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Erfahrungsbericht von ghostwriterk

Einblicke hinter die Kulissen der Politik

Pro:

siehe Meinung

Kontra:

siehe Meinung

Empfehlung:

Nein

in den USA, das vermittelt der Roman „Mit aller Macht", der 1996 auch in Deutschland herausgekommen ist. Bei seinem Erscheinen in den USA hatte das Buch für ordentlichen Gesprächsstoff gesorgt, haben darin doch viele den Werdegang ihres damaligen Präsidenten Bill Clinton erkannt. Zwar heißt die fiktive Figur im Buch JACK STANTON, aber die Parallelen stimmen ansonsten schon stark überein.

Für Spekulationen hat dann noch der Autor selbst gesorgt, denn das Buch ist zunächst unter dem Pseudonym ANOMYMUS veröffentlich worden. So wurde der Schreiber des Buches zunächst auch im Umfeld des Präsidenten selbst vermutet. Erst als sich mit JOE KLEIN der Autor selbst geoutet hat, sind diese Vermutungen zum Stillstand gekommen. Denn der Schreiber ist Journalist beim Magazin NEWSWEEK.

Aufgrund seines Berufes konnte er sich wohl die Informationen beschaffen, welche diesen Roman zu einem viel diskutierten und oft gelesenen Buch gemacht haben. Dieses Buch zeigt kein verklärtes Bild der amerikanischen Politiker. Vielmehr werden in aller Offenheit die Skandale, Intrigen und Affären beschrieben, die sich während eines Vorwahlkampfes einer Partei zutragen. Das Buch beschreibt auch die Motivation der Kandidaten und warum sie sich auf dieses Wagnis der Kandidatur überhaupt einlassen.

Sind es beim einen edle Vorsätze, so können andere auch von Machtgier oder Geltungssucht getrieben werden. Sicher muß ein Kandidat für dieses Amt von allem etwas haben, aber die Gewichtung des Antriebes ist bei vielen Menschen doch sehr unterschiedlich.

Des weiteren zeigt „MIT ALLER MACHT" auch, wie denn die Mechanismen eben dieser Funktionieren. Es werden auch die schmutzigen Seiten und die Schlammschlachten erwähnt. Vieles von dem, was im Fernsehen zu sehen ist, sieht hinter den Kulissen dann ganz anders aus. Teilweise ist die Art schon menschenverachtend, aber wenn es um die Chance geht, der mächtigste Mann der Welt zu werden, dann wird mit harten Bandagen gekämpft.

Zur Geschichte des Buches. JACK STANTON ist Gouverneur eines kleines Bundesstaates in den USA. Er hat sich aber das Ziel gesetzt, Präsidentschaftskandidat seiner Partei zu werden. Der Roman beschreibt diesen Weg aus der Sicht des Wahlkampfleiters seiner Kampagne. Dabei wird dann ein Bild es Gouverneurs gezeichnet, das die Menschen auf der Straße so nicht zu sehen bekommen. Dass sich die Leute, die diese Kandidatur durchziehen, letzten Endes nicht selbst an den Kragen gehen, liegt nur an ihren gemeinsamen Interesse an dem Amt. Dennoch sind die Motive höchst unterschiedlich und einige Personen haben nach meiner Ansicht nichts in der Politik verloren.

Unterm Strich ist dieser Roman ein sehr aufschlussreiches Buch, das einmal die andere Seite der Macht betrachtet. Der Roman selbst ist spannend geschrieben und die Ähnlichkeiten der Hauptperson mit Bill Clinton ist schon sehr stark. Nach der Lektüre dieses Buches weis ich auch, daß ich auf keinen Fall einen Job als Politiker haben möchte. Der Stress und das Arbeitsaufkommen sind doch bei weitem größer, als das außen stehende Menschen vermuten. Viele wären nach einer Woche eines solchen Wahlkampfes wohl ein Fall für den Psychiater oder einer Nervenklinik.

Ich halte dieses Buch für eine sehr interessante Lektüre, auch weil zur Zeit in den USA der Kampf um die Nachfolge von Bill Clinton noch immer nicht abgeschlossen ist. Hier geht es zur Zeit zwar um einen anderen Sachverhalt, aber hinter den Kulissen doch einiges ab, was nach außen gar nicht sichtbar wird. Der Roman wurde übrigens auch unter dem gleichen Titel mit John Travolta in der Hauptrolle verfilmt. Für mich ist es eine der Romanverfilmungen, die ich je gesehen habe.

Dennoch finde ich das Buch besser, da hier mehr Details sichtbar werden. Und für einen langen Winterabend ist es ein sehr unterhaltsamer Zeitvertreib.

© ghostwriterk
alias bugsbunny (ciao); trashwriter (dooyoo)

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