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Erfahrungsbericht von Mystik_Journeyman

J.D. Salinger: "Der Fänger im Roggen"

Pro:

ein sehr gutes Buch, dass einem vielleicht neue Sichtweisen ermöglicht

Kontra:

Fehlanzeige

Empfehlung:

Nein

Der Fänger im Roggen, bzw "The Catcher In The Rye", wie das Buch im Originaltitel heißt von J.D. Salinger stammt aus dem Jahre 1951. Es handelt von dem 17-jährigen Jugendlichen Holden Caufield und seinen Erfahrungen mit der Welt.

Die erste Überraschung im Buch sollte die Sprache sein, die der Autor benutzt, sie ist immer noch relativ aktuell und durchsetzt von Wörtern wie "verflucht" usw.. Das spiegelt auch den Zustand Holdens wieder, der praktisch mit seiner gesamten Umwelt unzufrieden ist. Die Verzweiflung über die Falschheit seiner Mitmenschen zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, dass heißt, Holden ist eigentlich weniger verzweifelt als desillusioniert, do dass für ihn schon zur Normalität wird. Diese Grundeinstellung seinerseits wird im Verlaufe des Buches immer wieder untermauert.

Alles was er liebt oder zu schätzen weiß, alles was Positives in ihm zum Vorschein kommen lässt ist seine unbefangene ehrliche 11-jährige Schwester, die für die Kindheit allgemein stehen könnte.

Das Buch hat durchaus autobiographische Züge, und Salinger rechnet gnadenlos mit der Erwachsenenwelt ab. Eine Welt, die aus Lügen, Oberflächlichkeit, Egoismus, Perversität und Falschheit besteht.
Beispiele in Form von anderen Charakteren gibt es im Buch genug, in seiner Schulzeit, sowie in der Zeit die er in New York verbringt.

Die Story ist hierbei wohl eher nebensächlich, Holden sammelt im Verlaufe des Buches immer mehr Erfahrungen. Nachdem er von seiner Schule abgehauen ist, zieht es ihn in Richtung (Heimat) New York. Er ist zwar ein miserabler Schüler gewesen, aber das lag laut ihm mehr daran, dass er sich keine Mühe gegeben hat, weil er einfach unmotiviert war. Die Zeit in New York ist die wohl Wichtigste seines Lebens, ich will hier nicht zuviel dazu schreiben, da ihr das eigentlich eher selber lesen solltet, so wie es Salinger geschrieben hat.

Ich weiß nur, dass mir persönlich dieses Buch die Augen für einiges geöffnet hat, es hat meinen Erfahrungsschatz erweitert und lässt mich manche Dinge vielleicht anders sehen.

Dabei ist das Buch wirklich leserlich geschrieben, hat man es einmal angefangen, wird man es so schnell nicht mehr aus der Hand legen...Holden und sein Erfahrungsweg sind absolut fesselnd, und Salingers Sprache ist dabei erfrischend ehrlich.

Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem wärmstens ans Herzen legen, wer weitere Infos möchte, kann sich gerne bei mir melden. Ich möchte noch einmal rechtfertigen, dass ich nicht so extrem viel zum Inhalt geschrieben habe liegt weder daran, dass ich zu faul bin oder einfach keine Lust habe, vielmehr denke ich, jeder sollte ein gutes Buch selbst entdecken, ich würde eher schon sagen, dass ich zuviel geschrieben habe. Ich denke, bei Themen wie Büchern sollte man mehr von der eigenen Leseerfahrung schreiben als von der Story. Ich würde mich übrigens über Rückmeldungen freuen, sowohl zu dem Thema, als auch ganz besonders zu dem Buch, denn es ist mein absolutes Lieblingsbuch und liegt mir wirklich sehr am Herzen.

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