Erfahrungsbericht von Teejee
Wolfgang Hohlbeins "Das Jahr des Greifen" in der Welt DSA
Pro:
Interessante Idee, aber...
Kontra:
... schlecht durchgeführt.
Empfehlung:
Nein
Die Geschichte spielt in der Fantasy-Welt aus DSA (Das Schwarze Auge) Aventurien, in dem Elfen, Zwerge, Menschen und natürlich auch ORKS leben.
Die Menschen sind gerade in einen Krieg mit den Orks verwickelt, doch langsam gewinnen diese die Oberhand. So kam es, so erfährt man gleich zu Anfang, dass die zweitgrößte Stadt der Menschen, Greifenfurt, bereits gefallen ist und nun Opfer der Besetzer ist.
Die Inquisition schickt ihren fähigsten Mann, Marcian, um sich quasi als Special Agent in die Stadt einzuschleichen und einen Widerstand zu organisieren.
Schnell findet er einen geheimen Ring von Rebellen in der Stadt, doch er schreckt auch nicht vor der Arbeit mit Räubern zurück, die er für die Zurück-Eroberung der Stadt benötigt.
Die Stadt wird eines Nachts auch ziemlich elegant und fast verlustfrei befreit, doch auch nur, weil der Großteil der Besetzer zur Zeit außwärts unterwegs war.
Als die Orks zurückkehren beginnen sie sofort mit einer erneuten Belagerung, hier fängt die Geschichte auch eigentlich erst richtig an.
Auf den restlichen 700 Seiten wird nun die einjährige Belagerung mit allen dazugehörenden Entbehrungen beschrieben.
Zum Beispiel gibt es später Versorgungsprobleme was Essen betrifft, und um die Lage noch zu verschärfen beschwört ein verräterischer Menschenzauberer, der für die Orks zaubert, einen Dämonen der die Äpfelbäume vergiftet und eine Seuche ausbricht.
In der Stadt wurde durch die an den Tempeln vorgenommenen Entweihungen ein Erzvampir von vor über 1000 Jahren geweckt, der irgendwie über allem steht und vorerst als Mensch getarnt für die Belagerten kämpft, sich jedoch des nachts von seinen Mitstreitern ernährt.
Hilfe kommt von einer überfallenen Armee der Kaiserlichen, die sich den Belagerten anschließt und ohne die Marcian die Stadt sowieso nie halten könnte. Doch gibt es immer wieder Differenzen zwischen ihm, den Kaiserlichen und den Räubern, welche eigentlich nur bei der Befreiung helfen wollten, doch nun über ein Jahr ausharren müssen.
Es gibt insg. mehrere Handlungsstränge, die sich auch immer wieder überschneiden, die abwechselnd beschrieben und wieder unterbrochen werden. Nach jedem Abschnitt wollte ich eigentlich unbedingt an diesem Handlungsstrang weiterlesen, doch schon nach ein paar Zeilen hatte mich die nächste Szene wieder fest gefesselt.
Es gibt noch viel viel mehr Dinge die in dieser Stadt in diesem Jahr des Greifen geschehen, aber das lasse ich euch gerne selbst entdecken...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-02 19:58:49 mit dem Titel Stephen Kings Cujo
Ein insgesamt schlechtes Buch... ich glaube, da hat Stephen King aber schon bessere Bücher geschrieben.
Die Geschichte handelt in einem amerikanischen Kaff, indem ein ehemals kinderlieber und treuer Bernhardiner durchdreht, weil er die Tollwut bekommt. Keiner merkt es so richtig, erst als es zu spät ist und er ein paar Menschen tötet.
Die eigentliche Story setzt erst ein, als eine junge Frau und ihr 4 jähriger Sohn im Auto festsitzen und von dem Hund belagert werden.
Die "Herrchen"(Frau und Kind des Besitzers) des Hundes sind gerade vereist bzw. das Herrchen getötet, so dass sich erstmal niemand über das Verschwinden des Hundes wundert.
So müssen die beiden tageland da drinnen ausharren mit all den bösen Entbehrungen (Toilette...Hunger...Durst...) und gehen langsam immer mehr zu Grunde. Der Hund springt hin und wieder gegen das Auto, wobei er sich dabei nur immer mehr selbst zerfetzt.
Eigentlich möchte ich ja das Ende nicht verraten, aber bei einem so enttäuschenden Buch kann man das schon mal machen, soll ja sowieso keiner sonst mehr lesen... der kleine Junge verhungert und die Mutter liegt am Ende am/im Kadaver des Hundes und zerreißt jeden einzelnen Kubikcentimeter Fleisch von ihm... ihr Mann war auch verreist und schlussendlich zu spät gekommen.
Nicht lesen!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-02 20:15:50 mit dem Titel Herr der Ringe - die Bücher
Eines der besten Bücher... aber nicht in jeder Hinsicht.
Die Story dürften ja mittlerweile die meisten kennen, hier noch mal zusammengefasst:
In der Fantasywelt Mittelerde leben Orks, Elfen, Zwerge und natürlich Menschen, teilweise untereinander zerstritten.
Der Autor Tolkien zielt jedoch nicht auf reine Unterhaltung ab!! Das ist das, was das Buch so genial macht.
Es gibt mehrere Ebenen, auf denen man die Story verstehen kann. Tolkien wurde vorgeworfen, es handle sich um eine verdeckte Rekapitulation des 2. Weltkrieges.
Denn in dem Buch bilden Menschen, Zwerge und Elfen, obwohl sie eigentlich sonst eher neutral bis feindlich untereinander gesonnen sind, eine Allianz gegen Mordor, das Land des Schreckens, aus dem alles Böse kommt.
Die Menschen könnten die Amerikaner darstellen, die Elfen Engländer, Zwerge Russland...
Und Mordor mit seinem Herrscher Sauron natürlich das dritte Reich und Hitler.
Frodo Beutlin, der tragische Held dieser Story, ist ein Hobbit, ein vergnügtes Völklein von kleinen Leuten, die eher wenig reisen und viel feiern und essen. Es könnte sich bei diesem Völkchen um die wohlständigen und sorglosen Seiten und Ansichten der "ersten" Welt handeln...
Frodo muss den Ring, den EINEN Ring (der dazu da ist alle zu knechten, wenn er nur in die Hände Saurons zurückgelangt) ins Land Mordor bringen und dort an der Stätte seiner Herstellung, im Schicksalsberg, vernichten.
Dazu muss er den Ring durch alle Länder Mittelerdes tragen, und dieser Ring macht ihn auf Dauer immer schwächer und lässt ihn in seinem Herzen langsam immer böser werden.
Ob eine adäquate Interpretation dieses Ringes die Atombombe sein könnte, wird dadurch wahrscheinlicher, dass vor allem die Menschen den Ring lieber selber einsetzen würden, um Mordor zu vernichten, obwohl es von den Waisen im Buch heißt, das würde die Menschen selbst verderben.
Schließlich wurde ja dann doch keine Atombombe gegen Deutschland eingesetzt...also konnten auch die Menschen davon überzeugt werden, den Ring lieber nicht einzusetzen...
Diese Analogieschlüsse sind jedoch nur eine Möglichkeit, man kann es auf viele Weisen interpretieren...
doch neben diesen Sachen bietet Der Herr der Ringe natürlich auch einfach so eine gute Story, die zwar teilweise etwas langatmig und stellenweise sogar langweilig ist, jedoch insgesamt eine hübsche und vor allem lange, zusammenhängende und immerhin doch immer wieder auch mal spannende Geschichte.
Wirklich fesseln konnte es mich nicht, ich habe alle drei Teile über 2 - 3 Jahre hinweg gelesen, ok, etwas schneller wäre es auch gegangen, aber es gab auch noch viel anderes zu lesen...
Es ist zwar wirklich ein Meisterwerk, aber geschrieben lässt sich die Story sicher nicht so gut verkaufen wie im Film, der die spannenden und packenden Momente der Geschichte hervorhebt.
Wer jedoch schwierige Lektüre (die Landschaftsbeschreibungen sind teilweise sehr kompliziert)nicht ablehnt und lange Abende vor sich hat, kann es sich aber gerne mal anschauen. Und für Fantasyfreunde ist es sicher ein einzigartiges Erlebnis!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-02 20:44:53 mit dem Titel Nahrung die schadet, Nahrung die heilt (vom Adac Verlag)
Ein sehr sehr nützliches Buch, dass es sich Durchzulesen lohnt. Ich selbst habe zwar eigentlich keine besonderen Probleme mit meiner Verdauung oder irgendwelchen Krankheiten, aber eine bessere Ernährung kann auch einem gesunden Menschen weiterhelfen. Zudem ist Prophilaxe sicher nie verkehrt...
Es wird mit zahlreichen Irrtümern aufgeräumt und über jedes wichtige Nahrungsmittel genau dargestellt, welche Vorteile und welche Nachteile es mit sich bringt und welche Vitamine/Mineralstoffe/Spurenelemente sich besonders in diesem Lebensmittel befinden.
Zudem wird bei bestehenden Krankheiten genau beschrieben, welche Dinge man nicht mehr essen sollte und welche den Zustand günstig beeinflussen können.
Das Layout ist sehr gut gelungen, auch sind über das Buch verstreut Fallbeispiele von Erkrankten und ihrer Krankheitsgeschichte und wie eine bessere Ernährung sie geheilt hat bzw. ihren Zustand verbesserte.
Man sollte dieses Buch wirklich einfach einmal komplett durchlesen und man kann kaum noch etwas falsch machen in Sachen Ernährung.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-02 20:45:03 mit dem Titel Der Herr der Fliegen
Vielleicht liegt es daran, dass es für mich in der Schule Pflichlektüre war, oder dass es einfach eine schlechte Story ist, aber ich kann dieses Buch einfach nicht gutheißen.
Ein Flugzeug mit Militärschülern, alle zwischen 6 bis 12 Jahre alt, stürzt ab über einer Insel und alle Erwachsenen sterben dabei.
Das hört sich ja eigentlich sehr interessant an und aus dieser Storyvorlage hätte sich echt extrem viel machen lassen, aber der Autor hat es schonmal gleich zu Anfang versäumt, den Absturz selbst zu beschreiben.
Die Kinder, so ca. 24-30 (an der Zahl), finden sich erstmal und sammeln sich. Nun müssen sie ihr Zusammenleben auf der Insel organisieren, die Versorgung wird in dem Buch nicht als Problem thematisiert, wohl weil der Autor mehr darauf abzielt, zu zeigen, dass der Mensch im Grunde seines Herzens böse ist.
Also die Kinder haben genug zu essen, sie werden nicht mal krank. Es leben zudem sogar noch Wildschweine auf der Insel.
Doch zwei der Kinder haben einfach ein Problem miteinander. Der eine möchte eher gefunden werden, und lässt dafür den anderen mit seinen Kumpels immer ein Feuer am Berg der Insel am Leben halten. Doch dieser erfreut sich zunehmends an der Isolation und der Freiheit auf der Insel und vergisst das Feuer, so dass einmal ein Schiff an der Insel vorbeifährt ohne zu ankern.
Beide verfeinden sich immer mehr, doch der unzuverlässige kann immer mehr Kinder auf seine Seite ziehen. Zwei der besten Freunde seines Kontrahenten werden sogar von den Kindern umgebracht, da sie langsam immer mehr durchdrehen und gewaltätiger werden. Die natürlichen Grenzen des Anstandes verschwimmen immer mehr. Der eine wird mit einem Wildschwein verwechselt, mehr oder weniger absichtlich, und von 10 auf einmal abgestochen. Der andere wird zum Schluss von einem Stein erschlagen, den ein anderer runtergeworfen hat.
Der arme Hauptsprecher steht zum Schluss allein da und wird gefjagt, über die ganze Insel... und zum Schluss doch gerettet, denn die menschliche Instanz ist zurückgekehrt: Ein Kreuzer hat geankert, den auf der Jagd wurde die halbe Insel angezündet und das Feuer hat die Marine angelockt. Zum Schluss treffen sich der Kapitän und der Gejagte am Strand, und gleich darauf treffen die Jäger ein, die daraufhin in winselndes Geheule ausbrechen, denn die Realität hat sie wieder und sie sind im Grunde Mörder...
Ich persönlich muss eines scharf kritisieren, ich glaube nicht, dass die Kinder so handeln würden. Getestet hat es noch keiner, wäre ja auch unmenschlich. Sicher würden einige so werden, aber nicht so viele, und der "Gute" würde zum Schluss bestimmt nicht allein dastehen.
8 Bewertungen, 4 Kommentare
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30.05.2002, 17:24 Uhr von kenam
Bewertung: sehr hilfreichEines meiner absoluten Lieblingsbücher. Das Thema "Insel-Action" ist völlig nebensächlich - William Golding spekuliert IMHO darüber, wohin sich die Moral einer Gesellschaft bewegt, in der Kultur und Tradition keinerlei Rolle s
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10.03.2002, 15:57 Uhr von northstar
Bewertung: sehr hilfreichGrausiges Buch, wurde ich damals auch in der Schule mit gequält....
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04.03.2002, 13:54 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichIch mußte das Buch im Englischunterricht lesen. Und ich fand es absolut ätzend!
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03.03.2002, 21:02 Uhr von Libraia
Bewertung: sehr hilfreichich habe das Buch als sehr gut in Erinnerung (obwohl es schon lange her ist, dass ich es gelesen habe). Alles was du schreibst, hört sich aber auch sehr interessant an, was du daran so schlecht findest, wird mir nicht ganz klar.
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