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Erfahrungsbericht von Jakini

Rowling, J.K. Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wenige Tage nachdem ich die ersten beiden Bände gelesen hatte, war Ostern und die freien Tage nutze ich, um weiter Harry Potter zu lesen, denn ich war von den Geschichten gefesselt:

Während die Kinder dann mit dem Papa und dem Opa im Garten waren, machte ich es mir sofort gemütlich, und fing an zu lesen.

Auch diesmal beginnt die Geschichte wieder bei den verhaßten Verwandten, den Dursleys, seinem Onkel, der Tante und dem verzogenen Cousin, wo Harry seine Sommerferien verbringen muß. Diesmal ist er jedoch etwas schlauer, Harry hat inzwischen gelernt, wie er mit einer Nadel das Schloß des Schrankes unter der Treppe öffnen kann, in dem seine Bücher für die Zauberschule versteckt sind, denn die Dursleys wollen nichts mit Harry und seiner Zauberrei zu tun haben. Aus diesem Grunde haben sie ihn auch immer angelogen, seine Eltern wären bei einem Autounfall verstorben, die Narbe an seiner Stirn käme von dem Unfall. Tatsächlich jedoch ist Harry der Sohn einer Hexe und eines Zauberers, was er erst an seinem 11. Geburtstag erfährt, denn danach kommt er auf die Zaubererschule in Hogwarts, auch gegen den Willen des Onkels.

Immerhin kann er in diesen Ferien heimlich arbeiten, ohne daß die Familie davon etwas mitbekommt. Außerdem darf in diesem Sommer seine Eule Hedwig nachts fliegen, aber nur unter der Bedingung, daß er seinen Freunden auf diese Weise keine Post zukommen läßt. In den letzten Ferien hatte die Eule nachts so einen Krach gemacht, weil sie die ganze Zeit in ihrem Käfig bleiben mußte, daß duie Dursleys sich auf diesen Kopromiss einließen.

Die Dursleys haben nie etwas besonderes um Harrys Geburtstag gemacht, doch seit dem Harry auf der Zauberschule ist, vergessen sie den Tag erst Recht. Nicht aber so seine Freunde Ron, Hermine und natürlich auch Hargrid, der Wildhüter von Hogwarts, der ihn einst an seinem 11. Geburtstag besuchte und ihm die Wahrheit über sich und seine Eltern erzählte. Zum ersten Mal seit der mit einem Jahr zu den Dursleys gekommen war bekam er Post an seinem Geburtstag und Gratulationen, die von Herzen kamen.

Anders jedoch seine Onkel und die Tante, die brachten nicht ein Wort der Gratulation über die Lippen, das konnte Harry jedoch verschmerzen. Schlimmer jedoch, die Schwester des Onkels kam zu Besuch, sie ist ebenso schlimm wie der Onkel, und obwohl er aus der Verwandschaft der Tante stammt, mußte er sie mit Tante ansprechen. Immerhin beschließt er einen Packt mit dem Onkel, er kommt nach den Ferien in die dritte Klasse der Zauberschule und die Schüler der dritten Klasse dürfen ab und zu das Dorf Hogsmeade besuchen, doch hierfür brauchen sie eine Erlaubnis der Erziehungsberechtigten. Der Onkel verspricht, ihm das Formular zu unterschreiben, wenn er sich während es Besuches der Tante benimmt. Oft ist Harry kurz davor, zu platzen, doch er hat immer das Formulat und die Ausflüge in das Dorf vor Augen und schluckt seinen Ärger hinunter. Am letzten Abend jedoch beleidigt die Tante seine Eltern, sie kennt die wahre Geschichte nicht, ihr wird vorgelogen, Harry sei auf einer Schule für hoffnungslose Fälle. Und das soller angeblich von seinen Eltern haben, als die Tante dies so heftig auspricht wird Harry sauer und er kann sich nicht mehr beherrschen. Die Tante bläst sich auf, wie ein Ballon und hängt an der Decke. Harry, dem klar ist, daß er nun von der Schule fliegen würde, weil er in den Ferien gezaubert hat, was den minderjährigen Schülern strengstens, besonders in Gegenwahrt von sog. Muggeln untersagt ist. Schnell packt er seine Sachen zusammen und verläßt das Haus.

Er wartet auf die Eulenpost, die ihm mitteilt, was mit ihm passieren wird, doch diese bleibt aus. Stattdesse kommt plötzlich ein Bus, der fahrende Ritter und liest ihn auf. Unter falschen Namen kommt Harry auf diese Weise in die Winkelgasse, dort kaufen die Zauberer ein, haben ihr Bank und die Schüler treffen sich meistens, um dort die neuen Schulbücher zu besorgen. In der Winkelgasse, ober besser der Wirtschaft vor der Winkelgasse, dem geheimen Durchgang von der Menschenwelt in die Welt der Zauberer, trifft Harry auf den Zauberminister, der ich besorgt empfängt. Harry ist erstaunt, daß man ihn nicht verhaftet, denn er hat ja immer während der Ferien gezaubert, doch im Gegenteil, man behandelt ihn, wie ein rohes Ei. Und die letzten zwei Wochen bis zum Schulbeginn verbringt Harry im Tropfenden Hahn, der Wirtschaft, mit der Auflage nur in die Winkelgasse zu gehe, aber nicht in die Muggelwelt. Einen Tag vor Abfahrt nach Hogwarts treffen seine Freunde Ron und Hermine ein, und zufällig erfährt Harry, warum man ihn wie ein rohes Ei behandelt, das nächste Abenteuer für Harry beginnt, und es nimmt am Ende wieder eine überaschende Wende... .

Hier will ich aufhören, über den Inhalt zu berichten, denn wer dieses Buch noch nicht kennt, und es noch lesen möchte, der will sicher selber die Spannung beim Lesen spüren. Ich kann dazu nur sagen, ich habe sie deutlich gespürt und war auch von diesem Teil gefesselt. Allerdings habe das Buch nicht innerhalb von vier Stunden geschafft, es hat einige Seiten mehr, nämlich 448. Aber ich habe gestern nach dem Mittag damit angefangen und kurz nach Mitternacht das Buch beiseite gelegt, allerdings habe ich nicht in eines durchlesen können, die Kinder haben auch ihre Bedürfnisse. Doch den nächsten Tag konnte ich nun wirklich nicht abwarten.

Die Autorin Roanne K. Rowling schafft es auch wieder in diesem Teil, die Leser zu überraschen, glaubt man alles über Harry und die Umstände für den Tod der Eltern zu wissen, so tauchen doch gerade zu diesem Punkt noch weitere Überaschungen auf (allerdings hatte der Schulleiter zu Harry im ersten Teil gesagt, daß er weiteres später einmal erfahren würde). Und so war es bisher in jedem Teil, daß es eine Erweiterung zu Harry und der Geschichte seiner Eltern gab, mit der der Leser nicht gerechnet hatte. Dies läßt natürlich die Spannung auf folgende Romane wachsen, weil man darin weiteres erwartet, und natürlich ist der Erzfeind von Harry, der schwarze Lord Voldemort noch nicht entgültig besiegt, er kann also jeder Zeit wieder auftauchen und Harry etwas anhaben wollen. Doch die Bände sind nicht nur spannend, sondert zum Teil sogar lustig, so daß meiner Meinung nach die richtige Mischung aus Spannung und Humor getroffen wurde. Außerdem kann man lernen, daß Böse zieht am Ende irgendwie doch den Kürzeren, auch wenn es leider nie ganz von unserer Welt verschwinden wird.

Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall sehr gepannt auf Band 4, der ja doch dicker sein soll. Und ich hoffe, Band fünf kommt so raus, daß ich die Möglichkeit habe, ihn auch mit drei Kinder lesen zu können, auf jeden Fall werde ich sicher diesmal zu den Leuten gehören, die den Band schnellstens ihr Eigen nennen möchten.

Als Fazit kann ich eigentlich nur sagen: "Wer Harry Potter nicht kennt, der hat die Welt verpennt." Natürlich handelt es sich hier um Phantasie, doch die so treffend dargestellt, daß man als Leser das Gefühl hat, in der Geschichte direkt dabei zu sein. Man fiebert mit Harry und seinen Freunden, nimmt sich Entäuschungen zu Herzen und gerade gegen die unmögliche Familie kann man einen Greul entwickeln, als hätten sie einen selber so zugesetzt.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen Einblick die mir bisher bekannten Bände von Harry Potter geben und wünsche Euch allen ein schönes Osterfest mit einem fleißigen Osterhasen.

(C) AnjaSchröder



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-16 11:24:37 mit dem Titel Rowling, J.K. : Harry Potter und der Feuerkelch

Kaum hatte ich Band drei aus der Hand gelegt, da maschierte ich los, um mir Band 4 zu kaufen, ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht.

Dieser ist wesentlich dicker als die anderen, es beinhaltet 767 Seiten, die habe ich natürlich nicht an einem Tag geschafft, sondern über mehrere Tage verteilt, was aber auch sehr gut möglich war.

Diesmal fängt das Buch nicht bei den Dursleys, der Muggelfamilie von Harry Potter an, sondern in einem anderen Haus, mit der Geschichte der Familie Riddles, die alle samt plötzlich und unerklärlich gestorben waren. Zwar mochte niemand diese Familie, doch es beängstigte die Dorfbewohner. Verdächtigt wurde der Gärtner der Familie, doch man konnte ihm nichts beweisen. Er sagte immer, einen Jungen mit dunklen Haaren in der Nähe des Hauses gesehen zu haben. (Ich habe mir so meinen Teil gedacht, wer das gewesen sein könnte). Einige Jahre später, der Gärtner hat sich noch immer das Haus gekümmert, das inzwischen so einige Besitzer gewechselt hat, bemerkt er einen Einbruch in dem Haus und schleicht sich hinein. Dabei belauscht er ein recht merkwürdiges Gespräch, zwischen zwei Männern (Lord Voldermort und Wurmschwanz) über den Mord an eine Ministerin, aber es geht auch um einen weiteren geplanten Mord, wo aber kein Name genannt wird. Dann kommt eine Schlange vorbei, der Gärtner ist nicht in der Lage, zu fliehen. Dann hört er ein Zischen aus dem Raum, und man unterhält sich über ihn, daß er vor der Tür steht. Der Gärtner wird reingebeten und nach einem kurzen Gespräch erhebt Lord Voldermort den Zauberstab und der Gärtner stirbt.

Dann kommt ein Sprung, zu Harry Potter, der mal wieder Ferien bei seinen verhaßten Verwandten verbringt. Er hat dieses Gespräch im Traum mitbekommen und seine Narbe, die ihm Lord Voldemort verpaßt hat, als er ihn als Baby versucht hatte, zu töten schmerzte ihn. Sofort schickte er besorgt seine Eule zu seinem Paten, der sich versteckt halten muß, da man ihn unschuldiger Weise verdächtigt, seine Eltern verraten zu haben, um ihm davon zu erzählen.

Seine Erlösung von der Verwandtschaft kommt in einer Einladung von der Familie seines besten Freundes, er wird zum Weltmeisterschaftsendspiel im Quiddich eingeladen. Doch diese Einladung bringt erst einmal wieder Unruhe in das Leben, denn die Mutter seines Freundes hat den Briefumschlag übersät mit Briefmarken, was natürlich nicht so gut ankommt, weil der Postbote deswegen geklingelt hat, und die Familie haßt es, wenn sie auffällig sind, sie wollen ja mit aller Macht verstecken, daß Harry kein normaler Mensch ist. Trotzdem darf er gehen, denn sie sind ja froh, wenn er weg ist. Somit wird er dann von der Familie abgeholt, die natürlich durch den Kamin anreist, da dieser vernagelt ist, ist das leider nicht so einfach. Hinzu kommt, daß die beiden Zwillingsbrüder von Ron immer für Scherze aufgelegt sind und ihnen "zufällig" ein sog. Würgezungentoffee aus der Tasche fällt. Harry´s Cousin, der auf Diät gesetzt wurde, da ihm keine Schuluniform mehr paßt, stürzt sich drauf und sofort wächst ihm eine sehr lange Zunge. Ron´s Vater kann den Schaden zwar beheben, doch die Familie ist total eingeschüchtert.

Bei der Familie seines Freundes wartet schon die gemeinsame Freundin Hermine, und gemeinsam geht es am nächsten Tag zur Weltmeisterschaft, natürlich wieder auf höchst merkwürdige Weise. Dort erlebt Harry einiges neues und hat bei dem Spiel natürlich seinen Spaß. Doch als nach dem Spiel alle im Zelt liegen und schlafen, tritt auf einmal Unruhe auf dem Platz ein, maskierte Zauberer haben den Platzwart, einen Muggel, und dessen Familie in die Höhe gezaubert und lassen sie nun durch die Luft schweben und schütteln. Die Kinder sollen sich in Sicherheit bringen und verstecken sich in einem Wald, als Harry bemerkt, daß er seinen Zauberstab verloren hat. Kurz danach erscheint ein Mal am Himmel, das alle in Angst und Schrecken versetzt, denn es ist das Zeichen des dunklen Lord Voldemort. Da es mit Harrys Zauberstab heraufbeschworen wurde, steht er erst in Veracht, doch dann glaubt man ihm, und findet die Hauselfe des einen Ministers mit dem Stab in der Hand an der Stelle, wo das Mahl hochbeschworen wurde. Diese wird natürlich gleich gefeuert, obwohl sie ihre Unschuld beteuert.

Dieses Erlebnis hat natürlich alle in Angst und Schrecken versetzt, viele befürchten, daß Lord Voldemort wieder an die Macht kommen könnte. Doch nun geht es erst einmal zurück zur Schule, wo in diesem Jahr etwas besonderes stattfinden soll. Was, das erfahren die Schüler an ihrem ersten Abend, das in diesem Jahr das sog. Trimamagische Turnier stattfinden wird. Dazu kommen Gäste aus zwei weiteren Zauberschulen und jede stellt einen Champions, der unter den Bewerbern von einem Feuerkelch ernannt wird.

Außerdem gibt es noch einen neuen Lehrer in "Verteidigung schwarzer Künste", der vielen Furcht einflößt, da er recht mitgenommen aussieht. Doch in aller Munde ist das Turnier, an dem jedoch nur Schüler teilnehmen dürfen, die 17 Jahre oder sind, da es bei den vergangenen Turnieren schon einige Todesfälle gegeben hat. Enttäuschung macht sich unter den Schülern breit, die sich alle sehr gerne als Schulchampion sehen würden, alleine schon wegen der Gewinnsumme von 1000 Galleonen. Selbst Harry träumt in der folgenden Nacht, daß er der Champion sein würde und das Turnier gewinnt, doch er macht sich keine Gedanken, wie er um die Altersbeschränkung herum kommt.

Dann ist es schnell so weit und die Besucher kommen mit ihrem Schülern, die sich für das Turnier bewerben wollen. Alle haben die Möglichkeit, ihren Namen in einen Feuerkelch zu geben, um diesen Kelch ist aber eine Alterslinie gezogen. Als die Zwillingsbrüder von Ron versuchen, diese mit einem Alterungstrank zu überlisten, werden sie rausgeschleudert und ihnen wächst ein langer Bart. Am Abend liest der Schulleiter dann die Namen der Champions vor. Als man glaubt, alle Champions beisammen zu haben, fängt der Feuerkelch noch einmal an, zu arbeiten und der Schulleiter liest wie im Trance noch einen Namen vor:
HARRY POTTER. Alles jubelt, er selber ist starr vor Schrecken, denn er hat seinen Namen nicht in den Feuerkelch gegeben.

Nur der Direktor und der neue Lehrer in Verteidigung schenken ihm Glauben, daß er seinen Namen nicht in den Kelch geworfen hat. Selbst sein bester Freund Ron glaubt ihm nicht und die beiden streiten sich bis... .

Hier möchte ich aufhören, zu berichten. Sicher, ich habe schon eine Menge von der Geschichte aus dem vierten Band erzählt, doch glaubt mir, da geschehen noch so viele Dinge, die ich nicht erwähnt habe.

Die Autorin hat wieder einmal vieles Neues aufgedeckt, und altes Aufgedecktes aufgenommen, wie z.B. die Ratte Wurmschwanz, ein Zauberer der angeblich tot ist. Diese Buch ist auch wieder voller Spannung, aber mit gewissen Pausen, so daß man das Buch zwischendurch ablegen kann, denn jedes Turnier ist für sich ein Höhepunkt des Buches, davon gibt es insgesamt drei. Dann bleibt zu klären, wer Harrys Namen in den Kelch geworfen hat, auch hier tappt man bis zum Schluß wieder im Dunkeln, wo es eine überraschende Kehrtwendung gibt. Diesmal war es für mich aber nicht so sehr überraschend, weil ich mich inzwischen an die Art der Autorin gewöhnt habe, doch das stört mich nicht weiter, im Gegenteil ich bin stolz drauf.

Schlimm für mich, daß es das bisher letzte Band von Harry Potter war, denn ich habe die vier Bücher nahezu verschlungen, doch im Herbst soll Band fünf rauskommen, diesmal werde ich zu den Verrückten gehören, die sich diesen Band sofort kaufen werden!!!

Wer mehr über Harry Potter oder die Autorin erfahren möchte, der kann auf der Seite: www.harrypotter.de einiges erfahren, die Seite habe ich leider auch nun erst für mich entdeckt, da meine ersten beiden Bücher keine Originalausgaben sind, sonder die günstigeren aus dem Buchclub, wo leider dieses Adresse nicht angegeben ist. Doch in den Büchern aus dem Carlsen Verlag ist die Adresse angegeben. Sollte es tatsächlich Leute geben, die Harry Potter noch nicht kennen, so haben sie dort die Chance zu jedem Band eine Leseprobe lesen zu können. Auf diese Weise kann man sich mit der tollen Schreibweise der Autorin vertraut machen. Ich bin mir sicher, wer mit der Leseprobe angefangen hat, der wird sicher sofort die nächste Buchhandlung stürmen, und das Buch zu lesen.

Ich persönlich habe letztes Jahr alle für verrückt erklärt, so viel Wirbel um das Erscheinen des vierten Bandes zu machen. Heute kann ich das verstehen, abgesehen von der Unendlichen Geschichte habe ich kein so schönes Buch gelesen, das den Leser in seinen Bann bringt. Man hat beim Lesen das Gefühl, in der Geschichte zu stecken, es ist alles so toll beschrieben, daß es leicht fällt, sich das vorzustellen. Auch diesem Band kann ich nur alle Sterne geben.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-17 15:17:51 mit dem Titel Elisabeth Kübler Ross, Über den Tod und das Leben danach

Vor vier Jahren starb mein damals vier Monate alter Sohn, woran ich sehr zu knabbert hatte und auch immer oft noch habe. Damals wollte ich irgendwie wissen, wie es meinem Sohn ergangen sein kann, als er starb. Und ich wollte mir ein Bild davon machen, ob ich an ein Leben nach dem Tod glauben kann oder nicht. Bis dahin muß ich zugeben, mich nicht so sehr mit diesem Thema befaßt zu haben, doch da wurde ich irgendwie dazu gezwungen.

Gekauft habe ich das Buch über den Weltbildverlag vor vier Jahren für DM 19,80. Diesen Preis finde ich duraus angemessen für ein so schön geschriebenes Buch, das 89 schnell gelesene Seiten beinhaltet.

Elisabeth Kübler Ross ist eine Schweizer Ärztin, die sich eingehend mit Sterbeforschung und Sterbebegleitung befaßt. Sie hat 20.000 Fälle von Menschen studiert, die klinisch für tot erklärt worden waren, dann aber doch noch einmal ins Leben zurückkamen. Einen Teil dieser Studien hat sie in ihrem Buch zusammengefaßt und beschrieben. Aber sie erklärt auch das Leben und den Tod in vielen Schritten, was die Sterbenden erwartet. Was für mich sehr wichtig war, ihre Erklärung darauf, warum Kinder so früh sterben. Die Antwort gefällt mir: Weil diese Kinder in kurzer Zeit gelernt haben, was sie lernen müssen. Das ist für jeden zwar ganz unterschiedlich, doch jeder muß eines lerenen, bis er dort hin gehen kann, woher er gekommen ist: Die bedingungslose Liebe. Ja, ich glaube, mein Sohn hat das gelernt, am Abend vor seinem Tod habe ich es ganz intensiev gespürt.

In dem Buch berichtet Elisabeth Kübler Ross auch über Begenungen, die Menschen hatten, als schon tot waren. Dabei das Erlebnis eines kleinen Jungen, der auf eine Injektion allergisch reagiert hatte und vom Arzt für tot erklärt worden war. Doch er wacht wieder auf und erzählte, daß er bei Jesus und Maria war. Maria hätte ihm immer wieder gesagt, daß seine Zeit noch nicht gekommen wäre, er müsse zurück gehen und seine Mutter vor dem Feuer bewahren. An dieser Aussage hatte die Mutter offensichtlich sehr lange zu deuten, da sie sich fragte, warum sie in die Hölle kommen soll. Doch jahre später hat Elisabeth Kübler Ross sie gefragt, wie es ihr ergangen wäre, wenn ihr Sohn damals gestorben wäre. Sie sagte, sie hätte die Hölle auf Erden erlebt, das ist ihr erspart geblieben. Ich muß gestehen, ich beneide diese Mutter und wünsche mir noch heute sehnlichst, daß ich mit meinem Sohn das Gleiche hätte erleben dürfen.

Jeder Sterbende wurde von jemanden abgeholt, den er kannte. Laut der Autorin ist das die Person, die der sterbende am liebsten hatte, wenn jedoch noch niemand aus dem Kreis verstorben ist, wie z.B. bei kleinen Kindern, dann werden sie von ihrem Schutzengel, oder teilweise von Jesus oder Maria abgeholt. Das haben ihr oft die Sterbenden in ihren letzten Minuten vor dem Tod berichtet. Ich hätte gerne gehört, ob mein Sohn mir das noch hätte sagen können, er konnte mit seinen vier Monaten ja noch nicht sprechen. Doch da war eine innere Stimme, die hat an dem Morgen oft zu mir gesprochen, ich weiß nicht, wo die Worte her kamen, doch sie waren einfach da und immer wieder hieß es, daß ihn gehen lassen muß. Kurz nachdem ich das endlich akzeptiert hatte, starb mein Sohn in meinem Arm.

In dem Buch berichtet Elisabeth Kübler Ross auch mit der Begegnung einer Verstorbenen, die sie darum bat, ihre Arbeit auf jeden Fall weiterzuführen und noch nicht aufzugeben. Sie selber wollte das nicht glauben, und ließ sich zum Beweis einen Zettel von dieser Dame beschriften. Diese Geschichte klingt sicher unglaubwürdig, doch auch ich hatte das Gefühl, daß mein Sohn nach seinem Tod noch häufig bei uns war. Zwei Nächte vor seiner Beerdigung wachte ich nachts auf und hatte das Gefühl, daß mein verstorbener Großvater mit ihm auf dem Arm vor mir stand. Erst hatte ich in diesem Moment wahnsinnige Angst, doch dann wurde ich verdammt ruhig, und ich war beruhigt, denn so wußte ich doch, daß mein Sohn dort, wo er nun ist, in guten Händen war.

Mir und auch meinem Mann hat dieses Buch wirklich sehr geholfen, den Tod unseres Sohnes ein bisschen zu verarbeiten. Natürlich habe ich weiterhin oft das Gefühl, daß mich die Sehnsucht nach ihm innerlich zerreißt. Doch ich kann es akzeptieren, und gönne ihm seinen Frieden, denn wer weiß, was ihn mit seiner Krankheit hier für ein Leben erwartet hätte. In Bezug auf meinen eigenen Tod, vor dem ich früher oftmals panische Angst hatte, geht es mir bedeutend besser, denn ich bin mir sehr sicher, wenn ich sterbe, dann bin ich wieder mit meinem Sohn beisammen. Und dieses Glauben habe ich dem Buch von Elisabeth Kübler Ross zu verdanken, dafür würde ich sehr gerne D A N K E sagen.

Ich kann jedem, der sich mit dem Tod auseinandersetzen muß und einen geliebten Menschen verloren hat, dieses Buch ans Herz legen. Es gibt einem einen neuen Einblick zum Leben und auch zum Tod. Diese Buch kann helfen, den Tod eines geliebten Menschen zu akzeptieren, auch wenn es noch so weh tut.

Aber auch für die, die Angst vor dem Tod haben, ist dies ein sehr schönes Buch, das einem die Angst nehmen kann. Ich war von beiden Punkten betroffen und tröste mich nun damit, daß ich von meinem Sohn geholt werden, wenn es so weit ist.


(C) AnjaSchröder


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-17 19:27:57 mit dem Titel Elisabeth Kübler Ross, Die unsichtbaren Freunde

Das Buch: "Die unsichtbaren Freunde" habe ich meiner großen Tochter vor vier Jahren gekauft, als unser damals vier Monate alter Sohn verstorben war. Entdeckt hatte ich es im Weltbildverlag für DM 19,90, was ich sehr günstig fand.

Da ich damals das Buch nicht kannte, habe ich es erst einmal selber gelesen, um zu sehen, ob ich es meiner damals drei Jahre alten Tochter überhaupt vorlesen konnte.

In diesem Buch geht es um die Geschichte von Peter und Susanne, zwei kleinen Kinder, die zusammen spielen während Peters größere Geschwister morgens in der Schule sind. Aber die beiden spielen nicht alleine, sie bekommen öfter Besuch, von ihren unsichtbaren Freunden Theresa und Willi.
Wenn Peter seinen Geschwistern von den Freunden erzählen möchte, dann lachen sie ihn aus. Susanne lebt alleine mit der Mutter, denn der Vater ist verstorben. Die Mutter muß nun zusehen, wie sie für sich und Susanne Geld verdient. Als Susanne ihr von den unsichtbaren Freunden erzählt, will auch die Mutter dies nicht glauben und schimpt häufig mit ihr deswegen.

Eines nachts jedoch, da hört Peter im Traum Musik und fängt an, zu schweben. Dabei ist er sehr glücklich und fühlt sich wohl, hat auch keine Angst vor dieser Erfahrung. Erst recht nicht mehr, als er seine beiden Freunde neben sich bemerkt. Als er dann an seine Freundin Susanne denkt, ist die auf einmal bei ihr im Zimmer, wo er eine weinende Susanne vorfindet, da die Mutter ihr wieder einmao vorgeworfen hat, daß sie lügen würde, weil sie von Theresa und Willi erzähle wollte. So begleitet Susanne Peter auf eine Reise in eine andere Welt. In dieser Welt gibt es keine Tränen und keine Schmerzen, auch kennt man dort nur Liebe und Frieden. In dieser Welt gibt es viele Blumen, die herrlich duften, alle Menschen sind fröhlich, glücklich und vorallem lieb zu einander. Kein Wort wird gesprochen, denn man kann die Gedanken des anderen lesen. Dabei erzählen Theresa und Willi davon, wie Gott die Erde schuf, daß er die Seelen zur Erde schickte, die ein Teil von ihm sind. Auf der Erde sollen diese Seelen ihre Aufgaben erfüllen, und dann werden die Seelen wieder dorthin zurückkehren, von wo sie gekommen sind. Als Geschenk bringt jeder Gott das mit, was er aus seinem Leben gemacht hat.

Dann müssen sich Theresa und Will verabschieden, denn die Kinder müssen wieder nach Hause in ihre Betten. Aber sie werden sich an das Erlebnis erinnern, wie an einen Traum, und doch wissen die beiden Kinder, daß es kein Traum war, sondern ihr Geheimnis bleiben wird.

Wenige Monate später wird Peter schwer krank, er kam ins Krankenhaus und Susanne vermißte ihn sehr. Von Theresa und Willi, den gemeinsamen unsichbaren Freunden mußte Susanne, daß Peter bald für immer die andere Welt gehen würde. Als Peter endlich wieder nach Hause durfte, besucht Susanne ihn, es war der letzte Besuch, den sie bei Peter machen konnte, denn er kam zum sterben heim.

Auf Peters Beerdigung muß Susanne nicht weinen, wie die ganzen Erwachsenen, denn sie weiß, wo Peter nun ist, in einem sehr schönen Land, zusammen mit Theresa und Willi, ihren Schutzengeln, davon ist Susanne nun überzeugt, die beiden unsichtbaren Freunde sind ihre Schutzengel. Als einziges vom Gottesdienst bekommt Susanne mit, daß der Pastor sagt, Peter sein nun ein Engel, und Susanne stimmte dem zu. Als sie sieht, wie ihre Mutter weint, beschließt sie, ihr doch noch einmal von Theresa und Willi, ihren Schutzengeln zu erzählen, und davon daß Peter nun ein Engel in dieser anderen Welt ist, wie es auch der Vater bestimmt ist. Und alle diese Engel sind bestimmt immer bei ihr, wenn sie sie braucht, davon war Susanne überzeugt und konnte für sich in eine glückliche Zukunft sehen.

Eigentlich mag ich es gar nicht, Geschichten bis zum Ende zu erzählen, doch in diesem Falle konnte ich wieder einmal nicht anders, denn dieses Buch ist kein Roman, dessen spannendes Ende man abwarten sollte, sondern diese Buch macht eine Aussage, nämlich die, wie die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler Ross die andere Welt sieht. Ich glaube auch an die andere Welt, aber leider erst, seit dem ich meinen Sohn verloren habe, dann brauchte ich auf einmal etwas, an das ich mich klammern konnte, was mir hilft. Ich sichte irgendwie immer meinen Sohn, und wollte wissen, wo er nun ist. Dabei fand ich für mich ein anderen Buch von Elisabeth Kübler Ross: Der Tod und das Leben danach, dieses Buch hat mich davon überzeugt, daß es ein Leben nach dem Tod gibt. In "Die unsichtabern Freunden" hat sie für Kinder sehr schön und verständlich umgesetzt, daß der Tod im Grunde gar nicht so schlimm ist, daß man sich für die verstorbenen Freuen darf, daß diese ihre Aufgaben erfüllt und zu Gott zurückkehren durften. Ihnen wird noch einmal gesat, daß das wichtigste im Leben die Liebe ist, die beiden Kinder aus der Geschichte haben sich nie gestritten. Natürlich erscheint mir das als unwahrscheinlich, Streit gibt es immer mal wieder, aber der sollte auch schnell vergessen werden.

Natürlich könnte diese Geschichte dazu verleiten, sich zu wünschen, zu sterben, doch man darf erst dann gehen, wenn Gott einen zurückholt, nämlich dann, wenn man seine Aufgabe erfüllt hat, was auch immer die sein mag. So wird es für mich in diesem Buch klar, und so sehe ich es auch.

Meiner Tochter hat diese Geschichte den Tod des Bruders ein wenig klar gemacht, von nun an ist und war er ihr persönlicher Schutzengel, und auch ich glaube daran. Als es im letzten Sommer vor ihrem Geburtstag ständig geregnet hat, aber an dem Tag selber strahlend blauer Himmel und Sonnenschein war, da bedankte sie sich bei dem Bruder für das schöne Geburtstagswetter, denn wir wollten in den Tierpark. Aber für uns alle war es das Geburtstagsgeschenk von ihrem Bruder.

Auch ich glaube, daß unser Sohn bestimmt noch häufig um uns ist. Kurz nach seinem Tod habe ich ihn nachts im Traum immer gespürt, zwar konnte ich mich an nichts erinnern, aber wenn ich aufwachte, dann war ich sehr glücklich und wurde aber sofort von der Gewißheit, daß da jemand fehlt, eingeholt. Ich freute mich jeden Abend auf das Schlafengehen, weil ich mir sicher war, daß ich mich im Traum mit meinem Sohn treffen würde. Doch das war leider auch eines Tages vorbei. Natürlich hat jeder diesbezüglich einen eigenen Glauben, aber mir hilft dieser ungemein, und eben auch meiner großen Tochter.

Ich habe am Anfang geschrieben, daß dieses Buch nicht nur für Kinder hilfreicht ist, auch in unserer Selbsthilfegruppe bei den verwaisten Eltern haben mit diesem Buch gearbeitet. Zu Weihnachten, ca. 9 Monate nach dem Tod unseres Sohnes las die Gruppenleiterin uns die Geschichte, die wir ja nun schon kannten, vor. Sie gab uns dann aber als Hausaufgabe mit, daß wir uns überlegen sollten, was unsere verstorbenen Kinder uns als Geschenk hier gelassen haben könnte. Und da fiel uns eine Menge ein, als erstes natürlich: DIE LIEBE. Wir lernten in der Gruppe mit dem Buch, den Tod unserer Kinder auch positiv zu sehen. Versteht es nun nicht falsch, aber für unseren Sohn war sein Tod vielleicht wirklich besser, denn wer weiß, wie sehr er sich hätte quälen müssen. Aber wäre er nie geboren, dann hätten wir ihn auch nicht kennengelernt, und daß er überhaupt bei uns war, wenn auch nur für kurze Zeit, das war ein sehr schönes Geschenk, für das ich Gott dankbar bin. Natürlich vermisse ich ihn auch heute noch, doch er mit seinem kurzen Leben und dem für uns sehr schmerzhaften Tod habe unser Leben auch positiv verändert.

Erschienen ist das Buch im Oesch Verlag. Geschrieben wurde es von Elisabeth Kübler Ross, wo es im Original "Rebember The Secret" heißt. Ich muß gestehen, da es im Grunde ja um das Geheimnis von Susanne und Peter geht, finde ich diesen Namen auch sehr passend. Aber "Die unsichtbaren Freunde" gefällt mir ebenso gut. Die wunderschönen Bilder, in denen die Kinder Susanne und Peter mit ihren Erlebnissen dargestellt werden, wurden von Madlaina Rothmayr gezeichnet, übersetzt wurde die Geschichte von Barbara Ackermann. Das Buch besteht aus fünf Seiten, auf denen die Geschichte mit großen Buchstaben geschrieben wurde. Teilweise

Um Kindern den Tod zu erklären finde ich dieses Buch wirklich sehr schön geschrieben. Meine Tochter hat es geholfen und wenn die kleinen Schwestern alt genug sind, werde ich auch ihnen die Geschichte vorlesen, denn sie wird von ihrem großen Bruder, den sie leider auf dieser Welt nie hat kennenlernen dürfen, erfahren. Inzwischen hatten wir an Nachbarn das Buch verliehen, wo die Großmutter verstorben war. Auch diesen Kindern hat die Geschichte den Tod der Großmutter ein wenig erklärt und Verständnis gebracht.
Als meine Oma starb, da erklärten meine Eltern mir damals, daß man dann fest schliefe, aber eben nie weider aufwachen würde. Mir hat dieser Gedanke mehr Angst als Trost bereitet, oft bekam ich Angst, in meinem Sarg vielleicht wieder aufzuwachen und dann noch einmal qualvoll zu sterben. Dank Elisabeth Kübler Ross und ihren beiden Büchern glaube ich daran, daß ich von meinem Sohn abgeholt werden, wenn es so weit, und das hat mir eine Menge Angst genommen. Meine lebenden Kinder werden diese Angst hoffentlich nie haben müssen, und ich denke, das haben wir unter anderem diesem wirklich wunderschönen Buch zu verdanken.

ISBN 3-85833-335-2


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-22 09:54:49 mit dem Titel Barbara Robinson, Hilfe die Herdmanns kommen

Wie ich zu dem Buch kam:
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Eine Freundin von mir hat hier auf ciao über dieses Buch berichtet, schon damals hatte ich reges Interesse daran. Beim Stöbern bei Amazon lief mir das Buch dann wieder über den Weg und der Bericht meiner Freundin fiel mir ein. Neu sollte das Buch jedoch über 9 Euro kosten, doch inzwischen kann man bei Amazon auch gebrauchte Bücher kaufen und so kam ich dann für 2 Euro zuzüglich Versandkosten zu dem Buch:

Hilfe, die Herdmanns kommen von Barbara Robinson

Wie sieht das Buch aus:
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Das Buch hat einen festen Einband ohne jeden weiteren Umschlag, das gefällt mir besonders gut, denn die Umschläge lösen sich doch irgendwie beim Lesen immer ab. Der Hintergrund des Buches ist oranges gehalten, in der Mitte sieht man eine Zeichnung mit sechs Kindern, die schon ein bisschen über das Wesen der Herdmanns Kinder verrät. Soe stehen zwei auf einer Mülltonne, einer hangelt sich herunter und zieht einem Mädchen an den Haaren, ein weitere pinkelt in aller Öffentlichkeit und eine Mädchen popelt in der Nase. Das Bild finde ich sehr passend beschrieben.

Auf der Rückseite findet man wie gewöhnlich einen kleinen Einblick in die Geschichte.

Unterteilt ist die Geschichte in 7 Kapitel, die sich auf 95 erstrecken. Die Schrift ist gut lesbar für Kinder ab 7/8 Jahren. Zwischendurch sind ein paar einfache Zeichnungen in schwarz weiß zu sehen, die zu der Geschichte passen.

Worum geht es in der Geschichte:
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Die Herdmanns sind berüchtigte Kinder, insgesamt sechs Stück. Der Vater ist getrümt, die Mutter geht besser arbeiten, dann muß sie sich nicht um die mißratenen Kinder kümmern.
Alle anderen Kinder haben Angst vor den Herdmann Geschwistern und gehen ihnen möglichst aus dem Weg. So auch die Erzählerin der Geschichte.

Zigarren rauchen, klauen und andere verprügeln, das stand auf der Tagesordnung dieser Kinder. Mit Druck sahen sie zu, daß sie alles erreichten, was sie wollten. Und vorallem aber stellten sie ständig etwas an, so brannten sie einen alten Schuppen nieder, als sie einen gestolenen Chemiekasten ausprobierten.

In die Kirche gehen diese Kinder, die regelmäßig dem Namen Gottes mißbrauchten natürlich nicht, so auch nicht in die Sonntagsschule. Doch das änderte sich eines Tages, denn ein Kind erzählte fälschlicher Weise, es gebe in der Sonntagsschule für die Kinder etwas zu naschen. Von da an besuchten auch die Herdmannskinder die Sonntagsschule. Und so kam es auch, daß sie am Krippenspiel teilnehmen wollten. Die Weihnachtsgeschichte kannten sie natürlich nicht, doch sie lernten sie kennen. Und da sich niemand anderes mehr traute eine der Hauptrollen zu spielen, so übernahmen die Herdmanns das Krippenspiel komplett, unter der Leitung der Mutter der Erzählerin, die nur durch einen Zufall in diesem Jahr das Krippenspielt leitete.

Erstaunlicher Weise zeigen diese Kinder aber doch ein großes Herz, Herodes soll verprügelt werden, weil er doch Jesus umbringen lassen will, damit konnten die Herdmanns überhaupt nicht umgehen. Vorallem aber auch ihre Art das Krippenspiel zu zeigen, so brachten die Heiligen Drei Könige nicht wie gewohnt Weihrauch zur Krippe...... .


Wie hat mir die Geschichte gefallen:
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Meine große Tochter ist zwar inzwischen alt genug, das Buch selber zu lesen, ich habe es aber trotzdem vorgelesen, jeden Abend nun im Advent ein bisschen und so hat auch meine mittlere Tochter zugehört.

Die Geschichte läßt sich sehr leicht lesen, da sie unterhaltsam ist. Auch wenn das Thema eigentlich sehr ernst ist, so kann man doch viel schmunzeln, denn es gibt schon reichlich komische Situationen, die dazu einladen. Aber trotzdem sollte man auch ein bisschen über die Geschichte nachdenken, warum die Kinder eigentlich so sind. Denn das Krippenspiel zeigt ganz deutlich, daß diese als böse verschriehen Kinder doch auch ein Herz haben und eigentlich wissen, was gut und was böse ist.

Meine große Tochter hat darüber ein wenig nachgedacht, die mittlere natürlich noch nicht so, die hat einfach nur zugehört und fand es unterhaltsam. In der heutigen Zeit gibt es viele Kinder, die nicht wirklich wissen, wie man sich zu benehmen kann. Es wird viel gestohlen und vorallem aber bedrohen sich schon Kinder in der Schule. Das Buch kann diesbezüglich einen guten Denkanstoß geben, warum das so ist. Viele Kinder in der heutigen Zeit werden vernachlässigt, einfach nur vor den Fernseher gesetzt, doch wirklich Liebe wird ihnen nicht entgegen gebracht, so wie bei den Herdmanns. Nur daß die Herdmanns zudem noch arm sind, die Kinder von heute haben oftmals mehr als genug und bekommen trotzdem genug.

Leider wird man aber in der heutigen Gesellschaft auch recht merkwürdig angesehen, wenn man mehr als zwei Kinder hat, ich kann das aus eigener Erfahrung sagen, schon als meine zweite Tochter, die mein drittes Kind ist, unterwegs war, trafen mich schiefe Blicke, warum ich denn ein drittes Kind bekomme.
Als ich mit meiner dritten Tochter schwanger war, war ich mit den anderen beiden beim Augenarzt und zwei alte Damen sahen mich an und unterhilten sich lautstark: Zwei Kinder und dann kommt da noch eines..... Am liebsten hätte ich die Frauen angeschrieben, daß noch ein weiteres auf dem Friedhof liegt. Was ist denn schlimm daran, mehr als zwei Kinder zu haben? Dann können meine Kinder eben nicht immer neue Klamotten tragen, sondern müssen die der großen Schwester auftragen, und die Zimmer müssen auch nicht mit Spielzeug überlaufen. Aber Asozial, wie die Herdmannskinder dargestellt wurden, so sind meine Kinder bestimmt nicht. Ganz im Gegenteil, da sie zu dritt sind und nicht alles bekommen können, was sie haben möchten, sind sie vielleicht ein wenig sozialer eingestellt, als so manches verwöhntes Einzelkind.

Somit hat es mir sehr gut getan, dieses Buch zu lesen, dann es hat mich bestärkt, daß ich meine Kinder überwiegend richtig erziehe in der heutigen Zeit.

Fazit:
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Ich kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, sogar noch als Weihnachtsgeschenk, zwei Tage sind es bis dahin ja noch, und in vielen Buchhandlungen liegt das Buch aus.
Gerade in den Tagen zwischen den Tagen kann dieses Buch noch einmal einen schönen Denkanstoß geben, sei es bei Kindern, die es alleine lesen, oder aber in einer Familie, die es gemeinsam liest. Vorallem aber ist es eine sehr schöne Unterhaltung, wir haben beim Lesen sehr viel gelacht.

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