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Erfahrungsbericht von erna2006
Cauda Equina & Wobbler Syndrom
Pro:
Nichts
Kontra:
Alles
Empfehlung:
Nein
Nun möchte ich Euch diese Krankheit kurz beschreiben, auf das Ihr eventuell bei bereits verstorbenen oder erkrankten Hunden Euch Eure Gedanken macht:
Cauda-Equinum-Syndrom (Pferdeschwanz-Syndrom)
Beschreibung:
Rückenmark und Wirbelsäule sind in der Embryonalentwicklung anfangs gleich lang, so das jeder Nervenzweig durch das auf gleicher Höhe befindliche Zwischenwirbelloch (Foramen Intervertebrale) austreten kann.
Während der Entwicklung nimmt die Wirbelsäule mehr an Länge zu als das Rückenmark. Die Nervenendigungen können somit nicht mehr auf gleicher Höhe aus dem Wirbelkanal (Canalis Vertebralis) austreten. Vielmehr verlaufen Sie eine Strecke in dem Wirbelkanal bis zu der entsprechenden Austrittsstelle. Ab diesem Ende des Rückenmarkes (Conus medullaris) enthält der Wirbelkanal nur noch eine dichte Masse von nach hinten verlaufenden Nervenwurzeln, die wegen Ihrer Ähnlichkeit mit einem Pferdeschwanz als Cauna-Equina bezeichnet werden. Die untersten Wurzeln treten durch das Kreuzbein aus.
Das Cauda Equina Syndrom ist teils genetisch veranlagt, teils durch Leistungssport forciert und tritt meist mit 3-5 Jahren eine Absenkung des Kreuzbeins ein. Dies verengt mehr und mehr den Wirbelkanal und übt Druck auf die dort befindlichen Nervenstränge aus.
Symptome:
Der Krankheitverlauf ist langsam und zieht sich über Monate bis Jahre hinweg. Meist beginnt es, das die Rute nicht mehr hoch getragen wird und im laufe der Zeit immer schlaffer hängt. Der Hund verweigert zunehmend Sprünge und wird vorsichtiger in seinen Bewegungen.
Hinterhandschwäche, Katzenbuckel, Lähmungen im Hinterhandbereich,Schwierigkeiten beim Aufstehen und Treppensteigen, Empfindungstörungen ( gar keine mehr oder Überempfindlichkeit) Kotabsatzschwierigkeiten, Zehenschleifen, plötzliches Zusammensacken der Hinterhand ohne deutliche Schmerzäusserungen.
Diagnose:
Die Krankheitgeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinisch-neurologische Untersuchung sind von äußerster Wichtigkeit. In vielen Fällen kann der Arzt schon nach einer gründlichen Anamnese und einer klinischen Untersuchung mit großer Wahrscheinlichkeit feststellen, ob ein Cauda-Equina Syndrom vorliegt. Eine Röntgenaufnahme, Kontrastmitteluntersuchung (Myeolographie) oder eine Computertopographie(CT) können die Diagnose bestätigen oder wiederlegen.
Behandlungsmöglichkeiten:
Laminektomie
Das Dach des Kreuzbeins wird entfernt, somit der Druck auf den Rückenmarkkanal entfernt. Im weiteren Verlauf bildet sich hier eine Bindegewebeartige Platte die das Rückenmark schützt.
Ohne OP sterben die Nervenwurzeln nach und nach ab. Die Rute hängt schlaff nach unten. Die Blasen- und Mastdarmfunktion unterliegt im fortgeschrittenen Verlauf oft nicht mehr der eigenen Kontrolle, Sensibilitätstörungen im analen Bereich und im Bereich der Genitalien sowie an der Innenseite der Hinterläufe sowie eine mögliche Lähmung der Hintergliedmassen treten auf.
Konservativ:
Ruhigstellung und Gabe von Antibiotika ( führt nicht zum Dauererfolg)
IN NICHT WENIGEN FÄLLEN IST ALLERDINGS JEDE MEDIKATION WIRKUNGSLOS.
Zur Linderung der Schmerzen ist Hypericum.(Tierarzt oder Tier-Heilpraktiker fragen).
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Wobbler Syndrom
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Skeletterkrankungen
Fast alle Skeletterkrankungen sind Multifunktionel, das heißt neben der angeborenen genetischen Disposition spielt auch die Umwelt eine verstärkte Rolle.
Egal ob HD, ED oder Spondylose, Wobbler es sind immer sowohl Züchter, als auch Halter beteiligt.
Neben der genetischen Disposition gehören insbesondere Fütterungfehler in der Aufzucht
( unangepasste Futtermittel, zu viel oder zu wenig an Kalzium , Fettleibigkeit als Junghund ) dazu. Daher sollte einem Welpen grundsätzlich ein gutes Markenfuttermittel für große Rassen gefüttert werden, der Welpe sollte rezessiv gefüttert werden, also nicht fett sein. Es sollten zusätzlich zum Welpenfutter keine Vitamin - oder Kalkprodukte verfüttert werden.
Die Bewegung ist ein ebenso wichtiger Faktor. Im ersten Jahr gilt: keine Gewaltmärsche, kein Fahrradfahren, kein Springen über Hürden o.ä. . Dafür darf sich der Junghund soviel bewegen wie er möchte. Gerade in der Ausbildung der VPG sieht man schwerwiegende Fehler. Junge Hunde sollten grundsätzlich in der Abteilung C ein Geschirr tragen, der Druck der sonst auf der Wirbelsäule lastet, führt zu irreparablen Schäden der Halswirbelsäule. Das Sogenannte Wobbler Syndrom, welche in den USA weitverbreitet ist, wird in Deutschland fälschlicherweise gern als Grund für Halswirbelveränderungen herangezogen. In der Regel sind es aber Sporthunde, die von frühster Jugend unangemessen und inkompetent auf ihre sportlichen Höchstleistungen vorbereitet werden sollen, die sie dann aber nie erreichen. Das Wobblersydrom, also die genetische Veränderung der Halswirbelsäule ist nachweislich in Deutschland sehr selten vertreten.
Hier ist also insbesondere der Hundeführer gefragt, der seinen Hund vor unnötigen Überlastungen in der Abtl. C schützen muss, auch ruckartiges Nachoben- oder Untenreißen des Armes vom Helfer ist nicht zu gestatten. Im ersten Lebensjahr soll der Hund in der Skelettentwicklung so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, in der Abteilung C sind Beutespiele am Geschirr zwar grundsätzlich erlaubt, der Helfer sollte aber sehr viel Gefühl haben und den Hund niemals überlasten. Gute Griffübungen und das Taxieren lernen sind eindeutig im ersten Jahr genug.
Gleiches gilt für die HD und ED, also Veränderungen von Hüfte und Ellenbogen. Auch hier sind die Faktoren: Vererbung/ falsche Fütterung / Überlastung nicht weg zu diskutieren.
Im ersten Lebensjahr gilt eben: weniger ist mehr und das eben nicht nur beim Futter, sondern auch bei der Bewegungintensität.
Skeletterkrankungen des alten Hundes sind gar nicht so selten, hier rächen sich die Jugendsünden. Abnutzungen, Artrose und Arthritis sollten unbedingt vom Tierarzt behandelt werden. Neben einer reinen Schmerztherapie ( z.B. durch homöopathische Mittel wie Vermiculite D 6) gilt es ebenso das Fortschreiten von Gelenkveränderungen ( z.B. durch Caniforton) zu stoppen, so das unsere Hunde auch im hohen Alter noch topfit sind und Lust und Freude an der Bewegung haben.
Die Erkrankungen des Bewegungsapparates sind ebenso vielschichtig, neben Unfällen spielen auch hier die genetische Veranlagung eine sehr große Rolle.
Bänderschwäche gehört zu den rezessiven ererbten Erkrankungen. Den betroffenen Hunden reißt ohne ersichtlichen Anlass zum Beispiel Kniebänder.
Bei allen Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Skeletts sollte unbedingt Fachtierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Je eher desto besser. Insbesondere bei Bänderrissen u.ä können die aus einer nicht fachgerechten Behandlung resultierenden Schäden enorm sein ( Artrosen, Fehlstellungen, Abnutzungen, Knorpelschäden )
Sollte also ihr Hund länger als 3 Tage lahmen, ist unbedingt ein geeigneter Tierarzt oder eine Tierklinik aufzusuchen.
Danke fürs Lesen und Bewerten
LG Nicole
21 Bewertungen, 9 Kommentare
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22.09.2007, 20:38 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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22.09.2007, 13:40 Uhr von bodenseestern
Bewertung: sehr hilfreichein sonniges WE von Petra
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22.09.2007, 12:59 Uhr von novia
Bewertung: sehr hilfreichhab noch nie etwas von dieser krankheit gehört... aber danke für die info...hab auch einen hund!!!
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22.09.2007, 12:47 Uhr von evaachenbach
Bewertung: sehr hilfreichschönes Wochenende
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22.09.2007, 01:31 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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22.09.2007, 01:17 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichEin guter Bercht. LG
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22.09.2007, 01:13 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichLG
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21.09.2007, 23:37 Uhr von Kenthan
Bewertung: sehr hilfreich^_^ schönes we!
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21.09.2007, 22:33 Uhr von Sandra107
Bewertung: sehr hilfreichDas kenne ich noch von unserem mittlerweile verstorbenen Hund. LG Sandra107
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