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Erfahrungsbericht von Sternschnuppe2002

Nomadentochter, Dirie Waris

Pro:

sehr ergreifend geschreiben

Kontra:

??????

Empfehlung:

Nein

Liebe Leserinnen und Leser!

~~~~~Vorwort~~~~~
Mein heutiger Bericht dreht sich um das Buch „Nomadentochter“ von Waris Dirie.
Bereits im Jahre 1998 brachte Waris Dirie ihr Buch „Wüstenblume“ auf den Markt. Schon nach kurzer Zeit wurde dieses Buch eines der meistgelesenen Biografien und wurde somit zu einem absoluten Besteller weltweit.
Das erste Buch von Waris Dirie habe ich bereits vor längerer Zeit gelesen und war absolut begeistert über die offene Art, den Schreibstil und dem Inhalt des Buches.
Als ich dann erfahren habe, dass es ein neues Buch von Waris Dirie gibt, habe ich es mir sofort bestellt und gelesen.
Wie auch von dem ersten Band, bin ich von diesem Buch absolut begeistert und möchte euch deshalb heute einmal etwas über das Buch erzählen.

~~~~~Inhalt~~~~~
Der Inhalt des Buches „Nomadentochter“ ist eine Fortsetzung des ersten Buches „Wüstenblume“. Wenn man bereits das erste Buch gelesen hat, wird das zweite Buch sicherlich eine gelungene Fortsetzung des Lebens von Waris Dirie darstellen. Aber auch die, die den ersten Band nicht gelesen haben, finden sehr schnell Anschluss und brauchen den ersten Band nicht extra zu lesen.
Das Buch „Wüstenblume“ beschreibt den Weg von Waris Dirie. Es beschreibt ihre Kindheit, ihren Lebensweg und die Flucht aus ihrem Heimatland Somalia.
Dies wird allerdings auch im zweiten Teil noch einmal kurz erwähnt.
Das Buch „Nomadentochter“ beginnt damit, dass Waris zusammen mit ihrem Sohn in New York lebt. Durch die Geburt ihres Sohnes steht die Karriere als Top-Model für Waris nun nicht mehr im Mittelpunkt.
Aber New York ist nicht die richtige Stadt für sie. Sie fühlt sich nicht richtig zu Hause, da das Leben und die ganze Kultur sehr viel anders ist, als ihre Heimat Somalia.
Sie will in ihre Heimat zurück.
Waris will die Wurzeln ihrer Herkunft erkunden und macht sich daher auf den Weg in ihre Heimat Somalia.
Dieser Weg ist leider um einiges schwerer, als sie gedacht hatte, da ihre Heimat von den ganzen Kriegen schwer zerstört wurde und zu einem der gefährlichsten Länder der Welt gehört.
Sie findet keinen Flug, der sie nach Somalia bringt und sie will schon fast aufgeben.
Dann aber wird sie früh morgens von ihrem Bruder, den sie allerdings noch nie gesehen hat, angerufen, der mittlerweile in den Niederlanden lebt und ebenfalls aus Somalia geflohen ist.
Er erzählt ihr von ihrer Familie und dann beschließen die beiden, zusammen nach Somalia zu fliegen um ihre Mutter und ihren Vater zu suchen.
Welche Qualen sie auf dem Weg nach Somalia alle durchstehen muss, möchte ich allerdings hier nicht alle beschreiben. Ich will ja schließlich nicht alles verraten.
In Somalia angekommen hat Waris nur eine Woche Zeit. Natürlich will sie diese Woche vollkommen ausnutzen um möglichst viele Familienangehörige wieder zu sehen.
Sie findet ihre Mutter, die sie über alles liebt und ihren Vater. Waris weiß, dass ihr Vater schuld daran ist, dass sie geflohen ist aber trotzdem ist dessen Anerkennung noch heute wichtig für sie.
Als sie noch ein Kind war, hat er verhindert, dass sie zur Schule gehen kann und er war es, der sie für ein paar Kamele verkaufen wollte.
Doch dieser Mann ist mittlerweile ein alter, kranker Mann, der fast blind ist und in einem Krankenhaus liegt.
20 Jahre nach ihrer Flucht trifft sie nun all ihre Familienangehörige und Freunde wieder. Das Wiedersehen ist bewegend. Waris wird von ihrem Volk mit offenen Armen aufgenommen. Aber sie merkt schnell, dass sich etwas verändert hat. Aber was hat sich verändert. Es war Krieg, Hungersnot und die Menschen haben gelitten. Aber das ist es nicht. Waris hat sich verändert.
Die westliche Kultur hat sie geprägt. Ihr fällt es schwer, sich wieder in diese Kultur einzuleben und sich der Traditionellen Rollenverteilung unterzuordnen, wie es von ihr erwartet wird.
Sie spürt, dass sie nie wieder in Somalia leben kann.
Ihre Welt hat sich zu sehr verändert. Für immer!

~~~~~Der Autor~~~~~
Waris Dirie wuchs in einer Nomadenfamilie in der somalischen Wüste auf.
Mit fünf Jahren musste sie die Qualen der Beschneidung über sich ergehen lassen.
Mit 14 Jahren floh Waris zu Verwandten nach Mogadischu. Mit ihren Verwandten ging sie dann nach London und arbeitete dann für 4 Jahre als Hausmädchen für ihren Onkel in London.
Mit 18 Jahren wurde Waris als Model entdeckt.
Zu dieser Zeit war es ihr noch nicht möglich über all das zu sprechen, was sie in ihrer Kindheit erlebt hat.
Doch auch Waris wurde älter und reifer und wusste, dass nicht nur sie diese Qualen durchstehen musste. Sie will andere Mädchen davor bewahren beschnitten zu werden und beschließt deshalt das Thema weibliche Beschneidung an die Öffentlichkeit zu bringen, indem sie ihr erstes Buch „Wüstenblume“ verfasst und veröffentlicht.
Durch dieses Buch machte Waris vielen Frauen Mut, sich gegen dieses Ritual zu wehren und sie gegen die Beschneidung auszusprechen.
Heute lebt Waris mit ihrem Sohn in New York, ist Top-Model und Sonderbotschafterin der UNO gegen die Beschneidung von Frauen, die immer noch in ca. 28 Ländern praktiziert wird.
Die Nomadin, die erst als Model Kariere machte wurde dadurch zur Anwälten von Millionen schweigender Opfer.

~~~~~Fazit~~~~
Das zweite Buch von Waris Dirie kostet bei Amazon.de 21,90€. Dieser Preis ist aber absolut gerechtfertigt.
Das Buch ist wirklich sehr emotional und offen geschrieben. Was mir beim lesen aufgefallen ist, ist, dass ich mir die Situation von Waris richtig vorstellen konnte. Ich konnte alles sehen, weil sie alles so genau beschrieben hat.
Obwohl ich noch nie in Somalia war, weiß ich, wie es dort aussieht und welche Sitten und Bräuche dort herrschen. Nur durch das lesen der zwei Bücher.
Man bekommt einen sehr guten Eindruck von ihrem Leben. Meiner Meinung nach ist diese Buch eine wirklich ergreifende Autobiografie von einer bewundernswerten Frau.
Das Buch hat 287 Seiten, die man allerdings sehr schnell gelesen hat, weil dieses Buch wirklich fesselnd ist und man immer weiter wissen will, was Waris in ihrer Heimat erlebt.
Ich kann also nur jedem empfehlen, sich dieses Buch zu kaufen oder auszuleihen. Es lohnt sich wirklich.
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Bericht etwas helfen und wünsche euch noch eine schönes Wochenende.
Bis zum nächsten mal,
Andrea

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