Erfahrungsbericht von Knutschbaer
Just for Funf! - Auch beim Lesen Spass haben
Pro:
unterhaltsamer Schreibstil, man lernt was über die Geschichte von Linux
Kontra:
nicht bekannt
Empfehlung:
Nein
Donnerstag Nachmittag:
Eigentlich sollte ich mich auf meine Vorlesung über Software-Engineering am Freitag vorbereiten. Aber IBM sponsorte mich mit „Just for Fun“ von Linus Torvalds und David Diamond.
Das Buch stand schon immer auf meiner Wunschliste, mag ich den unkomplizierten Menschen Linus und „sein“ Linux doch!
So packte ich es also aus und fing an zu lesen. Schon das Vorwort von Dirk Hohndel (Vorstand der SuSE Linux AG) kommt locker leicht daher und versprüht schon ein gewisses Maß an Ironie. Das zweite Vorwort stammt vom Autoren David Diamond selbst.
Das Buch ist eigentlich eine (Auto)Biographie, aber eigentlich auch wieder nicht. Es ist auch die Geschichte eines der erfolgreichsten Betriebssysteme der Welt (man findet Linux ja schon in Tanksäulen). Linus und David schaffen es in einer herrlich lockeren Art und Weise die Entstehung von Linux und dessen Entwicklung zu schildern.
Viel Text ist auf dem „Mist“ von Linus himself gewachsen, in Buchform wurde es letztlich aber doch von David Diamond, der sich dafür aber auch immer wieder anhören mußte, dass sein Mac Scheisse sei *g*
Linus und David nehmen uns mit auf eine Zeitreise.
Wir lernen einen kleinen Linus kennen, der am VIC-20 seines Großvaters programmierte, sich später einen Sinclair QL zulegte (kennt den eigentlich noch jemand hier, oder nur noch solch Urgesteine wie ich?)
Wir dürfen Linus quasi dabei über die Schulter schauen, wie er auf Minix umsattelt und so nach und nach Freax entwickelt, das erst später den Namen Linux erhalten sollte.
Selbstverständlich läßt er uns auch an einem Streit mit Andrew Tanenbaum teilhaben (dessen Buch „Moderne Betriebssysteme“ ich derzeit lese), der dem monolithischen Ansatz von Linux heftigst widersprochen hatte.
Wir lernen mit Linus auch Steve Jobs kennen. Eine der besten Geschichten überhaupt in diesem Buch. Linus teilt mit Steve aber auch rein gar nichts, schon gar nicht den Ansatz, den Apple mit MacOS X verfolgt, da dieses OS dem Open-Source Gedanken nicht wirklich folgt. Aber: „Ich finde Steve irgendwie sympathisch“
Linus läßt uns auch an seinen Gedanken zum Sinn des Lebens teilhaben. Spaß haben! Und genau darum geht es letztendlich auch: motiviert an einem OS arbeiten und Spaß dabei haben.
Das Buch hat eine sehr lockere Sprache und Linus zeigt eine herrliche Ironie. Schon alleine dafür finde ich den Mann genial. Die „Lebensbeichte“ des Linux-Gurus wird immer wieder mal durch Interview-mäßige Einblendungen unterbrochen.
Insgesamt bekommt man ein interessantes Buch über die Entwicklung von Linux und erfährt etwas über das Leben seines „Erfinders“. Außerdem versucht Linus dem Leser die Philosophie der Open-Source-Bewegung nahe zu bringen, was er bei mir auch geschafft hat.
Allzuviel möchte ich hier aber nun auch nicht mehr verraten. Nur soviel. Ich habe das Buch nur zweimal aus der Hand gelegt: 1 mal zum telefonieren und 1 mal, weil ich mir eine Ruhrpottplatte gegönnt habe. Ansonsten habe ich die 265 Seiten an einem Nachmittag (knapp 5 Stunden) durchgelesen.
Für alle, die sich für Linux interessieren ist dieses Buch schon fast Pflicht, aber auch für alle anderen, die wissen, dass es neben Windoof noch was Gutes gibt, sollten dieses Buch lesen.
39,90 DM kostet das Buch, und die ist es auch wert. Von der ersten bis zur letzten Zeile!
ISBN: 3-446-21684-7
Eigentlich sollte ich mich auf meine Vorlesung über Software-Engineering am Freitag vorbereiten. Aber IBM sponsorte mich mit „Just for Fun“ von Linus Torvalds und David Diamond.
Das Buch stand schon immer auf meiner Wunschliste, mag ich den unkomplizierten Menschen Linus und „sein“ Linux doch!
So packte ich es also aus und fing an zu lesen. Schon das Vorwort von Dirk Hohndel (Vorstand der SuSE Linux AG) kommt locker leicht daher und versprüht schon ein gewisses Maß an Ironie. Das zweite Vorwort stammt vom Autoren David Diamond selbst.
Das Buch ist eigentlich eine (Auto)Biographie, aber eigentlich auch wieder nicht. Es ist auch die Geschichte eines der erfolgreichsten Betriebssysteme der Welt (man findet Linux ja schon in Tanksäulen). Linus und David schaffen es in einer herrlich lockeren Art und Weise die Entstehung von Linux und dessen Entwicklung zu schildern.
Viel Text ist auf dem „Mist“ von Linus himself gewachsen, in Buchform wurde es letztlich aber doch von David Diamond, der sich dafür aber auch immer wieder anhören mußte, dass sein Mac Scheisse sei *g*
Linus und David nehmen uns mit auf eine Zeitreise.
Wir lernen einen kleinen Linus kennen, der am VIC-20 seines Großvaters programmierte, sich später einen Sinclair QL zulegte (kennt den eigentlich noch jemand hier, oder nur noch solch Urgesteine wie ich?)
Wir dürfen Linus quasi dabei über die Schulter schauen, wie er auf Minix umsattelt und so nach und nach Freax entwickelt, das erst später den Namen Linux erhalten sollte.
Selbstverständlich läßt er uns auch an einem Streit mit Andrew Tanenbaum teilhaben (dessen Buch „Moderne Betriebssysteme“ ich derzeit lese), der dem monolithischen Ansatz von Linux heftigst widersprochen hatte.
Wir lernen mit Linus auch Steve Jobs kennen. Eine der besten Geschichten überhaupt in diesem Buch. Linus teilt mit Steve aber auch rein gar nichts, schon gar nicht den Ansatz, den Apple mit MacOS X verfolgt, da dieses OS dem Open-Source Gedanken nicht wirklich folgt. Aber: „Ich finde Steve irgendwie sympathisch“
Linus läßt uns auch an seinen Gedanken zum Sinn des Lebens teilhaben. Spaß haben! Und genau darum geht es letztendlich auch: motiviert an einem OS arbeiten und Spaß dabei haben.
Das Buch hat eine sehr lockere Sprache und Linus zeigt eine herrliche Ironie. Schon alleine dafür finde ich den Mann genial. Die „Lebensbeichte“ des Linux-Gurus wird immer wieder mal durch Interview-mäßige Einblendungen unterbrochen.
Insgesamt bekommt man ein interessantes Buch über die Entwicklung von Linux und erfährt etwas über das Leben seines „Erfinders“. Außerdem versucht Linus dem Leser die Philosophie der Open-Source-Bewegung nahe zu bringen, was er bei mir auch geschafft hat.
Allzuviel möchte ich hier aber nun auch nicht mehr verraten. Nur soviel. Ich habe das Buch nur zweimal aus der Hand gelegt: 1 mal zum telefonieren und 1 mal, weil ich mir eine Ruhrpottplatte gegönnt habe. Ansonsten habe ich die 265 Seiten an einem Nachmittag (knapp 5 Stunden) durchgelesen.
Für alle, die sich für Linux interessieren ist dieses Buch schon fast Pflicht, aber auch für alle anderen, die wissen, dass es neben Windoof noch was Gutes gibt, sollten dieses Buch lesen.
39,90 DM kostet das Buch, und die ist es auch wert. Von der ersten bis zur letzten Zeile!
ISBN: 3-446-21684-7
9 Bewertungen, 1 Kommentar
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28.02.2002, 16:37 Uhr von Stoewi
Bewertung: sehr hilfreichDas hat mich neugierig gemacht. Gruß, Stoewi
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