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Erfahrungsbericht von Itbabe

Minette Walters \

Pro:

grundlegende Story ist gut

Kontra:

Tiefgang fehlt, stellenweise verwirrend.

Empfehlung:

Nein

Das Buch \"In Flammen\" ist mein erster Kontakt mit den Werken von Minette Walters. Aus Presse und diversen Rezensionen ist sie mir als empfehlenswerte Autorin in Erinnerung geblieben. Also glaubte ich, dass ich mit einem ihrer Bücher nichts falsch machen konnte.

In einem kleinen englischen Dorf namens Sowerbridge fallen zwei alte Damen einem schrecklichen Raubmord zum Opfer. Der Täter ist offensichtlich auch schnell gefunden: Ein Ire namens Patrick O\'Riordan. Patrick stammt aus einer Familie die den Dorfbewohnern schon immer ein Dorn im Auge war. Er als Täter ist für das ehrenwerte Dorf eine Bestätigung aller Vorurteile. Nur eine Bewohnerin des Dorfes zweifelt die Schuld des Iren an, Siobhan Lavenbaum, die ebenfalls Irin ist. Siobhan versucht herauszufinden, ob ihre Zweifel berechtigt sind. Bei diesem Versuch erkennt sie der eingeschworenen Dorfgemeinschaft in diesem Punkt so gut wie chancenlos gegenüber steht.

Soweit die Kurzzusammenfassung der Geschichte. Auf dem Einband wird einem die Geschichte als \"Die mitreißende Geschichte eines rätselhaften Verbrechens - und einer jungen Frau, die unbeirrbar um Gerechtigkeit kämpft.\" angepriesen.

Dieser Bewertung kann ich nur bedingt zustimmen. Mitreißend fand ich die Geschichte überhaupt nicht. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass das Buch stellenweise frei von Spannung ist. Die Autorin versucht Handlungsstränge, die zeitlich versetzt sind, ineinander fliessen zu lassen.
Das ist an und für sich ein guter Ansatz. Allerdings hatte ich mit der Umsetzung so meine Probleme, da die zeitliche Versetzung lediglich über das Datum kenntlich gemacht wurde. Als Überschrift eines Absatzes liest man dann \"Montag, 8.März 1999\" und muss dann
zurückblättern, da man sich ja nicht jedes bereits erwähnte Datum einzeln merken kann. So erging es mir zumindest.
Ausserdem hatte ich das ganze Buch über den Eindruck, dass die einzelnen Charaktere eher schnell und lieblos erschaffen wurden.
Kein Charakter blieb mir wirklich in Erinnerung, da die Tiefe fehlte.

Insgesamt kann ich diesem Buch nur die Note fünf geben. Die Story an sich ist nicht schlecht, scheitert jedoch an der durch die Autorin erfolgten Umsetzung. Zusätzlich muss ich erwähnen, dass das Buch nur 142 Seiten zählt. Quantität ist eigentlich kein
Qualitätskriterium, fällt jedoch bei diesem Werk negativ ins Gewicht. 142 Seiten reichen hier einfach nicht aus um eine spannende Geschichte mit Tiefe zu erzählen. Ich selbst war einfach enttäuscht von diesem Buch und kann es von daher auch nicht weiterempfehlen.

9 Bewertungen, 1 Kommentar

  • ingoa09

    28.07.2008, 02:03 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr gut beschrieben! Liebe Grüße, Ingo