebäudes.
Ich war baff.
Um es kurz zu machen,einen Monat später wurde ich mit Hilfe der Polizei aus dem Haus geworfen.
Ich durfte nur mitnehmen für was ich Quittungen hatte.
Für meine Kleidung und selbst meine Unterhosen hatte ich keine Kaufbelege !
Geld weg,Geschäft weg,daqs war ganz schön schnell gegangen.
Aufgeben wollte ich jedoch nicht.
Ich lieh mir Geld und eröffnete ein kleines Restaurant.
Bei meinem letzten Abenteuer hatte ich viel gelernt und diesen Laden würde mir niemand mehr nehmen können.
So verbrachte ich einige Jahre mit 14-16 Stunden Arbeit täglich,mein Verdienst dafür betrug 5-10DM pro Tag.
Ein Ruhetag war nicht drin.
Immer öfter fragte ich mich,ob das denn das Leben wäre was ich mir erträumt hatte.
Doch wenigstens war ich in Thailand !
Nun ging es mit grossen Schritten in die Südostasienkrise.
Über Nacht explodierten die Preise und am Monatsende reichte das Geld nicht mal mehr für die Miete.
Ich beschloss für 6 Monate zurück nach Deutschlaand zu gehen,um Geld zu verdienen
und meine nicht unwesentlichen Schulden zu bezahlen.
Das Restaurant schloss ich während dieser Zeit.
Wieder zurück im gelobten Land,kämpfte ich noch ein weiteres halbes Jahr.
Für seine eigene Arbeit auch noch bezahlen zu dürfen,nein das ist schwachsinnig
und so gab ich das Restaurant auf.
Ich mietete mir ein wunderschönes thailändisches Holzhaus mit Garten,inmitten der Stadt
und beschloss von nun an 6 Monate in Thailand und 6 monate in Deutschland zu verbringen.
Doch auch diese Lösung würde mich auf Dauer nicht befriedigen.
6 Monate Arbeit bis zum Umfallen und dann 6 Monate nichts,aber auch garnichts zu tun.
Ende letzten Jahres beschloss ich dann,diesem hin und her ein Ende zu bereiten.
Kurz vorher hatte der Populist Mr. Taksin Shinawatr mit seiner neuen Partei
„Thai rak Thai\" (Thais lieben Thais) die Wahl gewonnen und besonders der neue
Innenminister Mr. Purachai schränkte die Freiheit im Lande erheblich ein.
Immer neue Gesetze und Verordnungen erleichterten es mir dem Land meiner Träume
erstmal „Auf Wiedersehen\" zu sagen.
Fazit:
Ich habe viele Existenzen in Thailand scheitern gesehen (darüber mehr im 2.Teil)
und auch meine Unternehmungen waren nicht von Erfolg gekrönt.
Wer nicht über finanzielle Freiheit verfügt oder das grosse Glück hat
für eine internationale Firma tätig zu sein,den möchte ich eindringlich vor wirtschaftlichen Abenteuern in Thailand warnen.
Es gibt nur sehr wenige,die es geschafft haben und der Preis dafür ist sehr hoch.
Vielen Dank für´s Lesen,Bewerten und die hoffentlich zahlreichen Kommentare.
Sawasdee krap
Ratanakhon
Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung,schreibt einfach in´s Gästebuch.
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