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Erfahrungsbericht von Featein
Terry Pratchett- "Fliegende Fetzen"
Pro:
Neuer Wind und viel Spaß in der Küche...
Kontra:
Manche Rezepte sind zu - englisch...
Empfehlung:
Nein
Eine geheimnisvolle Insel taucht auf - mitten zwischen Klatsch und Ankh-Morporck. Und schon fliegen die Fetzen...
Zur Story:
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Ein klatschianischer und ein ankh-morporkianischer Fischer entdecken zur selben Zeit eine geheimnisvolle Insel, die unbewohnt ist und keinem zu gehören scheint. Nicht, dass es etwas Wertvolles auf dieser Insel gäbe, i wo, aber es geht um das Prinzip. Also beanspruchen beide Länder, die sich ohnehin nicht sonderlich gut leiden können, das neue Land. Ein Krieg scheint fast unvermeidbar, schon rotten sich in der Zwillingsstadt Menschen zu einer Armee zusammen und "besorgte Bürger" stecken die Häuser der klatschianischen Bevölker in Ankh-Morpork "vorsorglich" in Brand.
Zu dieser briesanten Zeit befindet sich der klatschianische Prinz zu Besuch beim Patrizier. Bei einer offiziellen Feier wird ein Attentat verübt, bei dem der Prinz schwer verletzt wird. Mumm, obwohl neu in den diplomatischen Gefilden, macht sich auf, den Täter zu suchen.
Die Spur führt schließlich nach Klatsch, und so machen sich die pflichtbewußten Wachen unter dem Kommando von Mumm und Hauptmann Karotte auf, den Täter in Klatsch zu finden.
Gleichzeitig macht sich auch der Patrizier in Begleitung des Wissenschaftlers Leonardo da Quirm, Korporal Nobbs und Feldwebel Colon auf, erst unter Wasser die Insel und dann über Land Klatsch zu erforschen.
Zu den Personen:
Vetinari:
Patrizier von Ankh-Morpork und das nicht von ungefähr. Vetinari ist heimtückisch, skrupelos und verdammt schlau. Eigentlich ist er nicht gefährlich - aber man sollte Abstand von ihm halten, wenn er ironisch wird. Oder gar sarkastisch. Eben ein Mann ganz nach meinem Geschmack...
Mumm:
Oberhaupt der Wache. Als solcher ist er immer daran interessiert, Verbrechen aufzuklären. Dabei interessieren ihn weder der Stand der Personen noch diplomatisches Gefasel.
Hauptmann Karotte:
Äußerst liebenswert, naiv und gerechtigskeitfanatisch.... Genaugenommen hat er eine Ausstrahlung, mit der er Kriege in Fußballturniere verwandeln kann ... Er passt sich unheimlich schnell seiner neuen Umgebung in Klatsch uan und fungiert so auch als Übersetzer.
Leonardo da Quirm:
Ein etwas weltfremder, aber genialer Wissenschaftler, der das erste U-Boot der Scheibenwelt erfindet. Als Vetinaris "Gast" erfindet er viele nützliche Dinge, zum Beispiel "DasDing,mitdemmanBergeabtragebkann" (mit Namensgebung hat er es nicht so...), mit denen man gaaaanz bestimmt keine Waffen bauen kann......
71-Stunden-Ahmed:
Der geheimnisvolle D´Reg, der den klatschianischen Prinzen begleitet, gibt viele Rätsel auf - keine Sorge, sie werden alle gelöst- nicht zuletzt das Rätsel um seinen merkwürdigen Namen....
Meine Meinung:
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ICH LIEBE DIESES BUCH! Ernsthaft: Ich finde, es ist eines der besten von Pratchett überhaupt. Ich habe es bereits an die zehn Mal gelesen und bekomme einfach nicht genug davon... Ein Highlight, das mir persönlich am besten gefällt, ist, als sich Nobbs als Frau verkleiden muß. Pratchett hat da eine nette Fußnote, die darauf verweist, dass es soetwas wie ein Naturgesetz ist, dass ein Mann, der sich als Frau verkleidet, IMMER einen anderem Mann den Kopf verdreht. In Nobbs Fall habe das Naturgesetz allerdings ersteinmal überlegen müssen und hätte dann mal eine Ausnahme gemacht.
Es gibt einfach unheimlich viele Gags, die ich an diesem Buch liebe, sei es der Esel auf dem Minarett oder Colons tapsige Versuche, einheimisch zu wirken... ich kam einfach aus dem Lachen nicht mehr raus.
FAZIT:
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Das übliche: Kerze, Tasse Tee und jede Menge Zeit. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass man zwischendurch auch mal kurz aufstehen sollte, und kleine Lockerübungen für das Zwerchfell und die Bauchmuskeln wären auch nicht zu verachten....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-03 12:41:06 mit dem Titel Heute schon Blut gespendet? ("Ruhig Blut"/Terry Pratchett)
Ruhig Blut gehört zu den genialsten aller Scheibenweltromane von Terry Pratchett. Thematisch geht es um die Hexen von Lancre und die Vampire aus dem Überwald, die in das kleine verschlafene Königreich Lancre eingefallen. Normalerweise wäre das für das Hexentrio infernale (Oma Wetterwachs, Nanny Ogg und Agnes Nitt) gar kein Problem. Nur leider handelt es sich nicht um den gemeinen Wald- und Wiesen-Vampir, sondern um den neuen Typ, der sich selber Vampyr nennt, Knoblauchspeisen genüsslich verzehrt und sich bei Spritzer von geweihtem Wasser lediglich über die Flecken auf der Seide ärgert.
So unbesiegbar, wie der neue Gegner scheint, so groß scheint auch seine Macht zu sein. Innerhalb von Sekunden stehen die Bewohner Lancres unter dem hypnotischen Bann der Vampyr-Familie, die anlässlich der Taufe der Tochter von Magrat Knoblauch, jetzige Königin, in das Schloss eingeladen wurden (schließlich muß man ja fortschrittlich sein und auch nach Überwald diplomatischen Kontakt aufbauen... zumindest nach Meinung von König Verence.).
Alle stehen unter dem vampyrischen Einfluß und sind schutzlos ausgeliefert...
Alle?
Nein, nur ein kleines Dorf.....äh, ich meine natürlich: Nur Agnes Nitt nicht (angeblich ja dieselbe Größenkategorie ;-)). Aufgrund ihrer starken (Zweit-) Persönlichkeit Perdita kann sie den hypnotischen Kräften der Überwäldler trotzen und gewinnt sogar so das Herz des Sohnemanns der Vampyrfamilie Vlad.
Oma Wetterwachs, die wegen eines „Missverständnisses“ meinte, nicht zur Taufe eingeladen worden zu sein und sich dann auch noch beim ersten Versuch, etwas gegen die nächtlichen Beißer zu unternehmen, scheitert, verlässt Lancre und zieht sich in die Berge zurück. Nun sind Nanny Ogg und Agnes/Perdita auf sich alleine gestellt, wobei Vlads Vorliebe für Agnes sehr hilfreich ist.
Ich will natürlich nicht die Einzelheiten des Buches verraten, sonst macht das Lesen ja keinen Spaß mehr.
Jedenfalls ist „Ruhig Blut“ ein typisches Pratchett-Meisterwerk, dass nicht nur durch eine irrwitzige Geschichte und schräge Charaktere besticht, sondern vor allem durch die ironisch-satirische Erzählweise durch Terry Pratchett.
Ich habe dieses Buch innerhalb von einem Tag verschlungen, da es spannend und unterhaltsam bis zur letzten Zeile ist. Allerdings kann ich das Buch nur eingeschränkt weiterempfehlen. Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, die Vorgeschichte zu kennen, um den Plot zu verstehen, jedoch mehr als hilfreich, da einem die Zusammenhänge ein wenig klarer werden, vor allem, wenn es um Hexenlogik geht.
Der Spaß kostet ungefähr 18 DM. Erschienen ist das Buch, wie so viele Pratchett-Bücher, im Goldmann Verlag und ist in jeder gut sortierten Buchhandlung erhältlich oder wenigstens bestellbar. ;-)
Ansonsten braucht man nur noch eine schöne Tasse Tee, sehr viele Kerzen (optional) und sehr viel Zeit (zwingen), da man das Buch kaum aus der Hand legen kann....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-04 08:43:05 mit dem Titel "Lors und Ladies" (Terry Pratchett)
Wenn das Schöne gefährlich ist....
Man weiß viel über Elfen:
........ schön sind sie...
........ elegant sind sie....
...aber wer hat behauptet, dass sie nett sind?!
......Zum Inhalt......
In dem kleinen Königreich Lancre in den Spitzhornbergen ist der Teufel los:
Die junge Hexe Magrat Knoblauch schickt sich an, den ehemaligen Narren und gegenwärtigen König von Lancre zu ehelichen und zwangsläufiger Weise dadurch den Hexenzirkel zu verlassen. Zwangsläufig deswegen, nicht weil eine Königin keine Hexe sein darf, sondern weil ein Hexenzirkel immer aus drei Hexen besteht: Der Jungfrau, der Mutter und der ...anderen. Und da Nanny Ogg mit ihrem riesigen Familienclan die Mutter ist und die ...andere Oma Wetterwachs.... nun ja, die Wahrscheinlichkeit, das Magrat Knoblauch weiterhin „die Jungfrau“ im Zirkel sein könnte, sinkt tendenziell gegen null.
Und genau in dieser schwierigen Zeit beginnen ein paar junge und unbedachte Hexen –unter ihnen Agnes/Perdita X. Nitt als Debüt – gefährliche Spiele mit dem Glauben an Fabelwesen.
In der sogenannten „Kreis-Zeit“ werden die Grenzen von Realität zu Paralleluniversen dünner und es entstehen so „Tore“...
Durch diese temporalen günstigen Umstände und den Glauben der Junghexen gelingt es den Elfen auf der Scheibenwelt Gestalt anzunehmen.
Sie sind wunderschön, hochgewachsen und elegant.
Aber niemand hat was von nett gesagt!
In ihrer grenzenlosen Gier, Brutalität und Arroganz wollen diese nun –wie sollte es anders sein- die Weltherrschaft an sich reißen. Und die Menschen, die nicht mehr wissen, was Versklavung bedeutet und vom lieblichen Antlitz der Elfen geblendet sind, sind jetzt allein auf die Hilfe von Oma Wetterwachs und Nanny Ogg angewiesen.
Und als wäre das noch nicht genug, so trifft Nanny auf den kleinen, aber sehr bemühten zweitbesten Liebhaber der Welt und Oma Wetterwachs auf ihre Jugendliebe – ja, auch Oma war mal jung- und Margrats Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Dies nutzen die Fabelwesen, um in Lancre einzufallen und alles zu vernichten, was sich ihnen entgegenstellt.
Jetzt haben ist es höchste Eisenbahn: der Spuk muß beendet werden, bevor die Grenzen wieder dicht sind und die Elfen nicht mehr in ihr Universum zurück gejagt werden können
...
.....Meine Meinung:
Endlich wird mal mit den Vorurteilen den Elfen gegenüber aufgeräumt! Ich –als bekennende AD&D (Advanced Dungeons and Dragons) –Spielerin und dortige Dunkelelfe kann dieses Buch nur befürworten.
Herzerfrischende Komik, Hexenlogik und das mir vorher völlig unbekannte Hexestarr-Turnier machen dieses Buch vielleicht nicht zu dem besten Prattchet-Buch, aber auf jeden Fall zu einem sehr empfehlenswerten Buch. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und öfters mal herzlich laut gelacht (kam in der Bahn ein wenig peinlich...).
Prattchets unnachahmlicher Stil ist –immer wieder- ein Genuß...
Gelöhnt habe ich 12,50 DM für dieses Buch bei meinem Buchhändler um die Ecke.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-05 09:07:35 mit dem Titel Wie die Scheibenwelt entstand ...(\
Endlich wird das Geheimnis gelüftet, wie die Welt entstand, die eine Scheibe auf dem Rücken von vier Elefanten ist, die wiederum von einer Schildkröte unspezifischen Geschlechts getragen wird. Endlich wird verraten, warum es so viele Dämonen gibt, warum die Teppiche fliegen können und warum das Meer niemals leer wird, obwohl ständig das Wasser über den Rand der Welt fließt....
Kurzüberblick über die Story:
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Woher kommen alle Planeten? Klar, sie werden gebaut. Schicht für Schicht werden sie nach bestimmten Regeln und Maßstäben mittels einer Maschine konstruiert. Diese \"Schöpfungsmaschine\" ist übrigens auch Titelgeberin: ihr Name ist Strata.
Die \"Planetenbauer\" Kin Arad, Marco und Silver erfahren eines Tages von der merkwürdigsten Konstruktion aller Planeten: eine Welt in Form einer Scheibe, die jeder Logik zum Trotz existiert. Als die drei sich aufmachen, die merkwürdige Welt, die nicht sein dürfte, zu erkunden, stranden sie unglücklicherweise dort.
Verzweifelt versuchen sie sich zum Zentrum durchzuschlagen, wohlwissend, dass die Scheibenwelt kurz vorm technischen Zusammenbruch steht. Auf den Spuren der Erbauer entdecken sie die merkwürdigen Bewohner und beschließen, die Fehlkonstruktion zu retten...
Die Hauptpersonen:
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Kin Arad:
Eine Powerfrau wie sie im Buche steht: energisch, kommandierend und selbstbewußt. Sie ist die geborene Anführerin. Anfangs der Firma (des Planetenbaus) sehr verpflichtet, kann sie sich als Perfektionistin nur langsam mit der anarchistischen Welt auf der Scheibe anfreunden.
Marco:
Mit vier Armen der geborene Techniker. Er ist ein Abkömmling der Kung, einer insektenartigen Rasse, deren Äußeres Ähnlichkeiten mit Gottesanbeterinnen aufweisen.
Silver:
Eine freundliche Vertreterin der Shand. Wenn wir uns ohnehin schon in der Tierwelt bewegen, dann läßt sich Silver am ehesten mit einem Bären vergleichen. Allerdings nur Äußerlich, denn an sich ist sie eine eher schüchterne und freundliche Frau.
Meine Meinung:
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Mich hat es sehr ernüchtert, auch wenn es eine irrwitzige und komische Erklärung ist (Und die wird nicht verraten!), aber ich habe Wochen gebraucht, um das Buch wieder aus meinem Kopf zu bekommen, um nicht bei den anderen Pratchett-Büchern daran denken zu müssen, dass das alles nicht echt ist.
Natrlich hat das Buch allein dadurch seinen Reiz, dass man eine Art Querschnitt durch die Scheibenwelt erhält: von den Hexen in den Spitzhornbergen über übellaunige Dämonen bis hin zu den Bewohnern Ankh-Morporks. Ich persönlich mußte zwar sehr oft lachen, jedoch überwog letztendlich das Gefühl, mit dem Lesen des Buches etwas verloren zu haben....
Fazit:
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Ich rate davon ab, dieses Buch zu lesen, wenn man sich nicht völlig darüber im klaren ist, dass die heile Welt der Scheibenwelt Risse bekommen wird und hinterher nichts mehr so scheinen wird, wie es vorher war. Wer sich dagegen immun glaubt, der sollte das Buch lesen. Es ist sehr lustig, auch wenn es bestimmt nicht zu den stärksten von Pratchett gehört.
Vermutlich ist es aufgrund seiner \"Querschnitt\"-Darstellung sehr gut für Einsteiger, die dadurch auf wenigen Seiten viele Eigenheiten der Scheibenwelt und ihrer Bewohner kennenlernen.
Sollte man es lesen, benötigt man das Übliche: Zeit, Kerzen und Tee.....
PS: Die Beschreibung der Story mag euch kurz vorkommen, jedoch gibt es nicht mehr dazu zu sagen, ohne euch die Gags vorwegzunehmen. Das Buch hat eben nur eine kurze Geschichte, die dann sehr ausgeschmückt wurde.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-05 10:49:51 mit dem Titel Die Jungfrau, die Mutter und die .... andere("Mummenschanz"/Terry Pratchett)
Agnes Nitt hat die Schnauze voll von Lancre und zieht mit ihren Massen nach Ankh-Morporck an die Oper....
Zur Story:
Terry Pratchett zieht in seinem Opus speziell das "Phantom der Oper" von Gaston Leroux durch den Kakao:
Die Oper von Ankh-Morporck erhält Verstärkung: einmal durch die wunderchöne und charismatische Christine, die musisch eher unbegabt ist und durch das Stimmwunder Agnes/Perdita X. Nitt, die leider durch ihr Erscheinungsbild "gewichtige" Handycaps hat.
Trotzdem verwirklicht sich ihr Traum einer Solo-Karriere, wenn auch nur versteckt:
Die schöne Christine kann nämlich gar nicht singen. Welch Glück, daß die dicke Agnes Nitt - alias Perdita X. Nitt - fabelhaft singen kann. Und das sogar mehrstimmig!!!
Jedenfalls ersetzt sie Christines Stimme, weil das merkwürdige Phantom, das die Oper heimsucht, partout Christine als Hauptdarstellerin will. Und dummerweise fängt es auch noch an zu morden!
Pech für das Phantom: Oma Wetterwachs und Nanny Ogg begeben sich nach Ankh-Morporck - einmal weil Nanny ein Kochbuch geschrieben hat, das sehr erfolgreich läuft und zweitens, weil nach Magrat Knoblauchs Heirat die dritte Hexe im Bunde fehlt (ein HExenzirkel besteht immer aus drei Hexen...).
Und weil sich Agnes Nitt wunderbar als dritte Hexe eignen würde, setzten die beiden alles daran, dass Agnes wieder nach Lancre heimkehren wird...
Das wiederum hat zur Folge, dass das Phantom zu entlarven ist; also mischen sich Oma Wetterwachs (verkleidet als edle Dame) und Nanny Ogg (verkleidet als Angestellte der Oper) ein und veranstalten das perfekte Chaos...
Kunterbunt und aberwitzig wird die ganze Welt der Bühne verhohnepipelt. Man trifft alte Bekannte aus der Wache, aus Lancre und lernt neue schräge, aber sehr liebenswerte Personen der Scheibenwelt kennen.
Kurze Erklärung zur Scheibenwelt:
Die Scheibenwelt ist eine Welt in Form einer Scheibe (wie der Name schon sagt). Diese ruht auf dem Rücken von vier Elefanten, die auf dem Rücken einer Schildkröte durch das All getragen wird.
Diese Welt wird von allen möglichen fantastischen Wesen bevölkert: Trolle, Menschen, Zauberer, Hexen, Zwerge, Vampiere und Werwölfe.....nur keine Elfen (siehe auch "Lords und Ladies"); diese Wesen werden alle dem Klischee nach überzogen dargestellt, also die Zwerge lieben Gold, die Zauberer sind fett und faul usw.
Zu den einzelenen Personen (zumindest zu den wichtigen): /
Agnes Nitt:
Agnes Nitt wäre gerne eine geheimnisvolle, sehr temperamentvolle und spontane junge Frau, die am besten auch noch Perdita X. heißt. Leider hat die Natur diese Wünsche nicht berücksichtigt und so wurde Agnes ein Berg von junger Frau, deren peripheren Regionen beim gehen wenig geheimnisvoll wabbern, die furchtbar gutmütig ist (und sich regelmäßig darüber ärgert) und die verdammt gut singen kann : mehrstimmig, mehrere Oktaven, mit der Möglichkeit, ihre Stimme im Raum nebenan zu plazieren (klingt unverständlic? Ist es auch.).
Außerdem hat sie eine extrem gute Auffassungsgabe, was unter anderem der Grund ist, warum die beiden Hexen Nanny Ogg und Oma Wetterwachs ein Auge auf sie geworfen haben...
Oma Esmeralda Wetterwachs:
Ein Hexenzirkel muß aus drei Hexen bestehen: die Jungfrau (bisher Magrat Knoblauch, die aber inzwischen mit dem König von Lancre verheiratet ist und spätestens seit der Hochzeitsnacht nicht mehr für diese Rolle in Frage kommt), die Mutter (eindeutig Nanny Ogg, die über eine nicht mehr zählbare Großfamilie herrscht)und die andere, Oma Wetterwachs (man darf bloß nicht sagen "die Alte", da wird Esme Wetterwachs furchtbar fuchsig....).
Oma Wetterwachs ist ein Urgestein von Hexe: weise, erfahren, übellaunig, herrschsüchtig und...naja, eben übellaunig. Sie führt den Hexenzirkel an und hat beschlossen, das Agnes die dritte im Bunde sein wird.
Nanny Ogg:
Die Mutter der Hexenzirkels. Sie herrscht über eine Großfamilie und ist damit die heimliche Herrscherin von Lancre, da ihre Söhne überall tätig sind und alles tun, was Mama sagt.
Sie liebt das Trinken, braut sogar selber, und singt mit Vorliebe unanständige Lieder....
Christine:
leicht zu beschreiben: zauberhaft und unendlich dumm.
abschließende Meinung:
Ein Buch, das trotz seines Umfanges in einem Rutsch gelesen werden will.
Ich jedenfalls habe es verschlungen und kann es nur wärmstens empfehlen. Auch für "Scheibenwelt-Einsteiger" ist es bestens geeignet, da es auch ohne bisherige Kenntnisse bestens verständlich und amüsant ist....
Aber vorsichtig: es macht einfach süchtig!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-10 09:16:37 mit dem Titel Mort und TODschlag ("Gevatter TOD"/ Terry Pratchett
Hoppla, noch ein Bericht aus der Scheibenwelt.... Diesmal stelle ich Euch mal wieder ein Buch über mein allerliebstes Zwei-Meter-Skelett vor.
Und weil der freundliche Schnitter ein Meister seines Fachs ist, war es nur eine Frage der Zeit, wann er sich einen Auszubildenden zulegt... Schließlich handelt es sich bei seiner Arbeit um einen kriesenfesten Job!
Zur Story:
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TOD hat also beschlossen, einen Nachfolger auszubilden. Seine Wahl fällt auf Mort (angemessener Name, nicht wahr?)
Mort, ein junger Mann, der nur aus Ellenbogen und einer Vielzahl Knie zu bestehen scheint (ich glaube, "schlacksig" ist da noch sehr harmlos ausgedrückt...), ist der Sohn eines Bauerns, nicht gerade der intelligenteste, dafür aber sehr neugierig. Daher schneidet er auf dem "Lehrlings-Markt" nicht besonders gut ab. Keiner scheint ihn haben zu wollen, bis Punkt Mitternacht TOD auf seinem feurigen Roß Binky daherkommt und ihn unter seine Fittiche nimmt. Als TOD bereits nach kurzer Zeit der Ausbildung Mort alleine losgehen läßt, nimmt das Chaos seinen Lauf:
Mort bringt es nicht übers Herz, eine ermordete Prinzessin tatsächlich sterben zu lassen. Die Gefüge von Raum und Zeit geraten ins Wanken, denn für die Wirklichkeit ist die Prinzessin tot, auch wenn sie quitschlebendig versucht, die Leute um sie herum vom Gegenteil zu überzeugen.
Morts kläglicher Versuch, seinen Fehler zu vertuschen, läßt das Ganze auf eine weltumspannende Katastrophe zu schlittern..... Jetzt können ihm nur noch Albert, der Diener von TOD und TODs Adoptivtochter helfen.....
Warum Mort jedoch gegen Zeit und TOD ankämpfen muß, wie es ausgeht (das sie Scheibenwelt zerstört wird, glaubt eh keiner, gelle? ) und ob Mort und seine geliebte Prinzessin einander finde, wird hier natürlich nicht verraten....
Zu den Figuren:
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TOD:
Schnitter, Sensemann....was auch immer: ein liebenswertes Zwei-Meter-Skelett mit Erfahrung mit Geräten aus der Landwirtschaft. Er ist ständig bemüht, die Menschen zu verstehen und menschlicher zu werden....
Mort:
Ein junger Mann mit mehr als hundert Fragen gleichzeitig. Äußerlich scheint er aus Ellenbogen und Knien zu bestehen, innerlich ist er aber ein beachtenswerter Mensch, der bei TOD zu einem neuen Selbstbewußtsein findet.
Albert:
Grießgrämiger Diener von TOD mit geheimnisvoller Vergangenheit.
Keli:
Die Prinzessin, die Mort den Kopf verdreht... Selbstbewußt und spitzzüngig fordert sie, was ihr gehört: ihr Leben und ihr Königreich.
Fazit:
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Eine Ansammlung schwarzen Humors vom Feinsten... allmählich habe ich das Gefühl, mich ständig zu wiederholen, aber:
Das Buch ist so abstrus, dass es einfach zwerchfellzereißend gut ist.... Wenn ihr dieses Buch lesen wollt, dann seht zu, dass ihr nicht am nächsten Tag früh rausmüßt - man kann es nämlich nicht aus der Hand legen. Und warnt am besten eure Freunde, Familie, Mitbewohner vor - ungehemmtes Lachen ist in diesem Fall kein Zeichen von Wahnsinn, nur von einem wahnsinnig guten Buch.
Was die Scheibenwelt angeht: ich verweise dabei auf meine früheren Pratchett-Berichte.
In eigener Sache: aufgrund von gewissen Erfahrungen auf Ciao weise ich daraufhin, dass der Titel ein Wortspiel dartellt. Ich weiß nämlich, wie man "Mord" schreibt....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-17 12:56:51 mit dem Titel "Das Erbe des Zauberers"/Terry Pratchett
Nachdem ich schon von dem Hexenzirkel aus Lancre in den Spitzhornbergen berichtete, möchte ich Euch heute mal das Buch vorstellen, in dem "Oma" Esmeralda Wetterwachs das erste Mal auftauchte.
Zur Story an sich:
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Auf der Scheibenwelt kann jedermann Zauberer werden. Aber besondere thaumaturgische Fähigkeiten werden dem achten Sohn eines achten Sohnes nachgesagt.
Wenn ein Zauberer stirbt, dann kommt es für diesen nicht unerwartet und er macht sich frühzeitig auf, einen würdigen Nachfolger zu finden, und diesem seinen Zauberstab zu vermachen. Ein alter Zauberer, dessen Ende naht, wandert extra in die Spitzhornberge nach Blödes Kaff, um dort seinen Stab an den noch ungeborenen achten Sohn eines achten Sohnes weiterzugeben.
Die Katastrophe beginnt mit der Geburt des begabten Kindes, denn es ist ein Mädchen...
Mädchen dürfen keine Zauberer werden. Gegen Hexen ist nichts einzuwenden, finden die Mitglieder der Unsichtbaren Universität, aber als Wissenschaftler, die Zauberer nun einmal sind, taugen Mädchen nicht.
Jedoch birgt Eskarina - so der Name der "Katastrophe" - bereits ungeheure Macht in sich. Als sie im Streit ihren Bruder in ein Schwein verwandelt, nimmt sich Oma Esmeralda Wetterwachs des Mädchens an, um ihre Kräfte als Hexe in geordneten Bahnen verlaufen zu lassen.
Doch auch sie muß erkennen, dass sie gegen die Macht einer achten Tochter eines achten Sohnes keine Chance hat und beschließt letztendlich, die Kleine zur Unsichtbaren Universität zu bringen, um sie zur Zauberin ausbilden zu lassen.
Auf ihrem abenteuerlichen Weg dorthin - denn immerhin müssen sie die halbe Scheibenwelt durchqueren- begegnen sie einer anderen Art von Zauberlehrling: Simon, der hochbegabte Bücherwurm, der gegen alles allergisch scheint. Eskarina und Simon, die unterschiedlicher kaum hätten sein können, werden allmählich Freunde...
Eskarina wird nicht an der Universität aufgenommen. Die Dozenten lachen sie aus, und merkwürdigerweise versagen auch ihre thaumaturgischen Fähigkeiten bei einer Demonstration ihrer Kräfte.
Sie will schon aufgeben, aber Oma Wetterwachs weiß Rat: Als Dienstmädchen darf Eskarina an der UU bleiben und lernt dort heimlich lesen.... bis Simon ihr Geheimnis entdeckt.
Eskarinas Zauberstab macht sich in diesem Moment selbständig und schlägt Simon auf seinen Kopf, so dass sein Bewußtsein in eine parallele Dimension abgleitet, aus der er sich alleine nicht mehr befreien kann......
Zu den Hauptfiguren:
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Eskarina:
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Achte Tochter eines achten Sohnes; sie ist sturköpfig und eisern entschlossen, entgegen allen Traditionen und Regeln Zauberin an der Unsichtbaren Universität zu werden. Ansonsten ist sie wie jedes andere junge Mädchen auch, nur dass man sie nicht ungestraft ärgern kann....
Oma Wetterwachs:
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Die wohl berühmteste und beste Hexe aus den Spitzhornbergen, genaugenommen aus Lancre. Oma Wetterwachs zeichnet sich durch einen eisernen Blick und der Überzeugung aus, dass NIEMAND einer Hexe etwas abschlagen kann - was wohl auch meistens zutrifft.
Simon:
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Er ist nur wenig älter als Eskarina und ein hochbegabter theoretischer Thaumaturg. Er ist schüchtern und gegen alles allergisch, ansonsten aber ein angenehmer Charakter.
Kleine Erklärungen am Rande:
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Warum der achte Sohn eines achten Sohnes?
Auf der Scheibenwelt gilt nicht wie bei uns die sieben als magische Zahl, sondern die acht. So hat zum Beispiel die Woche einen Tag mehr, den Oktotag. Das Farbenspektrum besteht aus acht Farben, so das ein Schillern in allen Farben oft als "oktarin" umschrieben wird.
Dadurch ist schon der achte Sohn durch seine Geburt etwas besonderes, umso besonderer ist dann natürlich der achte Sohn eines achten Sohnes.
Was ist Thaumaturgie?
Was bei uns als magische, nicht-messbare Kräfte bezeichnet wird, sind auf der Scheibenwelt die thaumaturgischen Kräfte. Kleine Thaumaturgie-Teilchen leiten die "Magie" durch die Realität, so dass an einem Ort, der von Natur aus ein hohes Maß an Thaumaturgie besitzt, die merkwürdigsten Dinge passieren können.
Thaumaturgie ist gleichzeitig auch die Bezeichnung für die magische Wissenschaft. Denn auf der Scheibenwelt ist der Anteil von Thaumaturgie meßbar und auch demnach erforschbar.
Was ist die Unsichtbare Universität?
Wie eben erklärrt, handelt es sich bei der Thaumaturgie um eine Wissenschaft, passend dazu ist die Unsichtbare Universität der Ort, an dem diese erforscht wird.
Dort Dozent zu werden ist einfach: man werde Zauberer und suche sich ein bisher noch unbesetztes Fach. Daher gibt es die unmöglichsten Dozenten: Dozent für unbestimmbare Runen zum Beispiel. Das Leben als Dozent ist auch einfach: man vermeide es, von Studenten behelligt zu werden, komme zu den fünf Mahlzeiten am Tag und versuche, möglichst lange am Leben zu bleiben.
Zu der Scheibenwelt an sich möchte ich nichts schreiben, denn das habe ich bereits oft genug getan und verweise damit dreister Weise einfach auf meine früheren Scheibenwelt-Berichte.
Meine Meinung:
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Diese Buch ist sicherlich keines von Terry Pratchett stärksten Romanen, trotzdem ein sehr guter Einstieg, da hier Oma Wetterwachs zum ersten Mal auftaucht und man anhand von Vergleichen mit Zauberern und Hexen viel über die Hexenlogik lernt, die einem in späteren Büchern hilfreich ist.
Ich habe das Buch sehr früh gelesen und habe jede einzelne Seite genossen, auch wenn es Stellenweise ein wenig zu lang geraten ist und gerade der Schluss schwierig vorzustellen ist. Auch die fehlenden Fußnoten habe ich ein wenig vermisst....
Letztendlich ist die Story zu - hmmm- wenig originell, um eine eins zu vergeben. Ich gebe daher eine "Fan"-Zwei, kann mir aber dabei gut vorstellen, dass einige dieses Buch nicht sonderlich mögen werden.
Fazit:
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Wenn man eingefleischter Fan ist, sollte man es auf jeden Fall gelesen haben. Ansonsten muß es nicht unbedingt sein. Wenn man vorher noch nie was von ihm gelesen hat, sollte man sich nicht von den einigen zu langatmig geratenen Stellen abschrecken lassen, gibt es doch in "entschärfter" Form ein gutes Beispiel für den Humor von Pratchett.
Es eignet sich übrigens wunderbar, um es in der Wanne zu lesen, denn mit seinen knapp 280 Seiten bekommt man es prima in ein - zwei Stunden durch.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-18 13:04:30 mit dem Titel Ein "Zaubberer" auf der Flucht...
Ein hoffnungsloser Optimist, ein zahnoser Barbar und ein "Katastrophenmagnet" auf dem Weg die Welt zu retten....
Zur Story an sich:
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Hauptfigur ist Rincewind, der hier an seinen ersten Auftritt in "Die Farben der Magie" anschließt. Er ist seines Zeichens Zauberer, wie man an seinem Hut mit aller Flitterkram und der Aufschrift "Zaubberer" unschwer erkennen kann. Jedoch gehört er nicht gerade zu den talentiertesten seiner Zunft - genaugenommen kann er nicht wirklich zaubern, seit er verbotenerweise das Oktav (Zauberbuch der mächtigsten Art) aufschlug und einer der mächtigsten acht Zaubersprüche sich entschloss, sich in seinem Hirn einzugraben und alle anderen Zaubersprüche von dort zu verbannen.
Dieser Zauberspruch macht Rincewind in den Augen der anderen Zauberer der Unsichtbaren Universität zu einer tickenden Zeitbombe, weshalb Rincewind sich auf der Flucht und Meuchelmörder sich auf seiner Fährte befinden.
Begleitet wird der abenteuer-geplagte Zauberer von Zweiblum, dem ersten und einzigen Touristen der Scheibenwelt, der seiner Umwelt immer mit heillosem Optimismus begegnet und seinen Gefährten für einen wahrhaft großen Zauberer hält (schuld daran ist nur der Alkohol. Und Rincewind große Klappe....Zitat:"An der Universität würde ohne mich gar nichts laufen!").
Eine weitere Begleitung ungewöhnlicher Art ist Truhe. Truhe ist, wie der Name schon sagt, Gepäck. Und zwar aus intelligentem Birnbaumholz. Auf hunderten von kleinen Füßen hat sie sich an Rincewind geheftet - keiner weiß genau warum - und folgt ihm wie ein kleiner Hund.
Auf ihrer Reise begegnen sie vielen ungewöhnlichen Wesen und Geschöpfe. Da wäre zum Beispiel eine meiner Lieblingsfiguren, der 87jährige Cohan der Barbar, der mit Vorliebe 17jährige Jungfrauen rettet, notfalls auch gegen deren Willen. Er kennt keine Angst - wie man auch in späteren Büchern erfährt.
Aber kein Buch ohne Bösewicht:
Trymon, Zauberer und Erzbösewicht, will alle Macht an sich reißen. Dazu benötigt er die acht mächtigen Zaubersprüche aus dem Oktav - die nun aber nicht mehr vollständig sind, da ein Spruch mit Rincewind durch die Weltgeschichte reist. Aber weil es bei Pratchett immer gleich ums ganze geht: das Fehlen des achten Spruches bricht die Gefüge von Raum und Zeit im Multiversum auseinander.
Nun liegt es bei Rincewind, die Welt zu retten und den Spruch wieder in das Oktav zu bringen - was bei Rincewinds naturgemäßer Panik nicht wirklich einfach ist....
Zu den Hauptpersonen:
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Rincewind:
Der unbegabteste Zauberer aller Zeiten und Anziehungspunkt aller Katastrophen im Multiversum, was dazu führte, dass er eine wahre Strategie des Flüchtens entwickelte. So befindet er sich ständig auf der Flucht und schlittert dennoch von einem Abenteuer in das nächste.
Zweiblum:
Tourist und einzigartig Optimistisch: selbst eine reise in den Tod und wieder zurück kann ihn nicht schocken. Außerdem begrüßt er alle Abenteuer, die ihm und Rincewind zustoßen - denn letztendlich lösen sich alle Problemen in Wohlgefallen auf, davon ist er überzeugt.
Truhe:
Truhe ist eine Truhe (Wer hätte das gedacht?) au sintelligentem Birnbaumholz. Sie ist sehr kampflustig, verspeist hier und da mal den einen oder anderen Gegner. Rincewind kann sich glücklich schätzen, sie (ein geschlechtsunspezifisches sie, denn in späteren Romanen stellt sie sich als "er" raus) auf seiner Seite zu haben. Ohne sie wäre er wahrscheinlich so mancher Situation nicht entkommen - und hätte nicht immer frische Wäsche dabei. Pratchett erläuterte einmal, dass Truhe in dem Moment entstand, als er an einem Bahnhof eine dicke Dame beobachtete, die einen Koffer hinter sich her zog, der durch seine Rollen einen eigenen Willen zu haben schien.
Cohan der Barbar:
Der älteste Held der Scheibenwelt - ohne Zähne und Furcht befreit er Jungfrauen und erschlägt Monster. Um seinen Charakter am besten aufzuzeigen, muß man eine Situation aus einem späteren Roman erzählen:
Es ging darum, die Stadt Hung zu erobern. Cohan und seine graue Horde (insgesamt sieben) bereitete sich darauf vor. Rincewind gab zu bedenken, dass in der Stadt hunderttausende Soldaten wären, worauf Cohan meinte: "Verdammt, es wird WOCHEN dauern, sie alle umzubringen..."
Meine Meinung:
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Es ist ein klasse Buch! (Verzeiht die undifferenzierte Ausdrucksweise...)
Die Mischung aus dem Kastrophen-Kind Rincewind, dem unerschütterlichen Optimismus von Zweiblum und die Schlagkraft von Cohan und Truhe bilden ein zwerfellerschütterndes, explosives Gemisch. Es ist sehr kurzweilig, auf jeder Seite passieren bestimmt zich neue irrwitzige Sachen, wie Rincewind kommt man einfach nicht zur Ruhe... bis zur letzten Seite.
Besonders gefallen hat mir natürlich - wie oben erwähnt - die Mitwirkung von Cohan, mangels Zähne bester Suppenkoch der Scheibenwelt. Durch ihn wird der Charakter des "feigen" Rincewind, der sich vor jeglicher Verantwortung zu drücken versucht, erst richtig plastisch. Und zusätzlich ist Zweiblums Optimismus starker Kontrast zu Rincewinds Pessimismus....
Fazit:
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Auch wenn es sich um eine Fortsetzung handelt, ist es überhaupt nicht problematisch, "alleine " gelesen zu werden. Das Buch strotzt nur so von dem typischen Pratchett-Humor und eignet sich dadurch wiederum prima als Tee-Kerze-Kekse-Badewannenbuch. Der einzige Nachteil, der mir dazu einfällt ist die Kürze. Meinetwegen könnte es ruhig noch vier -fünfhundert Seiten mehr haben....
Aber vorsicht: Es macht ernsthat süchtig........
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-17 11:23:12 mit dem Titel Die Wahrheit und nix als die Wahrheit (Die volle Wahrheit/ Terry Pratchett)
Früher oder später mußte es ja passieren: die erfindungsreichen Zwerge erfinden den Buchdruck mit Druckerpresse im Stile von Gutenberg.
Zur Story [\b]
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Der junge Lord de Worde bestreitet seinen Lebensunterhalt dadurch, dass er ausländischen Persönlichkeiten per Brief über die Geschehnisse in Ankh-Morpork unterrichtet.
Eines Tages stolpert er per Zufall über einige Zwerge, die unter der Leitung von Gunilla Gutenhügel eine Druckerpresse entwickelten. Lord William de Worde und die geschäftstüchtigen Zwerge schließen sich zusammen und begründen die erste Zeitung der Scheibenwelt, die Ankh-Morpork TIMES.
Anfangs tun sich die neu und vor allem selbst ernannten Journalisten schwer mit der Entdeckung interessanter Nachrichten. Es passiert zu wenig, Hauptattraktion ist zeitweilig ein komisch gewachsenes Gemüse. Schnell findet sich auch Konkurenz, ein Schmierblatt, dass die haarsträubensten Geschichten veröffentlicht.
Dann passiert es: Angeblich hat Lord Vetinari, der Patrizier der Zwillingsstadt, seinen Sekretär angegriffen und versucht, sich mit einem Haufen Geld abzusetzen. Es gibt nur einen Zeugen der schändlichen Tat: Vetinaris Hund Wuffel....
Was Herr Nadel und Herr Tulpe von der "neuen Firma", der zweite Patrizier und
Williams Vater damit zu tun haben, wird jetzt aber nicht verraten.....
Zu den Personen: [b\]
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William de Worde:
Ein Sproß aus "gutem" Hause. Er hat sich von seiner adeligen, dekadenten Familie distanziert und als Schreiberling selbständig gemacht. So verdient er anfangs mehr schlecht als recht, indem er wichtigen Personen im Ausland von den Vorkommnissen in der Zwillingsstadt berichtet. Die Druckerpresse will er aus Liebe zur Wahrheit nutzen, um mehr Leute mit mehr Informationen zu erreichen.
Sacharissa:
Arbeitet von Anfang an mit William de Worde an der TIMES. Von ihr stammt auch der Subtitel der Zeitung: Die Wahrheit macht dich frei.
Otto Chriek:
Ein Vampier, der dem Blut entsagt und Ikonograph ist - ein anstrengender Job für ihn, da er bei jedem Blitzlicht zu Staub zerfällt. Nun ja, vorher hat er - glaube ich - Weihwasser abgefüllt....
Ein liebenswerter Charakter - ich hoffe, man hört auch zukünftig noch von ihm.
Pisse-Paul:
Der König des Goldenen Flusses, Händler von allem, was sonst keiner verkauft... unter anderem auch Druckerschwärze und Papier...
Herr Nadel:
Nr. 1 und Kopf der "neuen Firma", einer Möchtegern-Mini-Mafia.
Herr Tulpe:
Nr.2 und hmmm- Wäre-Gern-Drogensüchtig....
um es kurz zu erklären: Herr Tulpe schnupft alles, was ihm irgendwer teuer als Droge verkauft - von Mottenpulver bis Traubenzucker und anderem unschnupfbaren Zeugs. Er ist zwar nie high, aber immer etwas abgedreht. Er hegt eine Vorlibe für schöne Kunst und trägt eine Kartoffel um den Hals - es könnte ihm ja was zustoßen....
Fazit:[b\]
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Ich habe schon bessere Scheibenwelt-Romane gelesen.
Allerdings sind da meine Maßstäbe sehr hoch und verglichen mit anderen Fantasy-Romanen ist dieser natürlich spitzenmäßig und weltklasse.
Pratchett persifliert das Zeitungsgeschäft, indem er ein Blatt, das um Wahrheit bemüht ist einem anderen, dass eher BILDung bringt, in direkte Konkurenz treten läßt in einer Gesellschaft, die vorher keine Zeitung kannte.
Schade ist, dass der Hauptakteur William de Worde ein wenig in der Beschreibung vernachläßigt wird, so daß ich am Ende mehr von Herrn Tulpe in Erinnerung behalten habe als vom Lord de Worde.
Der Roman ist übrigens auch bestens für Neueinsteiger geeignet, da es eine absolut in sich geschlossene Handlung ohne Vorgeschichte beinhaltet und alle Hauptpersonen in diesem Roman zu ersten Mal auftauechen.
Schön ist, dass das Buch wieder voller böser Seitenhiebe und sarkastischem Humor ist, so daß ich einfach nur zu der gewöhnlichen Ausstattung raten kann : Tee, Kerze und furchtbar viel Zeit......
Auf eine Beschreibung der Scheibenwelt habe ich dieses Mal verzichtet. Seht es mir bitte nach, ihr könnt eine solche Beschreibung bei Bedarf in meinen anderen Pratchett-Berichten nachlesen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-22 12:24:19 mit dem Titel Von Käsereiben, Drahtwesten und anderen interessanten Dingen / "Echt Zauberhaft"/Terr
Vom Feigling zum Volkshelden, vom Barbaren zum Kaiser und vom Geographielehrer zum Berserker....
Zur Story:
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Weit entfernt und abgeschnitten von dem Rest der Scheibenwelt liegt das Achatene Reich. Bis auf wenige diplomatische Beziehungen, ein wenig Spionage und Gegenspionage hat dieses Land wenig mit Ankh Morporck zu tun - und darüber ist man auch froh. Doch eines Tages ereilt eine wichtige Botschaft die Zwillingsstadt: Der „Große Zaubberer“ wird angefordert. Und da es nur einen Zauberer gibt, der sich mit doppel „b“ schreibt, schickt der Patrizier Lord Vetinari den armen abenteuergeplagten Rincewind nach Hung-Hung.
In Hung-Hung herrschen Machtkriege, natürlich nach bekannt achatener dezenter Weise. Der alte Kaiser liegt mehr oder weniger im Sterben und der Streit um den Thron bricht aus. Heißester Anwärter ist Lord Hong, der in seiner Grausamkeit kaum übertroffen werden kann. Leider auch nicht in seiner Schläue.
Denn er war es, der Rincewind anforderte, im besten Wissen, dass es sich um den stümperhaftesten „Zaubberer“ der Scheibenwelt handelt.
Vor Hung-Hung trifft Rincewind auf Cohen, den Barbaren und die Graue Horde. Die gealterte Heldentruppe (allesamt irgendwo jenseits der 75) hatte sich überlegt, dass es an der Zeit sei, etwas wirklich großes zu rauben, nicht immer nur Goldschätze oder Jungfrauen aus Tempeln zu befreien. Und was wäre da besser geeignet als ein ganzes Reich?
Unter Anleitung des ehemaligen Geographielehrers Ronald Cervelatwurst planen sie ihren Überfall auf die Stadt und den Palast. Nur um es hier nicht zu Missverständnissen kommen zu lassen, es handelt sich bei der Grauen Horde um SIEBEN Barbaren, wovon einer im Rollstuhl sitzt und einer halbtaub ist.
Rincewind weiß aus früheren Erfahrungen mit dem Barbaren, dass es sehr gefährlich sein kann, sich in Cohens Nähe aufzuhalten und tut das, was er eben am besten kann: er läuft davon. Aber er wäre ja nicht Rincewind, wenn er nicht gleich der nächsten Gefahr in die imaginären Arme liefe: Die Rote Arme, eine Befreiungsarmee, die ihn für ihren großen Anführer hält, nimmt ihn sogleich in Beschlag. Um auch hier Missverständnissen vorzubeugen: es handelt sich nicht um eine echte Armee, sondern mehr um ein paar rebellische Jugendliche, die in stümperhaftester Weise eine Revolution anzuzetteln versuchen.
Und weil sie eben Stümper sind und Rincewind alles andere als ein fähiger Zauberer, landen sie sogleich im Kerker. Hier wird endlich das Geheimnis gelüftet, warum die Rote Armee Rincewind für einen Helden hält: Zweiblum, der erste Tourist der Scheibenwelt hat eine Abhandlung über seine Erfahrungen außerhalb des Achatenen Reiches geschrieben, in der Rincewind dank seiner großen Klappe und Zweiblums Naivität wie ein mächtiger Zauberer und Held erscheint.
Wie durch Zauberhand öffnet sich die Kerkertür. Die Wachen sind alle tot. Auf dem Boden liegt eine Karte zum kaiserlichen Schlafgemach. Und der Kaiser ist ebenfalls tot....
Und draußen vor der Stadt rüstet sich die Horde, um gegen die siebenhundert Mann starke Armee des Lord Hong anzutreten....
Zu den Personen:
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Rincewind:
Ein liebenswerter Feigling, der wie ein Magnet alle Gefahren und Abenteuer der Welt an sich zu ziehen scheint. Egal, wo er sich versteckt –ob in der Kerkerdimension oder wie hier zu anfangs auf einer einsamen Insel – das Abenteuer findet ihn früher oder später. Er gerät so häufig in Gefahr, dass selbst TOD nicht immer ganz sicher ist, ob seine Zeit nun gekommen ist oder nicht.
Lord Hong:
Er stellt fast das achatene Gegenstück zu Lord Vetinari dar. Aber nur fast, denn er ist weitaus gieriger als der Patrizier, träumt er doch davon, das „Barbarenland“ und Ankh-Morporck zu unterwerfen. Seine Spione sind überall – auch zum Beispiel in hohen Vasen. Und doch ist er nicht gut genug informiert, um zu wissen, dass man sich weder mit Rincewind noch mit Cohen anlegen sollte...
Zweiblum:
Ein gutmütiges, kleines Männchen, naiv und liebenswert. Durch seinen Reisebericht über die Erfahrungen außerhalb der Mauern des Reiches wurde er zum Revolutionär wider Willen.
Cohen der Barbar:
Stolze 95 Jahre alt und kein bisschen müde... Als heldenhafter Befreier von Jungfrauen beschließt er den größten Coup seiner Laufbahn: das achatene Reich zu stehlen... „Geht nicht, gibt’s nicht..“ könnte sein Motto lauten, was sich darin verdeutlicht, dass er, als Rincewind ihn auf die Stärke der gegnerischen Armee aufmerksam macht, antwortet: „ Es könnte Wochen dauern, sie alle umzubringen!“
Und man lernt durch ihn auch grundsätzliches über das Verhalten von Barbaren, zum Beispiel, warum Barbaren vor und während Kampfschlachten in den Rand ihres Schildes beißen. Neeee, das hat nichts mit der berühmten Barbarenwut zu tun, durch die man zum Berserker wird. Der Rand ist aus Schokolade – wer weiß denn schon, wie lange die Schlacht dauert, und wann man das nächste Mal was zu essen bekommt?
Meine Meinung:
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Dieses Buch gehört eindeutig zu den besten Scheibenwelt-Romanen, die es gibt. Mindestens zu den 25 besten ;-). Im Ernst: Die Story ist wunderbar komplex, voller Anspielungen auf das mittelalterliche China, Politik und andere Klischees. Wunderbar sind die Szenen, in denen Cohen der Barbar und seine Graue Horde von Ronald Cervelatwurst die Regeln des guten Benehmens lernen. Wer hätte gedacht, dass es so schwierig sein könnte, einen Apfel zu kaufen, ohne die Verkaufsbude anzuzünden?
Was mir – wie in jedem Pratchett-Buch – auch hier wieder besonders gefallen hat, sind die sprachlichen Köstlichkeiten. Wie die Drohung „Mit einer Drahtweste und einer Käsereibe kann man durchaus interessante Dinge anstellen“ oder der Fluch „Mögest du in interessanten Zeiten leben!“.
Fazit:
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Lesen, lesen, lesen.... Ein übliches Badewannenritual wird da nicht ganz reichen (auch nicht für Langbader und Schnellleser wir mich), aber ist ein angefangenes Buch nicht der schönste Grund, sich auf das Bett zu fläzen, Kekse zu naschen und gemütlich Tee zu trinken?
Dieses Buch ist auch für Einsteiger geeignet, da nicht allzu oft auf die bisherigen Erlebnisse von Rincewind und Zweiblum angespielt wird.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 11:10:44 mit dem Titel Wenn Wasser vom Himmel fällt/\
Kennt ihr den Ort, wo es Zigarettenbüsche und Schokoladenkuchenbäume gibt? Und ich meine nicht das Schlaraffenland....
Zur Story:
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Lange nach der Erschaffung der Welt wurde ein weiterer Kontinent nachträglich eingefügt: der Kontinent Icksicksicksicks.
Rincewind, der „Zaubberer“, irrt auf diesem äußerst merkwürdigen neuen und doch uralten Kontinent herum, denn der Schöpfer hat beschlossen, dass Rincewind dem Land Wasser, das vom Himmel fällt –eben Regen – bringen soll. Warum es nicht regnet? Nun, daran sind die anderen hochwohlgeborenen Zauberer der Unsichtbaren Universität schuld.
Durch ein Zeit-undRaum-Fenster gelangen sie auf eine wunderschöne Insel unweit vor Icksicksicksicks, allerdings in der Vergangenheit. Eigentlich waren sie auf der Suche nach einer Medizin gegen die Instabilität des morphischen Feldes des Bibliothekars. Der wechselt nämlich beim Niesen seine Gestalt, was unter Umständen zu Unannehmlichkeiten führen kann.
Und während die Zauberer einen Urlaub auf einer Insel mit Zigarettenbüschen und Schokoladenkuchenbäumen genießen, halten sie nebenher auch die Wolken von Icksicksicksicks fern.
Aber wie gut, dass es Rincewind gibt. Dieser soll, während er von einem Wasserloch in das nächste stolpert, Regen bringen. Jedenfalls sagt ihm das sein neuer Begleiter, ein sprechendes Känguru.
Und weil Rincewind eben Rincewind ist, tut er dass, was er am besten kann: er flieht...
Tja, das Ende werde ich nicht verraten – nicht nur, weil ich ein netter Mensch bin, sondern weil das Chaos einfach zu groß wird, um es zusammen zu fassen.
Zu den Personen:
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Rincewind:
Er ist ein liebenswerter Feigling, andauernd auf der Flucht vor Abenteuer und Gefahren, die er nahezu magnetisch anzieht. Und obwohl auf seinem spitzen Hut eindeutig „Zaubberer“ draufsteht, kann er eigentlich gar nicht zaubern, seit sich ein mächtiger Zauberspruch in seinem Kopf einnistete und alle anderen dort verdrängte.
Der Bibliothekar:
Ein Af...ein Orang-Utan, ehemals Mensch, und oberste Aufsicht über die Universitäts-Bibliothek. Durch einen Unfall wurde er ein Orang-Utan und weil das die Arbeit als Bibliothekar furchtbar praktisch macht, weigert er sich, seine frühere Gestalt anzunehmen. Man sollte trotzdem nicht den Fehler machen, ihn als Affen oder gar als Tier zu bezeichnen, wenn man an seinen Extremitäten hängt.
Meine Meinung:
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Wenn ich jetzt einfach sage, das Buch sei schlichtweg genial, dann wiederhole ich mich und werde vermutlich allmählich unglaubwürdig, weil ich das über fast jedes Pratchett-Buch sage. Aber...aber.... was kann ich dafür, dass der Mensch so tolle Bücher schreibt??? Ich finde es einfach genial und ich habe jede einzelne Zeile genossen.
Wie euch in der Story-Beschreibung vermutlich schon aufgefallen ist, wird hier Australien auf die Schippe genommen: Rincewind trifft auf seiner ewigen Flucht nahezu alle Merkwürdigkeiten - im überspitzen Sinne natürlich- die Australien so ausmachen, zum Beispiel muss er einen Rekord im Schafscheren aufstellen. Und überall trinken die Leute nur dünnflüssiges Bier....und, und, und...
Fazit:
Kaufen, lesen und glücklich sein...Die üblichen Buchzutaten (Badewanne, Kerze Tee und Kekse) sind mal wieder genauso notwendig wie das alleine Lesen – ehrlich, man wird schräg angeschaut, wenn man unwillkürlich lacht. Und das tut man garantiert!
Fünf Sterne mal wieder von mir für ein weiteres Meisterwerk der Fantasy-Literatur.
Zu der Scheibenwelt schreibe ich nichts mehr, sonst wiederhole ich mich nur. Wer in dieser Richtung Bedarf hat, kann in meinen älteren Berichten nachlesen oder unter www.pratchett-fanclub.de mal nachschauen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-25 11:42:34 mit dem Titel Ein überraschend nützlicher Almanach/ Nanny oggs Kochbuch - Terry Pratchett
Ich gestehe: ICH KANN NICHT KOCHEN. Verständlicherweise hat mein mir angetrauter Wolf nun endlich das ultimative Kochbuch geschenkt. Denn wenn ich schon koche, dann aber auch was ausgefallenes. Etwas, das nicht von dieser Welt ist. Etwas, das von der Scheibenwelt stammt....
Inhalt:
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Dieses Kochbuch ist nicht lediglich ein Kochbuch.
Es enthält Nanny Oggs Philosophie des Kochens, nützliche (und auch weniger nützliche) Rezepte sowie einen Überblick über die Etikette.
Zu der Philosophie des Kochens:
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Nanny Ogg lässt sich auf knappen vier Seiten darüber aus, warum das Kochen wichtig ist, warum IHR Kochbuch wichtig ist und warum gute Köche wichtig sind.
Im Prinzip handelt es sich um ein zweites Vorwort von ihr. Aber ich wollte es der Vollständigkeit halber auch inhaltlich erwähnt haben.
Zu den Kochrezepten:
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Nicht alle Gerichte sind wirklich nachkochbar. Und bei manchen ist es einfach nicht sehr empfehlenswert, sie nachkochen zu wollen.
Zum Beispiel der Tiefsee-Blähfisch. Was zum Geier ist ein Tiefsee-Blähfisch? Natürlich: ein Kugelfisch. Das Rezept beginnt folgendermaßen:
„Der wichtigste Punkt besteht darin, auf keinen Fall irgendeinen Teil des Blähfischs verwenden, denn alle seine Bestandteile sind auf sehr unangenehme Weise tödlich. Wer nicht Acht gibt, kann sich anschließend in einem Briefumschlag beerdigen lassen...“
Nun, wenn man sich also an das Rezept hält, kann man getrost einen Versuch wagen und eine leckere Vorspeise OHNE Blähfisch zaubern.
Wer die Rezepte nachkochen will, sollte vor allem über einen sehr festen Magen und einen englischen Geschmack verfügen.
So wird man unter anderem in die Geheimnisse der Bananensuppenüberraschung, Frau Colons auathentischer klatschianischer Curry (mit Kohlrüben und Rosinen) und das berühmte Zwergenbrot eingeweiht. Es sind eigentlich alle bisher in der Scheibenwelt erwähnten Gerichte mehr oder weniger abgewandelt zu finden. Sogar die eingelegten Schafsaugen aus „Jingo“....
Zu jedem Rezept sind kleine witzige Anmerkungen von Nanny Ogg oder den ängstlichen Herausgebern beigefügt. Wenn das Rezept – wie der Blähfisch- Zutaten enthält, die man besser weglassen sollte (ich denke da an die getrockneten Frösche in den Froschpillen, oder das grünfärbende Arsen in Lord Witwenmachers Pfefferminzbonbons), wird das auch ausführlichst betont...
„Keine Frösche nehmen und sie auch nicht trocknen...“
Zu der Etikette:
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Nanny Ogg äußert sich hier zu Anrede, Etikette bei Tisch, Geburten, Brautwerbung, Heirat, Tod... eben alles, was interessant sein könnte.
Es wäre sicherlich zu lang, auf jedes Thema einzeln einzugehen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einfach mal das Thema „Der Umgang mit Untoten“ herausgreifen und Euch die Passage über Zombies als Beispiel für Nanny Oggs Mitteilungsbedürfnis vorstellen.
„Zombies: Sie sind tot, wollen aber nicht ruhen. Ganz gleich, was die Leute sagen: Niemand wird zum Zombie, ohne einen guten Grund dafür zu haben, im Diesseits zu verweilen. Meistens geht es um irgendeine wichtige Sache, die noch erledigt werden muss. Hier verlangt die Etikette: Da es Menschen sind, sollte man sie auch wie Menschen behandeln. Spöttische Bemerkungen in der Art von „Ich würde dir ja gerne die Hand schütteln, aber ich fürchte, dass sie dann abfällt“ und „Sicher kannst du gut nähen“ verraten schlechte Manieren. Zombies wissen es zu schätzen, wenn man ihnen Parfüm, Aftershave und andere stark riechende Dinge schenkt. Es liegt durchaus im Interesse des Schenkenden, ihnen so etwas zu geben.“
Zusammenfassend kann man dazu nur sagen: wenn ihr alles beachtet, was Nanny erzählt, dann kann man euch zumindest keine schlechten Manieren gegenüber Untoten vorwerfen. Auch für andere Lebenssituationen sind ihre Regeln – sagen wir – zumindest die amüsanteren.
Meine Meinung:
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Einige der Rezepte sind superlecker. Ansonsten würde ich sagen, handelt es sich bei diesem „überraschend nützlichen Almanach“( so der Untertitel) um eine irrwitzige Lektüre über das Leben in den Spitzhornbergen im allgemeinen.
Sehr amüsant sind auch die beigehefteten Kommentare der Herausgeber, die vermeiden wollten, dass dieses Buch zu anzüglich ist und zum Beispiel – zu meinem Bedauern- Nannys berühmtes Rezept für Lebkuchenmänner rausgenommen haben.
Die Begründung möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:
„Die Lebkuchenleute werden aus dem Buch gestrichen. Früher mochte ich Lebkuchenmänner mit ihren kleinen Rosinenaugen. Und ich bezweifle, dass es entsprechende Stechformen fürs Backen gibt. Und Nanny Oggs Bemerkungen über Gummibärchen waren einfach abscheulich. Ich brauche wohl nicht extra darauf hinzuweisen, dass meine Frau gelacht hat.“
Wie schon gesagt: Schade.
Fazit:
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Kochen lernen kann wohl nicht wirklich damit, aber neue lustige Rezepte mit passender Lektüre für die Wartezeiten während des Backens finden sich hier allemal.
Das Buch bringt auf jeden Fall Spaß in die Küche....
...nur eines macht mir Sorgen: das ich nicht kochen kann, dann ein Kochbuch bekomme, leuchtet mir ein. Aber warum dann ein Buch für Etikette???
Zur Story:
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Ein klatschianischer und ein ankh-morporkianischer Fischer entdecken zur selben Zeit eine geheimnisvolle Insel, die unbewohnt ist und keinem zu gehören scheint. Nicht, dass es etwas Wertvolles auf dieser Insel gäbe, i wo, aber es geht um das Prinzip. Also beanspruchen beide Länder, die sich ohnehin nicht sonderlich gut leiden können, das neue Land. Ein Krieg scheint fast unvermeidbar, schon rotten sich in der Zwillingsstadt Menschen zu einer Armee zusammen und "besorgte Bürger" stecken die Häuser der klatschianischen Bevölker in Ankh-Morpork "vorsorglich" in Brand.
Zu dieser briesanten Zeit befindet sich der klatschianische Prinz zu Besuch beim Patrizier. Bei einer offiziellen Feier wird ein Attentat verübt, bei dem der Prinz schwer verletzt wird. Mumm, obwohl neu in den diplomatischen Gefilden, macht sich auf, den Täter zu suchen.
Die Spur führt schließlich nach Klatsch, und so machen sich die pflichtbewußten Wachen unter dem Kommando von Mumm und Hauptmann Karotte auf, den Täter in Klatsch zu finden.
Gleichzeitig macht sich auch der Patrizier in Begleitung des Wissenschaftlers Leonardo da Quirm, Korporal Nobbs und Feldwebel Colon auf, erst unter Wasser die Insel und dann über Land Klatsch zu erforschen.
Zu den Personen:
Vetinari:
Patrizier von Ankh-Morpork und das nicht von ungefähr. Vetinari ist heimtückisch, skrupelos und verdammt schlau. Eigentlich ist er nicht gefährlich - aber man sollte Abstand von ihm halten, wenn er ironisch wird. Oder gar sarkastisch. Eben ein Mann ganz nach meinem Geschmack...
Mumm:
Oberhaupt der Wache. Als solcher ist er immer daran interessiert, Verbrechen aufzuklären. Dabei interessieren ihn weder der Stand der Personen noch diplomatisches Gefasel.
Hauptmann Karotte:
Äußerst liebenswert, naiv und gerechtigskeitfanatisch.... Genaugenommen hat er eine Ausstrahlung, mit der er Kriege in Fußballturniere verwandeln kann ... Er passt sich unheimlich schnell seiner neuen Umgebung in Klatsch uan und fungiert so auch als Übersetzer.
Leonardo da Quirm:
Ein etwas weltfremder, aber genialer Wissenschaftler, der das erste U-Boot der Scheibenwelt erfindet. Als Vetinaris "Gast" erfindet er viele nützliche Dinge, zum Beispiel "DasDing,mitdemmanBergeabtragebkann" (mit Namensgebung hat er es nicht so...), mit denen man gaaaanz bestimmt keine Waffen bauen kann......
71-Stunden-Ahmed:
Der geheimnisvolle D´Reg, der den klatschianischen Prinzen begleitet, gibt viele Rätsel auf - keine Sorge, sie werden alle gelöst- nicht zuletzt das Rätsel um seinen merkwürdigen Namen....
Meine Meinung:
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ICH LIEBE DIESES BUCH! Ernsthaft: Ich finde, es ist eines der besten von Pratchett überhaupt. Ich habe es bereits an die zehn Mal gelesen und bekomme einfach nicht genug davon... Ein Highlight, das mir persönlich am besten gefällt, ist, als sich Nobbs als Frau verkleiden muß. Pratchett hat da eine nette Fußnote, die darauf verweist, dass es soetwas wie ein Naturgesetz ist, dass ein Mann, der sich als Frau verkleidet, IMMER einen anderem Mann den Kopf verdreht. In Nobbs Fall habe das Naturgesetz allerdings ersteinmal überlegen müssen und hätte dann mal eine Ausnahme gemacht.
Es gibt einfach unheimlich viele Gags, die ich an diesem Buch liebe, sei es der Esel auf dem Minarett oder Colons tapsige Versuche, einheimisch zu wirken... ich kam einfach aus dem Lachen nicht mehr raus.
FAZIT:
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Das übliche: Kerze, Tasse Tee und jede Menge Zeit. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass man zwischendurch auch mal kurz aufstehen sollte, und kleine Lockerübungen für das Zwerchfell und die Bauchmuskeln wären auch nicht zu verachten....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-03 12:41:06 mit dem Titel Heute schon Blut gespendet? ("Ruhig Blut"/Terry Pratchett)
Ruhig Blut gehört zu den genialsten aller Scheibenweltromane von Terry Pratchett. Thematisch geht es um die Hexen von Lancre und die Vampire aus dem Überwald, die in das kleine verschlafene Königreich Lancre eingefallen. Normalerweise wäre das für das Hexentrio infernale (Oma Wetterwachs, Nanny Ogg und Agnes Nitt) gar kein Problem. Nur leider handelt es sich nicht um den gemeinen Wald- und Wiesen-Vampir, sondern um den neuen Typ, der sich selber Vampyr nennt, Knoblauchspeisen genüsslich verzehrt und sich bei Spritzer von geweihtem Wasser lediglich über die Flecken auf der Seide ärgert.
So unbesiegbar, wie der neue Gegner scheint, so groß scheint auch seine Macht zu sein. Innerhalb von Sekunden stehen die Bewohner Lancres unter dem hypnotischen Bann der Vampyr-Familie, die anlässlich der Taufe der Tochter von Magrat Knoblauch, jetzige Königin, in das Schloss eingeladen wurden (schließlich muß man ja fortschrittlich sein und auch nach Überwald diplomatischen Kontakt aufbauen... zumindest nach Meinung von König Verence.).
Alle stehen unter dem vampyrischen Einfluß und sind schutzlos ausgeliefert...
Alle?
Nein, nur ein kleines Dorf.....äh, ich meine natürlich: Nur Agnes Nitt nicht (angeblich ja dieselbe Größenkategorie ;-)). Aufgrund ihrer starken (Zweit-) Persönlichkeit Perdita kann sie den hypnotischen Kräften der Überwäldler trotzen und gewinnt sogar so das Herz des Sohnemanns der Vampyrfamilie Vlad.
Oma Wetterwachs, die wegen eines „Missverständnisses“ meinte, nicht zur Taufe eingeladen worden zu sein und sich dann auch noch beim ersten Versuch, etwas gegen die nächtlichen Beißer zu unternehmen, scheitert, verlässt Lancre und zieht sich in die Berge zurück. Nun sind Nanny Ogg und Agnes/Perdita auf sich alleine gestellt, wobei Vlads Vorliebe für Agnes sehr hilfreich ist.
Ich will natürlich nicht die Einzelheiten des Buches verraten, sonst macht das Lesen ja keinen Spaß mehr.
Jedenfalls ist „Ruhig Blut“ ein typisches Pratchett-Meisterwerk, dass nicht nur durch eine irrwitzige Geschichte und schräge Charaktere besticht, sondern vor allem durch die ironisch-satirische Erzählweise durch Terry Pratchett.
Ich habe dieses Buch innerhalb von einem Tag verschlungen, da es spannend und unterhaltsam bis zur letzten Zeile ist. Allerdings kann ich das Buch nur eingeschränkt weiterempfehlen. Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, die Vorgeschichte zu kennen, um den Plot zu verstehen, jedoch mehr als hilfreich, da einem die Zusammenhänge ein wenig klarer werden, vor allem, wenn es um Hexenlogik geht.
Der Spaß kostet ungefähr 18 DM. Erschienen ist das Buch, wie so viele Pratchett-Bücher, im Goldmann Verlag und ist in jeder gut sortierten Buchhandlung erhältlich oder wenigstens bestellbar. ;-)
Ansonsten braucht man nur noch eine schöne Tasse Tee, sehr viele Kerzen (optional) und sehr viel Zeit (zwingen), da man das Buch kaum aus der Hand legen kann....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-04 08:43:05 mit dem Titel "Lors und Ladies" (Terry Pratchett)
Wenn das Schöne gefährlich ist....
Man weiß viel über Elfen:
........ schön sind sie...
........ elegant sind sie....
...aber wer hat behauptet, dass sie nett sind?!
......Zum Inhalt......
In dem kleinen Königreich Lancre in den Spitzhornbergen ist der Teufel los:
Die junge Hexe Magrat Knoblauch schickt sich an, den ehemaligen Narren und gegenwärtigen König von Lancre zu ehelichen und zwangsläufiger Weise dadurch den Hexenzirkel zu verlassen. Zwangsläufig deswegen, nicht weil eine Königin keine Hexe sein darf, sondern weil ein Hexenzirkel immer aus drei Hexen besteht: Der Jungfrau, der Mutter und der ...anderen. Und da Nanny Ogg mit ihrem riesigen Familienclan die Mutter ist und die ...andere Oma Wetterwachs.... nun ja, die Wahrscheinlichkeit, das Magrat Knoblauch weiterhin „die Jungfrau“ im Zirkel sein könnte, sinkt tendenziell gegen null.
Und genau in dieser schwierigen Zeit beginnen ein paar junge und unbedachte Hexen –unter ihnen Agnes/Perdita X. Nitt als Debüt – gefährliche Spiele mit dem Glauben an Fabelwesen.
In der sogenannten „Kreis-Zeit“ werden die Grenzen von Realität zu Paralleluniversen dünner und es entstehen so „Tore“...
Durch diese temporalen günstigen Umstände und den Glauben der Junghexen gelingt es den Elfen auf der Scheibenwelt Gestalt anzunehmen.
Sie sind wunderschön, hochgewachsen und elegant.
Aber niemand hat was von nett gesagt!
In ihrer grenzenlosen Gier, Brutalität und Arroganz wollen diese nun –wie sollte es anders sein- die Weltherrschaft an sich reißen. Und die Menschen, die nicht mehr wissen, was Versklavung bedeutet und vom lieblichen Antlitz der Elfen geblendet sind, sind jetzt allein auf die Hilfe von Oma Wetterwachs und Nanny Ogg angewiesen.
Und als wäre das noch nicht genug, so trifft Nanny auf den kleinen, aber sehr bemühten zweitbesten Liebhaber der Welt und Oma Wetterwachs auf ihre Jugendliebe – ja, auch Oma war mal jung- und Margrats Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Dies nutzen die Fabelwesen, um in Lancre einzufallen und alles zu vernichten, was sich ihnen entgegenstellt.
Jetzt haben ist es höchste Eisenbahn: der Spuk muß beendet werden, bevor die Grenzen wieder dicht sind und die Elfen nicht mehr in ihr Universum zurück gejagt werden können
...
.....Meine Meinung:
Endlich wird mal mit den Vorurteilen den Elfen gegenüber aufgeräumt! Ich –als bekennende AD&D (Advanced Dungeons and Dragons) –Spielerin und dortige Dunkelelfe kann dieses Buch nur befürworten.
Herzerfrischende Komik, Hexenlogik und das mir vorher völlig unbekannte Hexestarr-Turnier machen dieses Buch vielleicht nicht zu dem besten Prattchet-Buch, aber auf jeden Fall zu einem sehr empfehlenswerten Buch. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und öfters mal herzlich laut gelacht (kam in der Bahn ein wenig peinlich...).
Prattchets unnachahmlicher Stil ist –immer wieder- ein Genuß...
Gelöhnt habe ich 12,50 DM für dieses Buch bei meinem Buchhändler um die Ecke.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-05 09:07:35 mit dem Titel Wie die Scheibenwelt entstand ...(\
Endlich wird das Geheimnis gelüftet, wie die Welt entstand, die eine Scheibe auf dem Rücken von vier Elefanten ist, die wiederum von einer Schildkröte unspezifischen Geschlechts getragen wird. Endlich wird verraten, warum es so viele Dämonen gibt, warum die Teppiche fliegen können und warum das Meer niemals leer wird, obwohl ständig das Wasser über den Rand der Welt fließt....
Kurzüberblick über die Story:
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Woher kommen alle Planeten? Klar, sie werden gebaut. Schicht für Schicht werden sie nach bestimmten Regeln und Maßstäben mittels einer Maschine konstruiert. Diese \"Schöpfungsmaschine\" ist übrigens auch Titelgeberin: ihr Name ist Strata.
Die \"Planetenbauer\" Kin Arad, Marco und Silver erfahren eines Tages von der merkwürdigsten Konstruktion aller Planeten: eine Welt in Form einer Scheibe, die jeder Logik zum Trotz existiert. Als die drei sich aufmachen, die merkwürdige Welt, die nicht sein dürfte, zu erkunden, stranden sie unglücklicherweise dort.
Verzweifelt versuchen sie sich zum Zentrum durchzuschlagen, wohlwissend, dass die Scheibenwelt kurz vorm technischen Zusammenbruch steht. Auf den Spuren der Erbauer entdecken sie die merkwürdigen Bewohner und beschließen, die Fehlkonstruktion zu retten...
Die Hauptpersonen:
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Kin Arad:
Eine Powerfrau wie sie im Buche steht: energisch, kommandierend und selbstbewußt. Sie ist die geborene Anführerin. Anfangs der Firma (des Planetenbaus) sehr verpflichtet, kann sie sich als Perfektionistin nur langsam mit der anarchistischen Welt auf der Scheibe anfreunden.
Marco:
Mit vier Armen der geborene Techniker. Er ist ein Abkömmling der Kung, einer insektenartigen Rasse, deren Äußeres Ähnlichkeiten mit Gottesanbeterinnen aufweisen.
Silver:
Eine freundliche Vertreterin der Shand. Wenn wir uns ohnehin schon in der Tierwelt bewegen, dann läßt sich Silver am ehesten mit einem Bären vergleichen. Allerdings nur Äußerlich, denn an sich ist sie eine eher schüchterne und freundliche Frau.
Meine Meinung:
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Mich hat es sehr ernüchtert, auch wenn es eine irrwitzige und komische Erklärung ist (Und die wird nicht verraten!), aber ich habe Wochen gebraucht, um das Buch wieder aus meinem Kopf zu bekommen, um nicht bei den anderen Pratchett-Büchern daran denken zu müssen, dass das alles nicht echt ist.
Natrlich hat das Buch allein dadurch seinen Reiz, dass man eine Art Querschnitt durch die Scheibenwelt erhält: von den Hexen in den Spitzhornbergen über übellaunige Dämonen bis hin zu den Bewohnern Ankh-Morporks. Ich persönlich mußte zwar sehr oft lachen, jedoch überwog letztendlich das Gefühl, mit dem Lesen des Buches etwas verloren zu haben....
Fazit:
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Ich rate davon ab, dieses Buch zu lesen, wenn man sich nicht völlig darüber im klaren ist, dass die heile Welt der Scheibenwelt Risse bekommen wird und hinterher nichts mehr so scheinen wird, wie es vorher war. Wer sich dagegen immun glaubt, der sollte das Buch lesen. Es ist sehr lustig, auch wenn es bestimmt nicht zu den stärksten von Pratchett gehört.
Vermutlich ist es aufgrund seiner \"Querschnitt\"-Darstellung sehr gut für Einsteiger, die dadurch auf wenigen Seiten viele Eigenheiten der Scheibenwelt und ihrer Bewohner kennenlernen.
Sollte man es lesen, benötigt man das Übliche: Zeit, Kerzen und Tee.....
PS: Die Beschreibung der Story mag euch kurz vorkommen, jedoch gibt es nicht mehr dazu zu sagen, ohne euch die Gags vorwegzunehmen. Das Buch hat eben nur eine kurze Geschichte, die dann sehr ausgeschmückt wurde.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-05 10:49:51 mit dem Titel Die Jungfrau, die Mutter und die .... andere("Mummenschanz"/Terry Pratchett)
Agnes Nitt hat die Schnauze voll von Lancre und zieht mit ihren Massen nach Ankh-Morporck an die Oper....
Zur Story:
Terry Pratchett zieht in seinem Opus speziell das "Phantom der Oper" von Gaston Leroux durch den Kakao:
Die Oper von Ankh-Morporck erhält Verstärkung: einmal durch die wunderchöne und charismatische Christine, die musisch eher unbegabt ist und durch das Stimmwunder Agnes/Perdita X. Nitt, die leider durch ihr Erscheinungsbild "gewichtige" Handycaps hat.
Trotzdem verwirklicht sich ihr Traum einer Solo-Karriere, wenn auch nur versteckt:
Die schöne Christine kann nämlich gar nicht singen. Welch Glück, daß die dicke Agnes Nitt - alias Perdita X. Nitt - fabelhaft singen kann. Und das sogar mehrstimmig!!!
Jedenfalls ersetzt sie Christines Stimme, weil das merkwürdige Phantom, das die Oper heimsucht, partout Christine als Hauptdarstellerin will. Und dummerweise fängt es auch noch an zu morden!
Pech für das Phantom: Oma Wetterwachs und Nanny Ogg begeben sich nach Ankh-Morporck - einmal weil Nanny ein Kochbuch geschrieben hat, das sehr erfolgreich läuft und zweitens, weil nach Magrat Knoblauchs Heirat die dritte Hexe im Bunde fehlt (ein HExenzirkel besteht immer aus drei Hexen...).
Und weil sich Agnes Nitt wunderbar als dritte Hexe eignen würde, setzten die beiden alles daran, dass Agnes wieder nach Lancre heimkehren wird...
Das wiederum hat zur Folge, dass das Phantom zu entlarven ist; also mischen sich Oma Wetterwachs (verkleidet als edle Dame) und Nanny Ogg (verkleidet als Angestellte der Oper) ein und veranstalten das perfekte Chaos...
Kunterbunt und aberwitzig wird die ganze Welt der Bühne verhohnepipelt. Man trifft alte Bekannte aus der Wache, aus Lancre und lernt neue schräge, aber sehr liebenswerte Personen der Scheibenwelt kennen.
Kurze Erklärung zur Scheibenwelt:
Die Scheibenwelt ist eine Welt in Form einer Scheibe (wie der Name schon sagt). Diese ruht auf dem Rücken von vier Elefanten, die auf dem Rücken einer Schildkröte durch das All getragen wird.
Diese Welt wird von allen möglichen fantastischen Wesen bevölkert: Trolle, Menschen, Zauberer, Hexen, Zwerge, Vampiere und Werwölfe.....nur keine Elfen (siehe auch "Lords und Ladies"); diese Wesen werden alle dem Klischee nach überzogen dargestellt, also die Zwerge lieben Gold, die Zauberer sind fett und faul usw.
Zu den einzelenen Personen (zumindest zu den wichtigen): /
Agnes Nitt:
Agnes Nitt wäre gerne eine geheimnisvolle, sehr temperamentvolle und spontane junge Frau, die am besten auch noch Perdita X. heißt. Leider hat die Natur diese Wünsche nicht berücksichtigt und so wurde Agnes ein Berg von junger Frau, deren peripheren Regionen beim gehen wenig geheimnisvoll wabbern, die furchtbar gutmütig ist (und sich regelmäßig darüber ärgert) und die verdammt gut singen kann : mehrstimmig, mehrere Oktaven, mit der Möglichkeit, ihre Stimme im Raum nebenan zu plazieren (klingt unverständlic? Ist es auch.).
Außerdem hat sie eine extrem gute Auffassungsgabe, was unter anderem der Grund ist, warum die beiden Hexen Nanny Ogg und Oma Wetterwachs ein Auge auf sie geworfen haben...
Oma Esmeralda Wetterwachs:
Ein Hexenzirkel muß aus drei Hexen bestehen: die Jungfrau (bisher Magrat Knoblauch, die aber inzwischen mit dem König von Lancre verheiratet ist und spätestens seit der Hochzeitsnacht nicht mehr für diese Rolle in Frage kommt), die Mutter (eindeutig Nanny Ogg, die über eine nicht mehr zählbare Großfamilie herrscht)und die andere, Oma Wetterwachs (man darf bloß nicht sagen "die Alte", da wird Esme Wetterwachs furchtbar fuchsig....).
Oma Wetterwachs ist ein Urgestein von Hexe: weise, erfahren, übellaunig, herrschsüchtig und...naja, eben übellaunig. Sie führt den Hexenzirkel an und hat beschlossen, das Agnes die dritte im Bunde sein wird.
Nanny Ogg:
Die Mutter der Hexenzirkels. Sie herrscht über eine Großfamilie und ist damit die heimliche Herrscherin von Lancre, da ihre Söhne überall tätig sind und alles tun, was Mama sagt.
Sie liebt das Trinken, braut sogar selber, und singt mit Vorliebe unanständige Lieder....
Christine:
leicht zu beschreiben: zauberhaft und unendlich dumm.
abschließende Meinung:
Ein Buch, das trotz seines Umfanges in einem Rutsch gelesen werden will.
Ich jedenfalls habe es verschlungen und kann es nur wärmstens empfehlen. Auch für "Scheibenwelt-Einsteiger" ist es bestens geeignet, da es auch ohne bisherige Kenntnisse bestens verständlich und amüsant ist....
Aber vorsichtig: es macht einfach süchtig!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-10 09:16:37 mit dem Titel Mort und TODschlag ("Gevatter TOD"/ Terry Pratchett
Hoppla, noch ein Bericht aus der Scheibenwelt.... Diesmal stelle ich Euch mal wieder ein Buch über mein allerliebstes Zwei-Meter-Skelett vor.
Und weil der freundliche Schnitter ein Meister seines Fachs ist, war es nur eine Frage der Zeit, wann er sich einen Auszubildenden zulegt... Schließlich handelt es sich bei seiner Arbeit um einen kriesenfesten Job!
Zur Story:
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TOD hat also beschlossen, einen Nachfolger auszubilden. Seine Wahl fällt auf Mort (angemessener Name, nicht wahr?)
Mort, ein junger Mann, der nur aus Ellenbogen und einer Vielzahl Knie zu bestehen scheint (ich glaube, "schlacksig" ist da noch sehr harmlos ausgedrückt...), ist der Sohn eines Bauerns, nicht gerade der intelligenteste, dafür aber sehr neugierig. Daher schneidet er auf dem "Lehrlings-Markt" nicht besonders gut ab. Keiner scheint ihn haben zu wollen, bis Punkt Mitternacht TOD auf seinem feurigen Roß Binky daherkommt und ihn unter seine Fittiche nimmt. Als TOD bereits nach kurzer Zeit der Ausbildung Mort alleine losgehen läßt, nimmt das Chaos seinen Lauf:
Mort bringt es nicht übers Herz, eine ermordete Prinzessin tatsächlich sterben zu lassen. Die Gefüge von Raum und Zeit geraten ins Wanken, denn für die Wirklichkeit ist die Prinzessin tot, auch wenn sie quitschlebendig versucht, die Leute um sie herum vom Gegenteil zu überzeugen.
Morts kläglicher Versuch, seinen Fehler zu vertuschen, läßt das Ganze auf eine weltumspannende Katastrophe zu schlittern..... Jetzt können ihm nur noch Albert, der Diener von TOD und TODs Adoptivtochter helfen.....
Warum Mort jedoch gegen Zeit und TOD ankämpfen muß, wie es ausgeht (das sie Scheibenwelt zerstört wird, glaubt eh keiner, gelle? ) und ob Mort und seine geliebte Prinzessin einander finde, wird hier natürlich nicht verraten....
Zu den Figuren:
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TOD:
Schnitter, Sensemann....was auch immer: ein liebenswertes Zwei-Meter-Skelett mit Erfahrung mit Geräten aus der Landwirtschaft. Er ist ständig bemüht, die Menschen zu verstehen und menschlicher zu werden....
Mort:
Ein junger Mann mit mehr als hundert Fragen gleichzeitig. Äußerlich scheint er aus Ellenbogen und Knien zu bestehen, innerlich ist er aber ein beachtenswerter Mensch, der bei TOD zu einem neuen Selbstbewußtsein findet.
Albert:
Grießgrämiger Diener von TOD mit geheimnisvoller Vergangenheit.
Keli:
Die Prinzessin, die Mort den Kopf verdreht... Selbstbewußt und spitzzüngig fordert sie, was ihr gehört: ihr Leben und ihr Königreich.
Fazit:
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Eine Ansammlung schwarzen Humors vom Feinsten... allmählich habe ich das Gefühl, mich ständig zu wiederholen, aber:
Das Buch ist so abstrus, dass es einfach zwerchfellzereißend gut ist.... Wenn ihr dieses Buch lesen wollt, dann seht zu, dass ihr nicht am nächsten Tag früh rausmüßt - man kann es nämlich nicht aus der Hand legen. Und warnt am besten eure Freunde, Familie, Mitbewohner vor - ungehemmtes Lachen ist in diesem Fall kein Zeichen von Wahnsinn, nur von einem wahnsinnig guten Buch.
Was die Scheibenwelt angeht: ich verweise dabei auf meine früheren Pratchett-Berichte.
In eigener Sache: aufgrund von gewissen Erfahrungen auf Ciao weise ich daraufhin, dass der Titel ein Wortspiel dartellt. Ich weiß nämlich, wie man "Mord" schreibt....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-17 12:56:51 mit dem Titel "Das Erbe des Zauberers"/Terry Pratchett
Nachdem ich schon von dem Hexenzirkel aus Lancre in den Spitzhornbergen berichtete, möchte ich Euch heute mal das Buch vorstellen, in dem "Oma" Esmeralda Wetterwachs das erste Mal auftauchte.
Zur Story an sich:
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Auf der Scheibenwelt kann jedermann Zauberer werden. Aber besondere thaumaturgische Fähigkeiten werden dem achten Sohn eines achten Sohnes nachgesagt.
Wenn ein Zauberer stirbt, dann kommt es für diesen nicht unerwartet und er macht sich frühzeitig auf, einen würdigen Nachfolger zu finden, und diesem seinen Zauberstab zu vermachen. Ein alter Zauberer, dessen Ende naht, wandert extra in die Spitzhornberge nach Blödes Kaff, um dort seinen Stab an den noch ungeborenen achten Sohn eines achten Sohnes weiterzugeben.
Die Katastrophe beginnt mit der Geburt des begabten Kindes, denn es ist ein Mädchen...
Mädchen dürfen keine Zauberer werden. Gegen Hexen ist nichts einzuwenden, finden die Mitglieder der Unsichtbaren Universität, aber als Wissenschaftler, die Zauberer nun einmal sind, taugen Mädchen nicht.
Jedoch birgt Eskarina - so der Name der "Katastrophe" - bereits ungeheure Macht in sich. Als sie im Streit ihren Bruder in ein Schwein verwandelt, nimmt sich Oma Esmeralda Wetterwachs des Mädchens an, um ihre Kräfte als Hexe in geordneten Bahnen verlaufen zu lassen.
Doch auch sie muß erkennen, dass sie gegen die Macht einer achten Tochter eines achten Sohnes keine Chance hat und beschließt letztendlich, die Kleine zur Unsichtbaren Universität zu bringen, um sie zur Zauberin ausbilden zu lassen.
Auf ihrem abenteuerlichen Weg dorthin - denn immerhin müssen sie die halbe Scheibenwelt durchqueren- begegnen sie einer anderen Art von Zauberlehrling: Simon, der hochbegabte Bücherwurm, der gegen alles allergisch scheint. Eskarina und Simon, die unterschiedlicher kaum hätten sein können, werden allmählich Freunde...
Eskarina wird nicht an der Universität aufgenommen. Die Dozenten lachen sie aus, und merkwürdigerweise versagen auch ihre thaumaturgischen Fähigkeiten bei einer Demonstration ihrer Kräfte.
Sie will schon aufgeben, aber Oma Wetterwachs weiß Rat: Als Dienstmädchen darf Eskarina an der UU bleiben und lernt dort heimlich lesen.... bis Simon ihr Geheimnis entdeckt.
Eskarinas Zauberstab macht sich in diesem Moment selbständig und schlägt Simon auf seinen Kopf, so dass sein Bewußtsein in eine parallele Dimension abgleitet, aus der er sich alleine nicht mehr befreien kann......
Zu den Hauptfiguren:
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Eskarina:
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Achte Tochter eines achten Sohnes; sie ist sturköpfig und eisern entschlossen, entgegen allen Traditionen und Regeln Zauberin an der Unsichtbaren Universität zu werden. Ansonsten ist sie wie jedes andere junge Mädchen auch, nur dass man sie nicht ungestraft ärgern kann....
Oma Wetterwachs:
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Die wohl berühmteste und beste Hexe aus den Spitzhornbergen, genaugenommen aus Lancre. Oma Wetterwachs zeichnet sich durch einen eisernen Blick und der Überzeugung aus, dass NIEMAND einer Hexe etwas abschlagen kann - was wohl auch meistens zutrifft.
Simon:
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Er ist nur wenig älter als Eskarina und ein hochbegabter theoretischer Thaumaturg. Er ist schüchtern und gegen alles allergisch, ansonsten aber ein angenehmer Charakter.
Kleine Erklärungen am Rande:
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Warum der achte Sohn eines achten Sohnes?
Auf der Scheibenwelt gilt nicht wie bei uns die sieben als magische Zahl, sondern die acht. So hat zum Beispiel die Woche einen Tag mehr, den Oktotag. Das Farbenspektrum besteht aus acht Farben, so das ein Schillern in allen Farben oft als "oktarin" umschrieben wird.
Dadurch ist schon der achte Sohn durch seine Geburt etwas besonderes, umso besonderer ist dann natürlich der achte Sohn eines achten Sohnes.
Was ist Thaumaturgie?
Was bei uns als magische, nicht-messbare Kräfte bezeichnet wird, sind auf der Scheibenwelt die thaumaturgischen Kräfte. Kleine Thaumaturgie-Teilchen leiten die "Magie" durch die Realität, so dass an einem Ort, der von Natur aus ein hohes Maß an Thaumaturgie besitzt, die merkwürdigsten Dinge passieren können.
Thaumaturgie ist gleichzeitig auch die Bezeichnung für die magische Wissenschaft. Denn auf der Scheibenwelt ist der Anteil von Thaumaturgie meßbar und auch demnach erforschbar.
Was ist die Unsichtbare Universität?
Wie eben erklärrt, handelt es sich bei der Thaumaturgie um eine Wissenschaft, passend dazu ist die Unsichtbare Universität der Ort, an dem diese erforscht wird.
Dort Dozent zu werden ist einfach: man werde Zauberer und suche sich ein bisher noch unbesetztes Fach. Daher gibt es die unmöglichsten Dozenten: Dozent für unbestimmbare Runen zum Beispiel. Das Leben als Dozent ist auch einfach: man vermeide es, von Studenten behelligt zu werden, komme zu den fünf Mahlzeiten am Tag und versuche, möglichst lange am Leben zu bleiben.
Zu der Scheibenwelt an sich möchte ich nichts schreiben, denn das habe ich bereits oft genug getan und verweise damit dreister Weise einfach auf meine früheren Scheibenwelt-Berichte.
Meine Meinung:
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Diese Buch ist sicherlich keines von Terry Pratchett stärksten Romanen, trotzdem ein sehr guter Einstieg, da hier Oma Wetterwachs zum ersten Mal auftaucht und man anhand von Vergleichen mit Zauberern und Hexen viel über die Hexenlogik lernt, die einem in späteren Büchern hilfreich ist.
Ich habe das Buch sehr früh gelesen und habe jede einzelne Seite genossen, auch wenn es Stellenweise ein wenig zu lang geraten ist und gerade der Schluss schwierig vorzustellen ist. Auch die fehlenden Fußnoten habe ich ein wenig vermisst....
Letztendlich ist die Story zu - hmmm- wenig originell, um eine eins zu vergeben. Ich gebe daher eine "Fan"-Zwei, kann mir aber dabei gut vorstellen, dass einige dieses Buch nicht sonderlich mögen werden.
Fazit:
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Wenn man eingefleischter Fan ist, sollte man es auf jeden Fall gelesen haben. Ansonsten muß es nicht unbedingt sein. Wenn man vorher noch nie was von ihm gelesen hat, sollte man sich nicht von den einigen zu langatmig geratenen Stellen abschrecken lassen, gibt es doch in "entschärfter" Form ein gutes Beispiel für den Humor von Pratchett.
Es eignet sich übrigens wunderbar, um es in der Wanne zu lesen, denn mit seinen knapp 280 Seiten bekommt man es prima in ein - zwei Stunden durch.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-18 13:04:30 mit dem Titel Ein "Zaubberer" auf der Flucht...
Ein hoffnungsloser Optimist, ein zahnoser Barbar und ein "Katastrophenmagnet" auf dem Weg die Welt zu retten....
Zur Story an sich:
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Hauptfigur ist Rincewind, der hier an seinen ersten Auftritt in "Die Farben der Magie" anschließt. Er ist seines Zeichens Zauberer, wie man an seinem Hut mit aller Flitterkram und der Aufschrift "Zaubberer" unschwer erkennen kann. Jedoch gehört er nicht gerade zu den talentiertesten seiner Zunft - genaugenommen kann er nicht wirklich zaubern, seit er verbotenerweise das Oktav (Zauberbuch der mächtigsten Art) aufschlug und einer der mächtigsten acht Zaubersprüche sich entschloss, sich in seinem Hirn einzugraben und alle anderen Zaubersprüche von dort zu verbannen.
Dieser Zauberspruch macht Rincewind in den Augen der anderen Zauberer der Unsichtbaren Universität zu einer tickenden Zeitbombe, weshalb Rincewind sich auf der Flucht und Meuchelmörder sich auf seiner Fährte befinden.
Begleitet wird der abenteuer-geplagte Zauberer von Zweiblum, dem ersten und einzigen Touristen der Scheibenwelt, der seiner Umwelt immer mit heillosem Optimismus begegnet und seinen Gefährten für einen wahrhaft großen Zauberer hält (schuld daran ist nur der Alkohol. Und Rincewind große Klappe....Zitat:"An der Universität würde ohne mich gar nichts laufen!").
Eine weitere Begleitung ungewöhnlicher Art ist Truhe. Truhe ist, wie der Name schon sagt, Gepäck. Und zwar aus intelligentem Birnbaumholz. Auf hunderten von kleinen Füßen hat sie sich an Rincewind geheftet - keiner weiß genau warum - und folgt ihm wie ein kleiner Hund.
Auf ihrer Reise begegnen sie vielen ungewöhnlichen Wesen und Geschöpfe. Da wäre zum Beispiel eine meiner Lieblingsfiguren, der 87jährige Cohan der Barbar, der mit Vorliebe 17jährige Jungfrauen rettet, notfalls auch gegen deren Willen. Er kennt keine Angst - wie man auch in späteren Büchern erfährt.
Aber kein Buch ohne Bösewicht:
Trymon, Zauberer und Erzbösewicht, will alle Macht an sich reißen. Dazu benötigt er die acht mächtigen Zaubersprüche aus dem Oktav - die nun aber nicht mehr vollständig sind, da ein Spruch mit Rincewind durch die Weltgeschichte reist. Aber weil es bei Pratchett immer gleich ums ganze geht: das Fehlen des achten Spruches bricht die Gefüge von Raum und Zeit im Multiversum auseinander.
Nun liegt es bei Rincewind, die Welt zu retten und den Spruch wieder in das Oktav zu bringen - was bei Rincewinds naturgemäßer Panik nicht wirklich einfach ist....
Zu den Hauptpersonen:
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Rincewind:
Der unbegabteste Zauberer aller Zeiten und Anziehungspunkt aller Katastrophen im Multiversum, was dazu führte, dass er eine wahre Strategie des Flüchtens entwickelte. So befindet er sich ständig auf der Flucht und schlittert dennoch von einem Abenteuer in das nächste.
Zweiblum:
Tourist und einzigartig Optimistisch: selbst eine reise in den Tod und wieder zurück kann ihn nicht schocken. Außerdem begrüßt er alle Abenteuer, die ihm und Rincewind zustoßen - denn letztendlich lösen sich alle Problemen in Wohlgefallen auf, davon ist er überzeugt.
Truhe:
Truhe ist eine Truhe (Wer hätte das gedacht?) au sintelligentem Birnbaumholz. Sie ist sehr kampflustig, verspeist hier und da mal den einen oder anderen Gegner. Rincewind kann sich glücklich schätzen, sie (ein geschlechtsunspezifisches sie, denn in späteren Romanen stellt sie sich als "er" raus) auf seiner Seite zu haben. Ohne sie wäre er wahrscheinlich so mancher Situation nicht entkommen - und hätte nicht immer frische Wäsche dabei. Pratchett erläuterte einmal, dass Truhe in dem Moment entstand, als er an einem Bahnhof eine dicke Dame beobachtete, die einen Koffer hinter sich her zog, der durch seine Rollen einen eigenen Willen zu haben schien.
Cohan der Barbar:
Der älteste Held der Scheibenwelt - ohne Zähne und Furcht befreit er Jungfrauen und erschlägt Monster. Um seinen Charakter am besten aufzuzeigen, muß man eine Situation aus einem späteren Roman erzählen:
Es ging darum, die Stadt Hung zu erobern. Cohan und seine graue Horde (insgesamt sieben) bereitete sich darauf vor. Rincewind gab zu bedenken, dass in der Stadt hunderttausende Soldaten wären, worauf Cohan meinte: "Verdammt, es wird WOCHEN dauern, sie alle umzubringen..."
Meine Meinung:
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Es ist ein klasse Buch! (Verzeiht die undifferenzierte Ausdrucksweise...)
Die Mischung aus dem Kastrophen-Kind Rincewind, dem unerschütterlichen Optimismus von Zweiblum und die Schlagkraft von Cohan und Truhe bilden ein zwerfellerschütterndes, explosives Gemisch. Es ist sehr kurzweilig, auf jeder Seite passieren bestimmt zich neue irrwitzige Sachen, wie Rincewind kommt man einfach nicht zur Ruhe... bis zur letzten Seite.
Besonders gefallen hat mir natürlich - wie oben erwähnt - die Mitwirkung von Cohan, mangels Zähne bester Suppenkoch der Scheibenwelt. Durch ihn wird der Charakter des "feigen" Rincewind, der sich vor jeglicher Verantwortung zu drücken versucht, erst richtig plastisch. Und zusätzlich ist Zweiblums Optimismus starker Kontrast zu Rincewinds Pessimismus....
Fazit:
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Auch wenn es sich um eine Fortsetzung handelt, ist es überhaupt nicht problematisch, "alleine " gelesen zu werden. Das Buch strotzt nur so von dem typischen Pratchett-Humor und eignet sich dadurch wiederum prima als Tee-Kerze-Kekse-Badewannenbuch. Der einzige Nachteil, der mir dazu einfällt ist die Kürze. Meinetwegen könnte es ruhig noch vier -fünfhundert Seiten mehr haben....
Aber vorsicht: Es macht ernsthat süchtig........
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-17 11:23:12 mit dem Titel Die Wahrheit und nix als die Wahrheit (Die volle Wahrheit/ Terry Pratchett)
Früher oder später mußte es ja passieren: die erfindungsreichen Zwerge erfinden den Buchdruck mit Druckerpresse im Stile von Gutenberg.
Zur Story [\b]
<<<<<<<
Der junge Lord de Worde bestreitet seinen Lebensunterhalt dadurch, dass er ausländischen Persönlichkeiten per Brief über die Geschehnisse in Ankh-Morpork unterrichtet.
Eines Tages stolpert er per Zufall über einige Zwerge, die unter der Leitung von Gunilla Gutenhügel eine Druckerpresse entwickelten. Lord William de Worde und die geschäftstüchtigen Zwerge schließen sich zusammen und begründen die erste Zeitung der Scheibenwelt, die Ankh-Morpork TIMES.
Anfangs tun sich die neu und vor allem selbst ernannten Journalisten schwer mit der Entdeckung interessanter Nachrichten. Es passiert zu wenig, Hauptattraktion ist zeitweilig ein komisch gewachsenes Gemüse. Schnell findet sich auch Konkurenz, ein Schmierblatt, dass die haarsträubensten Geschichten veröffentlicht.
Dann passiert es: Angeblich hat Lord Vetinari, der Patrizier der Zwillingsstadt, seinen Sekretär angegriffen und versucht, sich mit einem Haufen Geld abzusetzen. Es gibt nur einen Zeugen der schändlichen Tat: Vetinaris Hund Wuffel....
Was Herr Nadel und Herr Tulpe von der "neuen Firma", der zweite Patrizier und
Williams Vater damit zu tun haben, wird jetzt aber nicht verraten.....
Zu den Personen: [b\]
<<<<<<<<<<<<
William de Worde:
Ein Sproß aus "gutem" Hause. Er hat sich von seiner adeligen, dekadenten Familie distanziert und als Schreiberling selbständig gemacht. So verdient er anfangs mehr schlecht als recht, indem er wichtigen Personen im Ausland von den Vorkommnissen in der Zwillingsstadt berichtet. Die Druckerpresse will er aus Liebe zur Wahrheit nutzen, um mehr Leute mit mehr Informationen zu erreichen.
Sacharissa:
Arbeitet von Anfang an mit William de Worde an der TIMES. Von ihr stammt auch der Subtitel der Zeitung: Die Wahrheit macht dich frei.
Otto Chriek:
Ein Vampier, der dem Blut entsagt und Ikonograph ist - ein anstrengender Job für ihn, da er bei jedem Blitzlicht zu Staub zerfällt. Nun ja, vorher hat er - glaube ich - Weihwasser abgefüllt....
Ein liebenswerter Charakter - ich hoffe, man hört auch zukünftig noch von ihm.
Pisse-Paul:
Der König des Goldenen Flusses, Händler von allem, was sonst keiner verkauft... unter anderem auch Druckerschwärze und Papier...
Herr Nadel:
Nr. 1 und Kopf der "neuen Firma", einer Möchtegern-Mini-Mafia.
Herr Tulpe:
Nr.2 und hmmm- Wäre-Gern-Drogensüchtig....
um es kurz zu erklären: Herr Tulpe schnupft alles, was ihm irgendwer teuer als Droge verkauft - von Mottenpulver bis Traubenzucker und anderem unschnupfbaren Zeugs. Er ist zwar nie high, aber immer etwas abgedreht. Er hegt eine Vorlibe für schöne Kunst und trägt eine Kartoffel um den Hals - es könnte ihm ja was zustoßen....
Fazit:[b\]
<<<<
Ich habe schon bessere Scheibenwelt-Romane gelesen.
Allerdings sind da meine Maßstäbe sehr hoch und verglichen mit anderen Fantasy-Romanen ist dieser natürlich spitzenmäßig und weltklasse.
Pratchett persifliert das Zeitungsgeschäft, indem er ein Blatt, das um Wahrheit bemüht ist einem anderen, dass eher BILDung bringt, in direkte Konkurenz treten läßt in einer Gesellschaft, die vorher keine Zeitung kannte.
Schade ist, dass der Hauptakteur William de Worde ein wenig in der Beschreibung vernachläßigt wird, so daß ich am Ende mehr von Herrn Tulpe in Erinnerung behalten habe als vom Lord de Worde.
Der Roman ist übrigens auch bestens für Neueinsteiger geeignet, da es eine absolut in sich geschlossene Handlung ohne Vorgeschichte beinhaltet und alle Hauptpersonen in diesem Roman zu ersten Mal auftauechen.
Schön ist, dass das Buch wieder voller böser Seitenhiebe und sarkastischem Humor ist, so daß ich einfach nur zu der gewöhnlichen Ausstattung raten kann : Tee, Kerze und furchtbar viel Zeit......
Auf eine Beschreibung der Scheibenwelt habe ich dieses Mal verzichtet. Seht es mir bitte nach, ihr könnt eine solche Beschreibung bei Bedarf in meinen anderen Pratchett-Berichten nachlesen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-22 12:24:19 mit dem Titel Von Käsereiben, Drahtwesten und anderen interessanten Dingen / "Echt Zauberhaft"/Terr
Vom Feigling zum Volkshelden, vom Barbaren zum Kaiser und vom Geographielehrer zum Berserker....
Zur Story:
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Weit entfernt und abgeschnitten von dem Rest der Scheibenwelt liegt das Achatene Reich. Bis auf wenige diplomatische Beziehungen, ein wenig Spionage und Gegenspionage hat dieses Land wenig mit Ankh Morporck zu tun - und darüber ist man auch froh. Doch eines Tages ereilt eine wichtige Botschaft die Zwillingsstadt: Der „Große Zaubberer“ wird angefordert. Und da es nur einen Zauberer gibt, der sich mit doppel „b“ schreibt, schickt der Patrizier Lord Vetinari den armen abenteuergeplagten Rincewind nach Hung-Hung.
In Hung-Hung herrschen Machtkriege, natürlich nach bekannt achatener dezenter Weise. Der alte Kaiser liegt mehr oder weniger im Sterben und der Streit um den Thron bricht aus. Heißester Anwärter ist Lord Hong, der in seiner Grausamkeit kaum übertroffen werden kann. Leider auch nicht in seiner Schläue.
Denn er war es, der Rincewind anforderte, im besten Wissen, dass es sich um den stümperhaftesten „Zaubberer“ der Scheibenwelt handelt.
Vor Hung-Hung trifft Rincewind auf Cohen, den Barbaren und die Graue Horde. Die gealterte Heldentruppe (allesamt irgendwo jenseits der 75) hatte sich überlegt, dass es an der Zeit sei, etwas wirklich großes zu rauben, nicht immer nur Goldschätze oder Jungfrauen aus Tempeln zu befreien. Und was wäre da besser geeignet als ein ganzes Reich?
Unter Anleitung des ehemaligen Geographielehrers Ronald Cervelatwurst planen sie ihren Überfall auf die Stadt und den Palast. Nur um es hier nicht zu Missverständnissen kommen zu lassen, es handelt sich bei der Grauen Horde um SIEBEN Barbaren, wovon einer im Rollstuhl sitzt und einer halbtaub ist.
Rincewind weiß aus früheren Erfahrungen mit dem Barbaren, dass es sehr gefährlich sein kann, sich in Cohens Nähe aufzuhalten und tut das, was er eben am besten kann: er läuft davon. Aber er wäre ja nicht Rincewind, wenn er nicht gleich der nächsten Gefahr in die imaginären Arme liefe: Die Rote Arme, eine Befreiungsarmee, die ihn für ihren großen Anführer hält, nimmt ihn sogleich in Beschlag. Um auch hier Missverständnissen vorzubeugen: es handelt sich nicht um eine echte Armee, sondern mehr um ein paar rebellische Jugendliche, die in stümperhaftester Weise eine Revolution anzuzetteln versuchen.
Und weil sie eben Stümper sind und Rincewind alles andere als ein fähiger Zauberer, landen sie sogleich im Kerker. Hier wird endlich das Geheimnis gelüftet, warum die Rote Armee Rincewind für einen Helden hält: Zweiblum, der erste Tourist der Scheibenwelt hat eine Abhandlung über seine Erfahrungen außerhalb des Achatenen Reiches geschrieben, in der Rincewind dank seiner großen Klappe und Zweiblums Naivität wie ein mächtiger Zauberer und Held erscheint.
Wie durch Zauberhand öffnet sich die Kerkertür. Die Wachen sind alle tot. Auf dem Boden liegt eine Karte zum kaiserlichen Schlafgemach. Und der Kaiser ist ebenfalls tot....
Und draußen vor der Stadt rüstet sich die Horde, um gegen die siebenhundert Mann starke Armee des Lord Hong anzutreten....
Zu den Personen:
<<<<<<<<<<<<<<<
Rincewind:
Ein liebenswerter Feigling, der wie ein Magnet alle Gefahren und Abenteuer der Welt an sich zu ziehen scheint. Egal, wo er sich versteckt –ob in der Kerkerdimension oder wie hier zu anfangs auf einer einsamen Insel – das Abenteuer findet ihn früher oder später. Er gerät so häufig in Gefahr, dass selbst TOD nicht immer ganz sicher ist, ob seine Zeit nun gekommen ist oder nicht.
Lord Hong:
Er stellt fast das achatene Gegenstück zu Lord Vetinari dar. Aber nur fast, denn er ist weitaus gieriger als der Patrizier, träumt er doch davon, das „Barbarenland“ und Ankh-Morporck zu unterwerfen. Seine Spione sind überall – auch zum Beispiel in hohen Vasen. Und doch ist er nicht gut genug informiert, um zu wissen, dass man sich weder mit Rincewind noch mit Cohen anlegen sollte...
Zweiblum:
Ein gutmütiges, kleines Männchen, naiv und liebenswert. Durch seinen Reisebericht über die Erfahrungen außerhalb der Mauern des Reiches wurde er zum Revolutionär wider Willen.
Cohen der Barbar:
Stolze 95 Jahre alt und kein bisschen müde... Als heldenhafter Befreier von Jungfrauen beschließt er den größten Coup seiner Laufbahn: das achatene Reich zu stehlen... „Geht nicht, gibt’s nicht..“ könnte sein Motto lauten, was sich darin verdeutlicht, dass er, als Rincewind ihn auf die Stärke der gegnerischen Armee aufmerksam macht, antwortet: „ Es könnte Wochen dauern, sie alle umzubringen!“
Und man lernt durch ihn auch grundsätzliches über das Verhalten von Barbaren, zum Beispiel, warum Barbaren vor und während Kampfschlachten in den Rand ihres Schildes beißen. Neeee, das hat nichts mit der berühmten Barbarenwut zu tun, durch die man zum Berserker wird. Der Rand ist aus Schokolade – wer weiß denn schon, wie lange die Schlacht dauert, und wann man das nächste Mal was zu essen bekommt?
Meine Meinung:
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Dieses Buch gehört eindeutig zu den besten Scheibenwelt-Romanen, die es gibt. Mindestens zu den 25 besten ;-). Im Ernst: Die Story ist wunderbar komplex, voller Anspielungen auf das mittelalterliche China, Politik und andere Klischees. Wunderbar sind die Szenen, in denen Cohen der Barbar und seine Graue Horde von Ronald Cervelatwurst die Regeln des guten Benehmens lernen. Wer hätte gedacht, dass es so schwierig sein könnte, einen Apfel zu kaufen, ohne die Verkaufsbude anzuzünden?
Was mir – wie in jedem Pratchett-Buch – auch hier wieder besonders gefallen hat, sind die sprachlichen Köstlichkeiten. Wie die Drohung „Mit einer Drahtweste und einer Käsereibe kann man durchaus interessante Dinge anstellen“ oder der Fluch „Mögest du in interessanten Zeiten leben!“.
Fazit:
<<<<<
Lesen, lesen, lesen.... Ein übliches Badewannenritual wird da nicht ganz reichen (auch nicht für Langbader und Schnellleser wir mich), aber ist ein angefangenes Buch nicht der schönste Grund, sich auf das Bett zu fläzen, Kekse zu naschen und gemütlich Tee zu trinken?
Dieses Buch ist auch für Einsteiger geeignet, da nicht allzu oft auf die bisherigen Erlebnisse von Rincewind und Zweiblum angespielt wird.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 11:10:44 mit dem Titel Wenn Wasser vom Himmel fällt/\
Kennt ihr den Ort, wo es Zigarettenbüsche und Schokoladenkuchenbäume gibt? Und ich meine nicht das Schlaraffenland....
Zur Story:
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Lange nach der Erschaffung der Welt wurde ein weiterer Kontinent nachträglich eingefügt: der Kontinent Icksicksicksicks.
Rincewind, der „Zaubberer“, irrt auf diesem äußerst merkwürdigen neuen und doch uralten Kontinent herum, denn der Schöpfer hat beschlossen, dass Rincewind dem Land Wasser, das vom Himmel fällt –eben Regen – bringen soll. Warum es nicht regnet? Nun, daran sind die anderen hochwohlgeborenen Zauberer der Unsichtbaren Universität schuld.
Durch ein Zeit-undRaum-Fenster gelangen sie auf eine wunderschöne Insel unweit vor Icksicksicksicks, allerdings in der Vergangenheit. Eigentlich waren sie auf der Suche nach einer Medizin gegen die Instabilität des morphischen Feldes des Bibliothekars. Der wechselt nämlich beim Niesen seine Gestalt, was unter Umständen zu Unannehmlichkeiten führen kann.
Und während die Zauberer einen Urlaub auf einer Insel mit Zigarettenbüschen und Schokoladenkuchenbäumen genießen, halten sie nebenher auch die Wolken von Icksicksicksicks fern.
Aber wie gut, dass es Rincewind gibt. Dieser soll, während er von einem Wasserloch in das nächste stolpert, Regen bringen. Jedenfalls sagt ihm das sein neuer Begleiter, ein sprechendes Känguru.
Und weil Rincewind eben Rincewind ist, tut er dass, was er am besten kann: er flieht...
Tja, das Ende werde ich nicht verraten – nicht nur, weil ich ein netter Mensch bin, sondern weil das Chaos einfach zu groß wird, um es zusammen zu fassen.
Zu den Personen:
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Rincewind:
Er ist ein liebenswerter Feigling, andauernd auf der Flucht vor Abenteuer und Gefahren, die er nahezu magnetisch anzieht. Und obwohl auf seinem spitzen Hut eindeutig „Zaubberer“ draufsteht, kann er eigentlich gar nicht zaubern, seit sich ein mächtiger Zauberspruch in seinem Kopf einnistete und alle anderen dort verdrängte.
Der Bibliothekar:
Ein Af...ein Orang-Utan, ehemals Mensch, und oberste Aufsicht über die Universitäts-Bibliothek. Durch einen Unfall wurde er ein Orang-Utan und weil das die Arbeit als Bibliothekar furchtbar praktisch macht, weigert er sich, seine frühere Gestalt anzunehmen. Man sollte trotzdem nicht den Fehler machen, ihn als Affen oder gar als Tier zu bezeichnen, wenn man an seinen Extremitäten hängt.
Meine Meinung:
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Wenn ich jetzt einfach sage, das Buch sei schlichtweg genial, dann wiederhole ich mich und werde vermutlich allmählich unglaubwürdig, weil ich das über fast jedes Pratchett-Buch sage. Aber...aber.... was kann ich dafür, dass der Mensch so tolle Bücher schreibt??? Ich finde es einfach genial und ich habe jede einzelne Zeile genossen.
Wie euch in der Story-Beschreibung vermutlich schon aufgefallen ist, wird hier Australien auf die Schippe genommen: Rincewind trifft auf seiner ewigen Flucht nahezu alle Merkwürdigkeiten - im überspitzen Sinne natürlich- die Australien so ausmachen, zum Beispiel muss er einen Rekord im Schafscheren aufstellen. Und überall trinken die Leute nur dünnflüssiges Bier....und, und, und...
Fazit:
Kaufen, lesen und glücklich sein...Die üblichen Buchzutaten (Badewanne, Kerze Tee und Kekse) sind mal wieder genauso notwendig wie das alleine Lesen – ehrlich, man wird schräg angeschaut, wenn man unwillkürlich lacht. Und das tut man garantiert!
Fünf Sterne mal wieder von mir für ein weiteres Meisterwerk der Fantasy-Literatur.
Zu der Scheibenwelt schreibe ich nichts mehr, sonst wiederhole ich mich nur. Wer in dieser Richtung Bedarf hat, kann in meinen älteren Berichten nachlesen oder unter www.pratchett-fanclub.de mal nachschauen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-25 11:42:34 mit dem Titel Ein überraschend nützlicher Almanach/ Nanny oggs Kochbuch - Terry Pratchett
Ich gestehe: ICH KANN NICHT KOCHEN. Verständlicherweise hat mein mir angetrauter Wolf nun endlich das ultimative Kochbuch geschenkt. Denn wenn ich schon koche, dann aber auch was ausgefallenes. Etwas, das nicht von dieser Welt ist. Etwas, das von der Scheibenwelt stammt....
Inhalt:
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Dieses Kochbuch ist nicht lediglich ein Kochbuch.
Es enthält Nanny Oggs Philosophie des Kochens, nützliche (und auch weniger nützliche) Rezepte sowie einen Überblick über die Etikette.
Zu der Philosophie des Kochens:
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Nanny Ogg lässt sich auf knappen vier Seiten darüber aus, warum das Kochen wichtig ist, warum IHR Kochbuch wichtig ist und warum gute Köche wichtig sind.
Im Prinzip handelt es sich um ein zweites Vorwort von ihr. Aber ich wollte es der Vollständigkeit halber auch inhaltlich erwähnt haben.
Zu den Kochrezepten:
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Nicht alle Gerichte sind wirklich nachkochbar. Und bei manchen ist es einfach nicht sehr empfehlenswert, sie nachkochen zu wollen.
Zum Beispiel der Tiefsee-Blähfisch. Was zum Geier ist ein Tiefsee-Blähfisch? Natürlich: ein Kugelfisch. Das Rezept beginnt folgendermaßen:
„Der wichtigste Punkt besteht darin, auf keinen Fall irgendeinen Teil des Blähfischs verwenden, denn alle seine Bestandteile sind auf sehr unangenehme Weise tödlich. Wer nicht Acht gibt, kann sich anschließend in einem Briefumschlag beerdigen lassen...“
Nun, wenn man sich also an das Rezept hält, kann man getrost einen Versuch wagen und eine leckere Vorspeise OHNE Blähfisch zaubern.
Wer die Rezepte nachkochen will, sollte vor allem über einen sehr festen Magen und einen englischen Geschmack verfügen.
So wird man unter anderem in die Geheimnisse der Bananensuppenüberraschung, Frau Colons auathentischer klatschianischer Curry (mit Kohlrüben und Rosinen) und das berühmte Zwergenbrot eingeweiht. Es sind eigentlich alle bisher in der Scheibenwelt erwähnten Gerichte mehr oder weniger abgewandelt zu finden. Sogar die eingelegten Schafsaugen aus „Jingo“....
Zu jedem Rezept sind kleine witzige Anmerkungen von Nanny Ogg oder den ängstlichen Herausgebern beigefügt. Wenn das Rezept – wie der Blähfisch- Zutaten enthält, die man besser weglassen sollte (ich denke da an die getrockneten Frösche in den Froschpillen, oder das grünfärbende Arsen in Lord Witwenmachers Pfefferminzbonbons), wird das auch ausführlichst betont...
„Keine Frösche nehmen und sie auch nicht trocknen...“
Zu der Etikette:
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Nanny Ogg äußert sich hier zu Anrede, Etikette bei Tisch, Geburten, Brautwerbung, Heirat, Tod... eben alles, was interessant sein könnte.
Es wäre sicherlich zu lang, auf jedes Thema einzeln einzugehen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einfach mal das Thema „Der Umgang mit Untoten“ herausgreifen und Euch die Passage über Zombies als Beispiel für Nanny Oggs Mitteilungsbedürfnis vorstellen.
„Zombies: Sie sind tot, wollen aber nicht ruhen. Ganz gleich, was die Leute sagen: Niemand wird zum Zombie, ohne einen guten Grund dafür zu haben, im Diesseits zu verweilen. Meistens geht es um irgendeine wichtige Sache, die noch erledigt werden muss. Hier verlangt die Etikette: Da es Menschen sind, sollte man sie auch wie Menschen behandeln. Spöttische Bemerkungen in der Art von „Ich würde dir ja gerne die Hand schütteln, aber ich fürchte, dass sie dann abfällt“ und „Sicher kannst du gut nähen“ verraten schlechte Manieren. Zombies wissen es zu schätzen, wenn man ihnen Parfüm, Aftershave und andere stark riechende Dinge schenkt. Es liegt durchaus im Interesse des Schenkenden, ihnen so etwas zu geben.“
Zusammenfassend kann man dazu nur sagen: wenn ihr alles beachtet, was Nanny erzählt, dann kann man euch zumindest keine schlechten Manieren gegenüber Untoten vorwerfen. Auch für andere Lebenssituationen sind ihre Regeln – sagen wir – zumindest die amüsanteren.
Meine Meinung:
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Einige der Rezepte sind superlecker. Ansonsten würde ich sagen, handelt es sich bei diesem „überraschend nützlichen Almanach“( so der Untertitel) um eine irrwitzige Lektüre über das Leben in den Spitzhornbergen im allgemeinen.
Sehr amüsant sind auch die beigehefteten Kommentare der Herausgeber, die vermeiden wollten, dass dieses Buch zu anzüglich ist und zum Beispiel – zu meinem Bedauern- Nannys berühmtes Rezept für Lebkuchenmänner rausgenommen haben.
Die Begründung möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:
„Die Lebkuchenleute werden aus dem Buch gestrichen. Früher mochte ich Lebkuchenmänner mit ihren kleinen Rosinenaugen. Und ich bezweifle, dass es entsprechende Stechformen fürs Backen gibt. Und Nanny Oggs Bemerkungen über Gummibärchen waren einfach abscheulich. Ich brauche wohl nicht extra darauf hinzuweisen, dass meine Frau gelacht hat.“
Wie schon gesagt: Schade.
Fazit:
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Kochen lernen kann wohl nicht wirklich damit, aber neue lustige Rezepte mit passender Lektüre für die Wartezeiten während des Backens finden sich hier allemal.
Das Buch bringt auf jeden Fall Spaß in die Küche....
...nur eines macht mir Sorgen: das ich nicht kochen kann, dann ein Kochbuch bekomme, leuchtet mir ein. Aber warum dann ein Buch für Etikette???
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