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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von wanda28
Der Klang von wehendem Staub
Pro:
super Veranstaltung
Kontra:
die Zeit war leider zu kurz
Empfehlung:
Nein
Vor ein paar Tagen hatte ich die Gelegenheit an einer Lesung der Ungarin Zsuzsa Bank teilzunehmen. Sie las in Saarbrücken aus ihrem Erstlingsroman „Der Schwimmer“
Dieses Werk hat ihr gleich den „aspekte-Literaturpreis“ eingebracht. Zsuzsa Bank, 1965 in Frankfurt geboren und ungarisch-stämmig, las im Saarländischen Künstlerhaus aus ihrem Werk. Die Buchhandlung Bock & Seip und das EIZ (Europäische Informationszentrum Saarbrücken Saar-Lor-Lux) hatten im Rahmen der EU-Erweiterungskampagne „Neue Freunde, neue Perspektiven“ zu dieser Lesung eingeladen, und viele waren gekommen. Zsuzsa Bank erzählt eine Geschichte, die vom Aufstand in Budapest 1956 bis zur Niederschlagung des Prager Frühlings reicht. Mutter Katalin verlässt ihre Familie, lässt Vater Kalman und die beiden Kinder Kata und Isti ohne Abschied, ohne ein Wort zurück. Sie setzt sich in den Westen ab, Kalman verkauft Haus und Hof und zieht fortan mit den beiden Kindern ziellos durchs Land, von einem Bekannten zum nächsten. Kata und Isti sind auf sich selbst verwiesen, der Vater lebt in sich zurückgezogen und schenkt ihnen kaum Beachtung. Die wenigen Momente des Glücks stellen sich ein, als Kalman ihre Begeisterung für das Schwimmen weckt.
Die Autorin sagte im Anschluß an die Lesung, dass sie einen Roman über die Stimmung in Ungarn, diesen Zustand der Stille und des Stillstandes habe schreiben wollen. Ungewöhnlich viele Fragen schlossen sich an die Lesung an. Viele der Zuhörer hatten von dem „Ungarn“-Thema offenbar etwas anderes, wohl etwas mehr romantisch-folkloristisch Angehauchtes, erwartet. Sie bemängelten ein Zuwenig an Emotionalität und das Fehlen einer deutlichen Stellungnahme zum Land, was das Buch aber nach Aussage seiner Autorin so gar nicht leisten will. Bank verdeutlichte ihre Sichtweise, für die auch ihre einfache, verhaltene Sprache steht, die poetische Inhalte in wunderbarer Klarheit beschreibt.
Allzuviel Trubel sei noch nicht um sie entstanden, meint die Autorin anschließend auf fragen von Zuhörern. Der „aspekte“-Preis allerdings wird die Aufmerksamkeit, die man ihr jetzt schon entgegen bringt, sicher noch steigern und länger nachwirken. Bis Mitte Dezember ist sie erst mal ausgebucht, und gleich im Januar geht‘s weiter,
Geschrieben hat Zsuzsa Bank immer schon viel, wenn auch nicht so zielgerichtet wie jetzt. Natürlich auch etliches „für die Schublade“. Darunter sei aber nichts, was sie jetzt noch veröffentlicht sehen wollte. Die alten Themen und Perspektiven interessieren sie nicht mehr. Ihr Tagesablauf hat sich seit dem Erfolg des „Schwimmers“ ziemlich geändert Konnte sie sich vorher ganz auf das Schreiben konzentrieren, ist sie jetzt ständig unterwegs, immer in Zügen, abends auf Lesungen. „Das legt sich aber auch wieder“, meint sie lächelnd.
Ihren zweiten Roman hat sie schon im Kopf, kommt aber im Moment nicht dazu, wirklich anzufangen. Für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften schreibt sie immer noch, Reisereportagen, Glossen, alles Mögliche. Ja, und ihren „Schwimmer“ fügt sie noch hinzu, sieht sie auch als Buch über den Abschied. Immer müsse man Abschied nehmen, Abschied von der Kindheit, Abschied von der Jugend, von Wünschen und Träumen, Abschied von Menschen. Das sei eine traurige Grunderfahrung des Lebens, mit der man leben lernen müsse. Auch das habe sie greifbar machen wollen, was ihr auch einfühlsam gelungen ist.
Für mich persönlich war diese Lesungen mit den anschließenden Gesprächen ein sehr außergewöhnliches Event.
Dieses Werk hat ihr gleich den „aspekte-Literaturpreis“ eingebracht. Zsuzsa Bank, 1965 in Frankfurt geboren und ungarisch-stämmig, las im Saarländischen Künstlerhaus aus ihrem Werk. Die Buchhandlung Bock & Seip und das EIZ (Europäische Informationszentrum Saarbrücken Saar-Lor-Lux) hatten im Rahmen der EU-Erweiterungskampagne „Neue Freunde, neue Perspektiven“ zu dieser Lesung eingeladen, und viele waren gekommen. Zsuzsa Bank erzählt eine Geschichte, die vom Aufstand in Budapest 1956 bis zur Niederschlagung des Prager Frühlings reicht. Mutter Katalin verlässt ihre Familie, lässt Vater Kalman und die beiden Kinder Kata und Isti ohne Abschied, ohne ein Wort zurück. Sie setzt sich in den Westen ab, Kalman verkauft Haus und Hof und zieht fortan mit den beiden Kindern ziellos durchs Land, von einem Bekannten zum nächsten. Kata und Isti sind auf sich selbst verwiesen, der Vater lebt in sich zurückgezogen und schenkt ihnen kaum Beachtung. Die wenigen Momente des Glücks stellen sich ein, als Kalman ihre Begeisterung für das Schwimmen weckt.
Die Autorin sagte im Anschluß an die Lesung, dass sie einen Roman über die Stimmung in Ungarn, diesen Zustand der Stille und des Stillstandes habe schreiben wollen. Ungewöhnlich viele Fragen schlossen sich an die Lesung an. Viele der Zuhörer hatten von dem „Ungarn“-Thema offenbar etwas anderes, wohl etwas mehr romantisch-folkloristisch Angehauchtes, erwartet. Sie bemängelten ein Zuwenig an Emotionalität und das Fehlen einer deutlichen Stellungnahme zum Land, was das Buch aber nach Aussage seiner Autorin so gar nicht leisten will. Bank verdeutlichte ihre Sichtweise, für die auch ihre einfache, verhaltene Sprache steht, die poetische Inhalte in wunderbarer Klarheit beschreibt.
Allzuviel Trubel sei noch nicht um sie entstanden, meint die Autorin anschließend auf fragen von Zuhörern. Der „aspekte“-Preis allerdings wird die Aufmerksamkeit, die man ihr jetzt schon entgegen bringt, sicher noch steigern und länger nachwirken. Bis Mitte Dezember ist sie erst mal ausgebucht, und gleich im Januar geht‘s weiter,
Geschrieben hat Zsuzsa Bank immer schon viel, wenn auch nicht so zielgerichtet wie jetzt. Natürlich auch etliches „für die Schublade“. Darunter sei aber nichts, was sie jetzt noch veröffentlicht sehen wollte. Die alten Themen und Perspektiven interessieren sie nicht mehr. Ihr Tagesablauf hat sich seit dem Erfolg des „Schwimmers“ ziemlich geändert Konnte sie sich vorher ganz auf das Schreiben konzentrieren, ist sie jetzt ständig unterwegs, immer in Zügen, abends auf Lesungen. „Das legt sich aber auch wieder“, meint sie lächelnd.
Ihren zweiten Roman hat sie schon im Kopf, kommt aber im Moment nicht dazu, wirklich anzufangen. Für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften schreibt sie immer noch, Reisereportagen, Glossen, alles Mögliche. Ja, und ihren „Schwimmer“ fügt sie noch hinzu, sieht sie auch als Buch über den Abschied. Immer müsse man Abschied nehmen, Abschied von der Kindheit, Abschied von der Jugend, von Wünschen und Träumen, Abschied von Menschen. Das sei eine traurige Grunderfahrung des Lebens, mit der man leben lernen müsse. Auch das habe sie greifbar machen wollen, was ihr auch einfühlsam gelungen ist.
Für mich persönlich war diese Lesungen mit den anschließenden Gesprächen ein sehr außergewöhnliches Event.
13 Bewertungen, 3 Kommentare
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16.07.2008, 23:56 Uhr von sandieheinrich
Bewertung: sehr hilfreichGrüßle
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08.12.2007, 17:59 Uhr von DOMMEL
Bewertung: sehr hilfreichgut , lesen und gelsen werden
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16.08.2006, 19:26 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichLG Anita
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