Erfahrungsbericht von Cleem
Der Spass am Morden
Pro:
eine interessante Ansichtsweise dees Themas Mord
Kontra:
leider schnell zu lesen
Empfehlung:
Nein
In einem nicht allzu alten Roman von Ingrid Noll - es handelt sich um den bereits verfilmten Streifen "Die Häupter meiner Liebenden" - wird ausdrucksstark und hocinteressant gezeigt, wie notwendig und lebensbegeisternd Morden sein kann. Noll geht denau in die andere Richtung von Grisham: sie schaut mehr in die Täter als in Opfer oder Prozess. Ihre zwei Hauptpersonen Maja und Cora werden seit ihrer Jugend von Noll dokumentiert. Das katastrophale und schnelle Ende von Majas Familie wird so schnell im Buch behandelt, dass es schon fast alltäglich - ja sogar unwichtig - erscheint. Doch für die meisten Leser dürfte die Zeit in Italien und auf dem Bauernhof auch interessanter erscheinen. Und das weiß Frau Noll nur zu gut und nutzt es gnadenlos aus.
Dass die Opfer nur Männer sind, ist nicht ungewollt. Denn diese Spezies bekommt in dieser Collage aus Kindeheitserinnerung und Vergangeheitsbewältigung kräftig ihr fett weg. Dennoch ist nicht zu behaupten, dass sie dem Ärzte-Hit "Männer sind Schweine" gleichzieht. Es gibt Kerle in ihrem Stück, die scheinen menschliche und fraugerechte Züge zu haben, zum Beispiel der Vater von Cora oder der in Italien aufkreuzende Freund von Emilia.
Ganz neben den tödlichen Machenschaften der beiden Freundinnen und der Emigration nach Italien beschreibt Noll eine nicht zu selten auftretende Erscheinung im Eheleben: das Betrügen, Fremdgehen und Sitzenlassen. Doch hier ist eine Frau die Übeltäterin und der Mann von Maja nimmt die normgerechte Position ein. Doch wenn man ein wenig Lebenslust und Abenteuersuche in sich hat, dann kann man die teils unwirren Wege von Maja verstehen.
In meinen Augen ist für anspruchsvolle Leser etwas dabei, um sich die Zeit angenhem zu verschönern: Spannung, Liebe, Mord, Schelmerei und Erotik.
Ich freu mich schon den zweiten Teil in den Händen zu halten.
Dass die Opfer nur Männer sind, ist nicht ungewollt. Denn diese Spezies bekommt in dieser Collage aus Kindeheitserinnerung und Vergangeheitsbewältigung kräftig ihr fett weg. Dennoch ist nicht zu behaupten, dass sie dem Ärzte-Hit "Männer sind Schweine" gleichzieht. Es gibt Kerle in ihrem Stück, die scheinen menschliche und fraugerechte Züge zu haben, zum Beispiel der Vater von Cora oder der in Italien aufkreuzende Freund von Emilia.
Ganz neben den tödlichen Machenschaften der beiden Freundinnen und der Emigration nach Italien beschreibt Noll eine nicht zu selten auftretende Erscheinung im Eheleben: das Betrügen, Fremdgehen und Sitzenlassen. Doch hier ist eine Frau die Übeltäterin und der Mann von Maja nimmt die normgerechte Position ein. Doch wenn man ein wenig Lebenslust und Abenteuersuche in sich hat, dann kann man die teils unwirren Wege von Maja verstehen.
In meinen Augen ist für anspruchsvolle Leser etwas dabei, um sich die Zeit angenhem zu verschönern: Spannung, Liebe, Mord, Schelmerei und Erotik.
Ich freu mich schon den zweiten Teil in den Händen zu halten.
9 Bewertungen, 1 Kommentar
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24.03.2002, 15:40 Uhr von deeperspace
Bewertung: sehr hilfreichHört sich ja echt nicht schlecht an. Vielleicht werd ich mir das Buch auch mal leisten *G*. Gruß Deep
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