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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von eulenfan
Phillips, Michael: "Der Stein der Kelten"
Pro:
spannend geschrieben, schottische Legenden perfekt eingewebt in die Geschichte
Kontra:
Handlungsfaden in der Gegenwart etwas zu fiktiv...
Empfehlung:
Nein
Schottland übte auf mich schon immer einen großen Reiz aus, einschlägige Literatur über die Region und Besuche dort halfen mir, meinen Wissensdurst über das Land zu stillen und mehr über die Geschichte zu erfahren. Und dann fand ich da in einem Buchladen ein Buch. Ein Stein war auf dem Cover, ein Stück Tartanstoff und ein Dolch. Darüber stand groß „Der Stein der Kelten“. Wie es so meine Art ist, las ich zunächst den Text auf dem Rückumschlag, und dann schlug ich die letzte Seite auf und las den letzten Satz.
Der Satz gefiel mir, und die Info auf dem Rückumschlag machte mich neugierig. Das Buch landete auf der Kasse, und meine Tasche unterm Arm, erleichtert durch das dafür hingelegte Geld aber gleichzeitig beschwert durch das Buch, ging ich ins nächste Café und begann zu lesen. Zu neugierig war ich.
Der Stein der Kelten ist ein mystischer Stein, der einst den Schotten gehörte. Die Engländer stahlen im Mittelalter den Stein und ließen ihn in einen Thron einarbeiten, auf dem von da ab alle englischen Könige gekrönt wurden. Die Geschichte spielt Ende der 90er Jahre. Überraschend dankt die Queen ab und macht den Weg frei für ihren Sohn Charles. Doch noch bevor er gekrönt werden kann, wird der Stein der Kelten aus der Westminster Abby gestohlen. Alle Welt steht vor einem Rätsel. Auch der liberaldemokratische Andrew Trentham rätselt über diesen geheimnisvollen Raub. Immer tiefer gerät er in den mystischen Sog, den Schottland auf einen jeden ausübt, der sich etwas genauer mit seiner Geschichte befasst. Doch dann wird der Vorsitzende der Liberaldemokraten ermordet, und Andrew überraschend zu dessen Nachfolger bestimmt. Der Reiz Schottlands auf den jungen Mann aus Cumberland ist jedoch ungebrochen...
Wer hinter dem Diebstahl und dem Mord steckt und was es damit auf sich hat, das soll hier nicht verraten werden. Es bleibt jedoch anzumerken, dass der Erzählstrang immer wieder unterbrochen wird mit Anekdoten aus der Geschichte Schottlands, die sich alle um wichtige Ereignisse drehen, und in denen immer eine Person mit dem sogenannten Zweiten Gesicht vorkommt. Was es damit auf sich hat, das begreift nur, wer die Geschichten liest, die einen ebenso gefangen nehmen, wie sie es mit Andrew im Buch tun.
Obgleich das Buch recht neu ist und durchaus zur Unterhaltungsliteratur zu zählen ist, ist „Der Stein der Kelten“ beileibe kein leichter Lesestoff, der sich aber dennoch durchaus lohnt.
„Der Stein der Kelten“ ist eine packende Geschichte, die einen nicht so schnell wieder loslässt. Äußerst spannend geschrieben, besticht der Roman aber vor allen Dingen durch die unkonventionelle Einbringung der schottischen Legenden und Geschichten, die erzählt werden. In seinem umfangreichen Vorwort verweist der Autor auf die Parallelen zwischen der Bibel und der Geschichte Schottlands. Und wirklich: Judas, Maria Magdalena, Abraham, Abel und Kain, sie alle finden sich in den Geschichten wieder.
Wer sich für Schottland interessiert, der wird mit diesem Buch bestens bedient sein. Und wem diese Gegend egal ist, der wird spätestens nach der ersten eingewobenen Legende nach mehr gieren.
(Diese Meinung wurde von eulenfan auch bei dooyoo.de und ciao.de veröffentlicht)
Der Satz gefiel mir, und die Info auf dem Rückumschlag machte mich neugierig. Das Buch landete auf der Kasse, und meine Tasche unterm Arm, erleichtert durch das dafür hingelegte Geld aber gleichzeitig beschwert durch das Buch, ging ich ins nächste Café und begann zu lesen. Zu neugierig war ich.
Der Stein der Kelten ist ein mystischer Stein, der einst den Schotten gehörte. Die Engländer stahlen im Mittelalter den Stein und ließen ihn in einen Thron einarbeiten, auf dem von da ab alle englischen Könige gekrönt wurden. Die Geschichte spielt Ende der 90er Jahre. Überraschend dankt die Queen ab und macht den Weg frei für ihren Sohn Charles. Doch noch bevor er gekrönt werden kann, wird der Stein der Kelten aus der Westminster Abby gestohlen. Alle Welt steht vor einem Rätsel. Auch der liberaldemokratische Andrew Trentham rätselt über diesen geheimnisvollen Raub. Immer tiefer gerät er in den mystischen Sog, den Schottland auf einen jeden ausübt, der sich etwas genauer mit seiner Geschichte befasst. Doch dann wird der Vorsitzende der Liberaldemokraten ermordet, und Andrew überraschend zu dessen Nachfolger bestimmt. Der Reiz Schottlands auf den jungen Mann aus Cumberland ist jedoch ungebrochen...
Wer hinter dem Diebstahl und dem Mord steckt und was es damit auf sich hat, das soll hier nicht verraten werden. Es bleibt jedoch anzumerken, dass der Erzählstrang immer wieder unterbrochen wird mit Anekdoten aus der Geschichte Schottlands, die sich alle um wichtige Ereignisse drehen, und in denen immer eine Person mit dem sogenannten Zweiten Gesicht vorkommt. Was es damit auf sich hat, das begreift nur, wer die Geschichten liest, die einen ebenso gefangen nehmen, wie sie es mit Andrew im Buch tun.
Obgleich das Buch recht neu ist und durchaus zur Unterhaltungsliteratur zu zählen ist, ist „Der Stein der Kelten“ beileibe kein leichter Lesestoff, der sich aber dennoch durchaus lohnt.
„Der Stein der Kelten“ ist eine packende Geschichte, die einen nicht so schnell wieder loslässt. Äußerst spannend geschrieben, besticht der Roman aber vor allen Dingen durch die unkonventionelle Einbringung der schottischen Legenden und Geschichten, die erzählt werden. In seinem umfangreichen Vorwort verweist der Autor auf die Parallelen zwischen der Bibel und der Geschichte Schottlands. Und wirklich: Judas, Maria Magdalena, Abraham, Abel und Kain, sie alle finden sich in den Geschichten wieder.
Wer sich für Schottland interessiert, der wird mit diesem Buch bestens bedient sein. Und wem diese Gegend egal ist, der wird spätestens nach der ersten eingewobenen Legende nach mehr gieren.
(Diese Meinung wurde von eulenfan auch bei dooyoo.de und ciao.de veröffentlicht)
10 Bewertungen, 1 Kommentar
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31.05.2002, 13:41 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichSehr interessant! Ich habe das Buch auch:-) CU, mima
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