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Erfahrungsbericht von Coppedia

Jean M. Auel - Ayla

Pro:

Tolle Geschicht, das Verständnis für die Eiszeit wird größer

Kontra:

sehr lange Bücher

Empfehlung:

Nein

So wieder einmal melde ich mich mit einer Buchbesprechung. Dieses Mal geht es um die Reihe Ayla! Es handelt sich um 4 Romane die beim Verlag Heyne Bücher erschienen sind!

Die Geschichte spielt in der Eiszeit, also vor 30000 Jahren, es ist eine Geschichte voller Abenteuer und Liebe! Man stelle sich jetzt bitte nicht die klassische Liebesgeschichte vor, es handelt sich viel mehr um ein Zusammenfinden der Seelen, aber das hört sich wahrscheinlich genauso blöd an! Na ja...

Ayla, die Hauptfigur wird als junges Mädchen durch eine Naturkatastrophe von ihrer Familie getrennt! Sie überlebt und irrt hilflos und alleine durch die Gegend. Während dieser Zeit hat sie eine Begegnung mit einem Höhlenlöwen, der größer als sein heute lebender Verwandter Ayla zwar verletzt aber nicht tötet! Er kennzeichnet sie und macht so deutlich dass sie sein Totem hat! Er beschützt sie und wird immer ein Teil von ihr sein! Der Höhlenlöwe hat also eine wichtige Position in Aylas Leben.

Sie wird schließlich von einer Gruppe Lebewesen gefunden die im Buch als Flachschädel oder als der Clan der Bären bezeichnet wird. Bei diesen Wesen handelt es sich um Vorfahren der Menschen, die Neandertaler.
Ayla unterscheidet sich durch verschiedene Merkmale von dem Clan, sie ist groß gewachsen, Blond und schlank.
Wichtigstes Merkmal mag wohl sein, dass sie ein Mensch ist!

Ayla wächst beim Clan auf und lernt wie sie zu leben. Dieses Leben ist nicht so einfach, denn die Clanmitglieder benutzen keine gesprochene Sprache zur Verständigung! Vielmehr sind laute für sie Zeichen von Missmut, Argwohn und im Allgemeinen für Gefahr! Lachen, lächeln oder Übermut ist für sie nicht verständlich, denn sie können es selber rein körperlich nicht anbringen oder nachahmen.
Die Clanmitglieder benutzen Gesten zur Kommunikation. Die Körpersprache drückt für sie soviel aus, wie für uns die gesprochenen Worte. Auf Grund dieser Lehre ist Ayla ihr ganzes Leben lang nicht fähig zu Lügen oder Lügen zu übersehen. Sie erkennt auf Grund der Gesten, wann ein Mensch die Wahrheit sagt oder wann er sich unbehaglich fühlt!

Die Regeln des Clans sind relativ schwer zu lernen! Relativ insofern, dass die einzelnen Mitglieder sie nicht erst lernen müssen, ihr Gehirn ist groß und anders ausgebildet als das der Menschen. Sie verfügen über Erfahrungen die sie schon bei Ihrer Geburt besitzen! Die Erfahrungen der Ahnen werden übernommen, die Gedanken der Gemeinschaft mit vererbt. Es ist schwer für diese Wesen Neues zu erwerben oder zu akzeptieren, denn ihr Leben wird durch Traditionen und Ahnenwissen bestimmt! Ayla hat keine Familie und wird von der Medizinfrau des Clans aufgenommen und unterrichtet! Niemand will sie heiraten (sich mit ihr verbinden), denn ihr Äußeres wirkt auf Clanmitglieder abstoßend!

Trotz allem bekommt sie ein Kind. Dieses Kind, halb Mensch halb Neandertaler, sorgt für Angst und Argwohn! Schließlich ist Ayla gezwungen den Clan zu verlassen, denn sie hat Verbote nicht beachtet und wird verstoßen. Für den Clan ist sie tot! Sie muss ihren Sohn zurücklassen und beginnt ein Leben ganz für sich!

Im laufe der Bücher trifft sie auf Jondalar, er ist das erste Wesen, das ihr ähnlich sieht und sie rettet ihm das Leben. Ob Ayla und Jondalar zusammenfinden und ob sie sich auf die Reise in seine weit entfernt liegende Heimat begeben müsst ihr alleine nachlesen.

Fazit:
Es handelt sich um 4 spannende Bücher, die einen nicht mehr loslassen. Ich selbst habe vergessen zu essen und so manches Essen anbrennen lassen ,weil ich aus meiner Vertiefung nicht auftauchen konnte, Wissen über Flora und Fauna der damaligen Zeit wird wunderbar vermittelt, die Autorin Jean M. Auel ist Amerikanerin und hat sehr detaliert recherchiert!
Die Serie umfasst die Bücher:

- Ayla und der Clan des Bären (Heyne-TB Nr. 01/6743)
- Das Tal der Pferde (Heyne-TB Nr. 01/ 6658)
- Mammutjäger (Heyne-TB Nr. 01/7730)
- Ayla und das Tal der Großen Mutter (Heyne-TB Nr. 01/8468)

Wer dann die Formel "die Wonnen bereiten" versteht, hatte sicher ein angenehmes Lesevergnügen!

Viel Spaß wünscht Coppedia

17 Bewertungen, 3 Kommentare

  • eponnin

    19.05.2002, 17:12 Uhr von eponnin
    Bewertung: sehr hilfreich

    Habe noch nie etwas über diese Bücher gehört. Das ist ja mal etwas vollkommen anderes - Neandertaler, die ersten Menschen ... klingt irgendwie interessant.

  • butterkeks

    17.05.2002, 12:34 Uhr von butterkeks
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe von diesen Büchern auch schon gehört und der Inhalt scheint in meinen Lesebereich zu fallen. Danke für die schöne Beschreibung. Gruß Drea

  • leser@tte

    17.05.2002, 12:21 Uhr von leser@tte
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hups, wußte gar nicht, daß das mittlerweile schon 4 Bände sind...