Mehr zum Thema Obst & Gemüse Testbericht

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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von bettybo
Eine Knolle mit Geschichte
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Für uns Europäer ist die Kartoffel eigentlich ein recht junges Gemüse. Erst vor gut 450 Jahren wurde sie hier als vollwertiges Nahrungsmittel akzeptiert. Die Hungernöte während und nach dem Dreißigjährigen Krieg haben hierzu sicher beigetragen. Genaugenommen kam die braune Knolle gerade zur rechten Zeit. An Kornanbau war auf den zerstörten Feldern nicht zu denken, es gedieh lediglich die anspruchslose Kartoffel. Die Heimat der Kartoffel ist Peru. Von dort aus gelangten die Papas, wie die Kartoffeln von den Ureinwohnern genannt wurden, über die benachbarten Gebiete bis nach Mittelamerika.
Als die Konquistadoren, die spanischen Eroberer, über diese Länder ihre Schreckensherrschaft verbreiteten, war die Kartoffel dort schon jahrhundertelang Volksnahrungsmittel. Doe Hochlandindianer Perus hatten sogar eine Methode entwickelt, die es ermöglichte, Kartoffeln in einer Art Gefriertrocknung zum wichtigsten Wintervorrat zu machen. Ganz sicher brachten die Konquistadoren die Kartoffelpflanze an den spanischen Hof, aber nicht der Knollen wegen, sondern wegen der dekorativen Blüten des Kartoffelstrauches. Lange fristeten die Pflanzen ein Dasein als exotischer Beitrag in vornehmen Gärten.
Der erste, der die Kartoffel als Nahrungsmittel nach Europa brachte, war vermutlich ein Slavenhändler namens John Hawkins. Er ließ sie in seiner irischen Heimat anbauen, jedoch ohne nennenswerte Resonanz bei seinen Landsleuten und schon gar nicht in der übrigen Welt. In alten Büchern kann man nachlesen, daß 1580 der berühmte Naturforscher Hieronymus Cardanus die Kartoffel in Italien einführte und dort anbauen ließ.Viele Historiker neigen dazu, Sir Walter Raleigh - ursprünglich Pirat, dann Admiral im Dienste von Königin Elizabeth I. von England - das Verdienst zukommen zu lassen, die Kartoffel für Europa entdeckt zu haben.
Aber nicht er war es, sondern der ihn nach Mittelamerika begleitende Wissenschaftler Thomas Heriot, der sich Saatgut für seine großen Güter in Irland mitbrachte und somit wurden die Knollen nun in Irland und damit auch in England bekannt. Der Dreißigjährige Krieg hatte die Kartoffel dem Volk als Alternative nahegebracht, allerdings vorwiegend im Süden und Westen. Östlich der Elbe war sie auch noch gut 100 Jahre später keines Feldes wert. Weder die Sachsen , noch die Preußen konnten sich für die Knolle begeistern. Bis Friedrich der Große, der \"Alte Fritz\" kam. Er brauchte während seiner Kriege ein Nahrungsmittel, das unkompliziert im Anbau und von hoher Qualität war.
Doch konnte er seine Bauern von dem Wert der Kartoffel nicht überzeugen und griff deshalb zu einer List. Er ließ Kartoffeln anbauen und die Felder von Soldaten bewachen. Jedermann sollte glauben, daß dort etwas ganz besonderes gedeihe. Und die Rechnung ging auf. Die Feldfrüchte wurden, kaum sichtbar, gestohlen - unter den zugedrückten Augen der Soldaten natürlich - und erst einmal probiert. So fanden die Bauern gefallen an der neuen Frucht und bauten sie selber an.
Seitdem ist sie einer der wichtigsten Hauptnahrungsmittel bei uns und wird immer wieder gerne in vielen Variationen gegessen.
Als die Konquistadoren, die spanischen Eroberer, über diese Länder ihre Schreckensherrschaft verbreiteten, war die Kartoffel dort schon jahrhundertelang Volksnahrungsmittel. Doe Hochlandindianer Perus hatten sogar eine Methode entwickelt, die es ermöglichte, Kartoffeln in einer Art Gefriertrocknung zum wichtigsten Wintervorrat zu machen. Ganz sicher brachten die Konquistadoren die Kartoffelpflanze an den spanischen Hof, aber nicht der Knollen wegen, sondern wegen der dekorativen Blüten des Kartoffelstrauches. Lange fristeten die Pflanzen ein Dasein als exotischer Beitrag in vornehmen Gärten.
Der erste, der die Kartoffel als Nahrungsmittel nach Europa brachte, war vermutlich ein Slavenhändler namens John Hawkins. Er ließ sie in seiner irischen Heimat anbauen, jedoch ohne nennenswerte Resonanz bei seinen Landsleuten und schon gar nicht in der übrigen Welt. In alten Büchern kann man nachlesen, daß 1580 der berühmte Naturforscher Hieronymus Cardanus die Kartoffel in Italien einführte und dort anbauen ließ.Viele Historiker neigen dazu, Sir Walter Raleigh - ursprünglich Pirat, dann Admiral im Dienste von Königin Elizabeth I. von England - das Verdienst zukommen zu lassen, die Kartoffel für Europa entdeckt zu haben.
Aber nicht er war es, sondern der ihn nach Mittelamerika begleitende Wissenschaftler Thomas Heriot, der sich Saatgut für seine großen Güter in Irland mitbrachte und somit wurden die Knollen nun in Irland und damit auch in England bekannt. Der Dreißigjährige Krieg hatte die Kartoffel dem Volk als Alternative nahegebracht, allerdings vorwiegend im Süden und Westen. Östlich der Elbe war sie auch noch gut 100 Jahre später keines Feldes wert. Weder die Sachsen , noch die Preußen konnten sich für die Knolle begeistern. Bis Friedrich der Große, der \"Alte Fritz\" kam. Er brauchte während seiner Kriege ein Nahrungsmittel, das unkompliziert im Anbau und von hoher Qualität war.
Doch konnte er seine Bauern von dem Wert der Kartoffel nicht überzeugen und griff deshalb zu einer List. Er ließ Kartoffeln anbauen und die Felder von Soldaten bewachen. Jedermann sollte glauben, daß dort etwas ganz besonderes gedeihe. Und die Rechnung ging auf. Die Feldfrüchte wurden, kaum sichtbar, gestohlen - unter den zugedrückten Augen der Soldaten natürlich - und erst einmal probiert. So fanden die Bauern gefallen an der neuen Frucht und bauten sie selber an.
Seitdem ist sie einer der wichtigsten Hauptnahrungsmittel bei uns und wird immer wieder gerne in vielen Variationen gegessen.
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