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Erfahrungsbericht von Knuffy

Wer will schon einen Traummann von Susan Elizabeth Phillips

Pro:

sehr gut geschriebenes Buch von zwei parallel laufenden Geschichten

Kontra:

keine

Empfehlung:

Nein

Da ich in letzter Zeit viel lese, habe ich mich jetzt mal dran gesetzt, das ein oder andere besonders gute Buch bei Ciao zu posten. Dieses Buch lohnte sich von der Ersten bis zur Letzten Seite.

Bevor ich euch jetzt aber aufschreibe wie ich den Roman fand, eine kleine Einleitung, so wie sie im Buch steht.

Der Spruch der am Anfang des Buches steht gefällt mir sehr gut, er ist von Eleanor Roosewelt und lautet:

„Man muss das anpacken, was man für unmöglich hält.“

Wie wahr wie wahr.


Worum geht es:
*****************
Es geht um eine Frau (Präsidentengattin der USA)und ihrem Leben im goldenen Käfig. Nachdem ihr Gatte (der Präsident) ermordet wird, hat Cornelia Litchfield Case die Nase gründlich voll. Sie möchte endlich wieder ihr eigenes Leben leben. Als Kind eines mächtigen Politikers und dann als beliebte Gattin des Präsidenten stand sie ununterbrochen im Licht der Öffentlichkeit. Nun, nach dem Tod ihres Mannes, weigert sie sich schlichtweg, als junge Witwe weitere medienwirksame Repräsentationspflichten zu übernehmen. Trickreich gelingt ihr die Flucht aus dem Weißen Haus in die Anonymität. Und ihr Abenteuer Freiheit beginnt.

Mat Jorik (Journalist), dessen Anblick schon so mancher Frau weiche Knie beschert hat, kann nicht anders: Sein ritterliches Herz schmilzt, wenn er eine Frau in Not sieht. Obwohl er mit seinen ihm angedichteten zwei kleinen Töchtern (er war mit der Mutter der Kinder mal verheiratet und sie hat ihn in die Geburtsurkunden eingetragen) genügend Probleme hat, nimmt er die traurig wirkende Cornelia, nach dem ihr Auto geklaut wurde, als Anhalterin mit – wenn sie als Gegenleistung seine beiden Töchter auf der Fahrt zur Großmutter beaufsichtigt. Cornelia akzeptiert – und verliebt sich (wer jetzt denkt „war ja klar“ der denkt faaaaaahhhhhlsch, denn Sie verliebt sich) spontan in die beiden pfiffigen Mädchen. Dann erst nimmt sie den Mann genauer unter die Lupe und merkt das er ein nicht zu verachtendes Exemplar der Gat-tung Mann ist *g*.


Hauptfiguren im Roman:
***********************
- Cornelia “Nealy” Litchfield Case / Präsidentengattin
- Mat Jorik / Journalist und widerwillen Vater zweier Töchter die nicht seine sind
- Lucy / die ältere von den Mädchen (16 Jahre alt)
- Button / das Baby wird so von Lucy genannt (auf deutsch Hintern) *g*
- Mabel / ein Wohnmobil


Leseproben und Anmerkungen:
*****************************

****S. 13: „Dein Recht auf ein Privatleben ist durch die Heirat mit Dennis (Präsident) hinfällig geworden.“
Da irrte sich ihr Vater. Sie hatte es schon an dem Tag verloren, als sie als James Lichtfields Tochter auf die Welt kam.
Über die siebenjährige Nealy (ihr Spitzname) – lange bevor ihr Vater Vizepräsident wurde – hatten die nationalen Zeitungen eine Geschichte gebracht: wie sie ihr Osternest, das auf dem Rasen den Weißen Hauses versteckt gewesen war, einem behinderten Kind schenkte. Nicht jedoch stand in der Zeitung, dass ihr Vater, damals noch Senator, ihr flüsternd befohlen hatte, das Nest herauszurücken, und dass sie hinterher bitterlich geweint hatte über diese angeordnete Nächstenliebe.
Mit zwölf und einer schimmernden Zahnspange im Mund war sie fotografiert worden, wie sie gerade Suppe in einer Washingtoner Obdachlosenküche austeilte. Und die Dreizehnjährige zierte grüne Farbe an der Nase, weil sie bei der Renovierung eines Altersheims mithalf. Doch ihre Popularität wurde für immer besiegelt, als man sie in Äthiopien fotografierte, wie sie ein verhungerndes Baby (@1) in ihren Armen hielt, während ihr Tränen der Wut und Verzweif-lung über die Wangen liefen. Dieses Bild, das auf dem Cover der Times erschien, brachte ihr für alle Zeiten den Ruf als die Verkörperung des menschenfreundlichen Amerikas ein. (Doch das war nie ihre Absicht)****
@1Das Baby starb noch in ihren Armen und sie hat seit dem eine wahnsinnige Angst vor Babys. Denn sie denkt sie wäre das Unglück für Babys. Wenn sie mit ihnen in Berührung kommt geht es den Babys schlecht. Es stimmt nicht aber sie redet es sich ein.

Nealy möchte eigentlich nur wieder in ihr Privatleben zurück, dass sie eigentlich richtig noch nie hatte, aber da hat sie nicht mit ihrem Vater und dem neuen Präsidenten Vandervort gerechnet. Der ist ledig und braucht eine Dame an seiner Seite, wegen der Repräsentationspflichten. Dafür möchte er die allseits beliebte First Lady Cornelia einspannen. Sie beugt sich erst mal dem Präsidenten und ihrem Vater, aber sie leidet sehr und magert ab, die Öffentlich-keit macht sich schon Sorgen um sie. Sie kann nichts mehr essen denn jede Mahlzeit wird für sie zu einer Tortur.

****Seite 14: An einem Nachmittag im Juni stand sie in der Reha einer Kinderstation in Phoenix, Arizona, und sah einem kleinen lockigen, rothaarigen Mädchen, dessen dicke Beinchen in zwei Schienen steckten, bei ihrem Gehversuch auf Krücken zu.
„Guck her!“, rief der pummelige Rotschopf strahlend, stützte sich auf ihre Krücken und schickte sich an, den unglaublich mühsamen Schritt zu tun. Was für ein Mut!
Nealy hatte noch nicht oft Scham verspürt, doch nun wurde sie geradezu davon überwältigt. Dieses Kind hier kämpfte so tapfer darum, sein Leben zurückzubekommen, während Nealy ihr eigenes an sich vorbeigehen ließ.
Genau in diesem Augenblick traf sie eine Entscheidung. Sie wusste nicht, wie oder wann, aber sie würde sich befreien. Selbst wenn die Freiheit bloß einen Tag – eine Stunde! – dauern sollte; zumindest würde sie es auf einen Versuch ankommen lassen. ****

Denn alles was sie wollte war einmal einkaufen gehen, ohne angestarrt zu werden, mit einem Eis in der Hand durch eine Kleinstadt bummeln und lächeln, einfach, weil ihr danach zumute war, nicht weil sie es musste. Einmal wollte sie sagen können was sie dachte, einmal einen Fehler machen. Sie wollte sehen wie die Welt wirklich war, nicht herausgeputzt für einen offiziellen Besuch. Vielleicht würde sie dann ja herausfinden was sie mit dem Rest ihres Lebens anfangen sollte.

Einen Monat später setzte Sie ihren Plan in die Tat um und floh aus dem Weißen Haus. Und da fing ihr ganz persönliches Abenteuer an. Denn die einfachsten Dinge kannte sie nicht, z.B. einen Ticketautomaten für die Metro. Sie hatte immer jemanden der ihr alles hinterher getragen hat, und plötzlich ist es anders, aber gerade das macht ihr Spaß. Sie kauft einen Fahr-schein und fährt los ins anonyme Leben. Es ist echt eine Freude mitzuerleben über was für Kleinigkeiten sie sich freuen kann, nur weil sie ihr Leben lang schon im goldenen Käfig aufgewachsen ist und nichts von der wahren Welt draussen vor den Türen mitbekommen hat. Sie kauft ein Auto, Geld hatte sie mitgenommen (clever ist sie ja schon *g*), als nächstes hält sie an einem Supermarkt und kauft ein, denn als alte Frau (so hatte sie sich verkleidet um zu entkommen) will sie nicht ewig rumlaufen, sie kauft Sachen und zieht sich um, stoppt dann an einem Truck Stop um zu essen und einen Kaffee zu trinken.

Mat Jorik (die zweite Hauptperson in diesem Roman) sitzt zur gleichen Zeit bei einem Anwalt in Harrisburg, Pennsylvania, im Büro und erfährt das er zwei Töchter hat und die dazugehörige Mutter tot ist.

****S.22: „Sie sind auf beiden Geburtsurkunden als Kindsvater aufgeführt, Mr. Jorik. Das heißt, dass Sie für sie verantwortlich sind.“
Der Anwalt war ein humorloser Spießer, der Typ also, den Mat Jorik am allerwenigsten mochte; also streckte er vorübergehend kurz ein baumlanges Bein aus, um diesen Wurm ein wenig einzuschüchtern. Warum sollte seine Größe (2,02m) nicht auch mal zu was gut sein? „Dann will ich´s noch mal wiederholen, Sie sind nicht von mir.“
Der Anwalt zuckte ein wenig zusammen. „Das sagten Sie. Aber die Mutter hat Sie als Vormund eingesetzt.“
Mat funkelte ihn an. „Dankend abgelehnt!“.....Erneut raffte sich der Rechtsverdreher auf. „Sie sagen, sie wären nicht von Ihnen – aber Sie waren mit der Kindsmutter verheiratet.“
„Ja, mit einundzwanzig.“ Ein Anfall jugendlicher Panik, den Mat nie wiederholt hatte...............Der Anwalt musterte kurz den Inhalt des Umschlages (der Akte) und sah dann wieder zu Mat auf. „Sie geben zu, dass ihre Ex-Frau mit dem älteren Mädchen schwanger war, als Sie sie heirateten.“
„Muss ich´s wirklich noch mal sagen? Sandy (die Kindesmutter) hat mir weisgemacht, dass es mein Kind ist, und ich habe ihr geglaubt, bis eine ihrer Freundinnen ein paar Wochen nach der Heirat mit der Wahrheit herausrückte. Daraufhin habe ich Sandy zur Rede gestellt, und sie hat zugegeben, dass alles gelogen war. Ich bin zu´nem Anwalt gegangen und fertig!“ Er konnte sich noch gut erinnern, wie erleichtert er gewesen war, noch einmal mit heiler Haut davongekommen zu sein.*****

Geht das denn wirklich so einfach. Ich gebe einen Mann einfach auf der Geburtsurkunde an und er ist der Vater. In Amerika ist wohl alles möglich. Naja Mat bekam dann noch zu hören, dass die Mädchen in Pflegefamilien kämen wenn er nicht die Verantwortung für sie überneh-men würde, doch das wollte er nicht, denn er kannte Pflegefamilien und die waren alles andere als gut zu den Pflegekindern (seine Spielkameraden= Nachbarn) gewesen. Das wollte er den Mädchen ersparen, aber die Verantwortung übernehmen wollte er auch nicht, denn Kinder konnte er in seinem Leben nicht gebrauchen, da er beruflich auch Probleme hat nachdem er seinen Job bei einem TV-Sender hingeschmissen hat und auf die Story seines Lebens wartete die ihn wieder in alle Zeitungen bringt.

Also kommt er auf die Idee das er die Kinder zu der Großmutter bringt, und damit fängt auch bei ihm das Abenteuer an.

Er fährt raus zu den Mädchen und steckt sie, trotz heftigen Protest der Älteren ins Wohnmobil, das seiner toten Ex-Frau gehört und fährt los. Auf dem Truck Stop hält er an, weil er ein Bier trinken möchte und das große Mädchen quengelt weil es etwas essen will. Also stellt er sich auf den Rastplatz und dann kommt ein blauer Chevy Corsica mit einer Frau am Steuer flott auf den Parkplatz gebraust und parkt direkt neben ihm. Die junge Frau (Nealy) steigt aus und hat wenig modisches an, ein paar billige weiße Turnschuhe, dunkelblaue Shorts und eine weite gelbe Umstandsbluse *lach* denn sie machte auf Schwanger (gute Verkleidung, echt.). Er sah in ihren Wagen und sah den Schlüssel im Zündschloss des Wagens. Mat überlegte, ob er ihr nachgehen und sie darauf aufmerksam machen sollte; doch andererseits verdiente jemand der den Schlüssel stecken lässt eben sein Schicksal. Und so kam es wie es kommen musste, der Wagen wurde geklaut und sie stand ohne Auto da. (*dieser fiese Kerl habe ich da nur gedacht und geschmollt mit ihm* *g*)

Mat sagt ihr dann auch noch, als sie wieder raus kommt aus der Raststätte, das sie die Wagenschlüssel hat stecken lassen und das bestimmt der Anhalter den niemand mitgenommen hat sich den Wagen genommen hat und grinst dabei frech. Dann fährt ein anderes Auto vom Rastplatz los, das Baby Butt krabbelt genau drauf zu, Nealy sieht das und rettet das Baby vor dem Überfahren werden und daraufhin nimmt Mat sie mit, unter der Bedingung das sie die zwei Mädchen in Schach hält, wovor sie mehr Angst hat als vor dem Trampen, aber sie sagt zu und fährt mit der kleinen Familie durch die Staaten.

Ab hier erleben sie immer wieder neue Sachen die ihr Spaß machen, denn sie picknicken zwischendurch und sie freut sich darüber wie ein Schneekönig, weil sie es ja noch nie als normale Bürgerin geniessen konnte. Sie gehen in Einkaufszentren bummeln und keiner erkennt sie. Sie spielt aber auch gegenüber Mat und den Kindern immer noch die Schwangere. (wie sie das schafft ist mir ein Rätsel.)

****S.132: Beide Mädchen waren unleidlich, also bestellte Nealy Abendessen aufs Zimmer und tat, als wäre sie nicht ärgerlich, weil Mat sich noch immer nicht blicken ließ. Lucy sah sich einen Film an und schlief dann mit Button an ihrer Seite ein. Nealy duschte, schnallte sich wieder das blöde Kissen um (denn sie spielte ja weiterhin die Schwangere Frau) und schlüpfte in ihr Nachthemd.
Als sie aus dem Bad kam, erblickte sie zu ihrer Überraschung Mat, der in der Verbindungstür stand. Er war barfuß, und das T-Shirt hing über seinen Jeansshorts. Seine Gestalt erschien im Gegenlicht des düsteren Raumes noch riesenhafter, und obwohl die zwei Mädchen auf dem Bett schliefen, hatte sie das beunruhigende Gefühl, ganz allein mit ihm zu sein.
Sie sprach leise und gab sich unbefangen. „Dann haben sie also beschlossen, uns doch nicht sitzen zu lassen?“
„Ich will mit Ihnen reden.“
Sein barscher Ton verursachte ihr Unbehagen. „Ich bin müde. Morgen wäre mir lieber.“
„Wir reden jetzt auf der Stelle!“ Er wies mit ruckartigen Kopfbewegungen auf sein Zimmer. Sie überlegte, ob sie sich weigern sollte, aber etwas in seiner Miene verriet ihr, dass das verschwendete Liebesmüh gewesen wäre.
Er machte die Tür hinter sich zu und musterte sie eisig. „Ich hasse es, wenn man mich anlügt.“
Zwar hatte er sie nicht angefasst, doch sie merkte, dass sie mit dem Rücken zur Wand stand. „Was meinen...“
Abrupt brach sie ab, als er den Saum ihres Nachthemdes ergriff und anhob. Sie versuchte sich loszureißen, aber er hielt die am Arm fest.
„Aufhören!“
Er starrte auf sie nieder, sein Blick glitt über das Kissen um ihre Taille und das lavendelfarbene Seidenhöschen gleich darunter. Sie wehrte sich, trommelte gegen seinen Oberkörper, aber er war zu stark für sie. „Lassen Sie mich los.“
Mat hatte genug gesehen! Das Nachthemd glitt wieder über ihre Beine. Sie versuchte sich an ihm vorbeizudrängen, aber seine bärenhafte Gestalt blockierte den Weg.
Seine Augen bohrten sich in die ihren. „Sie haben mich von vorne bis hinten belogen.“****

Also war das auch erledigt. Jetzt zieht sich Mat total von ihr zurück. Er weiß jetzt das sie nicht schwanger ist, aber er weiß immer noch nicht wer sie wirklich ist.

Die Leute vom Secret Service suchen mittlerweile auch schon nach der First Lady, da sie herausgefunden haben das sie nicht auf ihrem Zimmer ist. Aber Nealy ist nicht dumm, sie ruft jeden Tag jemanden an (ehemalige First Ladys) um mitteilen zu lassen das es ihr gut geht und sie nicht entführt wurde, denn das hatten ihr Vater und der Präsident befürchtet.

Dann ist ein Ähnlichkeitswettbewerb und die ältere der Mädchen (Lucy) schleppt sie dahin, denn sie möchte den ersten Preis, einen Fernseher haben, damit es im Wohnmobil nicht so langweilig ist. Und da sich Mat und Lucy einig sind das sie Cornelia Case ähnlich sieht, hat sie Nealy dort schon angemeldet. ABER Nealy spricht nur spanisch vor der Kamera und wird NUR zweite, denn der Santa Claus gewinnt. Und das ist auch gut so, Nealy läuft sofort weg und nimmt das Baby auf den Arm und verschwindet, damit keine Kamera mehr ein Bild von ihr senden kann. Lucy nimmt den zweiten Preis entgegen und sie fahren weiter.

Für Nealy geht es weiterhin amüsant zu, auch Lucy taut jetzt langsam auf und kommt ihr näher. Aber auch zwischen Mat und Nealy funkt es gewaltig. Ich werde nicht alles beschreiben, denn ihr solltet das Buch schon selber lesen, aber es ist so witzig und auch sehr erotisch wie es im Buch beschrieben wird. Ein kleiner Auszug dessen folgt:

****S.176: Mat fühlte Nealy wachsende Anspannung und wollte den Kuss schon abbrechen, um zu sehen, was los war – doch irgendein Instinkt ließ ihn zögern. Im einen Moment war sie weich und warm gewesen und nun steif wie ein Brett. Sie schien an der Sache zu arbeiten, anstatt das Ganze einfach zu geniessen. Er hörte ihre Kiefergelenke beinahe knacken, als sie ihre Lippen öffnete. Ihre Zungenspitze wagte sich vor und zog sich dann wieder ein wenig zurück. Im fiel seine blöde Bemerkung von gestern Abend ein über die Art, wie sie küsste.
..........Sie entspannte sich ein wenig. Sie nahm seinen Kopf in beide Hände und drückte ihre weichen Lippen auf die seinen. Viel besser. Mat lächelte in sich hinein.
Sie zuckte nervös und blickte zutiefst verletzt zu ihm auf. „Du lachst mich aus!“
Sein Herz sank. Er benahm sich wirklich wie ein Anfänger, obwohl er´s gar nicht wollte. „Da kannst du wetten Dich zu küssen ist das Beste, was mir seit langem passiert ist, und das feiern wir jetzt!“
Sie blickte ihn nicht mehr ganz so aufgebracht, aber dennoch misstrauisch an. „Nun komm schon, kritisiere mich ruhig! Ich weiß, dass du das willst.“ „Was ich will, ist, dich wieder küssen.“ Zum Teufel damit! Er hatte versucht, sensibel zu sein, und es hatte nichts gebracht. Jetzt zog er sie hart an sich. Manche Typen taten besser daran, einfach Blödmänner zu bleiben.
Diesesmal lies er ihr keine Zeit zum Nachdenken. Das war sein Territorium, und sie sollte sehen, was sie daraus machte. Ihr Kuss war derart hingebungsvoll und leidenschaftlich, dass sie gar keine Zeit mehr hatte, sich über ihre Zunge Gedanken zu machen oder wo sie sie hinstecken sollte, denn seine war sowieso schon da. Er hatte Männer nie verstanden, denen es bloß ums Hauptereignis ging. Mat war selbst ein leidenschaftlicher Küsser. Und diese unschuldige Klassefrau zu küssen, empfand er als besonders süß. (Den möchte ich mal geliehen haben *lechz*)
Ihre Finger gruben sich in seine Schulter, und er griff ihr unter die Bluse, um endlich das zu tun, was er schon den ganzen Tag lang vorhatte.****
Und dann kam Button (das Baby) mit „Dada“ und „Gah?“ und nocheinmal mit einem energischen „DADA“ dazwischen *lach*.

Ich habe so manches mal das Buch hoch genommen mich wieder mal zur Seite gedreht oder mir was zu trinken geholt, aber aus der Hand gelegt habe ich es nicht. Vor allem als es dann endlich an die Stelle kam als sie das erstemal alleine im Wohnmobil waren und miteinander intim werden wollten.....da konnte ich doch nicht schlafen gehen *g* also weitergelesen und dann um 2:16 Uhr endlich die spannende Passage zu ende gelesen und mit einem Lachen im Gesicht eingeschlafen. Babys aber auch *lachjetztnoch* Immer im richtigen Augenblick erscheinen sie auf der Bildfläche :-)

Doch Mat hat ihr immer noch nicht gesagt was er beruflich macht (er hatte ihr am Anfang erzählt er würde als Stahlarbeiter arbeiten so wie seine Vorfahren), obwohl er nicht weiß wer sie ist. Als er dann mal Radio hört und es davon gesprochen wird das die First Lady verschwunden ist, spricht er sie als First Lady an und sie reagiert darauf. (Wenn man in Gedanken ist passieren solche Unachtsamkeiten schon mal) Damit ist erst mal Krach angesagt und sie bekommen sich mächtig in die Haare. Am nächsten Morgen behandelt er sie plötzlich wie einen Gast und nicht mehr wie die Frau die mitfährt und mit der er was hat. Er nimmt ihr all das weg, was ihr soviel Spaß gemacht hat, die einfachen normalen Dinge eben. Sie ist sehr betroffen darüber und will nur noch weg von ihm, denn ihr ist klar geworden das sie ihn liebt, und kann mit dem veränderten Mat nicht umgehen.

Der Secret Service ist ihr durch den zurückliegenden Ähnlichkeitswettbewerb auf der Spur und verfolgt Sie. Mat, Nealy, Lucy und Butt(on) fahren weiter in Richtung Großmutter. Doch es passiert auch bis dahin und auch vor Ort noch eine ganze Menge.....aber ich finde ich habe jetzt genug erzählt aus dem Roman. Wenn ich alles erzähle verliert ihr die Lust es selber zu lesen und das möchte ich nicht, denn es ist wirklich lohnenswert.

Fazit:
*********

Ich liebe solche Romane wo man Stunden lang lesen kann ohne müde zu werden und immer wieder was zum lachen und auch zum nachdenken hat.
Das ein oder anders Mal habe ich mit Lucy mitgelitten. Sie war starrköpfig und gemein, aber ich konnte auch verstehen wieso und habe immer gehofft das es noch gut wird. Manches mal hätte ich sie aber auch treten können, wenn sie wieder Bockmist gemacht hat. Aber das gleiche gilt auch für Mat und Nealy *fg*. Ich konnte Lucy aber verstehen und habe sie auch bewundert, ein Mädchen in der Pubertät, das nur eine besoffene Mutter gesehen hat und eine kleine Schwester die es mal besser haben sollte. Sie konnte sich nicht vorstellen das sie von jemandem geliebt werden könnte, aber so was passiert, auch wenn man widerspenstig und gemein ist *g*

Ich habe auch viel nachgedacht über das Leben das vielleicht manche Reichen, in der Öffentlichkeit stehende Menschen führen, die es satt haben und gerne in der Versenkung verschwinden würden um ein normales Leben zu führen. Ich finde es interessant wie in dem Roman beschrieben wird was Nealy von früher Jugend an eigentlich für ein Leben geführt hat. Kein Date ohne Secret Service *grausam* *kicher*, kein Junge hat sich getraut sie zu fragen wegen einer Verabredung geschweige denn sie zu küssen, denn immer war der Secret Service dabei. Ich denke das kann schon frusten, wenn die wüsste was die alles verpasst hat *fg*.

Es gibt noch viele Dinge in dem Roman die ich gar nicht angeschnitten habe, denn sonst wäre es witzlos das Buch zu lesen. Es ist auf alle Fälle ein Roman mit der ein oder anderen Überraschung und wie der Roman ausgeht, dass müsst ihr schon selber lesen.

Auf jeden Fall wird das nicht der letzte Roman von der Autorin gewesen sein, den ich gelesen habe. Damit habe ich jetzt schon 2 neue Autorinnen für mich gefunden von denen ich noch den ein oder anderen Roman lesen werde. Es lohnt sich wirklich für die Lachmuskeln und die Gedankenfalten auf der Stirn.

Die New York Times meinte über diesen Roman: „Romantisch, sexy und herzerfrischend komisch – Keine andere Schriftstellerin garantiert so köstliche Unterhaltung wie Susan Elizabeth Phillips!“


Zur Autorin: (leider nicht sehr viel)
**************************************
Susan Elizabeth Phillips lebt mit Ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in der Nähe von Chicago.

Von ihr sind weiterhin erschienen:

- Bleib nicht zum Frühstück (35029)
- Küss mich, Engel (35066)
- Träum weiter, Liebling (35105)
- Kopfüber in die Kissen (35298)

Alle erschienen im Blanvalet Verlag


Zum Roman:
*************

  • Die Originalausgabe dieses Roman´s ist unter dem Titel „First Lady“ bei Avon Books, Inc., New York erschienen.
  • Deutsche Erstveröffentlichung: März 2001, also auch noch recht Frisch.
  • Die ISBN Nummer: 3-442-35394-7
  • www.blanvalet-verlag.de
  • der Preis liegt bei 14,90 DM oder seit 1.1.2002 bei 7,45 €


Das war´s jetzt von mir zu diesem Buch. Etwas länger als gedacht, aber was solls *lach*.

Danke das ihr durchgehalten habt *lächel*

Eure Knuffy

11 Bewertungen, 1 Kommentar

  • morla

    01.06.2007, 00:01 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    l. g.petra