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Erfahrungsbericht von SkyMcK

Per Anhalter durch die Galaxis

Pro:

einfach Kult

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

So lautet der Titel der weltberühmten Trilogie aus fünf Bänden von Douglas Adams. Ein Buch in dem wir endlich erfahren, wer denn nun eigentlich wirklich die wahren Beherrscher der Erde sind, warum man auf Reisen durch die Galaxis unbedingt immer ein Handtuch dabei haben sollte und vieles, vieles mehr, aber ich will von vorn beginnen.

Douglas Adams, der 1978 über Nacht mit der Ausstrahlung der gleichnamigen Radio Serie berühmt wurde, ist einer der Science Fiction Autoren schlechthin (müßte eigentlich war heißen, da er im letzten Jahr verstarb), dessen Geschichten an den Haaren herbeigezogen scheinen und doch kaum inhaltliche Widersprüche zulassen. Chaotisch, verworren, faszinierend, unvergleichlich, es gibt nur zwei Wege, wie man diesem buch begegnen kann, entweder man wird es lieben, oder man sagt sich, so ein Blödsinn und gibt nach ein paar Seiten auf. Für letztere und all die jenigen, die es überhaupt noch nicht in der hand hielten, bzw. gelesen haben, hier zunächst ein kurzer Inhaltsüberblick, sofern dies möglich ist.

Da hätten wir zu allererst Artur Dent, einen Erdling, oder um es mit Adams Worten zu sagen, eine auf Kohlenstoff basierende zweifüßige, vom Affen abstammende Bioform. Es ist schlicht und ergreifend nicht sein tag. Soll doch sein schönes kleines Haus einer Umgehungsstraße weichen, aber es kommt noch viel schlimmer, die erde soll nämlich gesprengt werden, da man den Platz für den Bau einer Hyperraum Umgehungsstraße benötigt.

Bis hierhin noch alles klar? Wie Dent dies alles erfährt? Ganz einfach, er trifft den per Anhalter durch die Galaxis wandernden Kundschafter Ford Prefect, der für das durch und durch bemerkenswerte Buch ”Per Anhalter durch die Galaxis” unterwegs ist, um hier Feldstudien durchzuführen. Kein Wunder, erscheint doch der Eintrag in besagtem Reiseführer über die Erde recht kurz, ein schlichtes \"harmlos\" ist nur zu finden.
Dummerweise hängt Ford hier fest, weil fliegende Untertassen in dieser Region der Galaxis verdammt rar geworden sind. Aber sie schaffen es und können sich rechtzeitig auf dem Schiff, das die Erde vernichten soll in Sicherheit bringen, nur bewaffnet mit einem Buch, das den Titel ”Don’t Panic” trägt sowie einem Handtuch, einem unerlässlichen Hilfsmittel für galaktische Reisende. Warum da? Nun, da komme ich doch nicht umhin, zumindest einen kurzen Teil zu zitieren:

So ein Handtuch schützt z.B. vor ”dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.”

In dieser Art lauten sämtliche Vorschläge des schlauen Ratgebers ”Per Anhalter durch die Galaxis”, es handelt sich hierbei allerdings auch nur um die tragbare elektronische Taschenbuchvariante, die alle Daten komprimiert enthält, ich sage nur ”harmlos”. Da verwundert es wenig, daß die beiden ein Abenteuer nach dem anderen durchzustehen haben. So treffen sie nicht nur auf Raumschiffe, die sich mittels eines Unwahrscheinlichkeits- antriebes fortbewegen und denen demzufolge auch die haarsträubensten Dinge passieren.

Manisch depressive Roboter, hübsche Frauen, zweiköpfige Kreaturen, die sich dann als hochstehende Persönlichkeiten entpuppen, es gibt nichts, was es nicht gibt. Das Ganze so formuliert, dass man sich eines Lachens nicht erwehren kann, Monty Python in Buchform sozusagen. Der Schreibstil ist mindestens genauso unmöglich wie die ganze Geschichte. Da gibt es Schachtelsätze, die kein Ende nehmen wollen, scheinbar sinnlose Erklärungen, die oftmals erst in späteren Bänden einen Sinn ergeben. Nur eins ist sicher, hier geschieht nichts ungewollt.
Da werden Gedanken gesponnen und wieder fallen gelassen, Handlungen werden plötzlich unterbrochen, der Leser wird fast zum verzweifeln gebracht, aber auch dazu, weiter zu lesen, man muss einfach wissen, was da nun wirklich passiert ist. Warum die Zahl 42 die ultimative Antwort auf eine leider unbekannte Frage ist, woher die schlechteste Lyrik stammt (raten ist erlaubt *g*) und und und.

Wer dieses Buch nicht kennt, der hat mit Sicherheit etwas verpasst. Zur Zeit ist es übrigens besonders günstig im Sammelband zu erhalten, also alle fünf Bände zusammen gefasst in einem Buch und das Ganze für glatte 10€. Einzeln sind die verschiedenen Ausgaben natürlich insgesamt teurer, lassen sich dafür aber auch leichter lesen, hat man doch sonst einen Wälzer von der Dicke des ”Herrn der Ringe” in der Hand.

Ich hoffe, ich konnte euch von den Vorzügen dieses Buches überzeugen, falls ihr es nicht bereits gelesen habt, oder euch dazu inspiriert, es mal wieder zur hand zu nehmen, es lohnt sich einfach immer wieder. In diesem wünsche ich euch viel Spaß, Marcel. Ach, auch wenn ihr nun natürlich gleich hektisch zu Bücherregal oder Bücherei laufen wollt, immer dran denken: ”Don’t Panic”, hinterlasst mir doch vorher noch einen kurzen Kommentar...

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