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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Ranger99
Genmanipulation? Nein Danke! (Mount Dragon / Preston, Douglas & Child, Lincoln)
Pro:
sehr spannend, interessante wissenschaftliche Details, gute Charaktere
Kontra:
es gibt etwas zuviele zufälle, die den protagonisten helfen
Empfehlung:
Nein
Douglas Preston und Lincoln Child haben mit „Mount Dragon“ gemeinsam eine packende Story über die erschreckenden Möglichkeiten der Biotechnologie und Gentechnologie geschrieben. Da dieser Stoff so komplex und auch so schwierig ist, wundert es nicht, dass sich hier gleich zwei Autoren ans Werk gemacht haben. Um euch das Buch ein wenig schmackhaft zu machen, werde ich es im folgenden Bericht ein wenig analysieren und beurteilen.
Story
Guy Carson ist Spezialist für Eiweisshüllen bei dem Pharmakonzern GeneDyne. Er ist einer von vielen tausend Wissenschaftlern, die sich ganz der Forschung und ihrer guten Seite verschrieben haben. Er sieht sich gerade am Anfang seiner Karriere, als er überraschend vom Firmenboss Brent Scopes persönlich zu einem Spezialprojekt delegiert wird. Umso schöner für Guy, dass sich das ganze in der Wüste, ganz in der nähe seiner Heimat abspielt. Was zwar dem Leser, aber Guy durchaus noch nicht bewusst ist, in dem Wüstenlabor kann es nicht mit rechten Dingen zu gehen. Das wird einem gleich am Anfang bewusst gemacht, denn das Buch beginnt mit der Einweisung von Guys Vorgänger Dr. Burt in eine Irrenanstalt. Doch vollkommen unbelastet, da unwissend, macht sich Carson ans Werk im Labor am Mount Dragon. Aha, daher kommt also der Name. Hier lernt er gleich „nette“ Leute kennen. Bis auf den Direktor des Geländes, Dr. Singer, scheint ihn nämlich keiner zu mögen. Insbesondere seine neue Assistentin, Susana Cabeza de Vaca, ein feuriges Latinogirl, macht ihm das Leben schwer. Trotz dieser Querelen soll Carson weiter am sogenannten X-Flu Virus forschen. Einem Grippe Virus, dessen Erforschung die vollständige Immunität der Menschheit gegen die Grippe bringen soll. Dazu ist aber eine Genmanipulation an den menschlichen Stammzellen notwendig, was den Gentechnik Gegner Dr. Levine stark beschäftigt. All diese vielen verschiedenen Handlungsstränge und Geschehnisse münden in ein Finale Grande der Extraklasse........
Hauptcharaktere
Guy Carson
Er ist der „Held“ in dieser spannenden Geschichte. Aufgewachsen in New Mexico, fühlte er sich zu höherem bestimmt, als auf einer Ranch zu arbeiten. Er wurde Wissenschaftler und ein brillanter dazu. Trotzdem vergisst Carson nie wo er herkommt und hat auch das Andenken an seine teils indianischen Vorfahren bewahrt. Das kommt ihm im Verlauf des Abenteuers noch zu gute. Seine anfängliche Überzeugung von GeneDyne und den guten Absichten kommt immer mehr ins Wanken, je mehr er sich der eigentlichen Vorgänge um ihn herum bewusst wird. Er ist eine sehr sympathische Figur. Carson strahlt viel Ruhe und Besonnenheit aus, ist kein Action Macho Held, sondern der ruhige Pol den es braucht um der vertrackten Situation Herr zu werden.
Brent Scopes
Er ist der Boss von GeneDyne. Als junger Student entdeckte der brillante Kopf ein Gen, das Mais resistent gegen Krankheiten macht. Von den enormen Patenterlösen baute Scopes das GeneDyne Imperium auf. Die Sache hat nur einen Haken, er entdeckte das Gen zusammen mit seinem damaligen Kumpel Dr. Levine, der jetzt sein Gegner ist. Da dieser nicht bereit ist das Patent zu verlängern, drohen Scopes Milliarden Verluste. Er braucht neue Projekte, wie das X-Flu Virus. Scopes ist ein Wahnsinniger wie er im Buche steht. Er trägt second hand Jacken für ein paar Dollar, trinkt nur Cola aus der Dose und isst kalte Pizza. Auf der anderen Seite regiert er sein Milliarden Imperium mit eiserner Hand. Neben seiner wissenschaftlichen Begabung ist er auch ein Computergenie und hat seinen eigenen Cyberspace programmiert. Auf der anderen Seite ist er ein extrem sozialer Mensch. Er spendet Millionen für gemeinnützige Vereine und Organisationen und das auch noch anonym, also nicht aus Prestigegründen. Scopes ist nicht wirklich unsympathisch. Mir hat diese Figur sogar imponiert. Die Autoren haben hier eine wirklich sehr vielfältige Persönlichkeit geschaffen.
Dr. Levine
Er ist ein Studienfreund von Scopes. Der Leser lernt ihn erst mal als Nörgler und Querulanten kennen. Er ist strikt gegen die Gentherapie an Stammzellen und ficht seinen Kampf auch nicht immer mit sauberen Mitteln. Sein Hass gegen die Erforschung der Gene kommt auch zum Teil aus seiner Vergangenheit, da sein Vater im KZ an den Folgen von Versuchen der SS-Ärzte gestorben ist. Er ist, wie Scope, ein brillanter Kopf. Leider hat er keine Ahnung von Computern. Dafür aber einen Verbündeten in dieser Welt, den geheimnisvollen Clown. Die Figur des Levine erscheint erst einmal vollkommen unsympathisch. Er ist der Oberlehrer, der mit erhobenem Zeigefinger auf alle deutet, die sich dem Fortschritt gewidmet haben. Doch was, wenn er am Ende recht behält?
De Vaca
Carsons Assistentin ist eine Zicke, wie sie im Buche steht. Sie ist immer gleich auf 180, wenn jemand sie kritisiert. Eine vernünftige Diskussion scheint mit ihr unmöglich. Carson hat meist sogar Angst davor, sie überhaupt anzusprechen. Natürlich sieht sie blendend aus und hinter der ganzen Maskerade verbirgt sich eine gute Wissenschaftlerin, die auch Mut hat. Da sie spanisches Blut in den Adern hat, passt sie ebenso wie Carson hervorragend in das Wüstenpanorama von Mount Dragon. Gibt es anbetracht einer so schönen Frau und eines so anziehenden Halbindianers auch knisternde Szenen? Findet es heraus....
Nye
Der Sicherheitschef vom Mount Dragon Labor ist der Psychopath in der illustren Gesellschaft. Er ist Engländer und trägt Tropenhelm und Pferdeschwanz. Was macht dieser wahnsinnige eigentlich den ganzen Tag allein in der Wüste? Der wird doch nicht nach verborgenen Schätzen suchen? Auf jeden Fall ist er total unsympathisch und übernimmt die Rolle des klassischen Bösewichts. Damit entlastet er auch Scopes ein wenig.
All diese vielfältigen Figuren passen sehr gut in die Geschehnisse um das Hochsicherheitslabor am Mount Dragon. Hier mitten in der Wüste, von der Außenwelt abgeschlossen, arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck am X-Flu Virus. Kein Wunder ,dass Carsons Vorgänger hier verrückt wurde, oder hatte das andere Ursachen? Es gelingt den Autoren jedenfalls hervorragend die vielen Handlungsstränge spannend zu halten und später gut miteinander zu verknüpfen. Die Beschreibungen der wissenschaftlichen Vorgänge sind total ausgefeilt und manchmal sehr kompliziert, was aber eher professionell als störend wirkt. Man merkt, dass hier vorher ausgiebige Recherche betrieben wurde. Sowohl was die Gentechnologie als auch die Wüste in New Mexico betrifft. Die Liebe zum Detail bringt auch den Unterschied zu einfacheren Romanen, deren Stories sich auf diesem Gebiet abspielen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es mittlerweile zweimal gelesen. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Besonders für Leser, die sich für Medizin, Gentechnologie und Biotechnologie Romane interessieren bietet das Buch viele interessante Aspekte. Das Buch ist bei Knaur/Droemer erschienen. Mittlerweile gibt es zwei paperback Ausgaben. Ich habe noch die Hardcover Version, die aber heutzutage schwer zu bekommen ist. Diese bietet einem neben 600 Seiten Spannung auch noch einen Lageplan des Labors, was einer besseren Übersichtlichkeit dient. Die normalen Ausgaben erhält man für 8,90 EUR bzw. 6,00 EUR für die richtige Billigausgabe.
©Ranger99
Story
Guy Carson ist Spezialist für Eiweisshüllen bei dem Pharmakonzern GeneDyne. Er ist einer von vielen tausend Wissenschaftlern, die sich ganz der Forschung und ihrer guten Seite verschrieben haben. Er sieht sich gerade am Anfang seiner Karriere, als er überraschend vom Firmenboss Brent Scopes persönlich zu einem Spezialprojekt delegiert wird. Umso schöner für Guy, dass sich das ganze in der Wüste, ganz in der nähe seiner Heimat abspielt. Was zwar dem Leser, aber Guy durchaus noch nicht bewusst ist, in dem Wüstenlabor kann es nicht mit rechten Dingen zu gehen. Das wird einem gleich am Anfang bewusst gemacht, denn das Buch beginnt mit der Einweisung von Guys Vorgänger Dr. Burt in eine Irrenanstalt. Doch vollkommen unbelastet, da unwissend, macht sich Carson ans Werk im Labor am Mount Dragon. Aha, daher kommt also der Name. Hier lernt er gleich „nette“ Leute kennen. Bis auf den Direktor des Geländes, Dr. Singer, scheint ihn nämlich keiner zu mögen. Insbesondere seine neue Assistentin, Susana Cabeza de Vaca, ein feuriges Latinogirl, macht ihm das Leben schwer. Trotz dieser Querelen soll Carson weiter am sogenannten X-Flu Virus forschen. Einem Grippe Virus, dessen Erforschung die vollständige Immunität der Menschheit gegen die Grippe bringen soll. Dazu ist aber eine Genmanipulation an den menschlichen Stammzellen notwendig, was den Gentechnik Gegner Dr. Levine stark beschäftigt. All diese vielen verschiedenen Handlungsstränge und Geschehnisse münden in ein Finale Grande der Extraklasse........
Hauptcharaktere
Guy Carson
Er ist der „Held“ in dieser spannenden Geschichte. Aufgewachsen in New Mexico, fühlte er sich zu höherem bestimmt, als auf einer Ranch zu arbeiten. Er wurde Wissenschaftler und ein brillanter dazu. Trotzdem vergisst Carson nie wo er herkommt und hat auch das Andenken an seine teils indianischen Vorfahren bewahrt. Das kommt ihm im Verlauf des Abenteuers noch zu gute. Seine anfängliche Überzeugung von GeneDyne und den guten Absichten kommt immer mehr ins Wanken, je mehr er sich der eigentlichen Vorgänge um ihn herum bewusst wird. Er ist eine sehr sympathische Figur. Carson strahlt viel Ruhe und Besonnenheit aus, ist kein Action Macho Held, sondern der ruhige Pol den es braucht um der vertrackten Situation Herr zu werden.
Brent Scopes
Er ist der Boss von GeneDyne. Als junger Student entdeckte der brillante Kopf ein Gen, das Mais resistent gegen Krankheiten macht. Von den enormen Patenterlösen baute Scopes das GeneDyne Imperium auf. Die Sache hat nur einen Haken, er entdeckte das Gen zusammen mit seinem damaligen Kumpel Dr. Levine, der jetzt sein Gegner ist. Da dieser nicht bereit ist das Patent zu verlängern, drohen Scopes Milliarden Verluste. Er braucht neue Projekte, wie das X-Flu Virus. Scopes ist ein Wahnsinniger wie er im Buche steht. Er trägt second hand Jacken für ein paar Dollar, trinkt nur Cola aus der Dose und isst kalte Pizza. Auf der anderen Seite regiert er sein Milliarden Imperium mit eiserner Hand. Neben seiner wissenschaftlichen Begabung ist er auch ein Computergenie und hat seinen eigenen Cyberspace programmiert. Auf der anderen Seite ist er ein extrem sozialer Mensch. Er spendet Millionen für gemeinnützige Vereine und Organisationen und das auch noch anonym, also nicht aus Prestigegründen. Scopes ist nicht wirklich unsympathisch. Mir hat diese Figur sogar imponiert. Die Autoren haben hier eine wirklich sehr vielfältige Persönlichkeit geschaffen.
Dr. Levine
Er ist ein Studienfreund von Scopes. Der Leser lernt ihn erst mal als Nörgler und Querulanten kennen. Er ist strikt gegen die Gentherapie an Stammzellen und ficht seinen Kampf auch nicht immer mit sauberen Mitteln. Sein Hass gegen die Erforschung der Gene kommt auch zum Teil aus seiner Vergangenheit, da sein Vater im KZ an den Folgen von Versuchen der SS-Ärzte gestorben ist. Er ist, wie Scope, ein brillanter Kopf. Leider hat er keine Ahnung von Computern. Dafür aber einen Verbündeten in dieser Welt, den geheimnisvollen Clown. Die Figur des Levine erscheint erst einmal vollkommen unsympathisch. Er ist der Oberlehrer, der mit erhobenem Zeigefinger auf alle deutet, die sich dem Fortschritt gewidmet haben. Doch was, wenn er am Ende recht behält?
De Vaca
Carsons Assistentin ist eine Zicke, wie sie im Buche steht. Sie ist immer gleich auf 180, wenn jemand sie kritisiert. Eine vernünftige Diskussion scheint mit ihr unmöglich. Carson hat meist sogar Angst davor, sie überhaupt anzusprechen. Natürlich sieht sie blendend aus und hinter der ganzen Maskerade verbirgt sich eine gute Wissenschaftlerin, die auch Mut hat. Da sie spanisches Blut in den Adern hat, passt sie ebenso wie Carson hervorragend in das Wüstenpanorama von Mount Dragon. Gibt es anbetracht einer so schönen Frau und eines so anziehenden Halbindianers auch knisternde Szenen? Findet es heraus....
Nye
Der Sicherheitschef vom Mount Dragon Labor ist der Psychopath in der illustren Gesellschaft. Er ist Engländer und trägt Tropenhelm und Pferdeschwanz. Was macht dieser wahnsinnige eigentlich den ganzen Tag allein in der Wüste? Der wird doch nicht nach verborgenen Schätzen suchen? Auf jeden Fall ist er total unsympathisch und übernimmt die Rolle des klassischen Bösewichts. Damit entlastet er auch Scopes ein wenig.
All diese vielfältigen Figuren passen sehr gut in die Geschehnisse um das Hochsicherheitslabor am Mount Dragon. Hier mitten in der Wüste, von der Außenwelt abgeschlossen, arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck am X-Flu Virus. Kein Wunder ,dass Carsons Vorgänger hier verrückt wurde, oder hatte das andere Ursachen? Es gelingt den Autoren jedenfalls hervorragend die vielen Handlungsstränge spannend zu halten und später gut miteinander zu verknüpfen. Die Beschreibungen der wissenschaftlichen Vorgänge sind total ausgefeilt und manchmal sehr kompliziert, was aber eher professionell als störend wirkt. Man merkt, dass hier vorher ausgiebige Recherche betrieben wurde. Sowohl was die Gentechnologie als auch die Wüste in New Mexico betrifft. Die Liebe zum Detail bringt auch den Unterschied zu einfacheren Romanen, deren Stories sich auf diesem Gebiet abspielen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es mittlerweile zweimal gelesen. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Besonders für Leser, die sich für Medizin, Gentechnologie und Biotechnologie Romane interessieren bietet das Buch viele interessante Aspekte. Das Buch ist bei Knaur/Droemer erschienen. Mittlerweile gibt es zwei paperback Ausgaben. Ich habe noch die Hardcover Version, die aber heutzutage schwer zu bekommen ist. Diese bietet einem neben 600 Seiten Spannung auch noch einen Lageplan des Labors, was einer besseren Übersichtlichkeit dient. Die normalen Ausgaben erhält man für 8,90 EUR bzw. 6,00 EUR für die richtige Billigausgabe.
©Ranger99
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