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Erfahrungsbericht von pati1

Eines der besten Bücher aller Zeiten

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Stefan Zweig- Die Schachnovelle

Die Novelle spielt in der Zeit des 2. Weltkriegs auf einem Passergierschiff Richtung Brasilien. Bevor der Erzähler an Bord geht, erfährt er von einem Freund, dass der Schachweltmeister Mirko Czentovic an Bord ist. Mirko ist ein verschwiegener Typ, und geht, wenn möglich, allen Personen aus dem Weg. Der Erzähler will es auf eine Konfrontation mit dem Schachweltmeister anlegen. Darum setzt er sich mit seiner Frau in den Rauchsalon und beginnt eine Partie mit ihr, in der Hoffnung, dass Czentovic dadurch aufmerksam wird und dabei zusehen will. Nicht Czentovic wird dadurch angelockt, sondern vielmehr einige Hobbyschachspieler. Darunter auch ein Herr, namens McConnor, ein reicher schottischer Geschäftsmann. Er fordert den Erzähler zu einigen Schachpartien auf, doch der Erzähler gewinnt sie alle. Die Spiele zwischen McConnor und dem Erzähler wiederholen sich drei Tage lang und am dritten ist es dann soweit. McConnor erfährt, dass Czentovic an Bord ist und will diesen unbedingt zu einer Simultanpartie herausfordern. Czentovic spielt aber nur gegen Geld, was McConnor jedoch nichts ausmacht. Nach bereits 24 Zügen wird der Schotte "Schach Matt" gesetzt. Die Hobbyschachspieler fordern den Schachweltmeister zu einer weiteren Simultanpartie heraus. Am Anfang scheint alles wie bei der vorhergehenden Runde zu laufen, bis eine unbekannte Person auftaucht. Er kann die Partie noch retten und holt schließlich ein Remis heraus. Alle Anwesenden sind von den Schachkünsten des Mannes beeindruckt und wollen, dass er alleine gegen Czentovic spielt. Der Fremde will das auf keinen Fall. Doch der Erzähler möchte ihn überzeugen zu spielen.

Der unbekannte Mann stellt sich als Dr. B. vor, und erzählt den Grund, warum er nicht spielen will. Er hatte kirchliche Reichtümer Österreichs versteckt weil sie in Gefahr waren, von den Nazis beschlagnahmt zu werden. Er wurde aber verrraten, sodass er von der GESTAPO verhaftet wurde. Um Informationen über die Kirchenreichtümer zu erlangen, wurde Dr. B. von den Nationalsozialisten einer intensiven Therapie unterzogen. Man sperrte ihn in ein Zimmer eines Hotels wo es nichts gab. Jede Art von Kommunikation, jede Art von Vergnügen wurde ihm verboten. Er konnte mit niemandem reden. Seine Welt bestand nur aus dem Bett, der Tür, dem Tisch und der Waschschüssel.. Eines Tages fingen die Verhöre an und Dr. B. drohte zusammenzubrechen. Bei einem erneuten Verhör gelang es ihm, aus einem Mantel eines Millitäroffiziers ein Buch zu stehlen. Es war ein Buch mit den bekanntesten Eröffnungspartien des Schachspiels. Dr. B. beschäftigte sich damit so lange, bis er, alle 150 Schachpartien auswendig konnte. Das wurde ihm jedoch langweilig. Also spielte er gegen sich selbst im Kopf Schach und wurde dabei verrückt. Er teilt seinen Geist in Schwarz und Weiß. Eines Tages war er so verwirrt, dass er auf einen Wachposten losging und er wollte sich sogar aus dem Fenster stürzen. Bei seinem Rettungsversuch verletzte er sich an der Hand und kam deswegen in ein Krankenhaus. Der Arzt hatte Mitleid mit dem Gefangenen und verhalf ihm zu seiner Entlassung. Er riet Dr. B. jedoch, nie wieder Schach zu spielen, damit er nicht wieder verrückt werde.

Nach dieser Erzählung lässt sich Dr. B dennoch zu einer Partie überreden, um herauszufinden, ob er auch in der Realität Schachspielen kann. Am nächsten Tag ist es dann soweit und Dr. B. tritt gegen Czentovic an. Die zwei Spieler setzen sich im Rauchsalon des Passagierschiffes zum Schachbrett und beginnen die Partie. Es sehen ihnen dabei mehrere Leute zu. Dr. B. wird es nach einiger Zeit aber zu langweilig, denn er weiß jeden Zug von Czentovic schon im voraus. Zum Schluss ereignet sich das Unglaubliche. Der Weltmeister verliert das Spiel gegen einen Unbekannten. Natürlich will er diese Blamage nicht auf sich sitzen lassen und darum bittet er Dr. B. um eine Revanche. Czentovic spielt nun absichtlich sehr langsam und darum verfällt Dr. B. inzwischen wieder seinem Wahn. Zug für Zug nützt der Schachweltmeister die Zugzeit voll aus. In der Zwischenzeit spielt Dr. B. gegen sich selbst im Kopf. Als er wieder an der Reihe ist, macht er geistesabwesend einen unmöglichen Zug. Erst jetzt bemerkt Dr. B., dass er sich in einem völlig anderen Spiel befindet und somit seinem Wahn wieder verfallen ist. Er entschuldigt bei allen Anwesenden höflich und schwört sich ab diesem Zeitpunkt nie wieder an Schach zu denken.

Mfg,
Patrick

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