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Erfahrungsbericht von Redbull21

Aus dem Leben des Hödlmosers von Reinhard P. Gruber

Pro:

beschreibt das einfach leben

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Das Buch „Aus dem Leben Hödlmosers“ von Reinhard P. Gruber spielt vorrangig in dem kleinen steirischen Bauerndorf Kumpitz. Der Autor erzählt die Lebensgeschichte des Bauern Franz Joseph Hödlmoser, der von allen nur Hödlmoser genannt wird.

Hödlmoser, der 38 Jahre alt ist, ist ein einfacher Mann, der sich nach der Zärtlichkeit einer Frau sehnt. Dieses Bedürfnis erwidert ihn die Fani. Trotz des Alkoholproblem, daß Hödlmo-ser hat, fühlt sie sich zu ihm hingezogen und heiratet ihn schließlich. Nur kurz nach ihrer Ehe-schließung kommt ihr Sohn, Schurl, auf die Welt. Den kleinen Schurl schloß Hödlmoser fest in sein Herz. Bis auf die Fani hat er bisher für niemanden soviel empfunden wie für seinen kleinen Sohn. Mit seinem Sohn Schurl erlebt Hödlmoser einige pikante Abenteuer.
Besonders markant ist das Erlebnis, als Schurl bei der Wallfahrt nach Maria Buch verloren geht und erst drei Tage später wieder im Wirtshaus, wo er die ortsansässigen Bauern mit sei-ner Einsicht, seinen Antworten und seinem Durst beeindruckt, gefunden wird. Anfangs ist der Hödlmoser sauer auf seinen Sohn, daß er einfach so verschwunden ist. Doch nach einer Zeit, ist der Hödlmoser stolz auf seinen Sohn, da er sich im Wirtshaus bei Bier und Wein so wohl fühlt.
Das andere Erlebnis, das Hödlmoser mit seinem Sohn erlebt hat, ist das gefährlichste und da-mit auch das letzte, daß die beiden zusammen erleben. Zu seinem 13. Geburtstag bekommt Schurl von seinen Eltern ein Motorfahrrad. Als er das Geschenk erblickt, ist er außer Kontrol-le. Ohne sich von seinen Eltern gratulieren zu lassen, schwang er sich aufs Motorfahrrad und fährt in Richtung Kumpitz. Der Hödlmoser fährt seinem Sohn hinterher, um ihn aufzuhalten. Als der Hödlmoser seinen Sohn fast eingeholt hat, versucht er durch Zurufe seinen Sohn zu befehlen, stehenzubleiben. Durch diesen Zuruf wurde Schurl so irritiert, daß er tödlich mit seinem Moped verunglückt.
Seit diesem tödlichen Zwischenfall, wo er seinen geliebten Sohn verliert, hatte Hödlmoser sich selber nicht mehr unter Kontrolle. Er mußte innerhalb kürzester Zeit drei Gefängnisstra-fen abbüßen. Die erste Strafe muß er aufgrund des tödlichen Unfall seines Sohnes verbüßen, die zweite Strafe weil er den Wiener Bürgermeister geohrfeigt hat und die dritte Strafe wegen einer Schlägerei mit der örtlichen Gendarmerie.
Wieder gerät Hödlmoser außer Rand und Band, als er im Wirtshaus erfährt, daß ihn seine Frau mit einen anderen Mann betrügt. Daraufhin erschlägt er alle im Wirtshaus, und eilt nach Hause. Dort trifft er Fani mit ihrem Liebhaber, Pepi, an. Daraufhin fordert der Hödlmoser Pepi zu einem Kampf auf Leben und Tod heraus. Während es Kampfes bemerkt Hödlmoser, daß der Pepi wegen seinen eigenartigen Gestigen, die nur ein echter Hödlmoser macht, Hödlmosers unehelicher Sohn sein muß. Diesen Moment, indem der Hödlmoser auf diesen Gedanken kommt, nutzt Pepi aus, und ersticht Hödlmoser. Als Fani dieses tragische Ende ihre Mannes sieht, will sie ihren Liebhaber mit dem Gewehr töten. Doch dieser nimmt ihr die Flin-te weg und erschießt sie. Nachdem Pepi die Fani erschossen hat, beendet er mit dem Gewehr sein Leben.

Zu guter letzt wird Kumpitz durch einen Bergrutsch vollkommen zerstört.


Der Autor, Reinhard P. Gruber, will uns mit seinem Buch „Aus dem Leben Hödlmosers“ ei-nen Einblick in das Leben eines steirischen Bauern gewähren. Doch für den Autor sind nicht alle Bauern gleich. Es gibt unterschiedliche Arten von Bauern.
· Feldsteirer
· Waldsteirer
· Flußsteirer
· Bachsteirer
· Gebirgssteirer
· Alpensteirer
Der Hödlmoser ist ein sehr einfacher Mensch, der nicht fähig ist, seinem Leben nur einen ge-ringsten Sinn zu geben. Er fühlt sich nutzlos und flüchtet so in den Alkohol, in der Hoffnung so seine Sorgen ertränken zu können. Und tatsächlich am Anfang scheint diese Selbsttäu-schung Erfolg zu haben.
Seine berühmten drei Aussagen „Ist heut ein schöner Tag“, „Bin ich heute geil“, „Hab ich heute einen Durst“ sind ständig Zitate in seinem Stammlokal und verfällt der Illusion ein glücklicher Mensch zu sein. Um seine eigene Unzulänglichkeit zu kompensieren, pocht er auf seinen Stolz als Steirer und meint damit, erhöhten Stellenwert gegenüber anderen Völkern zu besitzen. Auf die Idee, daß seine patriotische Einstellung nur Schal und Rauch ist, und er ei-gentlich ein emotionelles Frack ist, kommt er nicht.
Durch unvorstellbares Glück hat sich seine Frau Fani um ihn erbarmt und fügt den „Saufbold“ in eine Familie ein. Tatsächlich fühlt sich der Hödlmoser zum ersten Mal richtig gebraucht und seine Zufriedenheit steigt enorm, als er Vater wird. Endlich scheint sein Leben einen Sinn bekommen zu haben. Doch statt dem Kind feste Werte zu vermitteln, lernt es das unbeständi-ge Leben seines Vaters kennen. So ist es kein Wunder, daß die mangelhafte Achtsamkeit, die ihm niemand vermittelte, zu einem tödlichen Unfall an seinem 13. Geburtstag führte.
Hödlmoser ist depressiv und fällt in ein tiefes Loch. Gefängnisstrafen durch Ausfälligkeiten sind der logische Schluß. Letztendlich vernachlässigt er seine Frau, die sich einen Liebhaber sucht. Als Hödlmoser sie zusammen erwischt, kommt es zu einem Krach, indem sich heraus-stellt, daß der Liebhaber Pepi ein unehelicher Sohn Hödlmosers ist. Sein vollkommen miß-glücktes Leben zieht ihm und die anderen mit hinunter.
In einen Handgemenge ersticht Pepi den Hödlmoser und die herbeieilende Fani wird von der Schrotflinte erschossen, mit der sich Pepi schließlich selber richtet.
So hat nun ein tragisches Leben nun auch ein tragisches Ende.

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