My Big Fat Greek Wedding (VHS) Testbericht
ab 10,82 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Erfahrungsbericht von Anderas73
You\'re vegetarian? That\'s Okay. I\'ll make lamb
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Romantische Komödien verursachen bei mir üblicherweise ein Gefühl zwischen \"vorhersehbare einzeilerscherze wegwünsch\" und \"klebrige liebesgeschichte nicht mehr aushalt\". Dennoch habe ich tapfer den Trailer von \'My Big Fat Greek Wedding\' ertragen und war recht angetan. Ein Blick auf www.imdb.com ließ mich staunen - 8,1 Punkte; damit spielt er, jedenfalls bewertungstechnisch, in der Liga Braveheart, Fargo und The Shining mit... also ran ans Werk und Film besorgt!
Handlung und Inhalt:
--------------------
Hurra, es gibt wirklich Handlung, die über Mann trifft Frau, man verliebt sich, man trennt sich, jemand stirbt fast, man verliebt sich wieder und heiratet, hinausgeht. Ethnische Kleinprobleme, großer Nationalstolz und ein Hauch südländischen Flairs begleiten uns von Anfang an und sind forthin allgegenwärtig.
Die eher unterdurchschnittlich hübsche Fortoula \'Toula\' Portokalos (Nia Vardalos) lebt mit ihrer griechischstämmigen Großfamilie in den USA, man betreibt natürlich ein griechisches Restaurant und ihr Leben scheint vorgezeichnet: mit möglichst wenig Bildung einen griechischen Mann heiraten, viele griechische Kinder in die Welt setzen und den Fortbestand der Rasse sichern.
Das klingt jetzt etwas sehr radikal, aber so ist ihr Vater eben. Eigentlich denkt fast die gesamte Familie so, ist halt Tradition!
Toula hat schon fast aufgegeben und lebt damit sich in ihre Rolle zu denken, hat aber doch noch Zweifel. Zum einen ist sie Langzeitsingle; ein Umstand, der durch große Brille und formloses Haar nicht gerade leicht geändert werden kann. Zum anderen hat Sie verrückte Ideen, wie eine Ausbildung zu absolvieren und ähnliches - ihre nicht ganz weltfremde Mutter versteht viele ihrer Anwandlungen, leider ist da noch ihr Vater, ein Patriarch vom alten Schlag!
Michael Constantine spielt Gus Portokalos, das, in alten Gebräuchen festsitzende und stets auf seine Herkunft pochende Familienoberhaupt, mit Bravour. Wirf ihm ein Wort zu, und er wird Dir seine griechischen Wurzeln zeigen! Bei Arachnophobie macht er jenes auch toll, ethymologisch ist da ein härterer Brocken, allgemein ergeben sich einige ganz originelle Sprachverwicklungen. (You\'re a vegetarian? That\'s Okay. I\'ll make lamb. oder: In the end, we\'re all fruit.)
Zurück zu Toula: nachdem keiner der von Ihrem Vater als heiratenswert ausgewählten Griechen ihren Ansprüchen genügt, sieht sie plötzlich im elterlichen Restaurant einen Mann und verliebt sich Hals über Kopf. Jener Ian Miller (alias John Corbett: Tombstone, Sex And The City...) , seines Zeichens Highschool Lehrer, ist alles – nur nicht griechisch!
Zaghafte Annäherung, mit ein wenig Slapstick versehene Kennenlernrituale und dann das erste Debakel: Vorstellung bei den Eltern.
Er entstammt einer Familie von seriösen Anwälten, irgendwie passt da die kleine Kellnerin, sorry Platzanweiserin, nicht ganz dazu.
Doch nach viel Weh und Ach kommt es wie es kommen muss, die beiden Elternpaare lernen sich kennen, dazu die gesamte griechische Sippschaft, viel Alkohol wird konsumiert... und ich Ende meine Inhaltsangabe, man will ja nicht alles erzählen ;-)
Handelnde und Andere:
---------------------
Regie: TV-Serien Fossil Joel Zwick hat sich mal an einem Spielfilm versucht, ist aber seinem Genre treu geblieben. Von ihm kennen wir z.B. 70er/80er Jahre Serien wie Happy Days, Full House, Family Matters (bei uns besser bekannt als ‚Alle unter einem Dach’) und andere.
Drehbuch: Der Erstversuch von Hauptdarstellerin Nia Vardalos ist voll gelungen, zündender Humor und abwechslungsreiche Handlung zeichnen das Buch aus, in jedem Fall eine gelungene Charakterstudie aller Beteiligten.
Produzenten: hoppla – unter anderen auch Tom Hanks! Nach dem beklemmend-ehrlichen „The Green Mile“ (na ja, die paar vorhandenen ‚Zaubertricks’ sind auf Stephen Kings Mist gewachsen) endlich eine Komödie, und dann gleich eine gute... also sei bewiesen, dass er nicht nur schauspielern kann!
Auf die Schauspieler werde ich hier nicht detailliert eingehen, alle Beteiligten liefern gute Leistung, die Hauptrollen sind mit Nia Vardalos und John Corbett optimal besetzt, Lainie Kazan versucht als Toulas Mutter immer wieder eine Brücke zwischen den verstaubten Ideen ihres Mannes und dem Vorwärtsdrang der Tochter zu schlagen, das Set ist eine bunte Mischung zweier Kulturen und absolut abwechslungsreich und gelungen.
Sonstiges und mehr:
-------------------
Ich habe den Film im engl. Original gesehen, leider leiden viele akzent-sprechende anglistische Schauspieler in der Übersetzung Höllenqualen, wenn ihnen plötzlich der griechische oder italienische Einschlag einfach entzogen wird (siehe Captain Corelli\'s Mandolin und andere). Ich werde mir den Film trotzdem im Kino ansehen (deutsch) und bei schlimmen Verletzungen hier ggf. einen Anhang einbauen.
Nette Szenen ergeben sich z. B. als Toula sich zu einer Ausbildung an der Abendschule und Arbeit in einem Reisebüro entscheidet und fürchtet, ihr Vater wird etwas dagegen haben. Ihre Mutter dreht die Sache so, dass schließlich er glaubt, er habe die Sache vorgeschlagen und alle sind glücklich! Eine Ihrer Aussagen: The men may be the head of the house but the women are the neck and they can turn the head anyway they want. Sind Männer wirklich SO leicht manipulierbar? *wunder* ;)
Noch ein paar Daten für die Statistik:
Länge: 96 Minuten
Made in USA
Altersfreigabe in etwa ab 12 (USA/UK: PG)
Fazit und Empfehlung:
---------------------
Ansehen!
Ich habe immer wieder kurz aber laut aufgelacht, was mir wohl seit langem bei keiner Liebeskomödie passiert ist.
Die Gags sind nicht so derb wie heute leider schon irgendwie üblich, die Liebesgeschichte nicht so schmierig-kitschig, die Handlung durchgezogen und der gesamte Film in jedem Fall 5 Punkte und einen Bericht wert.
Hoffe er gefällt euch, falls ich etwas vergessen habe ersuche ich um comment oder mail.
LG Anderas
Handlung und Inhalt:
--------------------
Hurra, es gibt wirklich Handlung, die über Mann trifft Frau, man verliebt sich, man trennt sich, jemand stirbt fast, man verliebt sich wieder und heiratet, hinausgeht. Ethnische Kleinprobleme, großer Nationalstolz und ein Hauch südländischen Flairs begleiten uns von Anfang an und sind forthin allgegenwärtig.
Die eher unterdurchschnittlich hübsche Fortoula \'Toula\' Portokalos (Nia Vardalos) lebt mit ihrer griechischstämmigen Großfamilie in den USA, man betreibt natürlich ein griechisches Restaurant und ihr Leben scheint vorgezeichnet: mit möglichst wenig Bildung einen griechischen Mann heiraten, viele griechische Kinder in die Welt setzen und den Fortbestand der Rasse sichern.
Das klingt jetzt etwas sehr radikal, aber so ist ihr Vater eben. Eigentlich denkt fast die gesamte Familie so, ist halt Tradition!
Toula hat schon fast aufgegeben und lebt damit sich in ihre Rolle zu denken, hat aber doch noch Zweifel. Zum einen ist sie Langzeitsingle; ein Umstand, der durch große Brille und formloses Haar nicht gerade leicht geändert werden kann. Zum anderen hat Sie verrückte Ideen, wie eine Ausbildung zu absolvieren und ähnliches - ihre nicht ganz weltfremde Mutter versteht viele ihrer Anwandlungen, leider ist da noch ihr Vater, ein Patriarch vom alten Schlag!
Michael Constantine spielt Gus Portokalos, das, in alten Gebräuchen festsitzende und stets auf seine Herkunft pochende Familienoberhaupt, mit Bravour. Wirf ihm ein Wort zu, und er wird Dir seine griechischen Wurzeln zeigen! Bei Arachnophobie macht er jenes auch toll, ethymologisch ist da ein härterer Brocken, allgemein ergeben sich einige ganz originelle Sprachverwicklungen. (You\'re a vegetarian? That\'s Okay. I\'ll make lamb. oder: In the end, we\'re all fruit.)
Zurück zu Toula: nachdem keiner der von Ihrem Vater als heiratenswert ausgewählten Griechen ihren Ansprüchen genügt, sieht sie plötzlich im elterlichen Restaurant einen Mann und verliebt sich Hals über Kopf. Jener Ian Miller (alias John Corbett: Tombstone, Sex And The City...) , seines Zeichens Highschool Lehrer, ist alles – nur nicht griechisch!
Zaghafte Annäherung, mit ein wenig Slapstick versehene Kennenlernrituale und dann das erste Debakel: Vorstellung bei den Eltern.
Er entstammt einer Familie von seriösen Anwälten, irgendwie passt da die kleine Kellnerin, sorry Platzanweiserin, nicht ganz dazu.
Doch nach viel Weh und Ach kommt es wie es kommen muss, die beiden Elternpaare lernen sich kennen, dazu die gesamte griechische Sippschaft, viel Alkohol wird konsumiert... und ich Ende meine Inhaltsangabe, man will ja nicht alles erzählen ;-)
Handelnde und Andere:
---------------------
Regie: TV-Serien Fossil Joel Zwick hat sich mal an einem Spielfilm versucht, ist aber seinem Genre treu geblieben. Von ihm kennen wir z.B. 70er/80er Jahre Serien wie Happy Days, Full House, Family Matters (bei uns besser bekannt als ‚Alle unter einem Dach’) und andere.
Drehbuch: Der Erstversuch von Hauptdarstellerin Nia Vardalos ist voll gelungen, zündender Humor und abwechslungsreiche Handlung zeichnen das Buch aus, in jedem Fall eine gelungene Charakterstudie aller Beteiligten.
Produzenten: hoppla – unter anderen auch Tom Hanks! Nach dem beklemmend-ehrlichen „The Green Mile“ (na ja, die paar vorhandenen ‚Zaubertricks’ sind auf Stephen Kings Mist gewachsen) endlich eine Komödie, und dann gleich eine gute... also sei bewiesen, dass er nicht nur schauspielern kann!
Auf die Schauspieler werde ich hier nicht detailliert eingehen, alle Beteiligten liefern gute Leistung, die Hauptrollen sind mit Nia Vardalos und John Corbett optimal besetzt, Lainie Kazan versucht als Toulas Mutter immer wieder eine Brücke zwischen den verstaubten Ideen ihres Mannes und dem Vorwärtsdrang der Tochter zu schlagen, das Set ist eine bunte Mischung zweier Kulturen und absolut abwechslungsreich und gelungen.
Sonstiges und mehr:
-------------------
Ich habe den Film im engl. Original gesehen, leider leiden viele akzent-sprechende anglistische Schauspieler in der Übersetzung Höllenqualen, wenn ihnen plötzlich der griechische oder italienische Einschlag einfach entzogen wird (siehe Captain Corelli\'s Mandolin und andere). Ich werde mir den Film trotzdem im Kino ansehen (deutsch) und bei schlimmen Verletzungen hier ggf. einen Anhang einbauen.
Nette Szenen ergeben sich z. B. als Toula sich zu einer Ausbildung an der Abendschule und Arbeit in einem Reisebüro entscheidet und fürchtet, ihr Vater wird etwas dagegen haben. Ihre Mutter dreht die Sache so, dass schließlich er glaubt, er habe die Sache vorgeschlagen und alle sind glücklich! Eine Ihrer Aussagen: The men may be the head of the house but the women are the neck and they can turn the head anyway they want. Sind Männer wirklich SO leicht manipulierbar? *wunder* ;)
Noch ein paar Daten für die Statistik:
Länge: 96 Minuten
Made in USA
Altersfreigabe in etwa ab 12 (USA/UK: PG)
Fazit und Empfehlung:
---------------------
Ansehen!
Ich habe immer wieder kurz aber laut aufgelacht, was mir wohl seit langem bei keiner Liebeskomödie passiert ist.
Die Gags sind nicht so derb wie heute leider schon irgendwie üblich, die Liebesgeschichte nicht so schmierig-kitschig, die Handlung durchgezogen und der gesamte Film in jedem Fall 5 Punkte und einen Bericht wert.
Hoffe er gefällt euch, falls ich etwas vergessen habe ersuche ich um comment oder mail.
LG Anderas
Bewerten / Kommentar schreiben