Die Wellenläufer (gebundene Ausgabe) Testbericht
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Erfahrungsbericht von mima007
Actionreicher Auftakt
Pro:
spannend, unterhaltsam, phantastisch und abenteuerlich
Kontra:
gibt es nur als teures Hardcover
Empfehlung:
Ja
Der Roman spielt Anfang des 18. Jahrhunderts unter den Piraten der Karibik. Die Heldin Jolly, ein 14-jähriges Seeräubermädchen, verfügt von Geburt an über ein besonderes Talent: Sie kann über Wasser gehen. Nach dem Untergang ihres Schiffes und dem Verlust ihrer Mannschaft findet sie neue Freunde: Munk, der sich auch die Kunst der Muschelmagie versteht, den Geisterhändler, der die Geister ertrunkener Seeleute als Sklaven verkauft, Bonaventure, ein Wesen halb Mensch, halb Hund. Doch die Gefährten haben einen mächtigen Feind – den Mahlstrom, einen meilenbreiten Strudel, der von einer teuflischen Intelligenz beseelt ist. Jollys Reise führt weit über die Karibik hinaus – geradewegs ins Mare Tenebrosum, das legendäre „Meer der Dunkelheit“. (abgewandelte Verlagsinfo)
Die Wellenläufer-Trilogie:
1) Die Wellenläufer
2) Die Muschelmagier
3) Die Wasserweber
Handlung
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Die vierzehnjährige Jolly ist eine sogenannte Wellenläuferin. Dank der magischen Energien des Erdbebens, das anno 1692 die Karibikstadt Port Royal vernichtete, hat die Quappe die – wie sie meint – einzigartige Fähigkeit, übers Wasser zu gehen. Sie ist nach dem Tod ihrer Eltern bei den Rauhbeinen des Piraten Bannon aufgewachsen. Klar, dass sie ihrem Ziehvater bei seinen „Geschäften“ hilft. Gerade wirft sie Kanister voll giftigen Schlafgases an Bord einer spanischen Galeone, auf die es die Freibeuter abgesehen haben. Schon bald ist das Schiff erobert. Doch irendetwas stimmt mit diesem Schiff nicht: Die Besatzung besteht gar nicht aus Spaniern, sondern aus Sträflingen. Als die Segel entrollt werden, gibt es eine üble Überraschung…
Jolly wurde von der Überraschung gebissen, doch sie überlebt im Innern der Galionsfigur, die sie wie ein schwimmender Sarg an die Gestade einer scheinbar einsamen Bahamas-Insel trägt. Dort findet der vierzehnjährige Junge Munk die Schlafende und pflegt sie mit seiner Mutter gesund, die alles über solche Gift weiß. Beim Erwachen erweist sich Jolly als schnelle Kämpferin und in Sekudnenschnelle hat sie Munk überwältigt. Aber er zeigt ihr, dass sie ihm trauen kann.
Munk zeigt dem Mädchen die Insel. Neben seiner Mutter Mary arbeiten nur sein Vater und eine Reihe von Arbeitsgeistern hier, um den Boden zu bestellen. Die Geister werden vom Geisterhändler geliefert, dessen Wiederkehr bald erwartet wird. Munks Eltern, zwei frühere Kartographen, haben sich vor der Rache des Piratenkaisers Scarab verstecken müssen und wähnen sich auf der Insel in Sicherheit. Jolly klärt Munk darüber auf, dass mittlerweile ein anderer Typ an der Macht sei, der Kendrick heiße. Munk zeigt ihr dafür seine Fähigkeit der Muschemagie. Sie entdecken, dass sie beide Quappen sind. Allerdings hat Munk sehr wenig Erfahrung mit hohen Wellen, wie sich bald zeigt.
Mein Eindruck
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„Die Wellenläufer“ ist ein viel versprechender, abenteuerreicher Auftakt zu einer schönen Fantasy-Trilogie für Jugendliche ab 14 Jahre. Ausgehend von den bekannten Grundelementen jeden Piratenabenteuers, das je verfilmt wurde, entwickelt der Autor einige originelle Ideen, die den Leser bzw. Hörer neugierig auf die weitere Entwicklung der Geschichte machen. Originell sind weniger die Einfälle an sich, sondern die Verbindung, die sie mit der Vorlage einer Piratengeschichte eingehen: also vor allem mit dem Schauplatz der Karibik.
Diesem schönen Flecken Erde, ja sogar der ganzen Welt droht eine Invasion übelsten Ausmaßes aus einer angrenzenden Dimension. Doch da die Grenze durchlässig geworden ist, gelangen Wesen in unsere Welt, die für die Entstehung des vernichtenden Mahlstroms und weitere Phänomene verantwortlich sind. Nur der Geisterhändler und der als Orakel fungierende Holzwurm scheinen darüber Bescheid zu wissen.
Der Gott der Geister
Der Geisterhändler ist ein ebenso unheimlicher wie machtvoller Gesell, der nicht nur oberflächliche Ähnlichkeit mit dem nordischen Gott Odin alias Wotan aufweist. Er ist einäugig und sein fehlendes Auge ist ein Loch voll Schatten, das unter einer Kapuze hervorlugt, die er nie abnimmt und die auch nie vom Wind bewegt wird. Außerdem begleiten ihn zwei magisch begabte Papageien, die den Rabel Hugin und Munin des alten Odin entsprechen – der eine heißt im Roman Hugh, der andere Mo. (In der Mythologie stehen sie für Gedanke und Erinnerung.) Mit ihnen gebietet er über die Geister, die er mit seinem Silberreif zu steuern weiß. (Der in der Mythologie im Ring Draupnir sein Vorbild hat.) Im „Herr der Ringe“ übernimmt diese Rolle des Mentors und Führers bekanntlich Gandalf.
Seine magischen Gehilfen
Doch jeder Gott unterliegt ein paar Beschränkungen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass der Geisterhändler auf zwei magisch begabte Kinder angewiesen ist? Die Rede ist natürlich von den zwei „Quappen“ Munk und Jolly, beide bezeichnenderweise Vollwaisen. Munk lernt noch, seine magischen Kräfte, die er anhand von Muscheln und Perlen demonstriert, zu erweitern und zu stärken. Doch als er ein feindliches Segelschiff versenkt, wird er seinen Gefährten reichlich unheimlich. Er ist ein Zauberlehrling, der ins Zwielicht gerät und anfällig wird für das Böse. In dieser Hinsicht hat er viel mit Frodo gemein.
Auf Geheiß des Geisterhändlers sollen sowohl Munk als auch Jolly ihre Magie in der Seestadt Elenium vervollkommnen, die ganz am Schluss des vorliegenden Romans erreicht wird. Allerdings hat Jolly sie nicht erreicht, denn als sie ihrem Gefährten Griffin helfen will, geht sie im nächtlichen Nebeldunst verloren. Und weil der Geisterhändler Munk daran hindert, nach Jolly zu suchen, fühlt sich Munk fortan wie ein Verräter an seiner Freundin. Dies ist sozusagen sein erster Sündenfall. Aber auch Jolly fühlt sich schuldig – sie hatte den Acherus auf die Insel Munks gelockt, ohne es zu ahnen. Denn jemand ist hinter den beiden letzten überlebenden Quappen her. Warum, muss sich erst noch erweisen. Beide Quappen erscheinen wegen dieser „Sündenfälle“ mehr wie echte Menschen. Ob sie eine Erlösung erlangen können, muss sich in den beiden folgenden Bänden zeigen.
Unterm Strich
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Mir hat dieses Buch rundum gut gefallen. Es bietet Action, Fantasy und Humor in einer perfekten Mischung, die auch für Jugendliche ab 14 Jahren sehr gut geeignet ist. Die Fortsetzungen lassen auf noch mehr Abenteuer und Offenbarungen hoffen. Die Trilogie gehört nicht ohne Grund zu den erfolgreichsten Werken von Kai Meyer.
Fazit: Dieses Buch verdient die volle Punktzahl, obwohl man es nur als teures Hardcover kaufen kann. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Michael Matzer © 2007ff
36 Bewertungen, 13 Kommentare
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16.05.2007, 18:53 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich:::: lg Chrissy ::::
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15.05.2007, 19:39 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichsh+LG Clarinetta
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14.05.2007, 22:59 Uhr von Sayenna
Bewertung: sehr hilfreich- sh - lg - Ela -
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14.05.2007, 13:22 Uhr von Winchen
Bewertung: sehr hilfreichwie immer TOP
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14.05.2007, 03:07 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichIch hasse die Eingabe der zusätzlichen Buchstaben. Guter Beschreibung. ‹^› ‹(•¿-)› ‹^› Liebe Grüße aus Berlin, Wilfriede
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14.05.2007, 02:50 Uhr von rosewitch
Bewertung: sehr hilfreichSH und LG, Diana
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14.05.2007, 00:58 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett
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13.05.2007, 20:27 Uhr von Sabate
Bewertung: sehr hilfreichGruss aus Berlin und einen schönen Sonntag...Todd
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13.05.2007, 19:48 Uhr von strubbine
Bewertung: sehr hilfreichschönen Sonntag
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13.05.2007, 18:12 Uhr von sandrad198
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüsse Sandra
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13.05.2007, 17:01 Uhr von Puppekaa
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht, hat mir sehr gut gefallen. Wünsche dir noch ein schönes Rest Wochenende. LG Puppekaa
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13.05.2007, 16:19 Uhr von wusi
Bewertung: sehr hilfreichsh und grüße claudi
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13.05.2007, 15:46 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris
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