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Erfahrungsbericht von kasmodiah

Pratchett, Terry - Das Erbe des Zauberers

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Das Erbe des Zauberers ist ein Fantasy-Roman von Terry Pratchett. Er ist der Erfinder der legendären Scheibenwelt. Wie die meisten seiner Romane spielt auch dieser in jener obskuren, fantastischen Welt. Die Scheibenwelt kommt den veralteten Vorstellungen von unserer Welt ziemlich nahe: der Planet ist eine Scheibe mit einer Kuppel als Himmel, diese Scheibe wird von vier Elefanten getragen, die auf dem Rücken einer Schildkröte stehen, wer über den Rand der Scheibe fällt ist verloren in den Weiten des Universums...


Die Zauberer der Scheibenwelt sind ein traditionsreiches und traditionsverbundenes Volk. Eine dieser Traditionen verlangt, dass ein Zauberer, der auf das Ende seines Lebens zugeht, seinen Zauberstab und somit seine Magie an den achten Sohn eines achten Sohnes weitergibt. Die Betonung liegt hierbei auf dem Wort Sohn. Eine andere Tradition besagt, dass nur Männer Zauberer sein können. Frauen können sich allenfalls der Hexerei zuwenden.


Ein alter Zauberer macht sich daran, die erste der beiden genannten Traditionen umzusetzen. Hierbei lässt er sich von seinem Zauberstab leiten. Die lange und erschöpfende Reise führt ihn in das Dorf „Blödes Kaff“ und endet beim ansässigen Schmied, dessen Frau just in diesem Moment ein Kind gebärt. Der Zauberer eilt zu dem Schreihals und überreicht den Zauberstab. Plötzlich gibt die Hebamme und Hexe des Dorfes, Granny Wetterwachs, bekannt, dass es sich bei dem kleinen Schreihals um Eskarina, einem kleinen Mädchen handelt. Verwirrung und Empörung machen sich breit. Man beschließt, dem Mädchen vorerst nichts von seinem Schicksal zu erzählen. Als sich Eskarinas Zauberkräfte immer stärker herausbilden, wird sie von Granny Wetterwachs in die Lehre genommen. Sie hofft, Eskarina die Hexenkunst soweit ans Herz legen zu können, dass sie von der Zauberei absieht.


Eines Tages gerät Eskarina in eine missliche Lage. Die Nutzung der Magie bzw. des Zauberstabes lässt sich nun nicht mehr verhindern. Jetzt, wo sie mit ihrem Schicksal konfrontiert wurde und Granny Wetterwachs ihr alles wichtige über ihr Schicksal erzählt hat, macht Eskarina es sich zum Ziel, die Kunst der Zauberei zu erlernen. Hierbei kann Granny als Hexe ihr natürlich nicht helfen. Es gibt nur einen Ort, an dem Zauberer ordnungsgemäß ausgebildet werden: die unsichtbare Universität.


Granny Wetterwachs und die kleine Eskarina machen sich auf den Weg die unsichtbare Universität zu suchen. Während sie Station in einem Vorort von Ohulan machen, begegnen sie Grannys Hexenkollegin Hilta Ziegenfinger. Zwischen den beiden Hexen liegen Welten. Während Granny verklemmt und hinterwäldisch ist, gibt sich Hilta eher offen und modern. Eskarina ist fasziniert von Hilta. Während ihres Aufenthaltes in dieser Stadt verlieren sich Granny und die Kleine aus den Augen. Eskarina landet auf einem Kahn. Die Flussfahrt endet in Zemphis, wo sie sich einer Karawane anschließt und Treatle und Simon kennen lernt. Treatle ist Vizekanzler der unsichtbaren Universität. Zusammen mit den beiden reist sie eben dort hin. Der Zutritt zur Universität bleibt ihr dennoch verwehrt. Dafür finden sie und Granny Wetterwachs an diesem Ort wieder zusammen. Mit geballter Kraft und Intelligenz ist es natürlich auch kein Problem mehr sich den Zutritt zur Universität zu verschaffen.


Nachdem Eskarina es endlich über Umwege geschafft hat einzuziehen, kommt alles anders als sie es sich vorgestellt hat. Statt etwas über die Magie zu lernen, wird sie ins kalte Wasser geschmissen und mit ihr konfrontiert. Jetzt geht das Abenteuer erst richtig los...


Das Erbe des Zauberers ist ein schönes Buch, das sich auch sehr gut liest. Als jedoch die Ereignisse in der Universität losgehen, wird der Stil etwas komplizierter. Vielleicht ist das nicht der fall, wenn man den Teil so ziemlich am Stück liest, aber ich persönlich lese in vielen kleinen Etappen und habe damit ab dieser stelle immer wieder den faden verloren, was sonst eigentlich nicht der Fall ist. Von hier an ist die Geschichte übrigens richtig spannend, während sie vorher eher fröhlich daher erzählt und witzig ist.




----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-20 14:16:50 mit dem Titel Pratchett, Terry - Das Licht der Phantasie

Terry Pratchett ist im Bereich der Fantasy – Lyrik bereits ein Schriftsteller mit Kult – Status. Seine Romane spielen immer am gleichen Ort, auf der Scheibenwelt. Die Scheibenwelt kommt den veralteten Vorstellungen von unserer Welt ziemlich nahe: der Planet ist eine Scheibe mit einer Kuppel als Himmel, diese Scheibe wird von vier Elefanten getragen, die auf dem Rücken einer Schildkröte stehen, wer über den Rand der Scheibe fällt ist verloren in den Weiten des Universums...

Irgendwo auf der Scheibenwelt gibt es eine Universität. Eine unsichtbare Universität. Hier werden nicht irgendwelche Leute ausgebildet, sondern Zauberer, oder auch Thaumaturgen genannt. In der Universitätsbibliothek gibt es ein Buch, welches acht Zaubersprüche beinhaltet. Naja, eigentlich nur noch sieben. Einer befindet sich mittlerweile im Kopf von Rincewind, einem ehemaligen Magier in Ausbildung. Er musste seinerzeit die Universität verlassen, weil er nicht in der Lage war Zaubersprüche zu lernen. Ob das was mit dem Zauberspruch zu tun hat?
In der unsichtbaren Universität sind außerdem die Oberhäupter der acht verschiedenen magischen Richtungen zu finden. Bisher störte es sie wenig, dass sich einer der acht Zaubersprüche in Rincewind befindet. Doch nun steht die Scheibenwelt vor einer großen Gefahr. Um sie retten zu können, müssen alle acht Zaubersprüche gleichzeitig ausgesprochen werden. Eine Suche nach Rincewind wird gestartet.
Dieser befindet sich gerade irgendwo auf der Scheibenwelt, zusammen mit dem ersten Touristen, der zur Scheibenwelt gereist ist, und einem wundersamen Koffer, der immer für Überraschungen sorgt. Zusammen erleben die drei die ungewöhnlichsten Sachen und sie begegnen den merkwürdigsten Zeitgenossen. Unter anderem einem veralteten Helden, Gevatter Tod und seiner Tochter, Druiden, Felsenmenschen, Kobolden, sprechenden Bäumen und dergleichen mehr.

Das Licht der Phantasie ist ein eigenartiges Buch. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich daran gekommen bin, denn eigentlich ist das nicht der Stoff den ich sonst lese. Dennoch bin ich total begeistert davon. Anfangs liest sich das Buch etwas schwer, denn es beginnt mit einer ungeheueren Informationsflut und es schmettern sehr viele Phantasienamen und Phantasiebegriffe auf einen ein, die man in normalen Geschichten nicht liest. Aber nach ein paar Seiten hat man sich daran gewöhnt und dann liest sich das Buch wie Butter. Es ist wirklich erholsam mal fern ab unserer Realität in andere Welten einzutauchen. Eine Welt voller Magie, Leben, Farbe, seltsamer Wesen, außergewöhnlicher Natur und mit ganz anderen Regeln. An keiner Stelle des Buches kann man sagen, wie die Geschichte weitergeht. Man wird immer wieder überrascht. Selbst das Ende glaubt man nach einiger Zeit vorhersagen zu können, und doch kommt es zu einem völlig anderen Schluss. Zu einem, den man nicht erwartet hätte.

Ich habe mal von jemandem gehört Terry Pratchett macht süchtig. Ich weiß nicht, ob es schon eine Sucht ist, aber noch bevor ich das Buch zuende gelesen habe, habe ich mir schon die nächsten drei Bücher von Terry Pratchett gekauft. Man sollte aber auf jeden Fall darauf achten, dass man Das Licht der Phantasie als erstes liest, denn es ist das erste von Pratchetts Büchern und beschreibt die Scheibenwelt, auf der ja alle seine Geschichten spielen, wesentlich genauer und ausführlicher als die folgenden. Somit werden die späteren Geschichten vielleicht noch verständlicher.

27 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Gevatter

    19.10.2002, 00:44 Uhr von Gevatter
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hallo!Auch ich bin ein Pratchett Fan!Du hast recht, es ist geschickt, wenn man mit "Das Licht der Phantasie" beginnt.Auch ich habe damit begonnen.Später habe ich gemerkt, das es da auch noch einen Vorgänger gibt, nämlich "Die

  • Schejtan

    13.05.2002, 21:43 Uhr von Schejtan
    Bewertung: sehr hilfreich

    das buch auch im regal stehen hat und ganz viele andere pratchett - bücher auch :)

  • bofried

    21.04.2002, 03:37 Uhr von bofried
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß aus Rövershagen. Bofried