Mercedes-Benz C-Klasse Testbericht
Abbildung beispielhaft
ab 67,36 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 05/2007
Auf yopi.de gelistet seit 05/2007
Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von ikaros
Vielmehr als nur ein Lastesel
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Daß Kombis seit längerer Zeit nicht mehr unter dem Makel des Lastesel-Image leiden müssen und ihre Fahrer als Kreuzung zwischen Möchtegern-Limousinenfahrer und Handwerker gesehen werden, ist weithin bekannt und dank den findigen Designern bei den Autoherstellern auch nachhaltig durchgesetzt worden. Ganz im Gegenteil sind die Ladegiganten als Lifestyle-Mobile beinahe schon beinahe schon zur schönsten Nebensache auf deutschen Straßen geworden. Daß man aber neben der Lehre von der reinen Optik auch noch die hohen Nutzwerte vertreten kann, demonstrieren wohl erstmals die Schwaben in der hier vorliegenden Dimension. Denn die neue Ausgabe des Kombis aus der C-Klasse, den ich während eines sechswöchigen Urlaubs meines Onkels kräftig ausfahren durfte und immerhin auf gut 7.000 Kilometern Erfahrungen und Eindrücke gewinnen konnte, verbindet nach meiner "Kurzzeit"-Einschätzung elegant-dynamisches Auftreten mit echten Transporterqualitäten.
Ebenso wie die Limousine blickt das T-Modell aus vier leuchtstarken Xenon-Scheinwerfern auf den vor ihm liegenden Asphalt und beeindruckt dabei durch seine insbesondere auch im Ablend-Modus geschalteten Leuchtstärken, bei dem beinahe kein noch so kleines Detail in den nächsten hundert bis einhundertfünfzig Metern Straßenstrecke verborgen bleiben. Das ist nach meinen Erfahrungen insbesondere auch bei regennasser Fahrbahn oder Nebelbänken ein wirklich großer Vorteil gegenüber der bisherigen und oftmals noch angewendeten Scheinwerfertechnologie, die einen in den entscheidenden Situationen dann doch eher im Dunkeln tappen ... pardon, fahren ... läßt. Klar, im Fernlicht-Modus gleißt die Straße samt näherer Umgebung wie unter einer Flutlichtanlage und die Nacht wird wirklich zum Tage, nur sollte man hierbei auf keinen Fall das Abblenden bei entgegenkommenden Fahrzeugen oder Fußgängern vergessen, denn die Leuchtkraft dieser Minisonnen kann mehr als nur lästig sein.
Bezüglich der Optik kann eigentlich nur Lob verteilt werden, denn die schwungvollen, nach hinten abfallenden Linienführungen der Dachpartie sowie das breite Heck stehen für einen Aspekt, der den Designern bei Mercedes doch nach wie vor - glücklicherweise - sehr wichtig gewesen ist: Sportlichkeit. So kann man dem C 200 T vieles nachsagen, aber daß er ein typischer "Sternspießer" ist, mit Sicherheit nicht - würde ich zumindest sagen. Unterstrichen wird diese optische Sportlichkeit auch durch das Sportfahrwerk und die Tieferlegung des Boliden, der mit seinen AMG-Leichtmetallrädern - sollen sogar Serie sein! - auch hier für entsprechende Akzente sorgt. Die optionalen Breitreifen, die nach meinen Erfahrungen eine gehörige Portion mehr Fahrspaß infolge höherer "Stand"-festigkeit und Kurvenstabilität einbringen, sind wohl nur für einen Aufpreis um die knappen 3.000,- DM zu haben. Nun ja, man kann den Wagen sicherlich auch ohne dieses Schmankerl gut fahren, nur mit ihnen natürlich um einiges besser, denn vorne 225/45, hinten 245/40 sind schon ein echter Sprung in der Ausstattung.
Im Innenraum dominiert und überzeugt die sachliche Funktionalität, wie man diese für sich selbst auch immer zu definieren versteht. Eine gute und solide Verarbeitung sowie mit Bedacht ausgewählte Materialien sind aber sicherlich auf jeden Fall ein Aspekt, der von keinem noch so kritischen Zeitgenossen abgeleugnet werden kann. Die Sitze, ein doch immer wieder unterschätzter Punkt, sind straff und gut konturiert, so daß auch längere (Stau-)Fahrten kein Problem sind und das anfängliche Wohlgefühl nicht nach einer zweistündigen Reise in ein "Wie-lang-denn-noch?"-Quengeln umschlägt. Fünf Personen finden im T-Modell bequem Platz und können sich neben ausreichendem Gepäckraum auch über ordentliche Beinfreiheit freuen - selbst Großwüchsige müssen nicht erst Knieschoner anlegen, um längere Fahrten zu überstehen. Koffer und ähnliche Reisezubehör verschwinden wunderbar in den 470 Litern Kofferraum, der bei Bedarf auf bis zu 1.384 Liter "aufgeklappt" werden kann. Und bei der aktuellen Modell ist auch endlich der Frustbolzen entfernt worden, der beim Umklappen der Rückbank sicherlich nicht nur meinen Onkel oder mich auf die Palme getrieben hat: die Rücksitze lassen sich vollständig umklappen, so daß die bisherige Stufe im Gepäckraum verschwunden und auch sperrige Gegenstände sauber einmanövriert werden können. Resultat dieser dringend überfälligen Neuerung ist neben einem planen Gepäckraum eine "Ladefläche" von - pimaldaumen - 1,5 Quadratmetern, und das kann sich sehen lassen.
Im bereits kurz angesprochenen Fahrverhalten kann ich ebenfalls nach rund 7.000 Kilometern Straßenerfahrung, die sich nicht nur in Autobahn und schnurgerade Bundesstraße angesammelt haben, keinerlei Tadel oder Fehl verkünden. Das Kurvenverhalten ist selbst bei eng gefaßten Hangkurven sauber und ausgeglichen, der Antritt dank den 163 PS, die der 2-Liter-Hubraum-Vierzylinder bei 5.300 U/min aufbringt, zugstark. Ein gemütliches Dahingleiten ist infolge des sinnigerweise als 6-Gang-Getriebe ausgelegten Schaltwerks sehr gut möglich, erstreckt sich das maximale Drehmoment doch fühlbar auf die enorme Drehzahlspanne von 2.500 U/min bis hinauf in die 5.000 U/min, wodurch ein hektisches Schalten und Gängerühren überhaupt nicht erforderlich ist. Als Höchstgeschwindigkeit lassen sich dementsprechend dann auch über 220 km/h auf den Tacho bringen, während die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 10 Sekunden machbar ist.
Der Verbrauch ist, je nach persönlicher Sicht, ordentlich bis mäßig. Mir persönlich sind die über 14 Liter im Stadtverkehr dann doch irgendwie etwas mehr, als ich tagtäglich aufwenden möchte. Dafür kommt man auf der Landstraße mit knappen 7 Litern vergleichsweise günstig weg, wobei eine sportliche Fahrweise in einem Gesamtdurchschnitt - in meinem Fall bezogen auf sechs Wochen und 7.000 Kilometer - nicht unter 11 Litern zu bekommen ist. Der Tank, der mit seinen 62 Litern (Super) beinahe etwas klein ausgefallen ist, wird also nicht allzu selten zur Freude des Tankwarts genährt werden wollen. Dafür erfüllt der C 200 T die D4-Abgasnorm, wodurch zumindest ein kleiner Beitrag Haushaltskasse geleistet wird.
Abschließend kann ich dennoch nur sagen, daß der C 200 T als "Avantgarde" mehr als nur ein "schöner Lastesel" ist, der auch für einen Preis von rund 68.000,- DM eine ganz nette Ausstattung bietet. Etwas störend empfand ich nur die Mitteilung meines Onkels, daß er beim Kauf eine Ausstattungsliste mit optionalen Extras im Gesamtwert von mehr als 35.000,- DM präsentiert bekommen hat, denn mehr als 70.000,- DM sollte selbst dieser Wagen eigentlich nicht kosten, auch wenn die Schwaben das etwas anders sehen.
Ebenso wie die Limousine blickt das T-Modell aus vier leuchtstarken Xenon-Scheinwerfern auf den vor ihm liegenden Asphalt und beeindruckt dabei durch seine insbesondere auch im Ablend-Modus geschalteten Leuchtstärken, bei dem beinahe kein noch so kleines Detail in den nächsten hundert bis einhundertfünfzig Metern Straßenstrecke verborgen bleiben. Das ist nach meinen Erfahrungen insbesondere auch bei regennasser Fahrbahn oder Nebelbänken ein wirklich großer Vorteil gegenüber der bisherigen und oftmals noch angewendeten Scheinwerfertechnologie, die einen in den entscheidenden Situationen dann doch eher im Dunkeln tappen ... pardon, fahren ... läßt. Klar, im Fernlicht-Modus gleißt die Straße samt näherer Umgebung wie unter einer Flutlichtanlage und die Nacht wird wirklich zum Tage, nur sollte man hierbei auf keinen Fall das Abblenden bei entgegenkommenden Fahrzeugen oder Fußgängern vergessen, denn die Leuchtkraft dieser Minisonnen kann mehr als nur lästig sein.
Bezüglich der Optik kann eigentlich nur Lob verteilt werden, denn die schwungvollen, nach hinten abfallenden Linienführungen der Dachpartie sowie das breite Heck stehen für einen Aspekt, der den Designern bei Mercedes doch nach wie vor - glücklicherweise - sehr wichtig gewesen ist: Sportlichkeit. So kann man dem C 200 T vieles nachsagen, aber daß er ein typischer "Sternspießer" ist, mit Sicherheit nicht - würde ich zumindest sagen. Unterstrichen wird diese optische Sportlichkeit auch durch das Sportfahrwerk und die Tieferlegung des Boliden, der mit seinen AMG-Leichtmetallrädern - sollen sogar Serie sein! - auch hier für entsprechende Akzente sorgt. Die optionalen Breitreifen, die nach meinen Erfahrungen eine gehörige Portion mehr Fahrspaß infolge höherer "Stand"-festigkeit und Kurvenstabilität einbringen, sind wohl nur für einen Aufpreis um die knappen 3.000,- DM zu haben. Nun ja, man kann den Wagen sicherlich auch ohne dieses Schmankerl gut fahren, nur mit ihnen natürlich um einiges besser, denn vorne 225/45, hinten 245/40 sind schon ein echter Sprung in der Ausstattung.
Im Innenraum dominiert und überzeugt die sachliche Funktionalität, wie man diese für sich selbst auch immer zu definieren versteht. Eine gute und solide Verarbeitung sowie mit Bedacht ausgewählte Materialien sind aber sicherlich auf jeden Fall ein Aspekt, der von keinem noch so kritischen Zeitgenossen abgeleugnet werden kann. Die Sitze, ein doch immer wieder unterschätzter Punkt, sind straff und gut konturiert, so daß auch längere (Stau-)Fahrten kein Problem sind und das anfängliche Wohlgefühl nicht nach einer zweistündigen Reise in ein "Wie-lang-denn-noch?"-Quengeln umschlägt. Fünf Personen finden im T-Modell bequem Platz und können sich neben ausreichendem Gepäckraum auch über ordentliche Beinfreiheit freuen - selbst Großwüchsige müssen nicht erst Knieschoner anlegen, um längere Fahrten zu überstehen. Koffer und ähnliche Reisezubehör verschwinden wunderbar in den 470 Litern Kofferraum, der bei Bedarf auf bis zu 1.384 Liter "aufgeklappt" werden kann. Und bei der aktuellen Modell ist auch endlich der Frustbolzen entfernt worden, der beim Umklappen der Rückbank sicherlich nicht nur meinen Onkel oder mich auf die Palme getrieben hat: die Rücksitze lassen sich vollständig umklappen, so daß die bisherige Stufe im Gepäckraum verschwunden und auch sperrige Gegenstände sauber einmanövriert werden können. Resultat dieser dringend überfälligen Neuerung ist neben einem planen Gepäckraum eine "Ladefläche" von - pimaldaumen - 1,5 Quadratmetern, und das kann sich sehen lassen.
Im bereits kurz angesprochenen Fahrverhalten kann ich ebenfalls nach rund 7.000 Kilometern Straßenerfahrung, die sich nicht nur in Autobahn und schnurgerade Bundesstraße angesammelt haben, keinerlei Tadel oder Fehl verkünden. Das Kurvenverhalten ist selbst bei eng gefaßten Hangkurven sauber und ausgeglichen, der Antritt dank den 163 PS, die der 2-Liter-Hubraum-Vierzylinder bei 5.300 U/min aufbringt, zugstark. Ein gemütliches Dahingleiten ist infolge des sinnigerweise als 6-Gang-Getriebe ausgelegten Schaltwerks sehr gut möglich, erstreckt sich das maximale Drehmoment doch fühlbar auf die enorme Drehzahlspanne von 2.500 U/min bis hinauf in die 5.000 U/min, wodurch ein hektisches Schalten und Gängerühren überhaupt nicht erforderlich ist. Als Höchstgeschwindigkeit lassen sich dementsprechend dann auch über 220 km/h auf den Tacho bringen, während die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 10 Sekunden machbar ist.
Der Verbrauch ist, je nach persönlicher Sicht, ordentlich bis mäßig. Mir persönlich sind die über 14 Liter im Stadtverkehr dann doch irgendwie etwas mehr, als ich tagtäglich aufwenden möchte. Dafür kommt man auf der Landstraße mit knappen 7 Litern vergleichsweise günstig weg, wobei eine sportliche Fahrweise in einem Gesamtdurchschnitt - in meinem Fall bezogen auf sechs Wochen und 7.000 Kilometer - nicht unter 11 Litern zu bekommen ist. Der Tank, der mit seinen 62 Litern (Super) beinahe etwas klein ausgefallen ist, wird also nicht allzu selten zur Freude des Tankwarts genährt werden wollen. Dafür erfüllt der C 200 T die D4-Abgasnorm, wodurch zumindest ein kleiner Beitrag Haushaltskasse geleistet wird.
Abschließend kann ich dennoch nur sagen, daß der C 200 T als "Avantgarde" mehr als nur ein "schöner Lastesel" ist, der auch für einen Preis von rund 68.000,- DM eine ganz nette Ausstattung bietet. Etwas störend empfand ich nur die Mitteilung meines Onkels, daß er beim Kauf eine Ausstattungsliste mit optionalen Extras im Gesamtwert von mehr als 35.000,- DM präsentiert bekommen hat, denn mehr als 70.000,- DM sollte selbst dieser Wagen eigentlich nicht kosten, auch wenn die Schwaben das etwas anders sehen.
14 Bewertungen, 2 Kommentare
-
12.02.2002, 19:49 Uhr von Marc-Gonzo
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter bericht! Gruss MARC-GONZO
-
12.02.2002, 19:47 Uhr von RodFlanders
Bewertung: sehr hilfreichsehr schöne Meinung.
Bewerten / Kommentar schreiben