Erfahrungsbericht von egonman
Whiskey bis zur Wiedergrburt gesperrt !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Fup“ , von Jim Dodge .
Harry Rowohlt übersetzte dieses vergnügliche Buch ins Deutsche !
Da ist ein wahrhaft starkes Trio - der streitlustige Grand-Daddy Jake , der sich mit seinen 99 Jahren noch täglich dem selbst gebrauten Whiskey anvertraut , sein hühnenhafter Enkel Tiny , der am liebsten Zäune zieht , und die 20 Pfund schwere Fup , die erst spät das Fliegen lernt , was erwähnt werden muss , weil sie doch eine Stock-Ente ist . Amüsant und leicht und weise erzählt der Amerikaner Jim Dodge die Geschichte dieser außergewöhnlichen Allianz . Ein Kurz-Roman , der nicht veröffentlicht werden sollte : Die Mär geht , Dodge habe den Text 1983 nur unter Freunden kursieren lassen , von denen einer allerdings es dabei nicht bewenden lassen wollte . So fand „Fup“ zu seinen Lesern in bislang 14 Sprachen - nun eben auch der deutschen , wofür Harry Rowohlt mit individueller Tönung („arschwenig“) Sorge trug .
Die drei Haupt-Personen eint nicht nur ein Band der Sympathie , sondern auch der Kampf gegen das Wild-Schwein Lockjaw . Denn dessen Aggressivität richtet sich auch gegen Tinys Zäune , die allerdings niemanden ein- oder aussperren sollen : Das sind nur Zäune , ich bau eben gerne Zäune . Dodge macht zudem bekannt mit bemerkenswerten Neben-Darstellern wie etwa mit dem einsilbigen Indianer : Seven Moons , sei es aus Ehrfurcht oder Argwohn gegeüber der Sprache , sagte nie viel , aber wenn er etwas sagte , dann sagte er immer was . Von wem kann man das denn sonst noch sagen ?
Es geht in dieser großen kleinen Geschichte um Schicksal und zufall , um Whiskey und Wetten und darum , dass man sich auch im Auto-Kino nicht die Mitnahme einer Ente verbieten lassen sollte : Wenn es ein Problem geben sollte , gibt es gleich zwei Probleme ! Kapiert ? Und es geht irgendwie und irgendwo auch um Unsterblichkeit und Wieder-Geburt : Verdammtnochmal , ich war unsterblich , bis ich gestorben bin , sagt Grand-Daddy Jake kurz vor dem Ende , den seinen und dem des Buches . Dann übernimmt wieder der Erzähler : Er wartete , aber es kam kein weiterer Atemzug .
Eine Attraktion für sich sind in diesem Werk die Illustrationen des Berliner Comic-Künstlers Attak : Er rückt dem Trio mit festem Strich und mancher Farbe auf den Leib , dass es eine wahre Schaulust ist . So birgt dieses sorgfältig gestaltete Buch nicht nur eine kauzige Geschichte , sondern ist selbst eine Verlockung . Das liest und sieht man gerne - und das nimmt man ebenso gestimmt auch dann noch mal zur Hand , wenn Grand-Daddy Jake längst schon von vier Enten ausgeflogen worden ist !
„Fup“
von Jim Dodge ,
ins Deutsche übersetzt von Harry Rowohlt ,
Illustrationen von Attak ,
ist bei Rogner und Berhard ,
mit 136 Seiten erschienen ,
zu einem Preis von 15 Euro .
Harry Rowohlt übersetzte dieses vergnügliche Buch ins Deutsche !
Da ist ein wahrhaft starkes Trio - der streitlustige Grand-Daddy Jake , der sich mit seinen 99 Jahren noch täglich dem selbst gebrauten Whiskey anvertraut , sein hühnenhafter Enkel Tiny , der am liebsten Zäune zieht , und die 20 Pfund schwere Fup , die erst spät das Fliegen lernt , was erwähnt werden muss , weil sie doch eine Stock-Ente ist . Amüsant und leicht und weise erzählt der Amerikaner Jim Dodge die Geschichte dieser außergewöhnlichen Allianz . Ein Kurz-Roman , der nicht veröffentlicht werden sollte : Die Mär geht , Dodge habe den Text 1983 nur unter Freunden kursieren lassen , von denen einer allerdings es dabei nicht bewenden lassen wollte . So fand „Fup“ zu seinen Lesern in bislang 14 Sprachen - nun eben auch der deutschen , wofür Harry Rowohlt mit individueller Tönung („arschwenig“) Sorge trug .
Die drei Haupt-Personen eint nicht nur ein Band der Sympathie , sondern auch der Kampf gegen das Wild-Schwein Lockjaw . Denn dessen Aggressivität richtet sich auch gegen Tinys Zäune , die allerdings niemanden ein- oder aussperren sollen : Das sind nur Zäune , ich bau eben gerne Zäune . Dodge macht zudem bekannt mit bemerkenswerten Neben-Darstellern wie etwa mit dem einsilbigen Indianer : Seven Moons , sei es aus Ehrfurcht oder Argwohn gegeüber der Sprache , sagte nie viel , aber wenn er etwas sagte , dann sagte er immer was . Von wem kann man das denn sonst noch sagen ?
Es geht in dieser großen kleinen Geschichte um Schicksal und zufall , um Whiskey und Wetten und darum , dass man sich auch im Auto-Kino nicht die Mitnahme einer Ente verbieten lassen sollte : Wenn es ein Problem geben sollte , gibt es gleich zwei Probleme ! Kapiert ? Und es geht irgendwie und irgendwo auch um Unsterblichkeit und Wieder-Geburt : Verdammtnochmal , ich war unsterblich , bis ich gestorben bin , sagt Grand-Daddy Jake kurz vor dem Ende , den seinen und dem des Buches . Dann übernimmt wieder der Erzähler : Er wartete , aber es kam kein weiterer Atemzug .
Eine Attraktion für sich sind in diesem Werk die Illustrationen des Berliner Comic-Künstlers Attak : Er rückt dem Trio mit festem Strich und mancher Farbe auf den Leib , dass es eine wahre Schaulust ist . So birgt dieses sorgfältig gestaltete Buch nicht nur eine kauzige Geschichte , sondern ist selbst eine Verlockung . Das liest und sieht man gerne - und das nimmt man ebenso gestimmt auch dann noch mal zur Hand , wenn Grand-Daddy Jake längst schon von vier Enten ausgeflogen worden ist !
„Fup“
von Jim Dodge ,
ins Deutsche übersetzt von Harry Rowohlt ,
Illustrationen von Attak ,
ist bei Rogner und Berhard ,
mit 136 Seiten erschienen ,
zu einem Preis von 15 Euro .


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