Toskana Testbericht

Toskana
ab 72,34
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(8)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(1)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von EverBaby

^Mein Urlaubsziel Nr.1^

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Toskana gehört geographisch und politisch zu Mittelitalien. Der nordwestliche Teil die sog. Toscana dessen Hauptstadt Florenz ist, und eine der zwanzig Regionen Italiens umfaßt ca. 22.992 km 2 (und damit nicht viel größer als Hessen) und hat rund 3,6 Mio. Bewohner. Sie ist unterteilt in neun Provinzen: Arezzo, Firenze (Florenz), Grosseto, Livorno, Lucca, Massa-Carrara, Pisa, Pistoia und Siena.

Oberhalb abgeschlossen durch die 2000m hohen Gipfel der Apennin und Aquanen.Im Süden ist ein 1700m hohen, erloschenden Vulkan, der Amiata. Flachland findet man nur and der Festlandküste, vor allem im Bereich der Flussmündungen.

Mittelalterliche Städte und Dörfer findet man überall. Meist haben sie die gleiche braunrote Erde des Umlands.Trotz des Autoverkehrs, Reklametafeln und störenden Neubauten ist vieles aus der Antike noch erhalten. Genauso landschaftsprägend sind die Zypressen. 1978 erkrankten die Zypressenbestände in Italien an Pilzen, die durch eine Krebsart verursacht wurde. Es mußten viele Zypressen gefällt werden. Derzeit bemühen sich Forscher der Universität Florenz um die Züchtung einer Zypressenart, die Immun gegen derartige Krebsarten ist.

Zitat: (Quelle Nr.3) \"Die Toskana ist streng , herb,edelbitter. Nichts für Schwärmer\" so schrieb einmal Gregor Rezzori. \" Sie fordere nicht den verliebten sondern den zweiten Blick\" . Typisches findet man hier vieles: angefangen vom Wein, der damals wie heute eine erstklassige Qualität hat und allseits bekannt für seinen guten Geschmack ist. Zitat (Quelle Nr.4) \"Buon vino fa buon sangue - Guter Wein schafft gutes Blut\". So sagt z.B. ein Winzer der Chianti: \"Trauben die den neuen Qualitätsansprüchen nicht genügen, werden nicht selten einfach untergepflügt\". Darüber das mittlerweile ein rundes Drittel der Toskana zu Chianti-Gebiet erklärt wurde sind die Winzer des \"Ur-Anbaugebietes\" gar nicht froh, denn je kleiner ein Anbaugebiet ist, desto exklusiver ist die Marke. Jedes Jahr und mit jedem Zwischenfall wie z.B. ein, durch starke Regenschauer, verurschter Erdrutsch

lernen die Winzer dazu und so steigert sich nicht selten die Qualität Jahr für Jahr.



Genauso typisch sind die geheimnisvollen Heilwasser von Montecatini. Ihnen sagt man die Kraft der Verjüngung nach. An sie glaubte zumindest ein guter Freund von dem Komponisten Giuseppe Verdi.

Was wäre Italien ohne seine berühmte Küche mit ihrer Pasta ? Zitat (Quelle Nr.4)\"Man könnte pointiert sagen, daß für die toskanische Küche der Landwirt wichtiger ist, als der Küchenmeister\" Aber genauso bekannt ist Italien für sein gutes Öl. Speziell sein Olivenöl. So war die Pizza ursprünglich \"nur\" ein dünner Hefeteigfladen mit etwas Tomate, Kräutern und Olivenöl, die zahlreichen und teilweise seltsamen Abarten mit Schinken, Artischokenherzen, Ananas, Pilzen, Salami und was sonst noch durch den steigenden Wohlstand komponiert wurde kamen erst später dazu.

Und zu guter letzt wären da natürlich noch all jene weltberühmte Maler und Baumeister. Beühmtheiten wie Michelangelo oder Leonardo da Vinci sind italienischer Herkunft und ihre Bilder sind weiterhin weltweit hoch im Kurs.



Sehenswürdigkeiten gibt es un Masse. Sei es der schiefe Turm von Pisa, oder die Kunstschätze in Florenz. Pisa ist die meist besuchte und populärste Stadt nebst Florenz. Fast jeder dritte Pisaner hat studiert, daher hat die Universität in Pisa Weltruf. Die Toskana ist eine Sehenswürdigkeit an sich.

Die Innenstädte der Toskana sind größtenteils autofrei zu Fuß erkundbar, da die meisten für den Autoverkehr gesperrt sind. Ob sich daran gehalten wird ist ein anderes Thema. Doch wo sich Blechlawinen tummeln, dort prägen knatternde Vespas, quietschende Kutschen und Karren als auch die wohl bekanntesten italienische Kleinautos wie Fiat und Alfa Romeo das Straßenbild.



Zur Geschichte Toskanas:

Die Landflucht, die sich nach dem Zweitem Weltkrieg beschleunigte, hatte zur Folge das viele Bauernhäuser verfielen oder an vorwiegend Deutsche verkauft wurden. Ein italienisches Bauernhaus ist in Deutschland schon ein Statussymbol.

Die 1970 offiziell autonome Region hat viele Machthaber kommen und gehen sehen. Viele Vertreibungen, Kämpfe und Seuchen haben ihre Narben hinterlassen.

Mit Problemen wie der Müllbeseitigung, der Trinkwasserversorgung und der Verschmutzung des Mittelmeers blieb auch die Toskana nicht verschont. Doch dies wollen viele nicht wahrhaben. Doch wenn die sog. \"Wiege der Renaissance\", in Gefahr gerät, wie es 1966 durch eine große Flutkatastrophe der Fall war, melden sich veile freiwillige Helfer die zur Bergung der Denkmäler in Florenz und des Aufbaus halfen.



Mit kanpp sieben Millionen Urlaubern pro Jahr gehört sie zu den Ballungsgebieten des Fremdenverkehrs. Rund 3,5 Millionen Besucher zählt die Toskana von Mai bis August. Genausoviele, wie sie Einwohner hat. Der Torismus stellt eine wichtige Einnahmequelle dar. Nebst Landwirtschaft, Marmor- und Textilindustrie.



Die Stadt breitet sich über drei flache Hügel aus, die sich in Form eines Dreisterns um die Piazza del Campo gruppieren. Braunrote Farbtöne sind ein Hauptmerkmal der aus Tonerde gebauten Häuser. Der Ausdruck \"gebrannte Sienna\" kommt von der Erde, aus der früher Malerfarben gemacht wurde.



Die Stadt in der gleichnamigen Provinz hat rund 64.000 Einwohner und liegt 322m ü.d.M.. Früher, im Altertum, war Siena als \"Saena Iulia\" unbedeutend. 1115 errang die Stadt, wie viele andere Provinzstädte ihre Unabhängigkeit.\" In Siena hat sich die Uhr über eine Zeitspanne von zwei Jahrhunderten bewegt und ist dann stehengeblieben\" Das Stadtbild ist heute im 13. und 14. Jahrhundert geprägt.

\"Cor magis tibi Sena pandit\" steht auf der Porta Camollia dem nördlichem Stadttor: \"Siena öffnet weiter dir sein Herz (als dieses Tor)\". (Quelle Nr.3) Siena lag nach der Unabhängigkeitserklärung mit der Stadt Florenz im Kampf um die wirtschaftliche Führung. 1270 hatte Karl von Anjou entscheidenen Einfluß auf die Stadt und machte sie zum Mitglied des toskanisch-guelfischen Städtebundes. 1348 kam die Pest in die Stadt, was schwere Folgen hatte. 1555 wurde Siena von den Spaniern besetzt und 1559 an den Herzog Cosimo I. von Toskana abgetreten.



Siena hat viele Sehenswürdigkeiten. Der Duomo S. Maria, der Mitte des 13.Jahrhunderts vollendet wurde (Kuppel und Campanile 1264) gehört mit zu den berühmtesten. Das sog. \"Langschiff\" (rund 89m lang) sollte nach den Plänen des 14. Jahrhunderts als Querschiff in den Duomo Nuova integriert werden. Der Plan des neuen Doms wurde aufgrund zu hoher Kosten und mangelhafter Statik verworfen.

Die Innenausstattung ist ein wahres Meisterwerk: schwarzweiße Marmorstreifung; in 56 Felder mit Darstellungen von Propheten und biblischen Szenen aufgeteilter Marmorfußboden; Meisterwerke von Malern und Bildhauern darunter findet man auch die Bronzestatue \"Johannes der Täufer\". Der Eingang zur Libraria Piccolomini ist mit kunstvollen Marmorarbeiten geschmückt. Hier findet man die Choralbücher. \"Fresken zeigen Stationen im Leben Pius\' II und stammen auch wie der in der Johanneskapelle, von dem Umbrier Pinturicchio\". (Quelle Nr.3)



Ein ebenfalls sehr bekannter Ort ist der Piazza del Campo. Einer der schönsten Plätze ganz Italiens mit seinem muschelförmigen und nach Süden abfallendenden Pflaster. Den besten Ausblick hat man von der 88m hohen Torre del Mangia. Der Platz wird kurz Il Campo genannt und liegt genau zwischen den drei Hügeln auf der die Stadt gebaut ist. Die weitbekannten Turniere und Wettkämpfe, aber auch Tumulte und Demonstrationen ereigneten sich am Palazzo Publico, südöstlich vom Il Campo. Gegenüber des Palazzo Publico findet man den Fonte Gaia, ein sehr alter und einer der letzten zehn Brunnen Sienas. Er lieferte Löschwasser als auch kostbares Trinkwasser. \"Die Fonte Gaia, ursprünglich mit Reliefs von Jacopo della Quercia versehen (im 19. Jahrhundert durch Kopien ersetzt; Originale in der Loggia des Palzzo Publico), entstand Anfang des 15. Jh.\" (Quelle Nr. 3)



Alles in allem ist die Toskana, denke ich, ein durchaus sehenswerter Ort, den man sicher nicht in Vergessenheit fallen läßt.

Die wichtigsten Tips für

Reisende in aller Kürze und zusammengefasst aus allen Quellen:





- gesetzliche Feiertage im April-Mai gibte es nur die Osterfeiertage; (1.Mai) Tag der Arbeit



- Geld: 1 DM entsprechen etwa 1500 Lire, wobei die Kurse für Devisen schwanken können. Günstiger ist es meistens immer in Italien zu tauschen. Es gibt 50; 100; 200 und 500 Lirestücke; und Papiergeld mit den Werten 500, 1000, 2000, 20.000, 50.000 und 100.000 Lire.

Euroschecks haben sich auch in Italien durchgesetzt und daher ist es nicht ungewöhnlich wenn man mit z.B. Reiseschecks bargeldlos bezahlt. Angenommen werden sie fast überall und bieten eine sehr sichere Alternative zum Bargeld, da sie wie jeder weiß schnell ersetzt werden. Banken haben von halb neun bis halb zwei an Werktagen geöffnet. Größere Banken auch Sonntags.



Gesundheitsvorsorgen sprich: Impfungen sind dank der Öffnung des Binnenmarktes eigentlich nicht zu treffen. Und Durchfalltabletten kann man im April-Mai dank der verhältnismäßig niedrigen Temperaturen (durchschnittlich ca 18-24°C ) stecken lassen, sollte sie aber für alle Fälle dabeihaben.



- Grenzformalitäten sind für Reisebusse selten. Man sollte aber selbstverständlich einen Personalausweis oder Reisepass bzw. Kinderausweis dabeihaben.



-Ein anscheinend unsinniger Punkt beträfe die Kleidung , denn an großen Plätzen oder Sehenswürdigkeiten sind Shorts und sehr kurze T-Shirts, von nacktem Oberkörper ganz zu schweigen, sehr ungern gesehen. In Forte dei Marmi und Punta Ala hat man\'s gern etwas schicker.



- Klima: Im ganzen mild aber man sollte trotzdem eine Wolljacke und Regenzeug für wolkenbruchartige Regenfälle dabeihaben. Außerdem Badeschuhe wegen der Seeigel, die an Stränden weit verbreitet sind und natürlich auch feste Schuhe.



- Notrufnummer in ganz Italien einheitlich 113 für einen Rettungswagen.



-Ein nicht ganz unwesentlicher Punkt sind die mittlerweile stark verbreiteten Schlangen . Doch Apotheken führen alle Schlangenserum.



- Zum Essen wäre zu sagen, daß man das auf den Märkten erworbene Obst oder Gemüse immer waschen oder schälen sollte. \"Offenes\" Eis, insbesondere das Softeis, ist Gewissensfrage. Bei Austern oder sonstigen Meeresgerichten ist größte Vorsicht geboten, da die Vorschriften, bezüglich der Kontrollen, anscheinend nicht allzu sehr ernst genommen wird.








Quellen: (Nr.)

1)Baedekers Allianz Reiseführer \"Toskana\"

2)\"Florenz und die Toskana kennen und lieben\" von Monika Zitzewitz

3)Besser Reisen \"Toskana\"

4)ADAC SPECIAL \"Bezaubernde Toskana\"

5)Video Global Reisen \"Die Toskana\"

6)Bucher Verlag \"Toskana Umbrien\" von Harald Mante u.a.

14 Bewertungen