Erfahrungsbericht von city-flitzer
teuflich gut
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Obwohl wohl mittlerweile fast jeder in meinem Bekanntenkreis weiß, dass ich nicht unbedingt ein leidenschaftlicher Bücherleser bin, bekam ich zu meinem letzten Geburtstag ein Buch geschenkt. Da ich auch nicht unhöflich sein und eventuellen späteren Fragen aus dem Wege gehen wollte, habe ich mir vorgenommen das Buch auch zu lesen! Und was passt da am Besten, als das im Urlaub zu machen. Also habe ich es mir in meinem gerade zu Ende gegangenen Urlaub (*heul*) zu Gemüte geführt und möchte Euch jetzt hier meinen Erfahrungsbericht präsentieren:
*** Allgemeines ***
Das Buch, das ich meine, trägt den Titel \"Tod und Teufel\" und wurde von Frank Schätzing geschrieben, hat 373 Seiten und ist 1998 im Emons Verlag in Köln erschienen. Es ist zum Preis von 11,00 EURO unter der ISBN-Nr 3897051222 zu erhalten!
*** Zum Inhalt ***
In dem Buch wird ein Kriminalfall aus dem mittelalterlichen Köln (1260) beschrieben. Dort wird Jacob der Fuchs, seines Zeichens Dieb und Herumtreiber, Zeuge, wie der Dombaumeister Gehard von einem Gerüst des Domes fällt. Alles sieht nach einem Unfall aus. Nur Jacob weiß, das es sich um einen Mord handelt, denn er hat einen höllenschwarzen Schatten gesehen, der Meister Gerhard einen Stoß versetzt hat. Jacobs Pech ist es, dass auch der Schatten ihn gesehen hat. Jeder, dem Jacob sein Geheimnis anvertraut, stirbt kurze Zeit später. Nur durch Zufall gerät er an Menschen, die ihm seine Geschichte glauben und ihm helfen wollten, die Tat aufzuklären. Nun beginnt eine Jagd durch ganz Köln, bei der Jacob und seine Vertrauten versuchen den Hintergrund des Mordes aufzuklären, bei der aber auch der Schatten versucht, alle die von seiner Tat wissen aus dem Weg zu räumen.
*** Der Autor ***
Frank Schätzing, 1957 geboren, ist Kölner und Inhaber ein Werbeagentur. Er beschäftigt sich mit Chaosforschung und Kommunikationswissenschaften und schreibt Krimis, Satiren und Utopien.
*** Meine Meinung ***
Ich bin von dem Buch einfach begeistert. Der Kriminalfall ist zwar, im Vergleich zu heutigen Krimis, simpel, aber sehr spannend und unterhaltsam geschrieben und zieht sich durch das ganze Buch. Er ist wohl auch auf bestimmten Ereignissen in dieser Zeit aufgebaut worden.
Viel interessanter war allerdings für mich das, was der Autor um diesen Fall herum an Beschreibungen und Hintergrundwissen in diesem Buch vermittelt. So wird hier sehr anschaulich vermittelt, wie man sich das Leben und den Tagesablauf der Menschen im mittelalterlichen Köln verstellen muss. Anhand eines Stadtplanes des mittelalterlichen Kölns kann man genau verfolgen, wo sich unsere Helden gerade aufhalten. Dabei finde ich es sehr erstaunlich, dass sich die Namen und die Lage der einzelnen Straßen und Plätze in den letzten 750 Jahren nur unwesentlich verändert haben. Hinzukommt, dass man erfährt, warum einige Straßen im heutigen Köln ihre Namen tragen.
Weiterhin muss ich dem Autor dieses Buches ein großes Komplement machen, denn was er hier an politischen Hintergrundwissen vermittelt, geht weit über das hinaus, was man selbst an Kölner Schulen jemals zu hören bekommt. Man merkt sofort, dass der Autor sich sehr intensiv mit dieser Zeit und den Geschehnissen in dieser Zeit befasst hat. Dabei beschränkt sich Frank Schätzing nicht nur auf die Zeit, in der sich der Kriminalfall ereignet, sondern bringt auch ziemlich geschickt die Zeit und die Geschehnisse davor in das Werk ein um Zusammenhänge aufzuzeigen. Genauso endet das Buch nicht mit Abschluss des Kriminalfalls, sondern es wird noch kurz, aber sehr verständlich die weitere politische Entwicklung dargestellt.
*** Fazit ***
Für mich war dieses Buch, wie bereits erwähnt, ein Erlebnis. Ich kann es daher sehr weiterempfehlen. Allerdings, und das muss ich einschränkend noch erwähnen, kann ich mir vorstellen, dass dieses Buch bei Lesern, die keinerlei Bezug zu Köln haben, nicht unbedingt die gleiche Begeisterung hervorruft, wie bei mir, da sich sehr vieles doch speziell auf diese Stadt bezieht.
Soweit mein Bericht. Ich hoffe, dass er Euch weiterhilft. Wenn nicht, schreibt mir bitte einen entsprechenden Kommentar!
gruß
city-flitzer
*** Allgemeines ***
Das Buch, das ich meine, trägt den Titel \"Tod und Teufel\" und wurde von Frank Schätzing geschrieben, hat 373 Seiten und ist 1998 im Emons Verlag in Köln erschienen. Es ist zum Preis von 11,00 EURO unter der ISBN-Nr 3897051222 zu erhalten!
*** Zum Inhalt ***
In dem Buch wird ein Kriminalfall aus dem mittelalterlichen Köln (1260) beschrieben. Dort wird Jacob der Fuchs, seines Zeichens Dieb und Herumtreiber, Zeuge, wie der Dombaumeister Gehard von einem Gerüst des Domes fällt. Alles sieht nach einem Unfall aus. Nur Jacob weiß, das es sich um einen Mord handelt, denn er hat einen höllenschwarzen Schatten gesehen, der Meister Gerhard einen Stoß versetzt hat. Jacobs Pech ist es, dass auch der Schatten ihn gesehen hat. Jeder, dem Jacob sein Geheimnis anvertraut, stirbt kurze Zeit später. Nur durch Zufall gerät er an Menschen, die ihm seine Geschichte glauben und ihm helfen wollten, die Tat aufzuklären. Nun beginnt eine Jagd durch ganz Köln, bei der Jacob und seine Vertrauten versuchen den Hintergrund des Mordes aufzuklären, bei der aber auch der Schatten versucht, alle die von seiner Tat wissen aus dem Weg zu räumen.
*** Der Autor ***
Frank Schätzing, 1957 geboren, ist Kölner und Inhaber ein Werbeagentur. Er beschäftigt sich mit Chaosforschung und Kommunikationswissenschaften und schreibt Krimis, Satiren und Utopien.
*** Meine Meinung ***
Ich bin von dem Buch einfach begeistert. Der Kriminalfall ist zwar, im Vergleich zu heutigen Krimis, simpel, aber sehr spannend und unterhaltsam geschrieben und zieht sich durch das ganze Buch. Er ist wohl auch auf bestimmten Ereignissen in dieser Zeit aufgebaut worden.
Viel interessanter war allerdings für mich das, was der Autor um diesen Fall herum an Beschreibungen und Hintergrundwissen in diesem Buch vermittelt. So wird hier sehr anschaulich vermittelt, wie man sich das Leben und den Tagesablauf der Menschen im mittelalterlichen Köln verstellen muss. Anhand eines Stadtplanes des mittelalterlichen Kölns kann man genau verfolgen, wo sich unsere Helden gerade aufhalten. Dabei finde ich es sehr erstaunlich, dass sich die Namen und die Lage der einzelnen Straßen und Plätze in den letzten 750 Jahren nur unwesentlich verändert haben. Hinzukommt, dass man erfährt, warum einige Straßen im heutigen Köln ihre Namen tragen.
Weiterhin muss ich dem Autor dieses Buches ein großes Komplement machen, denn was er hier an politischen Hintergrundwissen vermittelt, geht weit über das hinaus, was man selbst an Kölner Schulen jemals zu hören bekommt. Man merkt sofort, dass der Autor sich sehr intensiv mit dieser Zeit und den Geschehnissen in dieser Zeit befasst hat. Dabei beschränkt sich Frank Schätzing nicht nur auf die Zeit, in der sich der Kriminalfall ereignet, sondern bringt auch ziemlich geschickt die Zeit und die Geschehnisse davor in das Werk ein um Zusammenhänge aufzuzeigen. Genauso endet das Buch nicht mit Abschluss des Kriminalfalls, sondern es wird noch kurz, aber sehr verständlich die weitere politische Entwicklung dargestellt.
*** Fazit ***
Für mich war dieses Buch, wie bereits erwähnt, ein Erlebnis. Ich kann es daher sehr weiterempfehlen. Allerdings, und das muss ich einschränkend noch erwähnen, kann ich mir vorstellen, dass dieses Buch bei Lesern, die keinerlei Bezug zu Köln haben, nicht unbedingt die gleiche Begeisterung hervorruft, wie bei mir, da sich sehr vieles doch speziell auf diese Stadt bezieht.
Soweit mein Bericht. Ich hoffe, dass er Euch weiterhilft. Wenn nicht, schreibt mir bitte einen entsprechenden Kommentar!
gruß
city-flitzer
28 Bewertungen, 1 Kommentar
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14.07.2008, 00:26 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichschönen abend noch lg. petra
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