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Erfahrungsbericht von sprox

Der Kräuterspion bei der Arbeit

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Wobei sich mir allerdings die Frage stellt welche Art
von Kräutern die Macher des Werbespots für Milram
Kräuterquark zu sich genommen haben bevor sie sich
die Geschichte vom Spion im Kräutergarten
ausgedacht haben.

Der Inhalt:
-----------

Der Zuschauer sieht zuerst eine große grüne
Gartenfläche. Beim näheren Heranfahren der Kamera
erkennt man, daß es sich um einen gigantischen
Kräutergarten handelt. Plötzlich wird in dem grünen
Dickicht eine Bewegung in Form eines auf dem Boden
robbenden Mannes sichtbar. Dieser Herr scheint etwas
zu suchen. Außerdem steckt er
in einer albernen Tarnung, die aus merkwürdigem
Grünzeug auf seinem Kopf und Gesichtsbemalung besteht.
Der gute Mann legt ein ziemlich seltsamens Benehmen
an den Tag. Während er auf dem Acker zwischen
den ganzen Kräutern umherkriecht, schnüffelt er an
den Kräuternund probiert sie teilweise, wobei er
einen äußerst verbissenenGesichtsausdruck macht.

Im zweiten Teil dieses Werbespots sieht man nun ein
Häuschen inmitten des grünen Kräuterfeldes, in dem
zwei Herren in weißen Kitteln auf mehreren Monitoren
offensichtlich das Feld überwachen.
Auch die Wächter bemerken den Eindringling in dem
Kräutergarten auf einem ihrer Monitore. Ganz beiläufig
sagt der eine zum anderen:
\"Was sucht er denn eigentlich?\". Woraufhin der
Gefragte scheinbar noch gelangweilter antwortet:\"
Er will wohl unser Kräutergeheimnis\".
Danach folgt noch ein Kommentar, daß das Geheimnis im
Quark selbst steckt. Zum Schluß schleckt sich noch
einer der Beiden genüßlich den Finger mit dem
geheimnisvollen Quark ab.

Die Aussage:
------------

Immerhin die Absicht dieses Werbespots ist klar
erkennbar (wenn auch meiner Meinung nach nicht
nachvollziehbar). Dem geneigten Zuschauer soll
suggeriert werden, daß der Milram Kräuterquark so
gut schmeckt, weil er (angeblich) eine ganz spezielle
Kräutermischung enthält, die so sensationell ist,
daß die Konkurrenz noch nicht einmal davor
zurückschreckt diese auszuspionieren. Des weiteren
ist dieses Rezept aber auch so dermaßen geheim, daß
die Wächter des Kräutergartens gar nicht
wirklich beunruhigt sind und den Spion deshalb auch
nicht ernstnehmen.

Die Wirkung:
------------

Obwohl die Übertreibung ein beliebtes Mittel der
Werbung ist, wirkt dieser Spot auf mich zu
aufdringlich \"übertrieben\". Wohingegen ich
den Anfang des Spots für durchaus gelungen halte,
denn der getarnte Spion im Kräuterbeet wirkt auf den
ersten Blick witzig und macht neugierig. Allerdings
werden die Erwartungen dann leider nicht
erfüllt, denn die Pointe wirkt im Gegensatz dazu
langweilig undeinfallslos.

Die Umsetzung:
--------------

Auch die Umsetzung der Grundidee des Kräuterspions
halte ich für gelungen. Das Kräuterbeet ist wunderbar
grün und groß und der Spion sieht ziemlich absurd aus
in seiner kopmischen Tarnung. Auch hier ist für mich
das Ende des Spots der Schwachpunkt, den die beiden
Wächter wirken irgendwie farblos und gleichzeitig
arrogant. Auf jeden Fall rettet auch die Umsetzung
nicht den gegen Ende schwächelden Spot.

Die Zielgruppe:
---------------

Normalerweise läßt sich die Zielgruppe auch in
schlechten Werbespots leicht erraten (z.B. der
Shell-Spot mit M. Schumacher: Zielgruppe=
hauptsächlich Formel 1-Fans und Autofahrer oder die
Kombination aus beiden Gruppen). Im Fall des
Milram-Spots habe ich wirklich nicht
die leiseste Idee welche spezielle(n) Zielgruppe(n)
hier wohl besonders angesprochen werden sollen und
das spricht eindeutig gegen diesen Spot.

Fazit:
------

Vermutlich wird dieser Spot kaum jemanden dazu
verleiten den besagten Quark zu kaufen. Obwohl der
Anfang des Spots durchaus neugierig macht und mehr
erwarten läßt, flacht die Originalität rapide ab,
was dazu führt, daß ich ihn beim nächsten Anschauen
schon gleich umschalte. Der Spot überzeugt mich in
keinster Weise von der Einziartigkeit des
Rezeptes von diesem Kräuterquark, zumal ich aus
eigener Erfahrung sowieso keinen nennenswerten
geschmacklichen Unterschied zu anderen Kräuterquarks
feststellen konnte, die größtenteils sogar billiger
sind. 

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