Mehr zum Thema Deutsche Literatur Testbericht
ab 6,48 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von paksekk
Die Welt von gestern
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Dieses Buch kann guten Gewissens zur Weltliteratur gezählt werden, Stefan Zweig gehört zu
den ganz großen deutschsprachigen Schriftstellern, eine Zeitlang war er der meistgelesene
deutschsprachige Autor. Seine Bücher wurden in unzählige Sprachen übersetzt.
Bei diesem Buch handelt es sich um mein Lieblingswerk des österreichischen Juden, der
zeitlebens immer für eine humanistische Weltanschauung gekämpft hat. Dieses Wollen
zieht sich durch sein gesamtes Werk. Daneben haben ihn immer die etwas skurilen
Charaktere fasziniert, die vom Durchschnitt abwichen und deren Psychologie er mit
einer einzigartigen Wortgewalt darzustellen vermochte.
Bei \"Die Welt von gestern\" handelt es sich eigentlich um eine Biographie Zweigs, bei
der er sich allerdings sehr zurücknimmt und eher wenig Einblicke in sein persönliches
Leben zulässt als vielmehr die Zeit, in der er lebte aus seiner persönlichen Sicht
schildert.
Zweig wurde 1881 in Wien als Sohn reicher Geschäftsleute geboren. Das Leben während
Seiner Jugendzeit war bestimmt von der Hingabe zur Kunst, er und seine Klassenkameraden
schrieben Gedichte, musizierten oder spielten Theater.
Herrlich wie Zweig das Leben in Wien um die Jahrhundertwende beleuchtet, die verpönte
Sexualität dieser Zeit anprangert, deren wahre Ausmaße Zweig mühelos schildert und
Einen schockierten Leser zurücklässt. Geschichtsunterricht vermag nicht annähernd solch
Detaillierten Einblicke zu geben, wie Zweig die hier schafft. Immer wieder baut Zweig
Metapher ein, die dem Leser ein perfektes Gefühl für diese Zeit gibt
Zweig trifft mit vielen berühmten Persönlichkeiten wie z.b. Freud oder Rilke zusammen und gibt
Dem Leser auch hier sehr intime Einblicke.
Zweig lebt anschließend in Salzburg, Paris, Berlin und stellt die Eigenheiten seiner temporären
Heimaten bildgewaltig dar.
In dem Kapitel über Paris beschreibt, wie es zu dieser Zeit (vor dem 1.Weltkrieg) keine
Standesunterschiede gab, die Kellner grüßten die Generäle per Handschlag, die Kinder
Auf der Strasse schenkten den Prostituierten Blumen, Menschen tanzten auf der Strasse
Und der Polizist lachte dazu, die Strasse gehörte doch schließlich jedem. Jeder war akzeptiert,
egal, wie er aussah, was er machte, welche Sprache er sprach. Paris führte alle Menschen
zusammen und vereinigte sie in sich. Die Anziehungskraft, die Paris in dieser Zeit
auf die Menschen ausübte speiste sich genau aus dieser Toleranz und dem Nichtvorhandensein
von Konventionen. Die Künstler liebten das inspirative Leben in Frankreichs Hauptstadt.
Als der Krieg ausbrach arbeitete Zweig dann im Archiv und musste zu Zwecken der
Berichterstattung auch an die Front. Auch dieser Teil ist des Buches ist hochgradig
Interessant. An einer Stelle schildert er, wie er auch russische Kriegsgefange traf, die
Von bayrischen Soldaten bewacht wurden. Die Bewachung erschien ihm ein wenig lax,
jedoch dachten die Gefangenen nicht im Traum dran, zu fliehen. Ein Bayer näherte
sich den Gefangenen und zeigte den Russen stolz die Bilder seine Familie, die von diesen
interessiert und mit Lachen betrachtet werden. Die \"Gegner\" schwatzen und tauschen Zigaretten,
den Krieg wollten sie alle nicht.
Zweig prangert die Regierungen dieser Welt an, die Kriege beginnen und Interessen verfolgen, die denen der meisten Menschen entgegengesetzt sind. Vergleiche zur heutigen Zeit kommen dem Leser dabei sofort.
Zweig tritt für die Überwindung künstlich erstellter Grenzen ein, da er sich und seine Freunde in aller
Welt zuerst als Mensch und nicht als Österreicher, Jude, Deutsche, Spanier etc. sieht.
Dieses Buch stellt für mich das größte Buch Zweigs dar, seine humanistischen Überzeugungen
Werden wunderbar und wortgewaltig geschildert. Ein wahrer Genuß, dieses Buch zu lesen, ich
Habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen und es zu meinen absoluten Lieblingsbuch erkoren.
Absolut empfehlenswert für historisch und humanistisch interessierte Menschen...
Viel Spass beim Lesen
paksekk
den ganz großen deutschsprachigen Schriftstellern, eine Zeitlang war er der meistgelesene
deutschsprachige Autor. Seine Bücher wurden in unzählige Sprachen übersetzt.
Bei diesem Buch handelt es sich um mein Lieblingswerk des österreichischen Juden, der
zeitlebens immer für eine humanistische Weltanschauung gekämpft hat. Dieses Wollen
zieht sich durch sein gesamtes Werk. Daneben haben ihn immer die etwas skurilen
Charaktere fasziniert, die vom Durchschnitt abwichen und deren Psychologie er mit
einer einzigartigen Wortgewalt darzustellen vermochte.
Bei \"Die Welt von gestern\" handelt es sich eigentlich um eine Biographie Zweigs, bei
der er sich allerdings sehr zurücknimmt und eher wenig Einblicke in sein persönliches
Leben zulässt als vielmehr die Zeit, in der er lebte aus seiner persönlichen Sicht
schildert.
Zweig wurde 1881 in Wien als Sohn reicher Geschäftsleute geboren. Das Leben während
Seiner Jugendzeit war bestimmt von der Hingabe zur Kunst, er und seine Klassenkameraden
schrieben Gedichte, musizierten oder spielten Theater.
Herrlich wie Zweig das Leben in Wien um die Jahrhundertwende beleuchtet, die verpönte
Sexualität dieser Zeit anprangert, deren wahre Ausmaße Zweig mühelos schildert und
Einen schockierten Leser zurücklässt. Geschichtsunterricht vermag nicht annähernd solch
Detaillierten Einblicke zu geben, wie Zweig die hier schafft. Immer wieder baut Zweig
Metapher ein, die dem Leser ein perfektes Gefühl für diese Zeit gibt
Zweig trifft mit vielen berühmten Persönlichkeiten wie z.b. Freud oder Rilke zusammen und gibt
Dem Leser auch hier sehr intime Einblicke.
Zweig lebt anschließend in Salzburg, Paris, Berlin und stellt die Eigenheiten seiner temporären
Heimaten bildgewaltig dar.
In dem Kapitel über Paris beschreibt, wie es zu dieser Zeit (vor dem 1.Weltkrieg) keine
Standesunterschiede gab, die Kellner grüßten die Generäle per Handschlag, die Kinder
Auf der Strasse schenkten den Prostituierten Blumen, Menschen tanzten auf der Strasse
Und der Polizist lachte dazu, die Strasse gehörte doch schließlich jedem. Jeder war akzeptiert,
egal, wie er aussah, was er machte, welche Sprache er sprach. Paris führte alle Menschen
zusammen und vereinigte sie in sich. Die Anziehungskraft, die Paris in dieser Zeit
auf die Menschen ausübte speiste sich genau aus dieser Toleranz und dem Nichtvorhandensein
von Konventionen. Die Künstler liebten das inspirative Leben in Frankreichs Hauptstadt.
Als der Krieg ausbrach arbeitete Zweig dann im Archiv und musste zu Zwecken der
Berichterstattung auch an die Front. Auch dieser Teil ist des Buches ist hochgradig
Interessant. An einer Stelle schildert er, wie er auch russische Kriegsgefange traf, die
Von bayrischen Soldaten bewacht wurden. Die Bewachung erschien ihm ein wenig lax,
jedoch dachten die Gefangenen nicht im Traum dran, zu fliehen. Ein Bayer näherte
sich den Gefangenen und zeigte den Russen stolz die Bilder seine Familie, die von diesen
interessiert und mit Lachen betrachtet werden. Die \"Gegner\" schwatzen und tauschen Zigaretten,
den Krieg wollten sie alle nicht.
Zweig prangert die Regierungen dieser Welt an, die Kriege beginnen und Interessen verfolgen, die denen der meisten Menschen entgegengesetzt sind. Vergleiche zur heutigen Zeit kommen dem Leser dabei sofort.
Zweig tritt für die Überwindung künstlich erstellter Grenzen ein, da er sich und seine Freunde in aller
Welt zuerst als Mensch und nicht als Österreicher, Jude, Deutsche, Spanier etc. sieht.
Dieses Buch stellt für mich das größte Buch Zweigs dar, seine humanistischen Überzeugungen
Werden wunderbar und wortgewaltig geschildert. Ein wahrer Genuß, dieses Buch zu lesen, ich
Habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen und es zu meinen absoluten Lieblingsbuch erkoren.
Absolut empfehlenswert für historisch und humanistisch interessierte Menschen...
Viel Spass beim Lesen
paksekk
Bewerten / Kommentar schreiben