USA Testbericht

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Erfahrungsbericht von LosGatos

Go West!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Bis vor 20-25 Jahren stand der US-Dollar bei etwa 4 DM. Die USA waren für uns Deutsche die Neue Welt oder das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Aber dort hinzufahren und gar dort Urlaub zu machen, war für die meisten schlicht ein Traum. Ende der 70er Jahre begann der Dollar dann erstmals zu fallen und sich in die Nähe von 2DM zu bewegen, etwa dahin, wo er heute steht. Damit entstand Aufbruchstrimmung und so mancher Deutsche wagte die Reise über den großen Teich. Ende 1987 war es auch bei mir endlich soweit. Unverhofft kam ich kurz vor Weihnachten zu einer Dienstreise in die USA, nach New Jersey nicht weit vom Big Apple New York City. An einem Wochenende hatte ich dann auch Gelegenheit dorthin zu fahren. Plötzlich war ich zwischen Wolkenkratzern und natürlich auch auf Ihnen. Ich war infiziert. Mein nächster Urlaub sollte unbedingt in die USA führen. Nach Kalifornien, Grand Canyon...undundund. Aber langsam.

Mittlerweile war ich insgesamt 9mal in den USA, beruflich wie privat. Und ich hoffe, ich komme noch öfters dorthin, denn ich kenne längst nicht alles.

Mit diesem Beitrag möchte ich denjenigen, die vielleicht mit dem Gedanken spielen, erstmals die USA zu bereisen, einige grundlegende Tips geben, spezielle Reisebeschreibungen mache ich mal separat.



ALLGEMEINES

Die USA haben insgesamt 6 verschiedene Zeitzonen. Zunächst einmal von Ost- bis Westküste 4: Eastern Time (-6h gegenüber Deutschland), Central Time (z.B. Chicago, -7h), Mountain Time (z.B. Denver, -8h) und Pazific Time (Westküste, -9h). Außerdem Alaska und Hawaii mit eigenen Zeitzonen. Hinsichtlich der Umstellung auf Sommerzeit (\"Daylight Saving Time\") gibt es in einzelnen Staaten evtl. Abweichungen (Arizona).
Wenn man Landkarten der USA betrachtet, sollte man sich immer über den Maßstab klar sein. Manche Staaten der USA sind wesentlicher größer als die gesamte Bundesrepublik Deutschland. Bei der Reiseplanung sollte man ein Gefühl für Entfernungen bekommen. Entfernungsangaben sind stets in Meilen (ca. 1,5km).

Wer nach USA reist, sollte nicht davon ausgehen, daß dort wie in europäischen Urlaubsgebieten, die oft deutschdominiert sind, deutsch verstanden, geschweige denn gesprochen wird. Die USA sind zwar ein multikulturelles Land. Immigranten kommen aber zu großen Teilen aus Asien und Lateinamerika, sodass man eher mit Spanisch als mit deutsch zurecht kommt. Niemand erwartet, daß man perfekt englisch kann, aber ohne die Grundlagen dieser Sprache wird man sich dort schwer tun. [Copyright LosGatos] Die Amerikaner sind zwar Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen und freundlich. Deshalb werden sie aber keine Fremdsprachen lernen, schließlich kommen sie doch mit ihrer Sprache fast auf der ganzen Welt durch.



EINREISE

Die großen Städte der USA werden von Deutschland aus häufig direkt angeflogen, entweder von Lufthansa, einem ihrer Allianz-Partner oder anderen US-Linienfluggesellschaften. Da die Nordatlantikstrecke von allen Wettbewerbern hart umkämpft ist, zahlt man insbesondere für einen Flug an die US-Ostküste evtl. weniger Geld als für einen Flug von München nach Hamburg. Für die Einreise benötigt man einen Reisepaß. Ein Visum ist für Deutsche nicht mehr notwendig und bringt auch keinen Vorteil. In jedem Fall muß man im Flieger zwei Einreiseformulare ausfüllen. Egal, welchen Zielflughafen man in den USA hat, wenn man nicht direkt fliegt, muß man am ersten Flughafen in den USA die Einreiseformalitäten (\"Immigration\") hinter sich bringen und dabei auch sein gesamtes Gepäck mit sich führen. Das Gepäck wird dann wieder eingecheckt, wenn man weiterfliegt. Bei der Einreise werden immer ein paar Fragen gestellt, z.B. wie lange man bleibt oder welches sein \"Middle Name\" (zweiter Vorname) ist. Bei George W. Bush verbirgt sich z.B. hinter dem W der Middle Name. Da ich den Einreisebeamten dann immer erkläre, daß ich keinen Middle Name, dafür aber einen Doppelnamen habe, stoße ich gelegentlich auf Unverständnis.



REISEZIELE

Die USA bieten natürlich ein fast unerschöpfliches Reservoir an möglichen Reisezielen. Mit einer Reise kann man nur einen allerersten Eindruck gewinnen. Auf jeden Fall sollte man sich nicht zuviel vornehmen.

Die Großstädte der USA sind bis auf wenige Ausnahmen (New York City, San Francisco, New Orleans, Las Vegas, Washinton DC) vielleicht nicht unbedingt das, was man unbedingt gesehen haben muß. Denn die ähneln sich doch oft sehr. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Wer mehr kulturell interessiert ist, wird sich auch eher andere Reiseziele als die USA suchen. Für Badeurlaub kommen in den USA nur Florida und Hawaii in Frage. Im sonnigen Kalifornien ist es zum Baden i.a. für verwöhnte Urlauber viel zu kalt. Außerdem gibt es für reinen Badeurlaub sicher preiswertere Reiseziele.

Wer trotzdem erstmal die Metropolen kennenlernen möchte, sollte dafür ein paar Inlandflüge buchen. Ein Auto ist dann dauerhaft nicht nötig.

Wer aber Landschaft, Natur und Nationalparks mag, hat in den USA die Qual der Wahl. Ich kenne bislang hauptsächlich den Westen jenseits der Rocky Mountains, die Gegend um New York / Washington DC und Hawaii. Ich halte den Westen (zunächst mal Kalifornien, Nevada, Arizona, Utah) für ein lohnendes Ziel, für das man aber mindestens 4 Wochen einkalkulieren sollte (für einen Überblick über die dort wichtigsten Nationalparks verweise ich auf meinen Bericht \"Nationalparks im Westen der USA von A-Z\" (demnächst hier bei CIAO). Das sollte man per Mietwagen unternehmen. Natürlich ist auch New York City eine Reise wert, von dort ist es eine Tagesreise zu den Niagara-Fällen.

Reizvoll wären für mich auch einmal die Neuenglandstaaten (\"Indian Summer\"), die Südstaaten, oder eine Reise per Auto von Ostküste zu Westküste,z.B. über die legendäre Route 66.


REISEZEITEN

Die geeignetste Reisezeit ist natürlich sehr vom Ziel abhängig. New York war und ist immer eine Reise wert, auch wenn diese Stadt seit dem 11.9.2001 nicht mehr die Stadt ist, die sie mal war. Es wird Jahre dauern, bis man ohne gemischte Gefühle dort hingehen kann. Im Sommer ist es sehr heiß, im Winter kann es sehr kalt werden, extremer als bei uns. In den letzten Jahren ist auch das Christmas-Shopping in Mode gekommen. Florida würde ich, wenn überhaupt, ab Dezember oder im Frühjahr bereisen. In der zweiten Jahreshälfte, mit Schwerpunkt im Herbst, ist die südliche Ostküste hurricane-gefährdet, jene Wirbelstürme, die in der Karibik entstehen und dann die Südstaaten unsicher machen. Der Herbst, so ab September, ist ideal für den Indian Summer im Nordosten. Für Kalifornien und Südwesten eignet sich hauptsächlich Frühling und Herbst. Denn Kalifornien hat nicht nur Strände, sondern auch Berge und Wüste.


ZAHLUNGSMITTEL

Als Zahlungsmittel sollte man über 3 Dinge verfügen: Kreditkarte(n), Reiseschecks (in US-Dollar) und US-Dollar in bar. EC-Karte und Euroschecks dagegen kann man getrost zu Hause lassen. Ebenso ist die Mitnahme von DM nicht empfehlenswert.

Mit der Kreditkarte kann man fast überall zahlen: Mietwagenfirmen, Hotels, Restaurants (nicht gerade bei McDonalds), Kaufhäuser, Geschäfte, Supermarkt, Eintrittskarten, Tankstellen. Am verbreitetsten sind Visa und Mastercard (die hat man automatisch, wenn man Eurocard hat), Amex wird in kleineren Hotels, Restaurants und Geschäften oft nicht genommen. Bei der Bezahlung mit Kreditkarte im Ausland erheben die Kreditkartenfirmen meist einen Auslandszuschlag von 1-2 Prozent, der auch im Umrechnungskurs versteckt sein kann. Da der Kreditrahmen einer Kreditkarte je nach Bonität des Kunden und auch aus Sicherheitsgründen begrenzt ist, kann es sinnvoll sein, mehrere Kreditkarten dabei zu haben. Denn im Laufe einer größeren Reise können sich schon mal Beträge aufsummieren, die den Rahmen am Ende übersteigen.

Für den Rest (Kleinbeträge, McDonalds-Besuche, Trinkgelder) braucht man Bargeld. Dieses besorgt man sich am besten durch das Umtauschen von Reiseschecks. Reiseschecks sind sogar noch sicherer als Kreditkarten. Während man bei Kreditkarten bei Mißbrauch bis zu 100DM selbst bezahlen muß, werden Reiseschecks bei Diebstahl/Verlust voll ersetzt. Deshalb sollte man die Schecknummern immer getrennt mitführen. Zum Glück habe ich noch keine Erfahrungen mit abhanden gekommenen Kreditkarten oder Reiseschecks gemacht, deshalb kann ich nicht sagen, wie schnell und problemlos die Wiederbeschaffung wirklich ist. Für diese Versicherung wird beim Kauf der Reiseschecks (z.B. bei der Hausbank oder einem American-Express-Büro in Deutschland) ein Ausgabeaufschlag von 1% erhoben. Reiseschecks können aber auch als direktes Zahlungsmittel eingesetzt werden. So kann man z.B. eine 20Dollar-Rechnung mit einem 100Dollar-Reisescheck zahlen und bekommt dann 80 Dollar Bargeld heraus. Hat man nach der Reise noch Reiseschecks übrig, kann man sie natürlich in Deutschland zurücktauschen, was aber nicht unbedingt zu empfehlen ist. Denn Reiseschecks sind unbegrenzt gültig und können weltweit in Landeswährung umgetauscht werden. Hat man sie zu einem günstigen Dollarkurs erworben, kann man auch davon profitieren, daß man steigende Kurse abwartet und später verkauft. Natürlich kann man auch mit Kreditkarten an Geldautomaten Bargeld abheben. Das ist aber vergleichsweise teuer und daher weniger empfehlenswert.



AUTOFAHREN

Autofahren ist in den USA ziemlich stressfrei, zumindest solange man nicht in der Nähe von Großstädten ist. Die meisten Mietwagen verfügen über automatisches Getriebe, Klimaanlage und Cruise-Funktion. Mit der Cruise-Funktion kann man auf den unendlich langen Freeways und Highways (vergleichbar unseren Autobahnen) eine konstante Geschwindigkeit einstellen. Damit kann man dann stundenlang geradeaus fahren, ohne gaszugeben. Ein Bremsvorgang schaltet die Cruise-Funktion wieder ab. Das ist auf langen Strecken deshalb praktisch, weil in den USA auf den Autobahnen eine Geschwindigkeitsbegrenzung gilt (z.B. 65 Meilen/h = ca. 100km/h), teilweise auch etwas höher. Raserei ist dort jedenfalls nicht angesagt. Und es wird sich i.a. auch daran gehalten. Schließlich wird die Geschwindigkeit dort auch kontrolliert, und Verstöße können teuer werden. Sollte man jedoch aus irgendeinem Grunde mal von der Polizei angehalten werden, sollte man auf keinen Fall aufgeschreckt aussteigen, sondern ruhig im Wagen sitzen bleiben, die Scheibe runterkurbeln und abwarten, was passiert.

In der Nähe von Großstädten wie New York City oder Los Angeles findet man bis zu 10-spurige Autobahnen, wo es dann schon etwas hektischer zugeht und wo reger Spurwechsel vorherrscht. Dort findet man oft eine für \"Carpools\" reservierte linke Spur vor. Ein \"Carpool\" ist eine Fahrgemeinschaft, die aus mindestens 2 Personen im Fahrzeug besteht. Mit dieser Regelung sollen halt Fahrgemeinschaften gefördert werden. Tatsächlich ist diese Spur aber die am wenigsten befahrene. Es soll ja Autofahrer geben, die aus diesem Grunde eine Gummipuppe auf dem Beifahrersitz dabei haben. Wehe dem, der erwischt wird.

Grundsätzlich gelten in den USA die gleichen Verkehrsregeln, wie international üblich. Insbesondere herrscht wie bei uns Rechtsverkehr. Ein paar Besonderheiten gibt es aber schon. Zunächst gilt, es ist alles erlaubt, was nicht explizit verboten ist. Wie neuerdings in Deutschland bei der Regelung mit dem Grünen Pfeil, darf an Ampeln bei rot rechts abgebogen werden, wenn der vorfahrtsberechtigte Verkehr nicht behindert wird. Dazu gibt es den Grünen Pfeil aber nicht. Stattdessen gibt es manchmal das ausdrückliche Verbot \"No right turn on red light\" (kein Rechtsabbiegen bei Rot). An diesem Beispiel sieht man schon, daß in den USA Verkehrszeichen nicht nur aus Zeichen bestehen, sondern oft einen verbalen Zusatz haben. Auch aus diesen Gründen sollte man mit den Grundzügen der englischen Sprache vertraut sein, wenn man vorhat, sich dort ans Steuer zu setzen. Anderes Beispiel: \"No U-Turn\" - Wenden verboten.

Während in Deutschland in verkehrsärmeren Stadtgebieten die \"recht-vor-links\"-Regelung gilt, gibt es in den USA das Konzept des 3 or 4-way-Stop. Alle Fahrzeuge (bis zu 4), die sich einer Kreuzung nähern, sind gezwungen bei einem Stop-Schild (wie bei uns) anzuhalten. Derjenige, der zuerst die Kreuzung erreicht hatte, darf dann als erster weiterfahren. Damit werden Unfälle wesentlich unwahrscheinlicher.

Mietwagen sind in den USA vergleichsweise billig. Allerdings sind die Versicherungen fast so teuer wie die Wagengrundmiete. Einer Vollkasko-Versicherung entspricht CDW (\"Collision Damage Waver\"), die man natürlich abschließen sollte. Zum Anmieten eines Leihwagens benötigt man Führerschein und Kreditkarte. Ein internationaler Führerschein ist nicht notwendig. Obwohl in den USA die Benzinpreise steigen, sind sie noch wesentlich niedriger als bei uns (ca. die Hälfte). Der Vergleich wird erschwert, da man nicht nur Dollar in DM, sondern auch Gallonen (ca. 3,8 Liter) in Liter umrechnen muß. Allerdings sind US-Wagen, z.B. wegen der Klimaanlage, aber auch nicht sehr sparsam im Verbrauch. Den Mietwagen kann man bereits in Deutschland im Voraus bei den bekannten Mietwagenfirmen mieten (auch über Internet). Ein Preisvergleich kann sich dabei lohnen.

Das Zurechtfinden im Straßenverkehr selbst in Manhattan, ist längst nicht so kompliziert, wie man sich das von solch einer Metropole erwartet. Das liegt daran, daß Straßen oft keine Namen haben, sondern durchnumeriert sind. Außerdem gibt es in der Regel Einbahnstraßen-Systeme (alternierende Fahrtrichtung). Somit muß man oft nur geradeausfahren und mitzählen, wenn man eine Straße sucht. Entfernungsangaben in Stadtführern werden oft in Blocks oder Minutes gemacht. Ein Block bedeutet Querstraße und Minutes sind immer Fahrminuten (ein Amerikaner geht nicht zu Fuß, wenn er wo hin will). Kleinere Ortschaften oder Wohngegenden sind erstens weit auseinandergezogen und zweitens überhaupt nicht für Fußgänger ausgelegt (keine Gehwege).

Wenn man vorwiegend Großstädte besuchen und dort viel Zeit verbringen möchte, ist ein Mietwagen eher hinderlich. Denn kostenlose Parkplätze sind oft Mangelware und Parkhäuser nach unseren Maßstäben z.B. in Manhattan fast unbezahlbar. Die großen Hotels bieten dort auch keine kostenlosen Parkplätze. In Hotels oder Restaurants parkt mein sein Auto normalerweise nicht selbst, sondern dafür gibt es Personal, daß so etwas für ein Trinkgeld gerne übernimmt.


UNTERKUNFT

Natürlich kann man auch per Pauschalreise nach USA reisen und Bustouren samt Unterkunft und Verpflegung buchen. Unterm Strich mag so etwas zwar preisgünstiger sein, aber es geht dann vieles an Individualität verloren. Für mich sind die USA das ideale Land, das man auf eigene Faust im PKW (oder auch Wohnmobil) erkunden kann.

Dann kann man seine Routen flexibel planen. Zur Übernachtung eignen sich dann Motels, die es in den USA in Hülle und Fülle gibt.

Diese Motels sind meist in landesweiten Motelketten organisiert. Beispiele sind Holiday Inn, Best Western oder Quality Inn. Dort sind dann auch Motelverzeichnisse erhältlich (kann man sich in Deutschland auch schon vorab mal schicken lassen oder über Internet ansehen), an Hand derer man dann die Unterkünfte für die nächsten Tage planen kann.

Abgerechnet wird immer pro Zimmer, nicht pro Person. Unter Umständen können dann bis zu 4 Personen in einem Zimmer übernachten, denn es gibt meist zwei große Betten. Die Preise liegen in Motels der genannten Hotelketten bei 50-100 Dollar. Es geht sicher auch günstiger, wenn man seine Ansprüche etwas zurückschraubt.

Für manche Motels kann man in deutschen Reisebüros bereits Übernachtungsgutscheine erwerben. Davon rate ich aber ab, denn sparen tut man dadurch fast nichts. Vielmehr muß man meistens noch was dazuzahlen und der Rücktausch ungenutzter Gutscheine ist auch kostenpflichtig.



VERPFLEGUNG

Beim Betreten eines Lokals wählt man sich normalerweile (außer in Fast Food Lokalen) nicht selbst einen Tisch, sondern wartet, bis einem einer zugewiesen wird. Meist kann man zwischen Raucher und Nichtraucher wählen.
Zum Frühstück werden alle möglichen Arten von Eiern angeboten (scrambeled- Rührei, sunny side up - Spiegelei, boiled - gekocht, all over - von beiden Seiten gebraten (omelettartig). Dazu (auch fürs Steak anwendbar) sollte man folgende Garstufen beherrschen: rare (angebraten), medium (mittel), well done (gut durch). Kaffee ist relativ schwach, bestellt man eine Tasse, wird automatisch nachgeschenkt (ohne Aufpreis).

Die geeignete Verpflegung in den USA ist natürlich Geschmackssache. Wer auf Hamburger und andere Arten von Fast Food steht, kommt relativ billig weg. Steak-Liebhaber kommen in den USA sicher auch auf ihre Kosten. Ich persönlich suche in den USA verstärkt mexikanische, chinesische oder indische Restaurants auf, denn die Amerikaner haben vielleicht den Fast Food, aber nicht das Kochen erfunden. In Küstengegenden ist natürlich auch Seafood zu empfehlen. Allerdings kann es auch da schon mal passieren, daß einem als Beilage zum Hummer Makkaroni gereicht werden. Als Faustregel für ein Abendessen sollte man knapp den angemessenen DM-Preis in Dollar einkalkulieren. Also für pro Person nicht 20-30 Mark, sondern 20-30 Dollar. Somit nicht unbedingt preiswert aus unserer Sicht.
Kulinarisch sehr zu empfehlen sind auch die China Towns in den großen Städten (z.B. New York City oder San Francisco).
Preisangaben in den USA sind immer Nettopreise. Dazu kommt die Steuer des jeweiligen Bundesstaates, in New York City zusätzlich noch die der Stadt New York. Außerdem erwartet der Kellner 15% Bedienungsgeld, was nicht mit Trinkgeld zu verwechseln ist. Während in Deutschland in der Regel 15% Bedienungsgeld im Preis bereits inbegriffen ist, ist es in USA separat zu entrichten. Man ist zwar nicht verpflichtet, es zu bezahlen, aber nur extrem schlechter Service würde eine Verweigerung rechtfertigen. Der Service-Aufschlag kann bei Bezahlung mit Kreditkarte auf dem Kreditkartenbeleg hinzugefügt werden. Oder man legt das Geld einfach auf den Tisch, bevor man geht. Die 15% beziehen sich dabei auf den Nettobetrag, die Steuer muß nicht mitberücksichtigt werden. Kleine Rechenhilfe: Man teilt den Nettobetrag durch 10 und schlägt da noch mal die Hälfte drauf.
Es ist in den USA nicht üblich, nach dem Essen noch lange sitzen zu bleiben und z.B. noch eine Flasche Wein zu leeren. Der Service ist i.a. sehr schnell. Nach dem Hauptgang wird man gefragt, ob man noch Dessert oder Kaffee möchte, ansonsten wird unaufgefordert die Rechnung gebracht. Dann möchte, besonders in einem gefüllten Lokal, der Kellner den Tisch wieder frei haben, denn neue Gäste sind auch sein Umsatz.

Mir gefällt zwar nicht alles am American Way Of Life, aber ich habe mich dort immer sauwohl gefühlt. So geht es wohl vielen.

THAT\'S AMERICA! GOOD LUCK!

Copyright LosGatos
Erstveröffentlichung 23.4.2001
Veröffentlicht bei Dooyoo, Ciao, eComments, YOPI, Talk-On






----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-14 19:13:24 mit dem Titel Nationalparks im Westen der USA von A - Z

-NATIONALPARKS IM WESTEN DER USA VON A-Z

Bisher hatte ich 9mal das Glück und die Gelegenheit, die USA beruflich oder privat zu bereisen. Ich bin ein bekennender Freund dieses Landes und seiner Bewohner, wenn ich auch nicht alles am „American Way of Life“ gut heiße. Somit gehört Amerika in diesen Tagen mein besonderes Mitgefühl (Wir sagen Amerika und meinen die USA - in Südamerika ist man sicher nicht so erfreut darüber). Ich werde die USA sicher irgendwann wieder bereisen, die Südstaaten und auch die Neuenglandstaaten stehen seit Jahren auf meiner Liste der unerkundeten Reiseziele.
Dreimal habe ich Rundreisen durch den Westen der USA per Auto unternommen. Hauptbestandteil dieser Reisen waren die wunderschönen Nationalparks der USA, von denen der Grand Canyon wohl der bekannteste ist. Aber viele andere empfinde ich als kaum weniger sehenswert.

Meine Reisen umfassten in etwa folgende Routen:

März 1989 (ca. 2 Wochen): San Francisco – Highway 1 - Los Angeles - Death Valley - Sequoia N.P./Kings Canyon – Yosemite - Sacramento – San Francisco

April 1990 (ca. 3 Wochen): Los Angeles – Las Vegas – Zion N.P. – Coral Pink Sand Dunes – Bryce Canyon – Capitol Reef N.P. – Goblin Valley – Dead Horse Point State Park – Arches N.P. – Canyonlands N.P. – Mesa Verde N.P. – Aztec Ruin N.M. – Taos – Santa Fe – Canyon de Chelly – Monument Valley – Navajo N.M. – Painted Desert - Petrified Forest -Grand Canyon – Tucson - Saguaro N.M. – San Diego – Los Angeles

September 1996 (ca. 3 Wochen): Rapid City (South Dakota) - Mount Rushmore – Custer State Park – Badlands N.P. - Devil’s Tower – Yellowstone N.P. – Salt Lake City- Bryce Canyon – Lake Powell- Rainbow Bridge - Grand Canyon – Las Vegas – Death Valley – Yosemite – San Francisco – Highway 1 – San Diego

In diesem Bericht möchte ich (LosGatos) einen Überblick über die bei den 3 Reisen besuchten National Parks und sonstigen Sehenswürdigkeiten geben und durch eine (subjektive) Bewertung bei einer möglichen Auswahl behilflich sein. Denn eines muß jedem klar sein, der erstmals die USA besucht: die USA sind sehr groß und wer einen flüchtigen Blick auf den Atlas wirft, macht sich von den Entfernungen möglicherweise falsche Vorstellungen. So habe ich bei meiner ersten Tour meine ursprünglichen Reisepläne schnell über den Haufen geworfen. Generell gilt: sich Zeit lassen, nicht hetzen und lieber was weglassen.

Meine persönlichen Bewertungen der nachfolgend genannten National Parks (N.P.):

*** sehr hilfreich, äh, ich meine, sollte man auf keinen Fall verpassen
** sehr sehenswert, nur bei allzu knapper Zeit weglassen
* wer ausreichend Zeit hat, nimmt auch dieses mit, lohnender Besuch


Allgemeines zu Nationalparks:
Man unterscheidet zwischen National Park und State Park. Nationalpark sind größere Parks, die aus Landesmitteln finanziert werden. Die kleineren State Parks sind Sache der einzelnen Staaten (Hinweis: Die Begriffe Land („The country“, die USA) und Staaten (States) stehen in umgekehrter Größenrelation wie in Deutschland, also unsere BundesLÄNDER entsprechen den BundesSTAATEN der USA). Die Tatsache, daß ein State Park kleiner als ein National Park ist, bedeutet nicht, daß sie weniger attraktiv sind. Der Eintritt ist gebührenpflichtig und wird je nach Größe des Fahrzeugs erhoben (PKW, Wohnmobil, Fahrrad,...) Bei einer Tour durch mehrere Nationalparks rentiert sich ab ca. 5 Besuchen der Erwerb eines Passes, der für alle National Parks US-weit gültig ist (1 Kalenderjahr), der „Golden Eagle“. Mit den Eintrittskarten erhält man Informationsmaterial. Viele Parks bieten innerhalb Übernachtungsmöglichkeiten in Blockhütten, die großen Motelketten (z.B. Best Western) findet man jedoch stets in der Nähe der Parkeingänge.
Pro Nationalparks sollte man im Schnitt 1 ganzen Tag einkalkulieren. Bei kleineren State Parks reichen vielleicht ein paar Stunden, bei größeren Parks wie dem Yellowstone N.P. sind mehrere Tage angebracht. Ausgiebige Wanderer oder Kletterer werden mancherorts sicher länger verweilen.


Allgemeine Reisetips zu den USA: Hier sei auf meinen Bericht „Go West“ verwiesen.

Hier der Überblick in alphabetischer Reihenfolge:


*** ARCHES NATIONAL PARK

Lage: Südost-Utah, Größe: 297km2, Gründungsjahr: 1971
Benannt nach über 200 natürlichen Felsbögen (Arches) aus rotem Entrada-Sandstein, entstanden durch Winderosion. Bekannteste Bögen: Delicate Arch, Double O Arches, Landscape Arch. Empfohlener Aufenthalt: 1 ganzer Tag


* AZTEC RUINS NATIONAL MONUMENT

Nordwesten New-Mexicos: 800 Jahre alte Ruinen der Anasazi-Indianer-Kultur (Landwirtschaft). Aufenthalt: 1 Stunde


* BADLANDS NATIONAL PARK

Lage: South Dakota, Größe: 982 km2 , Gründungsjahr: 1978
malerische Mondlandschaft, wüstenhafte, trockene Region, die durch Erosion in eine phantastische Landschaft mit tief eingeschnittenen Felsschluchten verwandelt wurde. Vielfarbige Gesteinsformationen. Mufflons, Antilopen und Bisons in freier Wildbahn. Touristisch weniger überlaufen. Aufenthalt: halber bis ganzer Tag.


*** BRYCE CANYON NATIONAL PARK

Lage: Süd-Utah, Größe: 146km2, Gründungsjahr: 1928
Liegt auf knapp 3000m Höhe (also warme Sachen dabei haben je nach Jahreszeit). Kein „richtiger“ Canyon, da nur eine Talwand. Am besten am nachmittag anreisen, Sonnenuntergang am Bryce Point erleben. Frühaufsteher sind dann morgens am Sunrise Point. Wanderung durch Felslabyrinth sehr empfehlenswert. Sehr spektakulär. Hier kommt man als Fotograf kaum zur Ruhe. Aufenthalt: insgesamt ein Tag.


** CANYON DE CHELLY NATIONAL MONUMENT

Lage: Im Navajo-Reservat in Nordwest-Arizona, Größe: 339 km2 , Gründungsjahr: 1931

Ein (zu Unrecht) weniger bekannter Park, Name (sprich: „schey“) hat indianischen Ursprung. Schöner Sicht über 300m tiefen Canyon von zahlreichen View-Points. Spektakulärer Blick auf den 244m hohen Spider Rock (Felssäule: einer Indianer-Legende zufolge saß dort einst wie Loreley als Schrecken für ungehorsame Kinder eine Spinnenfrau). Canyon eignet sich für Wanderungen oder Jeep-Touren. Aufenthalt: ein halber Tag


* CANYONLANDS NATIONAL PARK

Lage: Südost-Utah, Größe: 1366 km2 ,Gründungsjahr: 1964
Gewaltige Canyonlandschaft um den Oberlauf des Colorado mit den Höhepunkten „Islands in the Sky“ (Ausblick über rotes Felsenmeer), Needles District, Upheaval Dome. Aufenthalt: ein halber bis zu einem ganzen Tag


* CAPITOL REEF NATIONAL PARK

Lage: Süd-Utah, Größe: 979 km2 , Gründungsjahr: 1971

Aufgrund der Dichte von Nationalparks in dieser Gegend einer der weniger besuchten, aber gerade deshalb nicht weniger schön. Goosenecks Overlook, 20km langer Scenic Drive, Capitol Gorge, Hickman Bridge, Cassidy Arch. Aufenthalt: halber Tag


* CORAL PINK SAND DUNES

Lage: Süd-Utah zwischen Zion N.P. und Bryce Canyon, rosarota Sanddünen. Aufenthalt: 1 Stunde


* CUSTER STATE PARK

Lage: Südwesten South Dakotas
Kleiner Park in der Nähe von Rapid City. Benannt nach General Custer, bekannt von der Schlacht am Little Bighorn, welche jedoch in Montana stattfand. Als ich hier war, hatte ich (LosGatos) noch gar nicht gewußt, daß es (außer wenn Kevin Costner mit dem Wolf tanzt) in den USA noch freilebende Büffel gibt. Plötzlich stand einer neben meinem Auto. Viele weitere sollten folgen. Die Büffel (Bisons) trifft man z.B. auch im Yellowstone N.P. an. Aufenthalt: 2-3 Stunden


** DEAD HORSE POINT STATE PARK

Lage: unmittelbar vor dem Canyonlands N.P. Tolle Aussicht über das Colorado-Plateau. Bevorzugte Zeit: Sonnenuntergang


*** DEATH VALLEY NATIONAL MONUMENT

Lage: Südost-Kalifornien (Grenze zu Nevada)
Ich war 2mal dort, für mich ein Highlight. Mancher mag vielleicht dieser kargen Gegend nichts abgewinnen können. Meine Besuche erfolgten im März bzw. im Oktober, d.h. nicht zur heißesten Jahreszeit. Aber es war wahrlich heiß genug. Abends braucht man für die hochgelegenen Aussichtspunkte trotzdem eine Jacke. Die Zufahrtsstraßen sind mit zerfetzten Autoreifen, die dem heißen Asphalt nicht standhielten, garniert. Für Kühlwasser hat man extra (Self-)Service-Stationen eingerichtet.
Zabriskie Point ist ein toller Aussichtspunkt (gleichnamiger hier gedrehter Film von Antonioni aus den späten 60ern). Weitere Sehenswürdigkeiten: Devil‘s Golf Course (verkrustete Stoppelfelder aus Salz), Artists Drive (Felsen in Farben einer Maler-Palette), Badwater (86 Meter unterm Meeresspiegel, tiefster Punkt der Erde, Amerikaner lieben Superlativen), Stovepipe Wells (Sanddünen). Aufenthalt: insgesamt ein Tag


* DEVIL’S TOWER

Lage: Nordöstliches Wyoming
Spektakulärer Steilfelsen. Herausforderung für Kletterspezialisten. Aufenthalt für Nichtkletterer: 1 Stunde


* FIRE STATE PARK

Lage: Nevada (östlich von Las Vegas auf dem Weg zum Zion N.P.)
Rotes Felspanorama, welches auf die Nationalparks Utahs schon mal einstimmt.
Aufenthalt: 1 Stunde


* FOUR CORNERS

An diesem Punkt grenzen die 4 Staaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona aneinander. Zu sehen gibt es hier an sich nichts, aber man hat halt die Gelegenheit, sich auf ein paar Quadratmetern zu bewegen und dabei in einer Minute 4 US-Staaten zu begehen. Umzingelt ist dieser „Treff“-Punkt von Indianern, die an ihren Verkaufsständen Handarbeiten anbieten.


* GOBLIN VALLEY STATE PARK

Lage: Süd-Utah, zwischen Capitol Reef N.P. und Arches N.P.
Der rote Sandstein wurde hier durch Erosion zu zwergenhaften Gebilden (goblin=Zwerg) modelliert. Kaum zu glauben, wenn man es nicht selbst gesehen hat. Aufenthalt: 1 Stunde


* GOLDEN GATE NATIONAL RECREATION AREA

Erholungspark in San Francisco in der Nähe der Brücke aller Brücken. Aber über SF werde ich mal einen eigenen Artikel schreiben.


* GOOSENECKS STATE PARK

Lage: zwischen Canyon de Chelly und Monument Valley. Goosenecks (Gänsehals) des San Juan River, der sich durch das Gestein windet (Mäander). Kurzaufenthalt.


*** GRAND CANYON

Lage: zwischen Utah (North Rim) und Arizona (South Rim); Größe: 4931 km2 , Gründungsjahr: 1919
Die Schlucht des Colorado River ist bis zu 1700 m tief. Man bekommt wohl kein Gefühl für die Tiefe dieser Schlucht, wenn man da nicht mal selbst hinuntergegangen ist, was ich zweimal unternommen habe. Dabei bin jeweils den Bright Angel Trail hinabgestiegen.
Auf Wegweisern findet man nicht nur Entfernungsangaben, sondern auch die Zeit, die dafür zu veranschlagen ist. Dabei habe ich festgestellt, daß die amerikanischen Angaben nicht für Rekordjäger, sondern eher für rüstige Rentner gemacht sind. Ich bin kein Supersportler, aber habe es etwa in der Hälfte der angegebenen Zeit geschafft. Dabei habe ich mir gerade beim Bergabgehen eher Zeit gelassen. Als Zwischenstation oder auch Endziel kann Indian Garden dienen, was man nach 7,4km erreicht. Dann ist der größte Teil des Höhenunterschiedes bereits geschafft. Das Gefühl für die Tiefe bekommt man bis hierher also, den Colorado bekommt man von dort jedoch nicht zu sehen. Bei meiner ersten Tour bin ich hier umgekehrt. Ich hatte außer zwei Dosen Cola nichts dabei. Unterwegs gibt es nur frisches Quellwasser. Den Ausgangspunkt erreichte ich so ziemlich auf allen Vieren. Ich war total erschöpft.
In Indian Garden hat man die Möglichkeit, wenn man weiter will, entweder noch ca. 1,5km bis zum Colorado-Plateau zu gehen (eher flacher Weg) und dann den Blick auf den Colorado zu genießen, oder ganz hinunter zum Ufer des Colorado zu gehen. Es wird aber von der Parkverwaltung davon abgeraten, die Tour zum Flußufer an einem Tag hin-und-zurück zu absolvieren. Da ich (bei meiner zweiten Tour) aber erst den falschen Weg genommen hatte und den Weg von Indian Garden hinunter zum Fluß schon halb hinter mir hatte, meine ich (LosGatos), daß es für Leute mit guter Ausdauer kein Problem sein sollte. Wer ganz hinunter geht, kann unten in einem Camp übernachten (Reservierung unbedingt erforderlich). Bei meiner zweiten Tour hatte ich übrigens ein paar Energie-Riegel dabei. Die wirkten offenbar so gut, daß ich auf dem Rückweg sozusagen nur auf der Überholspur lief und Leute einholte, die schon kilometerweit vor mir waren. Zurück am Ausgangspunkt war ich nach über 20 km Fußmarsch und weit über 1000m Höhenunterschied kaum erschöpft. Wer sich den Aufstieg erleichtern möchte, kann sich dafür ein Maultier mieten.
Aufenthalt: 1 Tag
Reizvoll wäre sicher auch eine Rafting-Tour auf dem Colorado durch den Grand Canyon (dauert mehrere Tage), habe ich aber noch nicht gemacht.


* JOSHUA TREE NATIONAL MONUMENT

Lage: westlich von Los Angeles; Größe: 2253 km2
Wüstengebiet mit Granitfelsen und Joshua-Bäumen, die im April/Mai blühen.


* KINGS CANYON

Lage: Kalifornien in der Sierra Nevada
2130m tiefer Canyon


*** MESA VERDE NATIONAL PARK

Lage: Südwest-Colorado, Größe: 211 km2 , Gründungsjahr: 1906
Klippensiedlung mit prähistorische Ruinen (500-1300n.Chr.) der Anasazi Indianer
Aufenthalt: 2-3 Stunden


** MONUMENT VALLEY

Lage: Nordost-Arizona
Spektakuläre Westernkulisse, am besten zum Sonnenuntergang besuchen.
Kurz vor Monument Valley liegt der Mexican Hat, ein Felsen, der von weitem wie ein Sombrero aussieht.


** MOUNT RUSHMORE

Lage: Südwesten von South Dakota in den Black Hills
Die Köpfe der US-Präsidenten Washington, Jefferson, Lincoln und Roosevelt sind dort in den Felsen gehauen. Jeder Kopf ist an die 20m hoch. Aufenthalt 1-2 Stunden.
Nach dem Vorbild des Mount Rushmore entsteht derzeit in der Nähe das Bildnis des Crazy Horse, eines Häuptlings der Sioux-Indianer.


* NAVAJO NATIONAL MONUMENT

Lage: Arizona, nähe Monument Valley
Historische Klippensiedlung in schöner Felsumgebung.


* NEWSPAPER ROCK MONUMENT

Lage: Ost-Utah, östlich vom Canyonlands N.P.
An einer riesigen Felswand haben prähistorische Indianer viele Petroglyphen (Felszeichnungen) hinterlassen.



* PAINTED DESERT

Lage: Arizona östlich von Flagstaff
Farbenprächtige Steinwüste


** PETRIFIED FOREST

Lage: Arizona östlich von Flagstaff (gleich neben Painted Desert)
Hier sind Bäume im Laufe der Zeit zu Stein geworden. Wirklich prachtvolle Eindrücke, die einen kleinen Umweg auf jeden Fall wert sind. Weiteres Highlight: Die Blue Mesa. Am Parkausgang werden Kontrollen des Kofferraumes durchgeführt, denn die Mitnahme der „hölzernen“ Steine ist nicht gestattet. Schließlich soll nicht, was hier in Hunderten und Tausenden von Jahren entstanden ist, nicht in relativ kurzer Zeit von Touristen abtransportiert werden.


** RAINBOW BRIDGE

Lage: Grenze Utah-Arizona im Lake Powell
Die Rainbow Bridge ist ein natürlicher Felsbogen wie im Arches N.P. und gilt als Heiligtum der Navajo Indianer. Die Rainbow Bridge erreicht man per Bootstour ab Wahgweap Marina.
Aufenthalt am Lake Powell: 1 Tag


** SAGUARO NATIONAL MONUMENT EAST/WEST

Lage: östlich und westlich von Tucson/Arizona
Telegrafenmastenhohe Kakteen, die bis zu 200Jahre alt und bis zu 15m hoch werden können


**SEQUOIA NATIONAL PARK

Lage: Kalifornien in der Sierra Nevada, Größe: 1628 km2 , Gründungsjahr: 1890
Berühmt für Riesenmammutbäume. Der spektakulärste von ihnen ist der General Sherman Tree mit einer Höhe von 84 Metern und einem Durchmesser von 11 Metern. Er gilt als ältester Baum der Welt. Hier liegt auch der Mt. Whitney (mit 4418 Metern höchster Berg der USA außerhalb Alaskas). Weitere Sehenswürdigkeit: die Marmorhöhle Crystal Cave.



*** YELLOWSTONE NATIONAL PARK

Lage: Nordwest-Wyoming in den Rocky Mountains an der Grenze zu Idaho und Montana, Größe:8983 km2 , Gründungsjahr: 1872
Der Yellowstone N.P. ist der größte und älteste Nationalpark der USA. Er liegt in einem Becken auf ca. 2440m Höhe, das von Bergketten umgeben ist. Der Yellowstone River durchschneidet den Park von Süden nach Norden und mündet in den Yellowstone Lake, dann durchfließt er den Grand Canyon des Yellowstone River. Dadurch entstehen zwei spektakuläre Wasserfälle (34 bzw. 95 Meter hoch). Attraktionen des Parks sind heiße Quellen und an die 3000 Geysire, deren bekanntester, der Old Faithful, etwa stündlich für ca. 4 Minuten eine bis zu 54m hohe Säüle aus Dampf und heißem Wasser versprüht. Andere Geysire sind seltener aktiv, so z.B. der Giantess zweimal im Jahr für ca. 4 Stunden. Natürlich sind hier auch viele Tierarten vorhanden (Grizzlybär, Wapiti, Elch, Bison, Dickhornschaf, Luchs, Adler und viele mehr).
Aufenthalt: 3 Tage



** YOSEMITE NATIONAL PARK

Lage: Kalifornien in der Sierra Nevada unweit von San Francisco, Größe: 3080 km2 , Gründungsjahr: 1890
Durchflossen vom Merced River, welcher als Canon das Yosemite Valley entstehen ließ. Die 3stufigen Yosemite-Falls haben eine Gesamtfallhöhe von 739m. Der Park bietet 1300 Blütenpflanzen und 31 Baumarten, darunter Mammutbäume, sowie 60 Säügetierarten (u.a. Bären) und 220 Vogelarten.
Aufenthalt: mindestens 1 Tag


** ZION NATIONAL PARK

Lage: Südwesten Utahs, Größe: 595 km2 , Gründungsjahr: 1919
10km langer Scenic Drive, Narrows of the Virgin River, Weeping Rocks (hängende Gärten durch Sickerwasser verursacht), Checkerboard Mesa (Tafelberg mit erosionsbedingtem Schachbrettmuster). Sehr zu empfehlen ist eine Wanderung zu Angels Landing (450m Höhenunterschied, Roundtrip ca. 4 Stunden, festes Schuhwerk notwendig), man muß dazu kein Kletterspezialist, aber schwindelfrei sein (das letzte Stück zum Gipfel ist mit verankerten Ketten abgesichert).


SONSTIGE SEHENSWÜRDIGKEITEN

Selbstverständlich gibt es auf solchen Touren nicht nur Natur zu sehen, obwohl man nicht jedes amerikanische Stadtzentrum besuchen muß. Das ist oft nicht sehr abwechslungsreich und daher schade um die Zeit.
Natürlich gibt es Städte, die man nicht verpassen sollte. Das sind für mich (LosGatos) in dem bereisten Gebiet:
San Francisco (gibt demnächst mal einen eigenen Bericht)
Los Angeles (davon aber nur Hollywood mit Universal Studios, Disneyland empfehle ich nicht)
San Diego (besonders Halbinsel Coronado)
Las Vegas (natürlich bei Nacht)
Santa Fe

Besonders genießen sollte man den Highway 1 zwischen San Francisco und Los Angeles, für diese Fahrt entlang der Küste sollte man 3 Tage spendieren und sich besonders im nördlichen Teil für die Monterrey-Halbinsel und Big Sur Zeit lassen. Südlich von San Francisco etwas landeinwärts liegt übrigens das berühmte Silicon Valley. Ich habe dort zwar noch nie länger gelebt, aber immerhin gibt es dort ein kleines Städtchen namens \"Los Gatos\"...

Interessant sind natürlich auch Besuche in Indianer-Reservaten (Hauptsächlich in New Mexico und Arizona). Für einen wie mich, der mit Pierre Brice und Lex Barker aufgewachsen ist, sicher etwas ernüchternd. Denn Indianer sind auch nicht mehr, was sie mal waren....


Copyright LosGatos
Erstveröffentlichung 15.10.2001
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