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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse
HIGH TECH THRILLER
Pro:
Story, Stil
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Auch wenn ich großer Freund der Bücher von Philip Kerr und Ken Follett bin, so kaufe ich auch gelegentlich Bücher andere Autoren und so stieß ich vor einiger Zeit auf den Roman CH@OS von R.J. PINEIRO, für den ich mich aufgrund des Titels entschieden hatte – ein Risiko, dass ich nicht oft einzugehen bereit bin.
INHALT
*******
Bei einem Zugunglück in Florida kommen mehrere Menschen ums Leben und weitere Unglücksfälle wie ein Flugzeugabsturz, eine Explosion in einer Raffinerie, ...) folgen.
Bei jedem dieser Unfälle scheint ein technischer Defekt die Ursache zu sein und das FBI beginnt mit Ermittlungen.
Ermittelnde Beamtin ist Erika Conklin, eine ehemalige Hackerin, die nach einem von ihr initiierten Hackerangriff vor die Wahl gestellt wurde, 6 Jahre für das FBI zu arbeiten oder inhaftiert zu werden.
Erika Conklin findet schnell heraus, dass überall ein fehlerhafter Computerchip Auslöser für die Unfälle war und die weiteren Ermittlungen zeigen, dass diese Computerchips absichtlich manipuliert worden sind.
Betroffen waren ganze Baureihen unterschiedlicher Chips unterschiedlichster amerikanischer Unternehmen und die einzige Gemeinsamkeit ist die, dass japanische Unternehmen jeweils vor den Unfällen alle Aufträge über die betroffenen Chips storniert haben. So führen also alle Spuren nach Japan, wo man scheinbar versucht, mit unlauteren Methoden die einstige Vormachtstellung im Bereich der Chipproduktion wiederzuerlangen.
Auf eine detailliertere Darstellung des (wesentlich vielschichtigeren) verzichte ich hier bewußt, um potentiellen Lesern nicht zu viel zu verraten und so die Spannung zu nehmen.
ANMERKUNGEN
****************
R.J. PINEIRO schrieb mit CH@OS einen Thriller aus der Welt der Hochtechnologie, der von der ersten bis zur letzten der etwa 445 Seiten hervorragende Unterhaltung bietet, ohne auch nur einen kurzen Moment zu langweilen.
Die Handlung ist nicht nur konsequent spannend, sondern aufgrund präziser Darstellungen von Ereignissen, Personen und Begebenheiten auch jederzeit nachvollziehbar und verständlich.
Selbst absolute PC-Laien dürften der Story problemlos folgen können und haben dabei den Vorteil, dass sie nicht gelegentlich an beschriebenen Aktionen zweifeln.
Auch der flüssige und angenehm zu lesende Stil des Autoren tragen zum Gelingen dieses Romans bei.
Allerdings fällt im Roman auch eine gewisse Technikfeindlichkeit (auf seine kritische Einstellung gegenüber der Chiptechnologie weist der Autor bereits im Vorwort hin), und was noch viel deutlicher ist, eine gewisse Japanfeindlichkeit auf, die in Amerika weit verbreitet ist und wohl aus einer Mischung aus WK 2 und Respekt/Angst vor Japans wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit resultiert.
CH@OS zeigt auch eindrucksvoll, welcher Schaden mit vergleichsweise einfacher Sabotage im Bereich der Halbleitertechnologie verursacht werden kann und wie wehrlos wir technischem Versagen gegenüber ausgeliefert sind.
SONSTIGES
***********
Geschrieben hat R.J. PINEIRO diesen Roman im Jahre 2000, die deutsche Erstveröffentlichung folgte zwei Jahre später.
Zur Zeit ist CH@OS als Taschenbuch aus dem Bastei Verlag nahezu überall im Buchhandel erhältlich und kostet 7,90 €.
Die ISBN lautet 3-404-14682-4
SCHLUSSWORTE
****************
Ich habe CH@OS von R.J. PINEIRA von der ersten bis zur letzten mit Begeisterung gelesen und den Kauf zu keiner Sekunde bereut (das Risiko des Kaufs aufgrund des Titels hatte sich also gelohnt). Somit kann ich diesen Roman hier uneingeschränkt empfehlen.
Mein Urteil lautet : SEHR GUT !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-02 05:37:15 mit dem Titel der alte Rider und das Meer
So lange ich mich erinnern kann, übte das Meer und alles was damit zusammenhängt eine große Faszination auf mich aus (aus diesem Grund bin ich auch bemüht, mindestens eine Woche im Jahr zu segeln) und so zögerte ich keine Sekunde, als ich in einer Buchhandlung einen Roman entdeckte, der sich diesem Thema widmet. Bei diesem Roman handelt es sich um TOD AUS DER TIEFE von JAMES POWLIK.
INHALT
°°°°°°°°°°
Seattle.
Ein erfahrener Taucher klagt nach einem Tauchgang über Schmerzen und seine Haut weist kleine sichelförmige Wunden auf und nur kurze Zeit später ist der Taucher Tot, wobei sich seine Organe aufzulösen scheinen.
In einem nicht allzu weit entfernten Krankenhaus wird ein Kind eingeliefert, dass nach einem Bad im Meer ähnliche Beschwerden aufweist wie der Taucher und auch das Kind stirbt innerhalb kürzester Zeit.
Etwa zeitgleich entdeckt der Meeresbiologe Garner und seine Crew Zonen im Meer, in denen keinerlei Leben existiert und kurze Zeit später trifft das Forschungsschiff auf einen Frachter, von dessen Besatzung lediglich ein einziges Mitglied noch am Leben ist. Ein anderer Forscher findet beim Aufsuchen einer Robbenkolonie zahlreiche Robbenkadaver vor, die ähnliche Wunden aufweisen wie die verstorbenen Menschen.
Mit der Zeit findet Garner heraus, dass ein bis dato unbekannter Algenteppich für die Todesfälle verantwortlich ist und nur kurze Zeit später entdeckt er, dass scheinbar das Militär an der Entstehung dieses Algenteppichs beteiligt gewesen ist.
Gemeinsam mit dem Nolan, dem Kopf der Nolan-Group, einer kommerziellen „Umweltschutzorganisation“ und dessen technischen Möglichkeiten versuchen Garner und seine Crew der Bedrohung durch den Algenteppich Herr zu werden, doch da sich dieser auf eine dicht besiedelte Region zu bewegt, ist die Zeit knapp.
Die Darstellung des Inhalts fällt mir hier nicht ganz einfach, da ich bei einer zu detaillierten Darstellung (die Story ist weit vielschichtiger als meine Inhaltsangabe) fürchte, zu viel der Spannung zu nehmen.
Ich denke aber, durch meine Kurzdarstellung des Inhalts werden interessierte Leser ausreichend über die Grundstory informiert.
ANMERKUNGEN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
JAMES POWLIK vermag es, die Geschichte des Romans spannend und auch glaubwürdig zu erzählen, wobei sicher auch die (sehr gelungene) Kombination aus wissenschaftlichen Fakten und Fiktion wesentlich beiträgt. Dabei lassen sich dem Roman durchaus auch kritische Untertöne entnehmen, die sich im wesentlichen auf Umweltschutz und den Mißbrauch wissenschaftlicher Möglichkeiten beziehen, aber auch diese sind in einer Form enthalten, die meines Erachtens als dezent und nicht störend bezeichnet werden kann.
JAMES POWLIK stellt Situationen, Handlungen und die agierenden Personen sehr ausführlich dar, ohne dabei jedoch auch nur eine Sekunde zu langweilen.
Jedes Kapitel des Buches beginnt mit einer Angabe des Tages sowie einer Bestimmung des Ortes in geschriebener sowie in geographischer (Längen-/Breitengrad) Form., dass Buch selbst mit einem Bibelzitat (Offenbarung 16,3) „Und der Zweite Engel goß seine Schale ins Meer aus; da wurde es zu Blut wie von einem Toten; und alle lebendigen Wesen starben.“ – ein Zitat, dass hervorragend zur Story paßt.
AUTOR
°°°°°°°°°
Der in Arlington (Virginia, USA) lebende JAMES POWLIK war längere Zeit in seiner Eigenschaft als Meeresbiologe für unterschiedliche Einrichtungen beratend tätig und verfaßte zahlreiche wissenschaftliche Artikel. Neben TOD AUS DER TIEFE schrieb er auch den Roman MELTDOWN.
SONSTIGES
°°°°°°°°°°°°°°
JAMES POWLIK schrieb (bzw. veröffentlichte TOD AUS DER TIEFE im Jahre 1999, die im Ullstein Verlag erschienene deutsche Taschenbuchausgabe datiert aus dem Jahr 2001.
Erfreulicherweise ist das Taschenbuch (ISBN 3-548-25465-9) trotz des recht großen Umfangs von rund 500 Seiten mit 6,00 € sehr preiswert.
SCHLUSSWORTE
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
TOD AUS DER TIEFE von JAMES POWLIK zählt zu den Büchern, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt haben und so kann ich diesen Roman hier uneingeschränkt empfehlen und urteile mit SEHR GUT !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-18 05:58:48 mit dem Titel Radioaktivität, Packeis und mehr
Nachdem ich mit dem Roman TOD AUS DER TIEFE von JAMES POWLIK bereits gute Erfahrungen gemacht hatte, kaufte ich mir nun auch den Roman MELTDOWN des selben Autors und da ich dank eines kurzen Krankenhausaufenthaltes auch genug Zeit zum Lesen hatte, habe ich diesen Roman auch innerhalb eines Tages durchgelesen.
ALLGEMEINES
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JAMES POWLIK schrieb MELTDOWN im Jahre 2000, die Erstauflage der deutschen Taschenbuchausgabe datiert aus dem Jahr 2002.
Das im Ullstein Verlag erschienene Taschenbuch sollte nahezu überall im Buchhandel zu finden sein, wo es für 8,95 € verkauft wird.
Die ISBN lautet 3-548-25428-4.
Das Titelbild des Buches zeigt ein auslaufendes (Öl-)Fass, das im Packeis treibt und deutet bereits ein wenig auf den Inhalt hin.
AUTOR
°°°°°°°°°
JAMES POWLIK lebt in Arlington, Virginia und hat in seiner Eigenschaft als Meeresbiologe zahlreiche Berateraufgaben übernommen und mehrere Artikel aus seinem Fachbereich veröffentlicht.
Nach TOD AUS DER TIEFE ist MELTDOWN sein zweiter Roman.
INHALT
°°°°°°°°°°
Carol Harmon befindet sich mit ihrem Forschungsschiff “Phönix“ im nördlichen Eismeer, wo sie auf eine größere Anzahl im Eis festsitzender Blauwale trifft und sich bemüht, diese zu befreien.
Im Rahmen dieser Befreiungsaktion werden auch zwei Taucher eingesetzt, die jedoch nur kurze Zeit nach dem Tauchgang über diverse Beschwerden klagen. Eine Untersuchung der Taucher ergibt, dass beide Taucher in hohem Masse radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren und auch die festsitzenden Wale scheinen kontaminiert zu sein.
Um Quelle und Ursache der radioaktiven Strahlung festzustellen, bittet Carol Harmon ihren Exmann, Brock Garner, der sich auf einem Forschungsschiff im Südatlantik befindet und eine Sonde „Medusa“ entwickelt hat, mit der sich die Zusammensetzung des Wassers analysieren lässt, um Hilfe und selbstverständlich fliegt Brock Garner mit „Medusa“ und seinem Freund und Techniker Zubov sofort ins Eismeer.
Hinzu kommt noch eine japanische Expertin für Radioaktivität, Junko Kokura, und gemeinsam findet man heraus, dass das Wasser radioaktiv verseucht ist und somit natürlich auch alles, was mit dem Wasser Kontakt hatte.
Nach längerer Suche nach der Quelle der Strahlung stösst man schließlich auf eine hochmoderne Bohrinsel, die weniger der Förderung von Öl, als viel mehr der Überwachung eines Lagers für radioaktive Substanzen tief unter dem Meeresgrund dient.
Zwar ist der Verschluss dieser Lagerstätte intakt, allerdings scheinen sich am Meeresboden undichte Stellen aufgetan zu haben und der Nachrichtendienst der US Navy beschließt, diese durch Sprengungen zu schließen.
Dabei werden die Sprengungen allerdings vom Leiter der Bohrinsel sabotiert, so dass zwar das Leck geschlossen, aber auch die Bohrinsel zerstört wird.
Nachdem das Leck nun geschlossen ist und ein weiterer Austritt von radioaktiver Strahlung verhindert wurde, bleibt das Problem, des kontaminierten Wassers und nach diversen Überlegungen kommen die Wissenschaftler auf eine Planktonart, welche die Radioaktivität in sich aufnimmt. Um dieses Plankton dann zu binden, greifen die Forscher und die Navy auf einen 2-Komponenten-Kunststoff zurück, der das radioaktive Plankton einschließt und anschließend auf dem Meeresgrund vergraben werden soll.
Gemeinsam mit der US Navy begeben sich die Wissenschaftler nun an die Verwirklichung dieses Vorhabens.
ANMERKUNGEN
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Wie bereits in TOD AUS DER TIEFE verknüpft JAMES POWLIK auch in MELTDOWN gekonnt wissenschaftliche Fakten mit Fiktion, so dass sich insgesamt eine spannende und vor allem glaubwürdige Geschichte ergibt.
Allerdings weist die Geschichte an einigen wenigen Stellen auch kleinere Schwächen auf. So wird mir meines Erachtens zu viel Bezug auf die Vorgänge im Roman TOD AUS DER TIEFE genommen, was mir völlig unnötig erscheint, da man auch ohne Kenntnis des Vorgängerromans der Geschichte problemlos folgen kann und so ein wenig der Eindruck von Werbung erweckt wird. Auch hat sich mir auch nach zweimaligem Lesen der Grund für die Sabotage an der Bohrinsel nicht erschlossen.
Das wieder einmal das Militär Schuld an einer nahen Umweltkatastrophe ist scheint mir ebenfalls wenig originell. Ansonsten ist das Buch von der ersten Seite an über den gesamten Umfang von etwa 530 Seiten nachvollziehbar und spannend.
JAMES POWLIK beginnt jedes Kapitel dieses Romans mit einer Angabe von Datum und Ort (Längen-/Breitengrad) des Geschehens, wodurch sich die zeitliche Abfolge des Geschehens hervorragend nachvollziehen lässt.
Insgesamt beschreibt er alle Personen, Örtlichkeiten und Handlungen fast schon zu präzise, was allerdings insbesondere bei wissenschaftlichen Erklärungen dafür sorgt, dass diese für jeden verständlich sind.
Aufgrund seiner Tätigkeit als Meeresbiologe vermittelt JAMES POWLIK dabei auch wissenschaftliche Fiktion in sehr glaubhafter und nachvollziehbarer Form.
Insgesamt schafft es JAMES POWLIK auch in MELTDOWN den Leser von der ersten bis zur letzen Seite zu fesseln (jedenfalls schaffte er dies bei mir) und hervorragend zu unterhalten.
SCHLUSSWORTE
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Wie bereits TOD AUS DER TIEFE, so kann ich auch MELTDOWN von JAMES POWLIK hier (trotz der angesprochenen kleineren Schwächen) uneingeschränkt empfehlen und urteile mit SEHR GUT !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-08 05:23:16 mit dem Titel Die jungfräuliche Geburt
Bücher habe ich in der Vergangenheit schon häufiger nach dem Titel und dem Text auf dem Einband ausgewählt und dabei auch in aller Regel recht gute Erfahrungen gemacht. So zögerte ich auch nicht lange, als ich in einer hiesigen Buchhandlung den Roman DIE WIEGE DES BÖSEN von JAMES PATTERSON entdeckte.
INHALT
°°°°°°°°°°
In Boston ist ein 16jähriges Mädchen schwanger, ohne jedoch Geschlechtsverkehr gehabt zu haben, was auch durch mehrere ärztliche Untersuchungen bestätigt wird.
Da eine jungfräuliche Geburt natürlich das Interesse der Kirche weckt, beauftragt ein Bostoner Kardinal die ehemalige Nonne und jetzige Privatdetektivin Anne Fitzgerald damit, diesen Sachverhalt näher zu prüfen.
Was Anne Fitzgerald zunächst noch nicht weiss, ist, dass auch in einem irischen Dorf ein 14-jähriges Mädchen lebt, dass ebenfalls schwanger ist, ohne Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.
Diese beiden jungfräulichen Geburten scheinen die Erfüllung einer 200 Jahre alten Prophezeiung zu sein, in der die Geburt des Messias und die Geburt des Antichristen angekündigt und so ist es auch nur wenig verwunderlich, dass auch der Vatikan Interesse an den beiden Müttern hat und selbst einen Ermittler beauftragt.
Selbstverständlich sehe ich auch hier wieder davon ab, den Ausgang der Story offenzulegen um potentiellen Käufern des Buches nicht die Spannung beim Lesen zu nehmen (allerdings kann ich versichern, dass das Ende des Buches eine überraschende Wendung beinhaltet) und auch lasse ich persönliche Verwickelungen der handelnden Personen hier unberücksichtigt, da diese für die Geschichte an sich kaum von Bedeutung sind und eher als „Füllmaterial“ dienen.
ANMERKUNGEN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Die Idee eines Romans um zwei jungfräuliche Geburten gefiel mir sehr gut und entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen, doch leider vermochte es JAMES PATTERSON nicht, diese zu erfüllen.
Zwar schien mir der Beginn der Story zunächst spannend, doch leider blieb die Spannung nicht allzu lange erhalten und ich hatte den Eindruck, als würde die Story nach der Einleitung zunehmend verflachen und sich erst zum Ende hin wieder an Spannung gewinnen. Strenggenommen schien mir der gesamte Mittelteil des Romans mehr oder weniger langweilig und gelegentlich überflüssig, so dass ich es als zweckmäßiger empfunden hätte, den Roman von etwa 330 Seiten um etwa 30% zu kürzen. Der Ausgang der Geschichte ist dagegen durchaus überraschend und versöhnt ein wenig für die Längen im mittleren Teil.
Ein weiteres leichtes Problem hatte ich mit dem Stil des Autoren, der den Roman aus der Perspektive der Privatdetektivin Anne Fitzgerald geschrieben hat und es aus meiner Sicht dabei nicht verstanden hat, es dem Leser zu ermöglichen, sich in diese Person hineinzuversetzen.
Zwar schreibt JAMES PATTERSON sehr detailliert und präzise, so dass es keinerlei Problem darstellt, sich in der Handlung und den genannten Örtlichkeiten zurechtzufinden, aber auch hier hatte ich den Eindruck, dass sich der Autor dabei ein wenig zu sehr auch in bedeutungslose Details verliert.
ALLGEMEINES
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
JAMES PATTERSON schrieb seinen Roman DIE WIEGE DES BÖSEN unter dem Originaltitel CRADLE AND ALL im Jahre 2000.
Das Copyright der deutschen Ausgabe datiert aus dem Jahr 2001, zur Zeit ist der Roman als Taschenbuchausgabe (ISBN 3-404-14504-6) in der dritten Auflage erhältlich.
Der Preis für das im Bastei Lübbe Verlag erschienene Taschenbuch beträgt zur Zeit 8,45 €.
SCHLUSSWORTE
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Insgesamt war ich von DIE WIEGE DES BÖSEN von JAMES PATTERSON eher enttäuscht und kann es somit hier auch nicht guten Gewissens empfehlen. Da mir die Grundidee jedoch sehr gut gefiel und auch der überraschende Ausgang etwas für die Schwächen entschädigt, lautet mein Urteil hier MITTEL (+).
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-03-26 05:21:58 mit dem Titel Wenn sich Rechner verrechnen ...
Mit Büchern, die das Zeichen „@“ im Titel tragen, hatte ich in der Vergangenheit immer gute Erfahrungen gemacht und so zögerte ich nicht, als ich in einer Buchhandlung den Roman P@NIK von R.J. PINEIRO entdeckte.
Da ich von diesem Autoren bereits den Roman CH@OS gelesen hatte und mir dieser gut gefallen hat, griff ich sofort zu und kaufte das Taschenbuch, dass ich dann auch wenige Tage später durchgelesen hatte.
INHALT
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In einem Atomkraftwerk kommt es zu eine Störfall, bei dem ein Mikroprozessor eine Fehlsteuerung verursacht, die zum Überhitzen und schließlich zur Explosion des Reaktors führt. Bei diesem Unfall kommen über 10000 Menschen ums Leben.
Bei dem Mikroprozessor, der diesen Fehler verursacht hat, handelt es sich um ein Produkt der Microtel Corp. Mit dem Namen Perseus, der in vielen Anlagen verbaut wurde.
Pamela Sasser und ihr Professor Eugene LaBlanche finden heraus, dass die Fließkommaeinheit des Perseus-Prozessors bei hoher Belastung gelegentlich falsche Berechnungen anstellt und dass diese Fehlfunktion auch für den Reaktorunfall verantwortlich war. Mit einem selbst geschriebenen Programm können Pamela Sasser und Eugene LaBlanche diese Fehlfunktion auch nachweisen.
Selbstverständlich ist die Microtel Corp. wenig glücklich über diese Fehlfunktion ihres Prozessors und da Firmeninhaber Preston W. Sinclaire aussichtsreicher Kandidat für die kommende Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist, setzt man alles daran, die Fehlfunktion zu vertuschen.
Dazu bedient sich Preston W. Sinclaire seiner Kontakte zu einem hohen Offizier des Geheimdienstes der Marine, der nun seinerseits einen Profikiller, Harrison Beckett engagiert um Eugene LaBlanche und Pamela Sasser zu töten und deren Programm zu vernichten.
Schnell gelingt es auch Eugene LaBlanche zu liquidieren, doch als Harrison Beckett Pamela Sasser auskundschaftet stellt er fest, dass auch das FBI an ihr interessiert ist.
Nach einigen Pannen beschließt Preston W. Sinclaire, dass auch Harrison Beckett zu töten ist und so verbündet sich dieser mit seinem einstigen Opfer und die beiden versuchen nun am Leben zu bleiben und gleichzeitig Preston W. Sinclaire zu überführen (erwartungsgemäß verlieben sich die beiden auch ineinander)
Als Pamela Sasser entführt wird, spitzt sich die Lage zu und es kommt zum großen Showdown.
Wie in allen meinen Beiträgen über Romane, so habe ich mich auch hier wieder bemüht, mit meiner bewußt kurzen Inhaltsangabe Interesse für diesen Roman zu wecken, ohne dabei jedoch zu viel von der Handlung oder gar den Ausgang der Geschichte offenzulegen.
ANMERKUNGEN
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R.J. PINEIRO lässt seinen Roman P@NIK sofort mit der Darstellung der Entstehung des Reaktorunfalls beginnen, wobei er auch die Rechenoperationen des Perseus-Prozessors berücksichtigt.
Erst danach folgt ein kleiner Zeitsprung und die eigentliche Story beginnt mit der Entdeckung der Fehlfunktion durch Pamela Sasser und Eugene LaBlanche, steigert aber schnell das Tempo und so war ich von der ersten Seite an von dem Roman gefesselt. Obwohl die Geschichte in ihrem weiteren Verlauf nicht allzuviele Überraschungen oder unerwartete Wendungen enthält, konnte mich der Roman dennoch, nicht zuletzt auch aufgrund des „rasanten“ Erzählstils des Autors bis zur letzten der etwa 380 Seiten fesseln.
Scheinbar ließ sich R.J. PINEIRO für eine Microtel Corp. und den Perseus-Prozessors von Intel und dem Pentium-Prozessor inspirieren, der ja bekanntlich in der ersten Generation auch Fehler produziert hat, allerdings nicht für derartige Katastrophen verantwortlich war.
So wirkt die Grundidee mehrere schwerwiegender Unfälle aufgrund eines fehlerhaften Prozessors auch durchaus glaubwürdig und vorstellbar. Dass R.J. PINEIRO in einigen wenigen Fällen die Logik der „Action“ opferte, verzeiht man angesichts der vielfältigen Handlung gerne.
Der Roman ist übrigens in 16 Kapitel (plus Epilog und Prolog) unterteilt, die jeweils mit einem thematisch passenden Zitat beginnen.
ALLGEMEINES
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R.J. PINEIRO schrieb seinen Roman P@NIK im Jahre 1996 unter dem Titel EXPOSURE , das Copyright der deutschsprachigen Ausgabe datiert aus 2003.
Als Taschenbuch ist P@NIK im Verlag Bastei Lübbe erschienen (ISBN 3-404-14880-0) und kostet zur Zeit 7,90 €.
Der Einband ist in dunklem Rot gehalten und zeigt die in eine elektronische Schaltung integrierten Umrisse Amerikas – meines Erachtens eine gelungene Wahl.
SCHLUSSWORTE
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P@NIK von R.J. PINEIRA bot mir über den gesamten Umfang von etwa 380 Seiten kurzweilige Unterhaltung und so kann ich diesen Roman hier auch guten Gewissens empfehlen.
Mein Urteil lautet SEHR GUT !
INHALT
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Bei einem Zugunglück in Florida kommen mehrere Menschen ums Leben und weitere Unglücksfälle wie ein Flugzeugabsturz, eine Explosion in einer Raffinerie, ...) folgen.
Bei jedem dieser Unfälle scheint ein technischer Defekt die Ursache zu sein und das FBI beginnt mit Ermittlungen.
Ermittelnde Beamtin ist Erika Conklin, eine ehemalige Hackerin, die nach einem von ihr initiierten Hackerangriff vor die Wahl gestellt wurde, 6 Jahre für das FBI zu arbeiten oder inhaftiert zu werden.
Erika Conklin findet schnell heraus, dass überall ein fehlerhafter Computerchip Auslöser für die Unfälle war und die weiteren Ermittlungen zeigen, dass diese Computerchips absichtlich manipuliert worden sind.
Betroffen waren ganze Baureihen unterschiedlicher Chips unterschiedlichster amerikanischer Unternehmen und die einzige Gemeinsamkeit ist die, dass japanische Unternehmen jeweils vor den Unfällen alle Aufträge über die betroffenen Chips storniert haben. So führen also alle Spuren nach Japan, wo man scheinbar versucht, mit unlauteren Methoden die einstige Vormachtstellung im Bereich der Chipproduktion wiederzuerlangen.
Auf eine detailliertere Darstellung des (wesentlich vielschichtigeren) verzichte ich hier bewußt, um potentiellen Lesern nicht zu viel zu verraten und so die Spannung zu nehmen.
ANMERKUNGEN
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R.J. PINEIRO schrieb mit CH@OS einen Thriller aus der Welt der Hochtechnologie, der von der ersten bis zur letzten der etwa 445 Seiten hervorragende Unterhaltung bietet, ohne auch nur einen kurzen Moment zu langweilen.
Die Handlung ist nicht nur konsequent spannend, sondern aufgrund präziser Darstellungen von Ereignissen, Personen und Begebenheiten auch jederzeit nachvollziehbar und verständlich.
Selbst absolute PC-Laien dürften der Story problemlos folgen können und haben dabei den Vorteil, dass sie nicht gelegentlich an beschriebenen Aktionen zweifeln.
Auch der flüssige und angenehm zu lesende Stil des Autoren tragen zum Gelingen dieses Romans bei.
Allerdings fällt im Roman auch eine gewisse Technikfeindlichkeit (auf seine kritische Einstellung gegenüber der Chiptechnologie weist der Autor bereits im Vorwort hin), und was noch viel deutlicher ist, eine gewisse Japanfeindlichkeit auf, die in Amerika weit verbreitet ist und wohl aus einer Mischung aus WK 2 und Respekt/Angst vor Japans wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit resultiert.
CH@OS zeigt auch eindrucksvoll, welcher Schaden mit vergleichsweise einfacher Sabotage im Bereich der Halbleitertechnologie verursacht werden kann und wie wehrlos wir technischem Versagen gegenüber ausgeliefert sind.
SONSTIGES
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Geschrieben hat R.J. PINEIRO diesen Roman im Jahre 2000, die deutsche Erstveröffentlichung folgte zwei Jahre später.
Zur Zeit ist CH@OS als Taschenbuch aus dem Bastei Verlag nahezu überall im Buchhandel erhältlich und kostet 7,90 €.
Die ISBN lautet 3-404-14682-4
SCHLUSSWORTE
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Ich habe CH@OS von R.J. PINEIRA von der ersten bis zur letzten mit Begeisterung gelesen und den Kauf zu keiner Sekunde bereut (das Risiko des Kaufs aufgrund des Titels hatte sich also gelohnt). Somit kann ich diesen Roman hier uneingeschränkt empfehlen.
Mein Urteil lautet : SEHR GUT !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-02 05:37:15 mit dem Titel der alte Rider und das Meer
So lange ich mich erinnern kann, übte das Meer und alles was damit zusammenhängt eine große Faszination auf mich aus (aus diesem Grund bin ich auch bemüht, mindestens eine Woche im Jahr zu segeln) und so zögerte ich keine Sekunde, als ich in einer Buchhandlung einen Roman entdeckte, der sich diesem Thema widmet. Bei diesem Roman handelt es sich um TOD AUS DER TIEFE von JAMES POWLIK.
INHALT
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Seattle.
Ein erfahrener Taucher klagt nach einem Tauchgang über Schmerzen und seine Haut weist kleine sichelförmige Wunden auf und nur kurze Zeit später ist der Taucher Tot, wobei sich seine Organe aufzulösen scheinen.
In einem nicht allzu weit entfernten Krankenhaus wird ein Kind eingeliefert, dass nach einem Bad im Meer ähnliche Beschwerden aufweist wie der Taucher und auch das Kind stirbt innerhalb kürzester Zeit.
Etwa zeitgleich entdeckt der Meeresbiologe Garner und seine Crew Zonen im Meer, in denen keinerlei Leben existiert und kurze Zeit später trifft das Forschungsschiff auf einen Frachter, von dessen Besatzung lediglich ein einziges Mitglied noch am Leben ist. Ein anderer Forscher findet beim Aufsuchen einer Robbenkolonie zahlreiche Robbenkadaver vor, die ähnliche Wunden aufweisen wie die verstorbenen Menschen.
Mit der Zeit findet Garner heraus, dass ein bis dato unbekannter Algenteppich für die Todesfälle verantwortlich ist und nur kurze Zeit später entdeckt er, dass scheinbar das Militär an der Entstehung dieses Algenteppichs beteiligt gewesen ist.
Gemeinsam mit dem Nolan, dem Kopf der Nolan-Group, einer kommerziellen „Umweltschutzorganisation“ und dessen technischen Möglichkeiten versuchen Garner und seine Crew der Bedrohung durch den Algenteppich Herr zu werden, doch da sich dieser auf eine dicht besiedelte Region zu bewegt, ist die Zeit knapp.
Die Darstellung des Inhalts fällt mir hier nicht ganz einfach, da ich bei einer zu detaillierten Darstellung (die Story ist weit vielschichtiger als meine Inhaltsangabe) fürchte, zu viel der Spannung zu nehmen.
Ich denke aber, durch meine Kurzdarstellung des Inhalts werden interessierte Leser ausreichend über die Grundstory informiert.
ANMERKUNGEN
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JAMES POWLIK vermag es, die Geschichte des Romans spannend und auch glaubwürdig zu erzählen, wobei sicher auch die (sehr gelungene) Kombination aus wissenschaftlichen Fakten und Fiktion wesentlich beiträgt. Dabei lassen sich dem Roman durchaus auch kritische Untertöne entnehmen, die sich im wesentlichen auf Umweltschutz und den Mißbrauch wissenschaftlicher Möglichkeiten beziehen, aber auch diese sind in einer Form enthalten, die meines Erachtens als dezent und nicht störend bezeichnet werden kann.
JAMES POWLIK stellt Situationen, Handlungen und die agierenden Personen sehr ausführlich dar, ohne dabei jedoch auch nur eine Sekunde zu langweilen.
Jedes Kapitel des Buches beginnt mit einer Angabe des Tages sowie einer Bestimmung des Ortes in geschriebener sowie in geographischer (Längen-/Breitengrad) Form., dass Buch selbst mit einem Bibelzitat (Offenbarung 16,3) „Und der Zweite Engel goß seine Schale ins Meer aus; da wurde es zu Blut wie von einem Toten; und alle lebendigen Wesen starben.“ – ein Zitat, dass hervorragend zur Story paßt.
AUTOR
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Der in Arlington (Virginia, USA) lebende JAMES POWLIK war längere Zeit in seiner Eigenschaft als Meeresbiologe für unterschiedliche Einrichtungen beratend tätig und verfaßte zahlreiche wissenschaftliche Artikel. Neben TOD AUS DER TIEFE schrieb er auch den Roman MELTDOWN.
SONSTIGES
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JAMES POWLIK schrieb (bzw. veröffentlichte TOD AUS DER TIEFE im Jahre 1999, die im Ullstein Verlag erschienene deutsche Taschenbuchausgabe datiert aus dem Jahr 2001.
Erfreulicherweise ist das Taschenbuch (ISBN 3-548-25465-9) trotz des recht großen Umfangs von rund 500 Seiten mit 6,00 € sehr preiswert.
SCHLUSSWORTE
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TOD AUS DER TIEFE von JAMES POWLIK zählt zu den Büchern, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt haben und so kann ich diesen Roman hier uneingeschränkt empfehlen und urteile mit SEHR GUT !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-18 05:58:48 mit dem Titel Radioaktivität, Packeis und mehr
Nachdem ich mit dem Roman TOD AUS DER TIEFE von JAMES POWLIK bereits gute Erfahrungen gemacht hatte, kaufte ich mir nun auch den Roman MELTDOWN des selben Autors und da ich dank eines kurzen Krankenhausaufenthaltes auch genug Zeit zum Lesen hatte, habe ich diesen Roman auch innerhalb eines Tages durchgelesen.
ALLGEMEINES
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
JAMES POWLIK schrieb MELTDOWN im Jahre 2000, die Erstauflage der deutschen Taschenbuchausgabe datiert aus dem Jahr 2002.
Das im Ullstein Verlag erschienene Taschenbuch sollte nahezu überall im Buchhandel zu finden sein, wo es für 8,95 € verkauft wird.
Die ISBN lautet 3-548-25428-4.
Das Titelbild des Buches zeigt ein auslaufendes (Öl-)Fass, das im Packeis treibt und deutet bereits ein wenig auf den Inhalt hin.
AUTOR
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JAMES POWLIK lebt in Arlington, Virginia und hat in seiner Eigenschaft als Meeresbiologe zahlreiche Berateraufgaben übernommen und mehrere Artikel aus seinem Fachbereich veröffentlicht.
Nach TOD AUS DER TIEFE ist MELTDOWN sein zweiter Roman.
INHALT
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Carol Harmon befindet sich mit ihrem Forschungsschiff “Phönix“ im nördlichen Eismeer, wo sie auf eine größere Anzahl im Eis festsitzender Blauwale trifft und sich bemüht, diese zu befreien.
Im Rahmen dieser Befreiungsaktion werden auch zwei Taucher eingesetzt, die jedoch nur kurze Zeit nach dem Tauchgang über diverse Beschwerden klagen. Eine Untersuchung der Taucher ergibt, dass beide Taucher in hohem Masse radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren und auch die festsitzenden Wale scheinen kontaminiert zu sein.
Um Quelle und Ursache der radioaktiven Strahlung festzustellen, bittet Carol Harmon ihren Exmann, Brock Garner, der sich auf einem Forschungsschiff im Südatlantik befindet und eine Sonde „Medusa“ entwickelt hat, mit der sich die Zusammensetzung des Wassers analysieren lässt, um Hilfe und selbstverständlich fliegt Brock Garner mit „Medusa“ und seinem Freund und Techniker Zubov sofort ins Eismeer.
Hinzu kommt noch eine japanische Expertin für Radioaktivität, Junko Kokura, und gemeinsam findet man heraus, dass das Wasser radioaktiv verseucht ist und somit natürlich auch alles, was mit dem Wasser Kontakt hatte.
Nach längerer Suche nach der Quelle der Strahlung stösst man schließlich auf eine hochmoderne Bohrinsel, die weniger der Förderung von Öl, als viel mehr der Überwachung eines Lagers für radioaktive Substanzen tief unter dem Meeresgrund dient.
Zwar ist der Verschluss dieser Lagerstätte intakt, allerdings scheinen sich am Meeresboden undichte Stellen aufgetan zu haben und der Nachrichtendienst der US Navy beschließt, diese durch Sprengungen zu schließen.
Dabei werden die Sprengungen allerdings vom Leiter der Bohrinsel sabotiert, so dass zwar das Leck geschlossen, aber auch die Bohrinsel zerstört wird.
Nachdem das Leck nun geschlossen ist und ein weiterer Austritt von radioaktiver Strahlung verhindert wurde, bleibt das Problem, des kontaminierten Wassers und nach diversen Überlegungen kommen die Wissenschaftler auf eine Planktonart, welche die Radioaktivität in sich aufnimmt. Um dieses Plankton dann zu binden, greifen die Forscher und die Navy auf einen 2-Komponenten-Kunststoff zurück, der das radioaktive Plankton einschließt und anschließend auf dem Meeresgrund vergraben werden soll.
Gemeinsam mit der US Navy begeben sich die Wissenschaftler nun an die Verwirklichung dieses Vorhabens.
ANMERKUNGEN
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Wie bereits in TOD AUS DER TIEFE verknüpft JAMES POWLIK auch in MELTDOWN gekonnt wissenschaftliche Fakten mit Fiktion, so dass sich insgesamt eine spannende und vor allem glaubwürdige Geschichte ergibt.
Allerdings weist die Geschichte an einigen wenigen Stellen auch kleinere Schwächen auf. So wird mir meines Erachtens zu viel Bezug auf die Vorgänge im Roman TOD AUS DER TIEFE genommen, was mir völlig unnötig erscheint, da man auch ohne Kenntnis des Vorgängerromans der Geschichte problemlos folgen kann und so ein wenig der Eindruck von Werbung erweckt wird. Auch hat sich mir auch nach zweimaligem Lesen der Grund für die Sabotage an der Bohrinsel nicht erschlossen.
Das wieder einmal das Militär Schuld an einer nahen Umweltkatastrophe ist scheint mir ebenfalls wenig originell. Ansonsten ist das Buch von der ersten Seite an über den gesamten Umfang von etwa 530 Seiten nachvollziehbar und spannend.
JAMES POWLIK beginnt jedes Kapitel dieses Romans mit einer Angabe von Datum und Ort (Längen-/Breitengrad) des Geschehens, wodurch sich die zeitliche Abfolge des Geschehens hervorragend nachvollziehen lässt.
Insgesamt beschreibt er alle Personen, Örtlichkeiten und Handlungen fast schon zu präzise, was allerdings insbesondere bei wissenschaftlichen Erklärungen dafür sorgt, dass diese für jeden verständlich sind.
Aufgrund seiner Tätigkeit als Meeresbiologe vermittelt JAMES POWLIK dabei auch wissenschaftliche Fiktion in sehr glaubhafter und nachvollziehbarer Form.
Insgesamt schafft es JAMES POWLIK auch in MELTDOWN den Leser von der ersten bis zur letzen Seite zu fesseln (jedenfalls schaffte er dies bei mir) und hervorragend zu unterhalten.
SCHLUSSWORTE
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Wie bereits TOD AUS DER TIEFE, so kann ich auch MELTDOWN von JAMES POWLIK hier (trotz der angesprochenen kleineren Schwächen) uneingeschränkt empfehlen und urteile mit SEHR GUT !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-08 05:23:16 mit dem Titel Die jungfräuliche Geburt
Bücher habe ich in der Vergangenheit schon häufiger nach dem Titel und dem Text auf dem Einband ausgewählt und dabei auch in aller Regel recht gute Erfahrungen gemacht. So zögerte ich auch nicht lange, als ich in einer hiesigen Buchhandlung den Roman DIE WIEGE DES BÖSEN von JAMES PATTERSON entdeckte.
INHALT
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In Boston ist ein 16jähriges Mädchen schwanger, ohne jedoch Geschlechtsverkehr gehabt zu haben, was auch durch mehrere ärztliche Untersuchungen bestätigt wird.
Da eine jungfräuliche Geburt natürlich das Interesse der Kirche weckt, beauftragt ein Bostoner Kardinal die ehemalige Nonne und jetzige Privatdetektivin Anne Fitzgerald damit, diesen Sachverhalt näher zu prüfen.
Was Anne Fitzgerald zunächst noch nicht weiss, ist, dass auch in einem irischen Dorf ein 14-jähriges Mädchen lebt, dass ebenfalls schwanger ist, ohne Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.
Diese beiden jungfräulichen Geburten scheinen die Erfüllung einer 200 Jahre alten Prophezeiung zu sein, in der die Geburt des Messias und die Geburt des Antichristen angekündigt und so ist es auch nur wenig verwunderlich, dass auch der Vatikan Interesse an den beiden Müttern hat und selbst einen Ermittler beauftragt.
Selbstverständlich sehe ich auch hier wieder davon ab, den Ausgang der Story offenzulegen um potentiellen Käufern des Buches nicht die Spannung beim Lesen zu nehmen (allerdings kann ich versichern, dass das Ende des Buches eine überraschende Wendung beinhaltet) und auch lasse ich persönliche Verwickelungen der handelnden Personen hier unberücksichtigt, da diese für die Geschichte an sich kaum von Bedeutung sind und eher als „Füllmaterial“ dienen.
ANMERKUNGEN
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Die Idee eines Romans um zwei jungfräuliche Geburten gefiel mir sehr gut und entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen, doch leider vermochte es JAMES PATTERSON nicht, diese zu erfüllen.
Zwar schien mir der Beginn der Story zunächst spannend, doch leider blieb die Spannung nicht allzu lange erhalten und ich hatte den Eindruck, als würde die Story nach der Einleitung zunehmend verflachen und sich erst zum Ende hin wieder an Spannung gewinnen. Strenggenommen schien mir der gesamte Mittelteil des Romans mehr oder weniger langweilig und gelegentlich überflüssig, so dass ich es als zweckmäßiger empfunden hätte, den Roman von etwa 330 Seiten um etwa 30% zu kürzen. Der Ausgang der Geschichte ist dagegen durchaus überraschend und versöhnt ein wenig für die Längen im mittleren Teil.
Ein weiteres leichtes Problem hatte ich mit dem Stil des Autoren, der den Roman aus der Perspektive der Privatdetektivin Anne Fitzgerald geschrieben hat und es aus meiner Sicht dabei nicht verstanden hat, es dem Leser zu ermöglichen, sich in diese Person hineinzuversetzen.
Zwar schreibt JAMES PATTERSON sehr detailliert und präzise, so dass es keinerlei Problem darstellt, sich in der Handlung und den genannten Örtlichkeiten zurechtzufinden, aber auch hier hatte ich den Eindruck, dass sich der Autor dabei ein wenig zu sehr auch in bedeutungslose Details verliert.
ALLGEMEINES
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JAMES PATTERSON schrieb seinen Roman DIE WIEGE DES BÖSEN unter dem Originaltitel CRADLE AND ALL im Jahre 2000.
Das Copyright der deutschen Ausgabe datiert aus dem Jahr 2001, zur Zeit ist der Roman als Taschenbuchausgabe (ISBN 3-404-14504-6) in der dritten Auflage erhältlich.
Der Preis für das im Bastei Lübbe Verlag erschienene Taschenbuch beträgt zur Zeit 8,45 €.
SCHLUSSWORTE
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Insgesamt war ich von DIE WIEGE DES BÖSEN von JAMES PATTERSON eher enttäuscht und kann es somit hier auch nicht guten Gewissens empfehlen. Da mir die Grundidee jedoch sehr gut gefiel und auch der überraschende Ausgang etwas für die Schwächen entschädigt, lautet mein Urteil hier MITTEL (+).
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-03-26 05:21:58 mit dem Titel Wenn sich Rechner verrechnen ...
Mit Büchern, die das Zeichen „@“ im Titel tragen, hatte ich in der Vergangenheit immer gute Erfahrungen gemacht und so zögerte ich nicht, als ich in einer Buchhandlung den Roman P@NIK von R.J. PINEIRO entdeckte.
Da ich von diesem Autoren bereits den Roman CH@OS gelesen hatte und mir dieser gut gefallen hat, griff ich sofort zu und kaufte das Taschenbuch, dass ich dann auch wenige Tage später durchgelesen hatte.
INHALT
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In einem Atomkraftwerk kommt es zu eine Störfall, bei dem ein Mikroprozessor eine Fehlsteuerung verursacht, die zum Überhitzen und schließlich zur Explosion des Reaktors führt. Bei diesem Unfall kommen über 10000 Menschen ums Leben.
Bei dem Mikroprozessor, der diesen Fehler verursacht hat, handelt es sich um ein Produkt der Microtel Corp. Mit dem Namen Perseus, der in vielen Anlagen verbaut wurde.
Pamela Sasser und ihr Professor Eugene LaBlanche finden heraus, dass die Fließkommaeinheit des Perseus-Prozessors bei hoher Belastung gelegentlich falsche Berechnungen anstellt und dass diese Fehlfunktion auch für den Reaktorunfall verantwortlich war. Mit einem selbst geschriebenen Programm können Pamela Sasser und Eugene LaBlanche diese Fehlfunktion auch nachweisen.
Selbstverständlich ist die Microtel Corp. wenig glücklich über diese Fehlfunktion ihres Prozessors und da Firmeninhaber Preston W. Sinclaire aussichtsreicher Kandidat für die kommende Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist, setzt man alles daran, die Fehlfunktion zu vertuschen.
Dazu bedient sich Preston W. Sinclaire seiner Kontakte zu einem hohen Offizier des Geheimdienstes der Marine, der nun seinerseits einen Profikiller, Harrison Beckett engagiert um Eugene LaBlanche und Pamela Sasser zu töten und deren Programm zu vernichten.
Schnell gelingt es auch Eugene LaBlanche zu liquidieren, doch als Harrison Beckett Pamela Sasser auskundschaftet stellt er fest, dass auch das FBI an ihr interessiert ist.
Nach einigen Pannen beschließt Preston W. Sinclaire, dass auch Harrison Beckett zu töten ist und so verbündet sich dieser mit seinem einstigen Opfer und die beiden versuchen nun am Leben zu bleiben und gleichzeitig Preston W. Sinclaire zu überführen (erwartungsgemäß verlieben sich die beiden auch ineinander)
Als Pamela Sasser entführt wird, spitzt sich die Lage zu und es kommt zum großen Showdown.
Wie in allen meinen Beiträgen über Romane, so habe ich mich auch hier wieder bemüht, mit meiner bewußt kurzen Inhaltsangabe Interesse für diesen Roman zu wecken, ohne dabei jedoch zu viel von der Handlung oder gar den Ausgang der Geschichte offenzulegen.
ANMERKUNGEN
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R.J. PINEIRO lässt seinen Roman P@NIK sofort mit der Darstellung der Entstehung des Reaktorunfalls beginnen, wobei er auch die Rechenoperationen des Perseus-Prozessors berücksichtigt.
Erst danach folgt ein kleiner Zeitsprung und die eigentliche Story beginnt mit der Entdeckung der Fehlfunktion durch Pamela Sasser und Eugene LaBlanche, steigert aber schnell das Tempo und so war ich von der ersten Seite an von dem Roman gefesselt. Obwohl die Geschichte in ihrem weiteren Verlauf nicht allzuviele Überraschungen oder unerwartete Wendungen enthält, konnte mich der Roman dennoch, nicht zuletzt auch aufgrund des „rasanten“ Erzählstils des Autors bis zur letzten der etwa 380 Seiten fesseln.
Scheinbar ließ sich R.J. PINEIRO für eine Microtel Corp. und den Perseus-Prozessors von Intel und dem Pentium-Prozessor inspirieren, der ja bekanntlich in der ersten Generation auch Fehler produziert hat, allerdings nicht für derartige Katastrophen verantwortlich war.
So wirkt die Grundidee mehrere schwerwiegender Unfälle aufgrund eines fehlerhaften Prozessors auch durchaus glaubwürdig und vorstellbar. Dass R.J. PINEIRO in einigen wenigen Fällen die Logik der „Action“ opferte, verzeiht man angesichts der vielfältigen Handlung gerne.
Der Roman ist übrigens in 16 Kapitel (plus Epilog und Prolog) unterteilt, die jeweils mit einem thematisch passenden Zitat beginnen.
ALLGEMEINES
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R.J. PINEIRO schrieb seinen Roman P@NIK im Jahre 1996 unter dem Titel EXPOSURE , das Copyright der deutschsprachigen Ausgabe datiert aus 2003.
Als Taschenbuch ist P@NIK im Verlag Bastei Lübbe erschienen (ISBN 3-404-14880-0) und kostet zur Zeit 7,90 €.
Der Einband ist in dunklem Rot gehalten und zeigt die in eine elektronische Schaltung integrierten Umrisse Amerikas – meines Erachtens eine gelungene Wahl.
SCHLUSSWORTE
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P@NIK von R.J. PINEIRA bot mir über den gesamten Umfang von etwa 380 Seiten kurzweilige Unterhaltung und so kann ich diesen Roman hier auch guten Gewissens empfehlen.
Mein Urteil lautet SEHR GUT !
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