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Erfahrungsbericht von liskailonka

DIANA GABALDON: der magische Steinkreis. Kompendium zur Highland-Saga.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Diana Gabaldon gewährt uns einen tiefen Einblick in ihr Autorenhirn und erläutert Hintergründe, Zusammenhänge, Fußnoten und so mehr in diesem Kompendium zur Highland-Saga; die ich übrigens auch dringend empfehlen möchte.

Auf dieses Kompendium hat jeder Fan gewartet und auch ich habe es förmlich verschlungen als ich es endlich bei www.bol.de bestellen konnte. Jeder der die 4 vorangehende Romane von Diana Gabaldon gelesen hat, wird mittlerweile genauso süchtig sein nach dieser Autorin wie ich. Deshalb war ich auch komplett aus dem Häuschen als irgendwo eine Pressemitteilung über ein kommendes Kompendium erschien.

Von dieses Buch hatte ich mir einiges erwartet und ich bin mehr als befriedigt nach dem ich es nun endlich gelesen habe. Auch wenn es kein Roman ist; das Buch ist genauso spannend und voller Witz und Humor wie die komplette Highland-Saga. Alle Fragen die in mir aufkamen, während ich die 4 Romane las, wurden in diesem Kompendium beantwortet und ich konnte sogar Leseproben finden für Teil 5 und 6 der Highland-Saga (die in Deutschland noch nicht veröffentlicht wurden).

Leseprobe 1.
Entnommen von Seite 32.

>>Stört es dich, dass ich keine Jungfrau bin?>Tja, nein>Ich schätze, wir sollten wissen, was wir tun>Wenn ich meine Post lese, dann glaube ich manchmal, dass ich keine Romane schreibe, sondern Rorschachtests.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-19 10:28:41 mit dem Titel Die Seherin von Avignon, Jeann Kalogridis.

vor einiger Zeit hatte ich mal wieder genug Webmiles auf meinem Konto, um mir etwas Nettes aussuchen zu können und dabei fiel dann meine Wahl auf dieses Buch.

***** DIE AUTORIN *****
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Jeanne Kalogridis; eine für mich bislang unbekannte Autorin, wuchs auf in Florida, Usa. Sie studierte dort amerikanische Literatur und Russisch. Danach arbeitete sie acht Jahre als Lehrerin in Washington D.C. und unterrichtete dort Englisch. Erst danach fing sie an Bücher zu schreiben; Bis jetzt schrieb sie fünf Bücher. Erst drei Scifi-Romane, dann ein Gruselroman und schließlich dieses Buch: \"Die Seherin von Avignon\".

Wer die Autorin kennenlernen möchte, dem kann ich ein Interview anbieten, das durchaus lesenswert ist auf der Seite: http://www.blickpunkt.net/report/kalogridis.html

***** DIE GESCHICHTE *****
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Frankreich im Jahre 1357. Überall lodern die Scheiterhäufe und die Folterknechte gehen ihre Arbeit nach; die Inquisition hat Einzug gehalten.

Die Geschichte \"der Seherin von Avignon\" spielt in dieser dunklen Epoche Frankreichs und Hauptschauspielplätze sind Carcassonne, Toulouse und eben Avignon; zu dem Zeitpunkt das Mittelpunkt der christlichen Kirche und Papstsitz. Leider gibt es neben der christlichen Kirche zu diesem zeitpunkt noch eine zweite Glaubensrichtung und so ist der, altrömische, Dianakult sehr beliebt. Natürlich sind die Anhänger davon beliebte Brandopfer für die allgegenwärtigen Inquisition.

In den Kerkern von Carcassonne treffen wir auf dem jungen Schreiber, und Dominikanermönch, Michelle. Er soll die dort gefangengehalten und der Gotteslästerei und Hexerei beschuldigte Äbtissin Marie Francois, ein geständnis abzwingen; sie gesteht aber nichts, erzählt dafür den jungen Mönch ihre komplette Lebensgeschichte.

Sie erzählt von ihrer Kindheit in Toulouse, als ihr weltlicher Name noch Marie Sybille war und erzählt dem Mönch von den Visonen die sie als Kind schon hatte. Auch erzählt sie ihm von ihrer geliebten Großmutter, die sie unterrichtete in Natürheilkunde und das Wissen über die Kräuter. Die Großmutter war fervente Anhängerin des Dianakults und so wurde auch Sybille darin unterrichtet.

Auch die Großmutter hat Visionen; sie sieht darin das ihre Enkelin einst eine große Seherin, Priesterin und Heilerin werden wird, aber das der Weg dorthin dunkel und schwer sein wird. Die Großmutter fällt der Inquisition zum Opfer und Sybille muß sich mitansehen, wie ihre Großmutter verbrannt wird.

Jetzt muß Sybille Entscheidungen treffen; tagelang schwirrt sie umher und traut sich nicht nach Haus, wegen den Schergen der Inquisiton. Auf ihre Wanderung wird sie durch Räuber überwältigt, schließlich aber gerettet und landet in einem Franziskanerkloster, wo sie unterrichtet wird; sie bleibt ein paar Jahre bei den Nonnen und lernt dort Lesen, Schreiben und auch vieles über Medizin.

Über die Jahre hat Sybille immer wieder Visionen von Flammen, Scheiterhaufen und von einem unbekannten, aber übermächtigen Feind. Gleichzeitig setzt sie ihre Heilkünste und -kräfte ein und wird dadurch von den Leuten als lebende Heilige verehrt; dies ist der Kirche ein Dorn im Auge und fürchtet sich für Sybille, die jetzt Äbtissin Marie Francois ist, und will an ihr ein Exempel statuieren. Sie wird verhaftet und in den Kerkern von Carcassonne geworfen.

Michelle, der Mönch, hat sich die atemberaubende Lebensbeichte von Marie Francois angehört und aufgeschrieben; er zweifelt immer mehr an die Anschuldigungen gegen Marie Francois. Nur noch wenige Stunden, dann wird der Scheiterhaufen für Marie Francios lodern. Die Priester der Inquisition verlegen die Vollstreckung des Urteils in die frühen Morgenstunden, weil sie Unruhe beim Volk vermeiden wollen. Wird es Michel gelingen Marie Sybille vor den Flammen zu retten?

***** MEINE MEINUNG *****
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Nur ganze 448 Seiten wurden benötigt um diese, sehr interessante, Geschichte zu Papier zu bringen und das ist wirklich sehr schade; die Geschichte hat dadurch an Substanz verloren. Kaum Tiefgang und es wird über vieles nur schnell hinweg geschrieben.

Hier wird viel Wert darauf gelegt mir den Roman als \"historischen Roman\" schmackhaft zu machen, aber es werden zuviele phantastische Elemente eingestreut; Dianakult, Zauberei, schwarze Magie, Schutzamulette und so recht kann ich die Historie, die Geschichte nicht darin erkennen.

Der Roman ist gut, ohne Zweifel, und hier und da kann man das Genre (Historischer Roman) auch erkennen, aber es wird zuviel drumrum geschrieben und so gibt es ganze Passagen, wo man sich in einem fantastischen Roman von Marion Zimmer Bradley befinden könnte. Der Roman ist weder historisch, noch komplett fantastisch und der Autorin ist der Mix der beiden Genren ganz gut gelungen, obwohl ich mir etwas anderes bei dem Buch vorgestellt hatte.

Das Buch ist empfehlenswert; trotz manch langatmige Phasen, eine recht vorhersehbaren Verlauf der Geschichte und ein ebenso vorhersehbares Ende. trotzdem muß ich auch etwas Negatives loswerden: korrekt recherchierte Mittelalterromane stellen, wie auch dieses Buch, oft die dunkele und grauenvolle Seite dieser Epoche in den Vordergrund. So kann sich der Leser, noch ehe die Hälfte der Seiten um ist, auf eine detaillierte Folterungsszene, 2-3 Menschenverbrennungen, eine fast tödliche Hausgeburt und die ausführlich beschriebene Verwüstung des Landes durch die Pest erfreuen - der Krieg folgt dann später. Da kommt doch gelegentlich die Frage auf, ob man nicht eigentlich ein Buch zu Hand genommen hat, um sich nett zu unterhalten......

***** BUCHDATEN *****
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* Die Seherin von Avignon, Jeanne Kalogridis
( The Burning Times)
* Aus dem Amerikanischen von Marion Balkenhol, Ullstein Verlag.
* Gebundene Hardcoverversion mit Schutzumschlag € 17.

Meine Berichte erscheinen auch bei CIAO & DOOYOO.

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