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Erfahrungsbericht von Hotti.com

Her mit den Mäuschen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Meine erste körperliche Erfahrung fiel zugunsten des Nagers aus. Ich wollte ihn aus unserem Wohnzimmer entfernen und hatte ihn an der Schwanzspitze gefasst, da biss er mich in den Finger! 1: 0 nur für!
Ich war so beeindruckt von seinem Mut, dass ich ihm die Freiheit wieder gab.

Dann traf ich eine Verwandte von ihm wieder, die sich unter der Motorhaube unseres Wohnmobils, das wir im Winter immer abmelden, ein Nest gebaut hatte, um dort ihren Nachwuchs aufzuziehen. Ich brachte es nicht fertig, die Familie auseinander zu reißen.

Auch in unserem Komposthaufen siedelte sich eine Mäusefamilie an. Da ist es nämlich schön warm und auch ruhig. Nur beim Umschichten des Komposts, hatte ich die Kleinen plötzlich auf meiner Mistgabel! Ich habe sie im Rahmen der Familienzusammenführung wieder vorsichtig in ihr Nest zurück gelegt!

Fest steht allerdings, dass Wühlmäuse ganz schönen Schaden an Gehölzen im Garten anrichten können. So knabbern sie mit Vergnügen die jungen Wurzeln von Büschen und Bäumen an und verhindern ein gutes und gesundes Wachstum. Auch lieben sie Blumenzwiebeln und Blumenknollen. Wenn Pflanzen plötzlich nicht mehr wachsen wollen und Blätter gelb werden, ist das meistens ein Zeichen dafür, dass sich eine Wühlmaus häuslich im Garten eingerichtet hat. Das auffälligste Zeichen allerdings sind die Gänge der Mäuse, die dicht unter der Erdoberfläche verlaufen und von oben, als leicht aufgeworfene Erhebungen, sehr gut erkennbar sind. Sie laufen durch den ganzen Garten. So war es jedenfalls bei uns!

Die Frage war, was können wir tun, um die Mäuse los zu werden, ohne ihnen ans Leben zu müssen?? In einer Gärtnerei empfahl man uns natürlich zuerst mal sehr giftige Mittel, die in die Gänge gestreut werden sollen. Welch ein Aufwand für die kleinen Mäuse! Und welch ein fürchterliches Ende für die eigentlich so niedlichen Tiere! Nein, das kam für uns nicht in Frage.

Mäusefallen waren bei der Großfamilie ebenfalls zwecklos. Allenfalls könnte man eine Falle im Haus aufstellen, doch im Garten kam mir das irgendwie unlogisch vor. Auch hatte ich schon wieder das strangulierte Mäuschen vor Augen! Für andere Gartenbesitzer mag das ja eine Methode sein, für uns nicht!

Ein weiterer Tipp war das Ausräuchern der Mäuse. Dazu sollten die Dämpfe direkt in die Gänge gepustet werden, was das Ende der Mausfamilie bedeutete. Wahrscheinlich hilft diese Methode, doch wir probierten sie erst gar nicht aus. Qualvoll in den dunklen Gängen ersticken, ist eine Todesart, die ich meinen Mäusen auf keinen Fall an tun wollte. Dann wäre da noch die Methode, mit einem Schlauch Wasser in die Gänge zu spritzen. Die Mäuse würden, falls sie nicht rasch genug herauskämen, ertrinken. Die kleinen Mäusekinder würde es auf jeden Fall erwischen. Einige Überlebende gäbe es wohl, doch die würden entsetzt das Weite suchen!

Wir konnten es nicht! Wir brachten es nicht übers Herz! Die Vorstellung der armen Tiere, die dort ums Überleben kämpfen war für uns entsetzlich! Die Tipps waren ganz bestimmt nicht schlecht und führten sicher auch zum gewünschten Erfolg, doch wir wünschten uns diesen Erfolg nicht, so bald wir an die Tiere dachten.

Dann erinnerten wir uns daran, dass uns mal jemand erzählte, Maulwürfe würden alle Erdschwingungen, die durch Laufen und Rasenmähen entstehen nicht vertragen und deswegen flüchten. Gut, was Maulwürfe verjagt könnte vielleicht auch bei Mäusen helfen, ohne ihnen ans Leben zu müssen. So machten wir immer wieder mehrmals täglich Krach auf dem Erdboden. Es wurden Fußball und Federball gespielt. Wir liefen und sprangen auf den aufgeworfenen Gängen der Wühlmäuse herum. Ich mähte den Rasen öfter und an diesen bewohnten Gängen ausgiebiger. Jeden Tag traten wir die neu aufgeworfenen Erdhügel platt und ließen uns nicht beirren.

Ihr werdet es vielleicht nicht glauben, doch die Wühlmaus gab auf! Eines Tages war sie weg! Einfach verschwunden und mit ihr auch der Maulwurf, der sich wohl aus Sympathie gleich mit in unserem Garten eingenistet hatte. Im Laufe der Wochen ist der Rasen wieder wunderbar zugewachsen und es sieht so aus, als habe es nie vierbeinige Mitbewohner in unserem Garten gegeben.

Wir bringen es nun mal nicht fertig, Tiere einfach so zu töten. Vor allem, da es ja eigentlich ihr Lebensraum ist, den wir uns zu eigen gemacht haben. Meine Frau und ich waren sehr froh, das Problem Wühlmäuse auf solch eine humane Art gelöst zu haben. Und sollte sich wieder mal solch ein Mäuschen in unseren Garten verirren, macht das gar nichts! Unser Garten ist so wie so kein Ziergarten, sondern hier darf gespielt und getobt werden und außerdem wissen wir ja jetzt, wie wir die Mäuse überreden können, ein anderes Wohngebiet zu besiedeln! *g*

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