Stupid White Men (gebundene Ausgabe) / Moore Michael Testbericht
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Erfahrungsbericht von inline_igel
Michael Moore hält seinen Mitbürgern den Spiegel vor, nicht nur der Regierung
Pro:
amüsant, regt zum Nachdenken an
Kontra:
manchmal etwas ausschweifend
Empfehlung:
Ja
Das Buch
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Michael Moore - Stupid white men
Piper Verlag GmbH
ISBN 3-492-24127-1
Taschenbuch
329 Seiten
Auflage von März 2004
7,90 Euro
Der Autor
=======
Michael Moore
Jahrgang 1954
Regisseur und Schriftsteller
Der (Klappen)text erwähnt seine Dokumentarfilme \"Roger and me\" und \"Bowling for Columbine\". In letzterem nimmt Moore den Amoklauf an der Columbine Highschool in Littleton zum Anlass, über die Waffenvernarrtheit seiner Mitbürger herzuziehen. Hat 2003 den Oscar als bester Dokumentarfilm bekommen und damit den Bekanntheitsgrad von Michael Moore vermutlich rapide ansteigen lassen.Weitere Bücher von ihm: \"Volle Deckung, Mr. Bush\" und \"Querschüsse\".
Inhalt/Meinung
==========
Normalerweise trenne ich Berichte immer in eine Inhaltsbeschreibung und meine Meinung dazu. Das würde hier aber bedeuten, dass ich viel wiederholen müßte.
Im Kapitel 1 geht Moore auf die Wahl in Florida ein. Dabei legt er den Schwerpunkt auf die Aufstellung der Wählerlisten und die Auswertung der Briefwahlstimmen. Weiterhin werden die Minister des Kabinetts von George W. Bush vorgestellt - Stand vor dem 11.September 2001 - und in welchen Positionen sie vorher tätig waren. Die Zielrichtung dabei ist klar: Die Vorkommnisse werden so dargestellt, dass die Wahlen zugunsten von George W. Bush manipuliert wurde und dass die Minister aufgrund ihrer früheren Tätigkeiten die Interessen der Unternehmens-Lobby vertreten. Meiner Meinung nach eines der besten Kapitel, auch wenn einiges nach Verschwörungstheorie klingt.
Kapitel 2 ist ein offener Brief an den Präsidenten, in dem er zunächst seinen Tatendrang lobt, um ihn dann zu fragen, ob er angesichts seiner Jugendsünden überhaupt regieren kann. Nun ja ...
Kapitel 3 beschäftigt sich mit der größer werdenden Kluft zwischen arm und reich.
Im Kapitel 4 gelangt Moore zur Ansicht, dass alles Leid der Welt von Weißen ausgeht und nicht von den Schwarzen.
Kapitel 5 beschäftigt sich mit dem Bildungssystem der USA und das Regierungen seit Nixon daran sparen.
In Kapitel 6 geht es um die Umweltsünden, die sich die amerikanische Gesellschaft leistet.
usw.
Alles in allem hinterläßt das Buch bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Der Untertitel lautet \"Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush\". Das ist ja durch aus noch doppeldeutig. Der Text auf der Rückseite des Taschenbuches wird da schon präziser: \"Michael Moore rechnet in dieser beißenden Satire gnadenlos ab mit den \'Stupid White Men\' an der Spitze der USA.\". Meine Erwartung war dementsprechend, dass der Regierung der USA ihre Fehler vorgehalten werden. Aber davon ist nur am Anfang die Rede. Leider kenne ich die Origianlausgabe nicht, möglicherweise hat sich der Piper Verlag bem Übersetzen nicht an die Vorlage gehalten ...
Ich will dem Buch natürlich nicht seinen Unterhaltungswert absprechen. Es schon belustigend, wenn Moore erzählt, wie er die Gesetze ausgenutzt hat, um zum Vorgesetzten seines Schuldirektors zu werden. Aber ab Kapitel 3 driftet das Buch ab. Moore legt die Finger in die Wunden der amerikanischen Gesellschaft. Vieles davon sind Sünden, die Präsidenten lange vor George W. Bush begangen haben.
Und beim Kapitel 7 \"Das Ende des Mannes\" sehe ich keinen Zusammenhang mehr zum Thema des Buches. Das war auch das Kapitel, bei dem ich beim Lesen stutzig wurde und mich gefragt habe \"Was hat das noch mit dem Titel zu tun?\". Das Kapitel 10 (\"Demokraten - ein hoffnungsloser Fall\") ist dann noch mal sehr aufschlussreich, in dem Moore die Regierungsarbeit von Bill Clinton unter die Lupe nimmt und darstellt, dass er der besten republikanische(!) Präsident war.
Fazit
====
Ein lesenswertes Buch, das teilweise vom Thema abschweift. Aber im Grunde sitzen die \"Stupid white men\" nicht nur in der Regierung, sondern sie stecken in jeder Bürger, der gedankenlos seine Umwelt verschmutzt oder seinem Profit - teilweise auf Kosten seiner Mitmenschen - nachjagt.
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Michael Moore - Stupid white men
Piper Verlag GmbH
ISBN 3-492-24127-1
Taschenbuch
329 Seiten
Auflage von März 2004
7,90 Euro
Der Autor
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Michael Moore
Jahrgang 1954
Regisseur und Schriftsteller
Der (Klappen)text erwähnt seine Dokumentarfilme \"Roger and me\" und \"Bowling for Columbine\". In letzterem nimmt Moore den Amoklauf an der Columbine Highschool in Littleton zum Anlass, über die Waffenvernarrtheit seiner Mitbürger herzuziehen. Hat 2003 den Oscar als bester Dokumentarfilm bekommen und damit den Bekanntheitsgrad von Michael Moore vermutlich rapide ansteigen lassen.Weitere Bücher von ihm: \"Volle Deckung, Mr. Bush\" und \"Querschüsse\".
Inhalt/Meinung
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Normalerweise trenne ich Berichte immer in eine Inhaltsbeschreibung und meine Meinung dazu. Das würde hier aber bedeuten, dass ich viel wiederholen müßte.
Im Kapitel 1 geht Moore auf die Wahl in Florida ein. Dabei legt er den Schwerpunkt auf die Aufstellung der Wählerlisten und die Auswertung der Briefwahlstimmen. Weiterhin werden die Minister des Kabinetts von George W. Bush vorgestellt - Stand vor dem 11.September 2001 - und in welchen Positionen sie vorher tätig waren. Die Zielrichtung dabei ist klar: Die Vorkommnisse werden so dargestellt, dass die Wahlen zugunsten von George W. Bush manipuliert wurde und dass die Minister aufgrund ihrer früheren Tätigkeiten die Interessen der Unternehmens-Lobby vertreten. Meiner Meinung nach eines der besten Kapitel, auch wenn einiges nach Verschwörungstheorie klingt.
Kapitel 2 ist ein offener Brief an den Präsidenten, in dem er zunächst seinen Tatendrang lobt, um ihn dann zu fragen, ob er angesichts seiner Jugendsünden überhaupt regieren kann. Nun ja ...
Kapitel 3 beschäftigt sich mit der größer werdenden Kluft zwischen arm und reich.
Im Kapitel 4 gelangt Moore zur Ansicht, dass alles Leid der Welt von Weißen ausgeht und nicht von den Schwarzen.
Kapitel 5 beschäftigt sich mit dem Bildungssystem der USA und das Regierungen seit Nixon daran sparen.
In Kapitel 6 geht es um die Umweltsünden, die sich die amerikanische Gesellschaft leistet.
usw.
Alles in allem hinterläßt das Buch bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Der Untertitel lautet \"Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush\". Das ist ja durch aus noch doppeldeutig. Der Text auf der Rückseite des Taschenbuches wird da schon präziser: \"Michael Moore rechnet in dieser beißenden Satire gnadenlos ab mit den \'Stupid White Men\' an der Spitze der USA.\". Meine Erwartung war dementsprechend, dass der Regierung der USA ihre Fehler vorgehalten werden. Aber davon ist nur am Anfang die Rede. Leider kenne ich die Origianlausgabe nicht, möglicherweise hat sich der Piper Verlag bem Übersetzen nicht an die Vorlage gehalten ...
Ich will dem Buch natürlich nicht seinen Unterhaltungswert absprechen. Es schon belustigend, wenn Moore erzählt, wie er die Gesetze ausgenutzt hat, um zum Vorgesetzten seines Schuldirektors zu werden. Aber ab Kapitel 3 driftet das Buch ab. Moore legt die Finger in die Wunden der amerikanischen Gesellschaft. Vieles davon sind Sünden, die Präsidenten lange vor George W. Bush begangen haben.
Und beim Kapitel 7 \"Das Ende des Mannes\" sehe ich keinen Zusammenhang mehr zum Thema des Buches. Das war auch das Kapitel, bei dem ich beim Lesen stutzig wurde und mich gefragt habe \"Was hat das noch mit dem Titel zu tun?\". Das Kapitel 10 (\"Demokraten - ein hoffnungsloser Fall\") ist dann noch mal sehr aufschlussreich, in dem Moore die Regierungsarbeit von Bill Clinton unter die Lupe nimmt und darstellt, dass er der besten republikanische(!) Präsident war.
Fazit
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Ein lesenswertes Buch, das teilweise vom Thema abschweift. Aber im Grunde sitzen die \"Stupid white men\" nicht nur in der Regierung, sondern sie stecken in jeder Bürger, der gedankenlos seine Umwelt verschmutzt oder seinem Profit - teilweise auf Kosten seiner Mitmenschen - nachjagt.
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