Erfahrungsbericht von Catblue22
Wenn der Chef-Teetester plötzlich erkrankt!
Pro:
Kann ich leider nicht erkennen.
Kontra:
Der Geschmack.
Empfehlung:
Nein
Morgens halb Neun in Deutschland, besser gesagt bei Meßmer: Der Chef-Teetester, ein Mann mit hochsensiblen Geschmacksknospen, fühlt sich nicht wohl. Er merkt, er muss dringend nach Haus, da sich eine Erkältung anbahnt, die eventuell seine Geschmacksnerven schädigen könnte.
Die einzige greifbare Vertretung besteht aus seinem Auszubildenden. Da heute eh nicht viel zu testen ist, denkt er, er kann ihn ruhig diese paar Tees verkosten lassen und geht nach Haus.
-Ein schwerer Fehler, wie sich zeigt, denn der Azubi hat gestern Abend eine lustige Party besucht und dem Gerstensaft gut zugesprochen. Er hat immer noch den angenehmen Geschmack auf seinen noch in Ausbildung befindlichen Geschmacksknöspchen und ist auf der Suche nach neuen Herausforderungen!
Also vorbei an den langweiligen Mischungen aus Erdbeer-Sahne, Whisky-Vanille, und Kokos-Mango. -Hoppla, was steht denn da? Gerstenmalz! Das muss eine Fehllieferung sein, und ist bestimmt für die Brauerei nebenan gedacht. Aber Gerstenmalz klingt gut, klingt nach Gerstensaft!
–Der Azubi freut sich. Was könnte man noch dazugeben? Lakritzaroma? –Nein, aber Zimt wäre nicht schlecht, das mag der Chef auch sehr gern. Dann noch Johannisbrot, und hatte Omi nicht immer von Zichorienwurzel gesprochen, wenn sie die gute, alte Zeit erwähnte? Etwas Kardamom und Süssholzwurzel dazu, und was steht denn da auf dem Regal? –Der Pfefferstreuer aus dem Frühstücksraum! Nehmen wir also noch etwas Pfeffer dazu und schon ist die Mischung perfekt!!!
Nun nur noch nett verpacken lassen und einen klanvollen Namen finden, irgendwie asiatisch, indisch, geheimnissvoll ... Er denkt an das Tantrabuch seiner Freundin und ihm fällt das Wort „ Durga“ ein , das in der asiatischen Mythologie für Vereinigung göttlicher Kräfte steht!
Der Chef wird begeistert sein, wenn die Produktion schon Morgen anläuft.....
So, oder so ähnlich stelle ich mir vor, ist der Durga Tee der Firma Meßmer entstanden.
Der Inka Tee von dieser Firma hat mir sehr gut gefallen, und bei meinem letzten Supermarktbesuch beschloss ich, noch andere Sorten aus dieser Reihe auszuprobieren. Warum ich ausgerechnet zu Durga Tee griff, kann ich nicht sagen!!
Bevor ich mein Geschmackstrauma schildere noch die schlichten Fakten zu diesem Getränk
Hersteller: Fa. Meßmer Tee-Gesellschaft, D-21218 Seevetal
Verpackung: Auf der in gelb und braun gehaltenen Verpackung ist links das bekannte, blaue Rechteck mit dem goldenen Meßmer- Emblem gedruckt. Daneben die Bezeichnung „ Durga Tee“, Gerstenmalz-Zimt, aromatisch, würzig. Hierunter dann ist eine Weltkugel abgebildet, die von einem Mandala- Symbol umgeben ist.
Auf der linken Seite der Verpackung steht näheres über den Tee: „ Durga nennt man in der asiatischen Mythologie die Vereinigung göttlicher Kräfte. Irdische Kraft und Ausdauer steigert man in ganz Indien seit vielen Generationen auf natürliche Weise. –Dieser stärkende Tee mobilisiert Ihre physischen und psychischen Reserven.“
Inhalt: 20 Einzelkuverts, in denen pro Kuvert 2 Gramm dieser Mischung darauf warten, mit kochendem Wasser übergossen zu werden.
Preis: 1,99 Euro
Zusammensetzung: Gerstenmalz 45%, Johannisbrot geröstet, Zichorienwurzel, Kardamom, Zimt 9%, Süssholzwurzel, schwarzer Pfeffer
Zubereitung: Einen Teebeutel pro Tasse mit sprudelnd kochendem Wasser übergiessen und 6 Minuten ziehen lassen.
Aussehen: Nur für diesen Bericht habe ich es gewagt, nochmals eine Tasse aufzubrühen. Schon wenn das Wasser über den Teebeutel fliesst, verfärbt es sich kohlrabenschwarz. So muss der Zaubertrank ausgesehen haben, in den Obelix als Kind gefallen ist!
Geruch: Stark nach????
Geschmack: Ja, ich wage es! Ich nehmen einen Schluck. Ein massiver dunkler, rauchiger, leicht süsslicher Schleier, ach was sage ich, eine Wolldecke legt sich auf meine Zunge , die mich an Einweichwasser von Dinkelkörnern erinnert. Die zarten, von mir immer nur mit Nettigkeiten bedachten Geschmacksknospen winden sich und drohen ernste Konsequenzen an, sollte ich sie noch einmal auf diese Art und Weise misshandeln! Ein leichter Würgereiz schnürt mir den Hals zu. –Den Rest in der Tasse schütte ich besser weg!
Fazit: Man ahnt es schon, diesen Tee möchte ich nicht weiterempfehlen. Ich bin mit meinem Eindruck nicht allein. – Weil ich es schade fand, die Packung, aus der nur ein Beutel fehlte wegzuwerfen, stellte ich sie in den Frühstücksraum unseres Labors, und versah sie mit der Aufschrift :“ Für alle ,- bedient Euch!“ Nach einer Woche hatte sich immer noch niemand getraut, einen Beutel zu probieren, deshalb steht die Packung jetzt wieder bei mir im Küchenschrank und wartet auf den Ablauf des Verfallsdatums.
Die einzige greifbare Vertretung besteht aus seinem Auszubildenden. Da heute eh nicht viel zu testen ist, denkt er, er kann ihn ruhig diese paar Tees verkosten lassen und geht nach Haus.
-Ein schwerer Fehler, wie sich zeigt, denn der Azubi hat gestern Abend eine lustige Party besucht und dem Gerstensaft gut zugesprochen. Er hat immer noch den angenehmen Geschmack auf seinen noch in Ausbildung befindlichen Geschmacksknöspchen und ist auf der Suche nach neuen Herausforderungen!
Also vorbei an den langweiligen Mischungen aus Erdbeer-Sahne, Whisky-Vanille, und Kokos-Mango. -Hoppla, was steht denn da? Gerstenmalz! Das muss eine Fehllieferung sein, und ist bestimmt für die Brauerei nebenan gedacht. Aber Gerstenmalz klingt gut, klingt nach Gerstensaft!
–Der Azubi freut sich. Was könnte man noch dazugeben? Lakritzaroma? –Nein, aber Zimt wäre nicht schlecht, das mag der Chef auch sehr gern. Dann noch Johannisbrot, und hatte Omi nicht immer von Zichorienwurzel gesprochen, wenn sie die gute, alte Zeit erwähnte? Etwas Kardamom und Süssholzwurzel dazu, und was steht denn da auf dem Regal? –Der Pfefferstreuer aus dem Frühstücksraum! Nehmen wir also noch etwas Pfeffer dazu und schon ist die Mischung perfekt!!!
Nun nur noch nett verpacken lassen und einen klanvollen Namen finden, irgendwie asiatisch, indisch, geheimnissvoll ... Er denkt an das Tantrabuch seiner Freundin und ihm fällt das Wort „ Durga“ ein , das in der asiatischen Mythologie für Vereinigung göttlicher Kräfte steht!
Der Chef wird begeistert sein, wenn die Produktion schon Morgen anläuft.....
So, oder so ähnlich stelle ich mir vor, ist der Durga Tee der Firma Meßmer entstanden.
Der Inka Tee von dieser Firma hat mir sehr gut gefallen, und bei meinem letzten Supermarktbesuch beschloss ich, noch andere Sorten aus dieser Reihe auszuprobieren. Warum ich ausgerechnet zu Durga Tee griff, kann ich nicht sagen!!
Bevor ich mein Geschmackstrauma schildere noch die schlichten Fakten zu diesem Getränk
Hersteller: Fa. Meßmer Tee-Gesellschaft, D-21218 Seevetal
Verpackung: Auf der in gelb und braun gehaltenen Verpackung ist links das bekannte, blaue Rechteck mit dem goldenen Meßmer- Emblem gedruckt. Daneben die Bezeichnung „ Durga Tee“, Gerstenmalz-Zimt, aromatisch, würzig. Hierunter dann ist eine Weltkugel abgebildet, die von einem Mandala- Symbol umgeben ist.
Auf der linken Seite der Verpackung steht näheres über den Tee: „ Durga nennt man in der asiatischen Mythologie die Vereinigung göttlicher Kräfte. Irdische Kraft und Ausdauer steigert man in ganz Indien seit vielen Generationen auf natürliche Weise. –Dieser stärkende Tee mobilisiert Ihre physischen und psychischen Reserven.“
Inhalt: 20 Einzelkuverts, in denen pro Kuvert 2 Gramm dieser Mischung darauf warten, mit kochendem Wasser übergossen zu werden.
Preis: 1,99 Euro
Zusammensetzung: Gerstenmalz 45%, Johannisbrot geröstet, Zichorienwurzel, Kardamom, Zimt 9%, Süssholzwurzel, schwarzer Pfeffer
Zubereitung: Einen Teebeutel pro Tasse mit sprudelnd kochendem Wasser übergiessen und 6 Minuten ziehen lassen.
Aussehen: Nur für diesen Bericht habe ich es gewagt, nochmals eine Tasse aufzubrühen. Schon wenn das Wasser über den Teebeutel fliesst, verfärbt es sich kohlrabenschwarz. So muss der Zaubertrank ausgesehen haben, in den Obelix als Kind gefallen ist!
Geruch: Stark nach????
Geschmack: Ja, ich wage es! Ich nehmen einen Schluck. Ein massiver dunkler, rauchiger, leicht süsslicher Schleier, ach was sage ich, eine Wolldecke legt sich auf meine Zunge , die mich an Einweichwasser von Dinkelkörnern erinnert. Die zarten, von mir immer nur mit Nettigkeiten bedachten Geschmacksknospen winden sich und drohen ernste Konsequenzen an, sollte ich sie noch einmal auf diese Art und Weise misshandeln! Ein leichter Würgereiz schnürt mir den Hals zu. –Den Rest in der Tasse schütte ich besser weg!
Fazit: Man ahnt es schon, diesen Tee möchte ich nicht weiterempfehlen. Ich bin mit meinem Eindruck nicht allein. – Weil ich es schade fand, die Packung, aus der nur ein Beutel fehlte wegzuwerfen, stellte ich sie in den Frühstücksraum unseres Labors, und versah sie mit der Aufschrift :“ Für alle ,- bedient Euch!“ Nach einer Woche hatte sich immer noch niemand getraut, einen Beutel zu probieren, deshalb steht die Packung jetzt wieder bei mir im Küchenschrank und wartet auf den Ablauf des Verfallsdatums.
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