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Erfahrungsbericht von Jascherka

Das Parfum: wie weit man für einen Duft gehen kann...

Pro:

s.o.

Kontra:

s.o.

Empfehlung:

Nein

Das Buch „Das Parfum“ von Patrick Süskind ist eines der interessantesten und ausgefallensten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich persönlich wäre gar nicht erst auf die Idee gekommen, es zu mir durchzulesen, wenn mir nicht eine Freundin davon erzählt hätte.
Das hat mich neugierig gemacht, also bin ich auf zu Bücherei und musste sogar bei der Bibliothekarin danach auch noch fragen, weil ich es auf Anhieb gar nicht erst gefunden habe. Es ist nämlich ein ziemlich unscheinbares Buch mit einem Cover, das mich auch sonst nicht besonders angesprochen hätte. Dort liegt eine junge Frau oder auch Mädchen nackt im Bett, teils teils mit Betttüchern verhüllt.
Das Buch selbst ist nicht besonders dick, es umfasst nur ca. 300 Seiten, lässt sich dafür aber sehr gut lesen.

Darin geht es um Jean-Babtiste Grenouille, der von seiner Mutter an einem Fischstand in Paris geboren wird. Seine Mutter schmeißt ihn zwischen die Fischabfälle mit der Hoffnung, er würde darin ersticken wie all seine Geschwister auch. Jedoch wird das Baby entdeckt und an Ammen und Klöster zum Großziehen weitergegeben, während die Mutter für ihre Tat hingerichtet wird.

Jean-Babtiste hat jedoch ein seltenes Merkmal, denn er riecht nach gar nichts. Er hat keinerlei Eigengeruch im Vergleich zu anderen Babys. Dafür jedoch kann er die feinsten Düfte wahrnehmen und in alle Teilduftnoten zerlegen.

Der Junge wächst so auf, erträgt zum Teil widerliche Arbeiten z.B. als Gerberjunge und gelangt schließlich zu dem Parfümeriemeister Baldini, bei dem er die Kunst der Konservierung von Düften lernt und nach und nach eine größere Bereicherung für seinen Meister darstellt, denn aufgrund seiner Fähigkeit stellt er selbst Weltklasse-Parfums her.

Während eines Abends schlendert er durch die Stadt Paris, bis ihn ein unbeschreiblich schöner Duft packt, der ihm bisher noch unbekannt war. Er folgt diesem Duft zu seinem Ursprung und stellt fest, dass er einem Mädchen gehört, das in einem Hinterhof seine Hausarbeiten erledigt. Jean-Babtiste ist dermaßen besessen von ihrem Geruch, dass er sie tötet und sie regelrecht ausschnuppert bis keinerlei Geruch von dem toten Körper mehr ausströmt.

Falls Ihr dachtet, dieses wäre der Höhepunkt der Geschichte, muss ich Euch enttäuschen. Wie es weitergeht, werdet Ihr nur erfahren, wenn Ihr Euch das Buch kauft und es lest. Wo bleibt denn dann sonst die Spannung?!

Es lohnt sich wirklich zu erfahren, vor welchen Taten der Mörder in seiner Besessenheit nicht zurückschreckt.
Das Interessante hieran ist, dass alles aus der Sicht des Mörders geschildert wird und somit seine abstrakten und z.T. krankhaften Denkweisen mitverfolgt werden können.

Also kauft Euch das Buch! Wirklich nur empfehlenswert!

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