Mehr zum Thema Pflegeheime Allgemein Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von klausauskw
Haben wir alle keine Chance
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
In der \"TV-klar\" Nr. 30, vom 18.07.2002 las ich den erschreckenden Report über Skandale in unseren Pflegeheimen. Unter anderem wurde auch der Fall Harald Juhnke geschildert.
Laut diesem Bericht versorgen nur 10 Prozent aller Pflegeheime ihre Bewohner gut. 10 Prozent, dies ist eine nicht zu glaubende Zahl, die mir persönlich große Angst bereitet.
Mir stellen sich sofort die Fragen: Wie wird es mir selber einmal ergehen? Welche Chance habe ich, in einem solchem Fall zu diesen 10 Prozent zu gehören?
Wenn ein solch prominenter Mensch wie Harald Juhnke ebenfalls nicht dieses Glück hatte dazu zu gehören, dann darf ich wohl mit 100 Prozent davon ausgehen, dass meine Chance gleich 0 Prozent sein wird!
Wenn man soviel Gutes für die Menschen getan hat, wie es Harald Juhnke sein Leben lang tat und dann ebenfalls nur zu den Verlierern im Alter gehört, dann kann hier irgendwo was nicht mehr stimmen!
Mich beschäftigt nun auch die Frage, ob die Politiker in einem solchem Fall auch zu den großen Verlierern im \"Russisch-Roulette\" der Vergabe der Plätze in Pflegeheimen gehören !?
Mich beschäftigt somit natürlich auch die Frage, wer denn nun zu den glücklichen 10 Prozent gehört?
Wenn man solche Berichte in den Zeitungen liest, kommt man nicht um die Frage herum, was ein Menschenleben in unserer Gesellschaft überhaupt wert ist.
Ich glaube, die Antwort darauf findet man nicht einmal in den großen Lexika.
Auf der einen Seite wird immer so sozial gesprochen und auf der anderen Seite werden Menschen ihrem Schicksal selbst überlassen, abgeschoben. Alt, verbraucht, weg mit ihnen!
Im Alltag wird von einem oft verlangt, dass man mindestens 120 Prozent zu geben hat. Dann wird irgendetwas vom gesicherten Ruhestand gepredigt. Zum Schluß kommt aber das große Erwachen, ein Alptraum der nicht enden will, aus dem man nicht mehr erwacht!
Da werden Menschen hoch bezahlt, deren Jahreseinkommen auch noch in den Medien veröffentlicht , Menschen, die dann auch noch allzu oft über banale unbedeutende Dinge wochenlang rumstreiten...
Sicher, alles benötigt Geld! Ist mir schon klar.
Und dann immer wieder die großen Schlagzeilen der Veruntreuung von Steuergeldern!
Hat eigentlich schon mal jemand nachgedacht, wie wir all diese Miseren unseren Kindern klar machen sollen?
Der Fall Juhnke zeigt mir doch eindeutig, dass wir als ältere und kranke Menschen nicht mehr erwünscht sind!
Ich weiß aus eigener Erfahrung innerhalb meiner Familie, wie schwer es ist, einem alkoholkrankem Menschen die Hilfe und Zuneigung zu geben, die er benötigt. Eine Hilfe und Zuneigung der besonderen Art, die oft auch sehr hart für alle Beteiligte ist. Eine Hilfe und Zuneigung, die vom Betroffenen immer erst sehr spät angenommen wird.
Ich kenne die Geduld, die man auf dem Weg der Heilung benötigt. Ein Weg, der voller Steine ist, die immer größer zu werden scheinen. Ein Weg, den leider auch viele nicht schaffen, besonders wenn die Angehörigen und das gesamte Umfeld schwach wird.
Helfen ist immer der schwierigere und teuere Weg. Ist dies der Grund, dass selbst Persönlichkeiten wie Harald Juhnke eine solche Hilfe verweigert wird?
Ist auf einmal alles vergessen, was er uns zum Beispiel als Schauspieler, in all den vielen Jahren gegeben hat?
Harald Juhnke, ein Mensch, der von allen verehrt und bewundert wurde!
Ist dies nun unser Dank?
Alkoholismus ist nun mal eine Krankheit, eine, die nicht wie ein Schnupfen geheilt werden kann.
Man muss auch berücksichtigen, dass fast alle Betroffene ganz allmählich in diese Krankheit \"hereinschlittern\".
Wir müssen uns auch mal Gedanken machen, worin die Ursachen für diese Krankheit liegen.
Also wenn ich derartige Gegensätze in der Gesellschaft erlebe, zwischen arm und reich, zwischen gesund und krank, die Einteilung der Menschen überhaupt in verschiedene Klassen, mir dann noch meine eigenen Chancen im Alter ausrechne, dann würde ich auch am liebsten PROST sagen!
Ich habe etliche Tage gebraucht, um meinen Ärger, meine Wut, ja irgendwie auch meinen Frust über die Geschehnisse in unseren Pflegeheimen wieder abzubauen, damit ich in der Lage war, diese Meinung zu schreiben.
Aber den letzten und entscheidenden Anstoß, es nun endlich zu tun, gab mir diese Nacht ein sehr bekannter Moderator vom Radiosender \"Antenne Brandenburg\", als am Ende seiner Sendung ein Titel gespielt wurde, den auch Harald Juhnke sang und sich dieser Moderator gegen 1:00 Uhr morgens von uns Hörern mit den Worten verabschiedete, dass er nur einen Menschen kennt, dem jetzt das Herz blutet.
Dazu muss ich sagen: Schade, dass es so wenige Menschen gibt, die die wirklichen Persönlichkeiten unseres Lebens ehren....
Danke Michael!
Euer klausauskw
Laut diesem Bericht versorgen nur 10 Prozent aller Pflegeheime ihre Bewohner gut. 10 Prozent, dies ist eine nicht zu glaubende Zahl, die mir persönlich große Angst bereitet.
Mir stellen sich sofort die Fragen: Wie wird es mir selber einmal ergehen? Welche Chance habe ich, in einem solchem Fall zu diesen 10 Prozent zu gehören?
Wenn ein solch prominenter Mensch wie Harald Juhnke ebenfalls nicht dieses Glück hatte dazu zu gehören, dann darf ich wohl mit 100 Prozent davon ausgehen, dass meine Chance gleich 0 Prozent sein wird!
Wenn man soviel Gutes für die Menschen getan hat, wie es Harald Juhnke sein Leben lang tat und dann ebenfalls nur zu den Verlierern im Alter gehört, dann kann hier irgendwo was nicht mehr stimmen!
Mich beschäftigt nun auch die Frage, ob die Politiker in einem solchem Fall auch zu den großen Verlierern im \"Russisch-Roulette\" der Vergabe der Plätze in Pflegeheimen gehören !?
Mich beschäftigt somit natürlich auch die Frage, wer denn nun zu den glücklichen 10 Prozent gehört?
Wenn man solche Berichte in den Zeitungen liest, kommt man nicht um die Frage herum, was ein Menschenleben in unserer Gesellschaft überhaupt wert ist.
Ich glaube, die Antwort darauf findet man nicht einmal in den großen Lexika.
Auf der einen Seite wird immer so sozial gesprochen und auf der anderen Seite werden Menschen ihrem Schicksal selbst überlassen, abgeschoben. Alt, verbraucht, weg mit ihnen!
Im Alltag wird von einem oft verlangt, dass man mindestens 120 Prozent zu geben hat. Dann wird irgendetwas vom gesicherten Ruhestand gepredigt. Zum Schluß kommt aber das große Erwachen, ein Alptraum der nicht enden will, aus dem man nicht mehr erwacht!
Da werden Menschen hoch bezahlt, deren Jahreseinkommen auch noch in den Medien veröffentlicht , Menschen, die dann auch noch allzu oft über banale unbedeutende Dinge wochenlang rumstreiten...
Sicher, alles benötigt Geld! Ist mir schon klar.
Und dann immer wieder die großen Schlagzeilen der Veruntreuung von Steuergeldern!
Hat eigentlich schon mal jemand nachgedacht, wie wir all diese Miseren unseren Kindern klar machen sollen?
Der Fall Juhnke zeigt mir doch eindeutig, dass wir als ältere und kranke Menschen nicht mehr erwünscht sind!
Ich weiß aus eigener Erfahrung innerhalb meiner Familie, wie schwer es ist, einem alkoholkrankem Menschen die Hilfe und Zuneigung zu geben, die er benötigt. Eine Hilfe und Zuneigung der besonderen Art, die oft auch sehr hart für alle Beteiligte ist. Eine Hilfe und Zuneigung, die vom Betroffenen immer erst sehr spät angenommen wird.
Ich kenne die Geduld, die man auf dem Weg der Heilung benötigt. Ein Weg, der voller Steine ist, die immer größer zu werden scheinen. Ein Weg, den leider auch viele nicht schaffen, besonders wenn die Angehörigen und das gesamte Umfeld schwach wird.
Helfen ist immer der schwierigere und teuere Weg. Ist dies der Grund, dass selbst Persönlichkeiten wie Harald Juhnke eine solche Hilfe verweigert wird?
Ist auf einmal alles vergessen, was er uns zum Beispiel als Schauspieler, in all den vielen Jahren gegeben hat?
Harald Juhnke, ein Mensch, der von allen verehrt und bewundert wurde!
Ist dies nun unser Dank?
Alkoholismus ist nun mal eine Krankheit, eine, die nicht wie ein Schnupfen geheilt werden kann.
Man muss auch berücksichtigen, dass fast alle Betroffene ganz allmählich in diese Krankheit \"hereinschlittern\".
Wir müssen uns auch mal Gedanken machen, worin die Ursachen für diese Krankheit liegen.
Also wenn ich derartige Gegensätze in der Gesellschaft erlebe, zwischen arm und reich, zwischen gesund und krank, die Einteilung der Menschen überhaupt in verschiedene Klassen, mir dann noch meine eigenen Chancen im Alter ausrechne, dann würde ich auch am liebsten PROST sagen!
Ich habe etliche Tage gebraucht, um meinen Ärger, meine Wut, ja irgendwie auch meinen Frust über die Geschehnisse in unseren Pflegeheimen wieder abzubauen, damit ich in der Lage war, diese Meinung zu schreiben.
Aber den letzten und entscheidenden Anstoß, es nun endlich zu tun, gab mir diese Nacht ein sehr bekannter Moderator vom Radiosender \"Antenne Brandenburg\", als am Ende seiner Sendung ein Titel gespielt wurde, den auch Harald Juhnke sang und sich dieser Moderator gegen 1:00 Uhr morgens von uns Hörern mit den Worten verabschiedete, dass er nur einen Menschen kennt, dem jetzt das Herz blutet.
Dazu muss ich sagen: Schade, dass es so wenige Menschen gibt, die die wirklichen Persönlichkeiten unseres Lebens ehren....
Danke Michael!
Euer klausauskw
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