Neuruppin Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 07/2005
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Erfahrungsbericht von Bile
Es muss nicht immer Teneriffa sein
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Jedes Jahr auf ein Neues…..der Sommer steht an und die Frage wohin in den Kurzurlaub…und das auch noch preiswert mit Hunden und Familie.
In Rücksicht auf meine Hunde fielen gleich einmal verschiedene Ziele aus, denn fliegen wollte ich beiden nun wirklich nicht zumuten.
Es stand dann die Ost-Nordsee zur Debatte – nein, zu viele Urlauber am Strand….meine Trine liebt das Wasser und ist dann kaum noch zu halten.
Irgendwann erinnerte ich mich an meine alte Heimat, der Ruppiner Seenkette in der märkischen Schweiz. Jetzt war das Zielgebiet festgelegt.
Nach einigen Anrufen war es feststehend. Wir mieten einen Bungalow auf dem Campingplatz in Rottstiel, nahe der Fontane-Stadt Neuruppin (ca. 80km nördlich von Berlin) inmitten eines großen Waldes, direkt am Tornowsee gelegen!
Nach erfolgter Buchung, die schnell und komplikationslos übers Internet verlief, ging es in den sehr frühen Morgenstunden am
10.07.05 los. Das war auch gut so, da die Autobahn noch nicht so voll, vor allem (das war unser Hauptgrund) es noch nicht zu heiß für unsere beiden 4-Beiner und uns war.
Die 650 km packten wir mit Pausen ohne Probleme, so dass wir in Rottstiel um 12 Uhr ankamen.
Wir wurden in der Rezeption freundlich begrüßt und zum Bungalow gebracht. Dieser Bestand aus einem WC, Koch-Wohnbereich und einem Schlafzimmer. Trotzdem wir nur 3 Personen waren, hätten dort locker 5 Leute schlafen können.
Wir richteten uns als erstes ein, füllten den Kühlschrank mit den mitgebrachten Lebensmitteln und kochten uns Kaffee. Das war kein Problem da eine Kaffeemaschine, Geschirr, ja selbst ein Toaster vorhanden war.
Dann wurde natürlich als nächstes der Campingplatz in Augenschein genommen. Er war klein und gemütlich. Die sanitären Einrichtungen mit Dusche, Trockner und Waschmaschine waren sauber und ordentlich. Die Rezeption ist täglich 12 Stunden bis 20 Uhr besetzt. Man kann sich Brötchen bestellen, die Zeitung kaufen und findet einen kleinen Shop in dem man auch Notdürftiges bekommt. Ja, und dann gibt ’s noch das Bistro…für die Wurst zwischendurch.
Parken kann man sein Auto auf dem Campinggelände, was mir sehr recht war.
Einer der vielen Badestellen befand sich direkt gegenüber vom Campingplatz und das Wasser ist dort einfach SUPER! Glas klar und weich.
Wir haben für unsere Hunde ein Stück weiter eine tolle Stelle gefunden, da wir nicht mit den Familien und ja- die gibt es dort auch, Nacktbader in’s Gehege kommen wollten. Bei einer Auswahl von geschätzten 15-20 Badestellen in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz muss dass ja auch nicht sein oder?
Der erste Tag:
• „einrichten“ des Bungalows
• Erkundung des Platzes , dessen Angebote und der näheren Umgebung
• Baden, baden, baden
Der zweite Tag: Rheinsberg
• Besichtigung vom Rheinsberger Schloss
• Einkauf von Lebensmitteln, wir hatten ja nur die „Erstversorgung“ mitgenommen um das Autochen nicht übermäßig zu strapazieren
• Kanu-Testfahrt auf dem Tornower See, klappte super (wir hatten keinerlei Ahnung vom paddeln ) und haben dann gleich eines für den nächsten Tag reservieren lassen
Der dritte Tag: Kanutour
• Unsere Kanutour startete um 9.30. Karten, Infos und Tipps bekamen wir an der Rezeption am Tag vorher. Auch hatten wir uns eine kleine Kühlbox mit Proviant und Getränken gepackt, was sich als sehr nützlich erwies.
Also Hunde ins Kanu – den Rest der Familie auch und los ging es. Es war einfach nur herrlich. Die Natur vom Wasser aus zu sehen und zu erleben ist unbeschreiblich schön. Ich kann es hier nicht wieder geben.
Wir paddelten bis nach Neuruppin mit Stopps wo immer es uns gefiel zum baden, verschnaufen und „naschen“.
Ein besonderes Erlebnis war die Schleuse in Molchow, wo man das Kanu per Schienen übersetzt. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen dem „Schleusenverkehr“ zuzusehen. Es war interessant zu sehen wie das Wasser ein- bzw ausgelassen wurde. Toll – einfach toll.
Wir fuhren dann weiter über Altruppin nach Neuruppin. Und auch hier dasselbe Phänomen: selbst die Städte wurden ganz anders wahrgenommen, wie ich denke intensiver. Auch war es super interessant die doch sehr unterschiedlich gestalteten Wassergrundstücke zu „begutachten“.
Zurück ging es dann dieselbe Strecke. Wir hielten jedoch in Stendenitz an um die toll renovierte Gaststätte zu besuchen und uns für die letzten 3km zu stärken.
Das schöne an dieser von uns gemachten Tour war neben dem Beschriebenen, dass kaum Motorboote fuhren und wenn dann sehr langsam wegen dem Naturschutz. Nur der Neuruppiner See war mehr befahren – schon alleine durch die Dampfer. Aber auch das hielt sich in Grenzen.
Der vierte Tag: Boltenmühle
• Wir wanderten einmal um den Tornowsee (gute 15km) mit dem Ziel Boltenmühle zu erreichen.
Nun, Boltenmühle ist eine alte Wassermühle, gespeist vom Bienenbach, der schon von Fontane erwähnt wurde, umgeben von einem super schönen Waldgebiet das so richtig zum Wandern und Radeln einläd.
Ich kannte Boltenmühle noch aus meiner Kindheit als Gaststätte – die furchtbar hässlich war. Nun sah ich sie, nach fast 30 Jahren wieder… und hätte sie nicht erkannt. Heute gestaltet sie sich wieder als alter Fachwerkbau und beherbergt noch immer eine Gasstätte, die allerdings sehr hübsch ist und ein Hotel. Den Karpfenteich an der Mühle kannte ich noch- und den gibt’s noch immer.
Viele Leute hab ich auf Fontanes Spuren wandern gesehen, dabei machte das Gebiet nie einen überlaufenden Eindruck auf mich.
Direkt vor dem Hotel, oberhalb der Gasstätte Boltenmühle läd eine Kutsche zur Rundfahrt um den Tornowsee ein. Sicher eine sehr schöne Möglichkeit und ein Erlebnis für die Kinder – die dürfen nämlich auf dem Kutschbock sitzen.
Der fünfte Tag: wild Wasser Tour
• Wie schon erwähnt waren wir ja ganz begeistert von unserer Kanutour am 3.Tag. Uns wurde empfohlen die Rhin - wild – Wasser- Tour mitzumachen. Zu welcher wir uns kurzfristig am Tag zuvor entschlossen und auch per buchten.
Los ging es in Stendenitz – nicht mehr als 2 km von Rottstiel entfernt morgens um 9 Uhr. Von dort brachte uns ein Transporter nach Rheinsberg und wir wurden in die Kanus verfrachtet. Insgesamt waren wir 4 Boote. Trotzdem uns gesagt wurde, dass man diese Tour auch als Anfänger machen kann, stellten wir sehr bald fest, dass dem nicht so war. Die Route, Rhin abwärts verlangte einiges ab. Es galt kleine Schnellen zu durchfahren, an umgekippten Bäumen zu umpaddeln oder spontan einfach den Kopf einziehen zu müssen. Einmal mussten wir das Kanu umsetzen, war aber nicht weiter tragisch. Es ist dort eben ein noch unberührtes Naturschutzgebiet…..
Auf alle Fälle war es ein Gaudi, wenn auch anstrengend. Natürlich machten wir auch Pausen, so in Zippelsförde wo wir an einer Fischerhütte ganz nett aufgenommen und mit leckere Fischbrötchen kaufen konnten.
Abends um 8 Uhr wieder in Stendenitz ankommend und die Kanus abgebend waren wir zwar kaputt, aber hatten einen super Tag und ein ganz tolles Erlebnis.
Der sechste Tag: Radtour Neuruppin
• Im Vorfeld hatten wir uns schon die Räder an der Rezeption bestellt und so ging es gemütlich am Vormittag in Richtung Neuruppin mit dem Ziel die Stadt per Drahtesel zu erkunden.
Bis nach Neuruppin sind es ca. 14 km und die führten nur durch den Wald (ehemals besetztes Gebiert). Es war einfach herrlich – für uns und die Hunde. Wir hatten uns was zum Knabbern mitgenommen und Getränke. So konnten wir anhalten wann immer uns dazu zu Mute war. Die Entfernung zu radeln war nicht schlimm, zumal keine Berge existieren, die Fahrräder von guter Qualität, die Wege neu angelegt und super ausgeschildert waren.
In Neuruppin angekommen ging’s in die Altstadt, welche sehr hübsch hergerichtet wurde. Natürlich auch zu den Sehenswürdigkeiten wie die Pfarrkirche, das Bollwek, die Klosterkirche – na und noch so einiges. Neuruppin als Fontanestadt hat so viel zu bieten, alles zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle ein Cafe hervorheben als Tipp für alle die evtl. und hoffentlich Neuruppin besuchen werden: es ist das Cafe Klatschmohn, in der Fischbänkenstrasse in unmittelbarer Nähe zur Pfarrkirche. Das Cafe befindet sich auf einem Hinterhof zusammen mit einem ganz, ganz tollen, kleinen Hofmuseum. Das Hofmuseum ist so familiär, süß und informativ eingerichtet, wie ich selten eines gesehen habe. Auch das Cafe ist urgemütlich. ….und egal ob Museum oder Cafe, man tut noch was gutes, da man gleichzeitig die dortige Behinderteninitiative unterstützt. Gehen Sie hin, es ist es wert!
Der siebente Tag: Wustrau
• In Wustrau, einem kleinen Dörfchen nahe Neuruppin, inmitten des Luches war ein Seefestival angesagt.
Dieses Jahr wurde einem Stück von Fontane: „die Seeschlacht zwischen Wustrau und Karwe“ aufgeführt.Zwischen den Geschlechtern von dem Knesebeck und von Zieten so die Geschichte - fand einst eine freundliche \"Seeschlacht\" statt. An dieses Ereignis erinnert die Skulptur aus Edelstahl, in die auch ein Wasserspiel integriert ist, welches alle 4 Jahre einmal stattfindet und nur von Laien aufgeführt wird.
Das ganze Dorf war schon seit dem Morgen auf den Beinen. Wir fuhren am frühen Nachmittag nach Wustrau wobei wir es uns nicht nehmen ließen in Altfrisack (ca. 2km von Wustrau entfernt) die alte, historische Zugbrücke zu besichtigen.
Abends um 10 Uhr ging begann das Wasserspiel.
Viel habe ich selber nicht sehen können, da der vorhandene Platz für die Zuschauer mehr als nur unzureichend ist. Es wäre jedem anzuraten sich seinen eigenen Stuhl mitzubringen und sich am besten einen Platz schon ab um 17 Uhr zu sichern, den man dann auch nicht mehr zu verlässt. Die gastronomische Versorgung (Imbiss – nicht jeder möchte gleich essen gehen, und Kinder haben immer Hunger) war unzureichend, also am besten noch eine Kühltasche mit kleinen Happen und Getränke einpacken.
So gerüstet und an der „Bühne“ sitzend, hat man bestimmt eine super Kulisse und viel Spass.
Der achte Tag: Abreise
• Nun war unser Urlaub auch schon vorbei. Bis um 10 Uhr sollte der Bungalow frei sein und so übergaben wir ihn dann auch besenrein. Zu bezahlen war ja nichts mehr, da wir dies immer sofort taten. Somit konnten wir ruhig und ohne zu hetzen wieder in Richtung Heimat fahren.
Für uns war dies ein ganz toller und aktiver Urlaub. Gemessen an der Tatsache, dass Auslandsurlaube in den Ferien auch nicht ganz billig und die Zusatzleistungen so richtig teuer werden können, empfand ich unseren Urlaub als einen Preis-Leistungs-Knüller.
ES MUß EBEN NICHT IMMER TENERIFFA SEIN ODER?
..................................................................
Info & Co:
• A: Anfahrt vom Raum DD
A2 Richtung Hannover => A10 Richtung Hamburg => Abfahrt Neuruppin Süd =>durch Neuruppin Richtung Rheinsberg => Ausfahrt Stendenitz => links Rottstiel
• B: baden => quasi überall möglich
Besichtigungen: Neuruppin: Wall, Tempelgarten, Pfarrkirche (das Hörspiel über den Ruppiner Brand ist sehr interessant) , Cafe Klatschmohn
Rheinsberg : Rheinsberger Schloss
• C: Camping: Bungalowmietung, Stellplätze für Zelte oder Wohnwagen/mobil
• D: Dauer des Aufenthaltes. Es gibt so viel zu sehen, dass eine Woche schon knapp ist. Unter dem würde ich nicht buchen.
• E: Erholungswert , ja der ist definitiv gegeben
• F: Freizeitangebote: von Kanu- über den Fahrradausleih , Spielplatz auf dem Platz jederzeit Informationen an der Rezeption einholbar
• G: Gesundheit: Ärztezentrum in Neuruppin und Rheinsberg (Entfernung ca.14 km)
• H: Hunde sind erlaubt und für die ist es ein reines Paradies
• I: insider Tipp: nehmen Sie Ihren Grill mit und falls der elektrisch ist, das Verlängerungskabel nicht vergessen
• J: Juni/Juli ist bestimmt mir die beste Reisezeit, wobei ich mir vorstellen kann, dass der Herbst auch schön ist …..da gibt’s dann Pilze
• K: Kanu fahren, ein unbedingtes MUSS
• L: Langeweile kommt bestimmt nicht auf
• M: Mondbaden im spiegelglatten See – eine tolle Sache. Schon mal ausprobiert??
• N: Nacktbaden, dies wird an abgelegenen Stellen praktiziert
• O: Organisation: von der Buchung bis zur Reservierung von Kanu&Co hat alles super geklappt
• P: Preise – hab ich zum Schluss gelistet
• Q: Quellen der Information im Internet. Hier sind einige gelistet, die Ihnen gerne weiter helfen:
www.neuruppin.de/tourismus/tourismusinfo.htm
E-Mail: [email protected]
www.camping-rheinsberg-neuruppin.de
E-Mail: [email protected]
Telefon: 033929-70644
Telefax: 033929-50992
• R: Radeln: super ausgeschilderte und angelegte Fahrradwege macht das zum Erlebnis
• S: Sicherheit, Sauberkeit – beides ist auf dem Campingplatz gegeben. Surfen ist in Stendenitz möglich
• T: Tretboote können unweit von Boltenmühle ausgeliehen werden. Man kann sich diese auch anliefern lassen. Infos bei der Reception auf dem Platz erfragen
• U: Umgebung einfach toll: Wald, Sonne, Strand und me(h)r
• V: Veranstaltungen finden laufend im Umland statt – die Touristeninfo von Neuruppin steht Ihnen gerne mit Auskunft und Beratung zur Seite
• W: Wildschweine – die gibt es in den Wäldern , aber nicht auf dem Campingplatz :-)
• X: Xantippen sind die Damen in der Rezeption nicht – sie sind wirklich ganz nett
• Y: den Yellowstone park finden sie nicht, dafür aber einen kleinen, süßen Heimattierpark in Kunsterspring (Entfernung ca. 4km) mit vielen verschiedenen Tierarten aus der Region, Streichelzoo und Wolfsfütterung
• Z: Zahlung: per Überweisung, alles andere wie Räder u.s.w. unbürokratisch an der Rezeption
• ……und hier sind die Preise !!!!!!!!!!!!!
Leistungen Nebensaison (NS) Hauptsaison (HS) Hochsaison (HO)
Preise/Übernachtung/€
Bungalow (bis 4 Personen) Nur CP Am Rottstielfliess
……………………………………………………………………………………………………………………..
26,00 30,00 35, 00
Endreinigung pausch.
11,00 11,00 11,00
Endreinigung p.Person
2,00 2,00 2,00
Haustier
(Hund, keine Kampfhunde)
2,50 2,50 2,50
- Wild-Wasser Tour: 35 Euro / Kanu
- Fahrrad: 5 Euro/ Tag
- Kanu für 3 Personen 28 Euro/ Tag
.................................................................
=> Preise für Zelte etc. sind auf der Webpage ersichtlich!!!!!
Spartarif
15,00 Euro/Nacht für 2 EW eins.Stellplatz,Strom u.Dusche
Gilt nur!!!
für CP Am Rottstielfließ!
Zeitraum: 04.04. - 30.04.05
01.06. - 30.06.05
01.09. - 15.10.05
................................................................
In Rücksicht auf meine Hunde fielen gleich einmal verschiedene Ziele aus, denn fliegen wollte ich beiden nun wirklich nicht zumuten.
Es stand dann die Ost-Nordsee zur Debatte – nein, zu viele Urlauber am Strand….meine Trine liebt das Wasser und ist dann kaum noch zu halten.
Irgendwann erinnerte ich mich an meine alte Heimat, der Ruppiner Seenkette in der märkischen Schweiz. Jetzt war das Zielgebiet festgelegt.
Nach einigen Anrufen war es feststehend. Wir mieten einen Bungalow auf dem Campingplatz in Rottstiel, nahe der Fontane-Stadt Neuruppin (ca. 80km nördlich von Berlin) inmitten eines großen Waldes, direkt am Tornowsee gelegen!
Nach erfolgter Buchung, die schnell und komplikationslos übers Internet verlief, ging es in den sehr frühen Morgenstunden am
10.07.05 los. Das war auch gut so, da die Autobahn noch nicht so voll, vor allem (das war unser Hauptgrund) es noch nicht zu heiß für unsere beiden 4-Beiner und uns war.
Die 650 km packten wir mit Pausen ohne Probleme, so dass wir in Rottstiel um 12 Uhr ankamen.
Wir wurden in der Rezeption freundlich begrüßt und zum Bungalow gebracht. Dieser Bestand aus einem WC, Koch-Wohnbereich und einem Schlafzimmer. Trotzdem wir nur 3 Personen waren, hätten dort locker 5 Leute schlafen können.
Wir richteten uns als erstes ein, füllten den Kühlschrank mit den mitgebrachten Lebensmitteln und kochten uns Kaffee. Das war kein Problem da eine Kaffeemaschine, Geschirr, ja selbst ein Toaster vorhanden war.
Dann wurde natürlich als nächstes der Campingplatz in Augenschein genommen. Er war klein und gemütlich. Die sanitären Einrichtungen mit Dusche, Trockner und Waschmaschine waren sauber und ordentlich. Die Rezeption ist täglich 12 Stunden bis 20 Uhr besetzt. Man kann sich Brötchen bestellen, die Zeitung kaufen und findet einen kleinen Shop in dem man auch Notdürftiges bekommt. Ja, und dann gibt ’s noch das Bistro…für die Wurst zwischendurch.
Parken kann man sein Auto auf dem Campinggelände, was mir sehr recht war.
Einer der vielen Badestellen befand sich direkt gegenüber vom Campingplatz und das Wasser ist dort einfach SUPER! Glas klar und weich.
Wir haben für unsere Hunde ein Stück weiter eine tolle Stelle gefunden, da wir nicht mit den Familien und ja- die gibt es dort auch, Nacktbader in’s Gehege kommen wollten. Bei einer Auswahl von geschätzten 15-20 Badestellen in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz muss dass ja auch nicht sein oder?
Der erste Tag:
• „einrichten“ des Bungalows
• Erkundung des Platzes , dessen Angebote und der näheren Umgebung
• Baden, baden, baden
Der zweite Tag: Rheinsberg
• Besichtigung vom Rheinsberger Schloss
• Einkauf von Lebensmitteln, wir hatten ja nur die „Erstversorgung“ mitgenommen um das Autochen nicht übermäßig zu strapazieren
• Kanu-Testfahrt auf dem Tornower See, klappte super (wir hatten keinerlei Ahnung vom paddeln ) und haben dann gleich eines für den nächsten Tag reservieren lassen
Der dritte Tag: Kanutour
• Unsere Kanutour startete um 9.30. Karten, Infos und Tipps bekamen wir an der Rezeption am Tag vorher. Auch hatten wir uns eine kleine Kühlbox mit Proviant und Getränken gepackt, was sich als sehr nützlich erwies.
Also Hunde ins Kanu – den Rest der Familie auch und los ging es. Es war einfach nur herrlich. Die Natur vom Wasser aus zu sehen und zu erleben ist unbeschreiblich schön. Ich kann es hier nicht wieder geben.
Wir paddelten bis nach Neuruppin mit Stopps wo immer es uns gefiel zum baden, verschnaufen und „naschen“.
Ein besonderes Erlebnis war die Schleuse in Molchow, wo man das Kanu per Schienen übersetzt. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen dem „Schleusenverkehr“ zuzusehen. Es war interessant zu sehen wie das Wasser ein- bzw ausgelassen wurde. Toll – einfach toll.
Wir fuhren dann weiter über Altruppin nach Neuruppin. Und auch hier dasselbe Phänomen: selbst die Städte wurden ganz anders wahrgenommen, wie ich denke intensiver. Auch war es super interessant die doch sehr unterschiedlich gestalteten Wassergrundstücke zu „begutachten“.
Zurück ging es dann dieselbe Strecke. Wir hielten jedoch in Stendenitz an um die toll renovierte Gaststätte zu besuchen und uns für die letzten 3km zu stärken.
Das schöne an dieser von uns gemachten Tour war neben dem Beschriebenen, dass kaum Motorboote fuhren und wenn dann sehr langsam wegen dem Naturschutz. Nur der Neuruppiner See war mehr befahren – schon alleine durch die Dampfer. Aber auch das hielt sich in Grenzen.
Der vierte Tag: Boltenmühle
• Wir wanderten einmal um den Tornowsee (gute 15km) mit dem Ziel Boltenmühle zu erreichen.
Nun, Boltenmühle ist eine alte Wassermühle, gespeist vom Bienenbach, der schon von Fontane erwähnt wurde, umgeben von einem super schönen Waldgebiet das so richtig zum Wandern und Radeln einläd.
Ich kannte Boltenmühle noch aus meiner Kindheit als Gaststätte – die furchtbar hässlich war. Nun sah ich sie, nach fast 30 Jahren wieder… und hätte sie nicht erkannt. Heute gestaltet sie sich wieder als alter Fachwerkbau und beherbergt noch immer eine Gasstätte, die allerdings sehr hübsch ist und ein Hotel. Den Karpfenteich an der Mühle kannte ich noch- und den gibt’s noch immer.
Viele Leute hab ich auf Fontanes Spuren wandern gesehen, dabei machte das Gebiet nie einen überlaufenden Eindruck auf mich.
Direkt vor dem Hotel, oberhalb der Gasstätte Boltenmühle läd eine Kutsche zur Rundfahrt um den Tornowsee ein. Sicher eine sehr schöne Möglichkeit und ein Erlebnis für die Kinder – die dürfen nämlich auf dem Kutschbock sitzen.
Der fünfte Tag: wild Wasser Tour
• Wie schon erwähnt waren wir ja ganz begeistert von unserer Kanutour am 3.Tag. Uns wurde empfohlen die Rhin - wild – Wasser- Tour mitzumachen. Zu welcher wir uns kurzfristig am Tag zuvor entschlossen und auch per buchten.
Los ging es in Stendenitz – nicht mehr als 2 km von Rottstiel entfernt morgens um 9 Uhr. Von dort brachte uns ein Transporter nach Rheinsberg und wir wurden in die Kanus verfrachtet. Insgesamt waren wir 4 Boote. Trotzdem uns gesagt wurde, dass man diese Tour auch als Anfänger machen kann, stellten wir sehr bald fest, dass dem nicht so war. Die Route, Rhin abwärts verlangte einiges ab. Es galt kleine Schnellen zu durchfahren, an umgekippten Bäumen zu umpaddeln oder spontan einfach den Kopf einziehen zu müssen. Einmal mussten wir das Kanu umsetzen, war aber nicht weiter tragisch. Es ist dort eben ein noch unberührtes Naturschutzgebiet…..
Auf alle Fälle war es ein Gaudi, wenn auch anstrengend. Natürlich machten wir auch Pausen, so in Zippelsförde wo wir an einer Fischerhütte ganz nett aufgenommen und mit leckere Fischbrötchen kaufen konnten.
Abends um 8 Uhr wieder in Stendenitz ankommend und die Kanus abgebend waren wir zwar kaputt, aber hatten einen super Tag und ein ganz tolles Erlebnis.
Der sechste Tag: Radtour Neuruppin
• Im Vorfeld hatten wir uns schon die Räder an der Rezeption bestellt und so ging es gemütlich am Vormittag in Richtung Neuruppin mit dem Ziel die Stadt per Drahtesel zu erkunden.
Bis nach Neuruppin sind es ca. 14 km und die führten nur durch den Wald (ehemals besetztes Gebiert). Es war einfach herrlich – für uns und die Hunde. Wir hatten uns was zum Knabbern mitgenommen und Getränke. So konnten wir anhalten wann immer uns dazu zu Mute war. Die Entfernung zu radeln war nicht schlimm, zumal keine Berge existieren, die Fahrräder von guter Qualität, die Wege neu angelegt und super ausgeschildert waren.
In Neuruppin angekommen ging’s in die Altstadt, welche sehr hübsch hergerichtet wurde. Natürlich auch zu den Sehenswürdigkeiten wie die Pfarrkirche, das Bollwek, die Klosterkirche – na und noch so einiges. Neuruppin als Fontanestadt hat so viel zu bieten, alles zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle ein Cafe hervorheben als Tipp für alle die evtl. und hoffentlich Neuruppin besuchen werden: es ist das Cafe Klatschmohn, in der Fischbänkenstrasse in unmittelbarer Nähe zur Pfarrkirche. Das Cafe befindet sich auf einem Hinterhof zusammen mit einem ganz, ganz tollen, kleinen Hofmuseum. Das Hofmuseum ist so familiär, süß und informativ eingerichtet, wie ich selten eines gesehen habe. Auch das Cafe ist urgemütlich. ….und egal ob Museum oder Cafe, man tut noch was gutes, da man gleichzeitig die dortige Behinderteninitiative unterstützt. Gehen Sie hin, es ist es wert!
Der siebente Tag: Wustrau
• In Wustrau, einem kleinen Dörfchen nahe Neuruppin, inmitten des Luches war ein Seefestival angesagt.
Dieses Jahr wurde einem Stück von Fontane: „die Seeschlacht zwischen Wustrau und Karwe“ aufgeführt.Zwischen den Geschlechtern von dem Knesebeck und von Zieten so die Geschichte - fand einst eine freundliche \"Seeschlacht\" statt. An dieses Ereignis erinnert die Skulptur aus Edelstahl, in die auch ein Wasserspiel integriert ist, welches alle 4 Jahre einmal stattfindet und nur von Laien aufgeführt wird.
Das ganze Dorf war schon seit dem Morgen auf den Beinen. Wir fuhren am frühen Nachmittag nach Wustrau wobei wir es uns nicht nehmen ließen in Altfrisack (ca. 2km von Wustrau entfernt) die alte, historische Zugbrücke zu besichtigen.
Abends um 10 Uhr ging begann das Wasserspiel.
Viel habe ich selber nicht sehen können, da der vorhandene Platz für die Zuschauer mehr als nur unzureichend ist. Es wäre jedem anzuraten sich seinen eigenen Stuhl mitzubringen und sich am besten einen Platz schon ab um 17 Uhr zu sichern, den man dann auch nicht mehr zu verlässt. Die gastronomische Versorgung (Imbiss – nicht jeder möchte gleich essen gehen, und Kinder haben immer Hunger) war unzureichend, also am besten noch eine Kühltasche mit kleinen Happen und Getränke einpacken.
So gerüstet und an der „Bühne“ sitzend, hat man bestimmt eine super Kulisse und viel Spass.
Der achte Tag: Abreise
• Nun war unser Urlaub auch schon vorbei. Bis um 10 Uhr sollte der Bungalow frei sein und so übergaben wir ihn dann auch besenrein. Zu bezahlen war ja nichts mehr, da wir dies immer sofort taten. Somit konnten wir ruhig und ohne zu hetzen wieder in Richtung Heimat fahren.
Für uns war dies ein ganz toller und aktiver Urlaub. Gemessen an der Tatsache, dass Auslandsurlaube in den Ferien auch nicht ganz billig und die Zusatzleistungen so richtig teuer werden können, empfand ich unseren Urlaub als einen Preis-Leistungs-Knüller.
ES MUß EBEN NICHT IMMER TENERIFFA SEIN ODER?
..................................................................
Info & Co:
• A: Anfahrt vom Raum DD
A2 Richtung Hannover => A10 Richtung Hamburg => Abfahrt Neuruppin Süd =>durch Neuruppin Richtung Rheinsberg => Ausfahrt Stendenitz => links Rottstiel
• B: baden => quasi überall möglich
Besichtigungen: Neuruppin: Wall, Tempelgarten, Pfarrkirche (das Hörspiel über den Ruppiner Brand ist sehr interessant) , Cafe Klatschmohn
Rheinsberg : Rheinsberger Schloss
• C: Camping: Bungalowmietung, Stellplätze für Zelte oder Wohnwagen/mobil
• D: Dauer des Aufenthaltes. Es gibt so viel zu sehen, dass eine Woche schon knapp ist. Unter dem würde ich nicht buchen.
• E: Erholungswert , ja der ist definitiv gegeben
• F: Freizeitangebote: von Kanu- über den Fahrradausleih , Spielplatz auf dem Platz jederzeit Informationen an der Rezeption einholbar
• G: Gesundheit: Ärztezentrum in Neuruppin und Rheinsberg (Entfernung ca.14 km)
• H: Hunde sind erlaubt und für die ist es ein reines Paradies
• I: insider Tipp: nehmen Sie Ihren Grill mit und falls der elektrisch ist, das Verlängerungskabel nicht vergessen
• J: Juni/Juli ist bestimmt mir die beste Reisezeit, wobei ich mir vorstellen kann, dass der Herbst auch schön ist …..da gibt’s dann Pilze
• K: Kanu fahren, ein unbedingtes MUSS
• L: Langeweile kommt bestimmt nicht auf
• M: Mondbaden im spiegelglatten See – eine tolle Sache. Schon mal ausprobiert??
• N: Nacktbaden, dies wird an abgelegenen Stellen praktiziert
• O: Organisation: von der Buchung bis zur Reservierung von Kanu&Co hat alles super geklappt
• P: Preise – hab ich zum Schluss gelistet
• Q: Quellen der Information im Internet. Hier sind einige gelistet, die Ihnen gerne weiter helfen:
www.neuruppin.de/tourismus/tourismusinfo.htm
E-Mail: [email protected]
www.camping-rheinsberg-neuruppin.de
E-Mail: [email protected]
Telefon: 033929-70644
Telefax: 033929-50992
• R: Radeln: super ausgeschilderte und angelegte Fahrradwege macht das zum Erlebnis
• S: Sicherheit, Sauberkeit – beides ist auf dem Campingplatz gegeben. Surfen ist in Stendenitz möglich
• T: Tretboote können unweit von Boltenmühle ausgeliehen werden. Man kann sich diese auch anliefern lassen. Infos bei der Reception auf dem Platz erfragen
• U: Umgebung einfach toll: Wald, Sonne, Strand und me(h)r
• V: Veranstaltungen finden laufend im Umland statt – die Touristeninfo von Neuruppin steht Ihnen gerne mit Auskunft und Beratung zur Seite
• W: Wildschweine – die gibt es in den Wäldern , aber nicht auf dem Campingplatz :-)
• X: Xantippen sind die Damen in der Rezeption nicht – sie sind wirklich ganz nett
• Y: den Yellowstone park finden sie nicht, dafür aber einen kleinen, süßen Heimattierpark in Kunsterspring (Entfernung ca. 4km) mit vielen verschiedenen Tierarten aus der Region, Streichelzoo und Wolfsfütterung
• Z: Zahlung: per Überweisung, alles andere wie Räder u.s.w. unbürokratisch an der Rezeption
• ……und hier sind die Preise !!!!!!!!!!!!!
Leistungen Nebensaison (NS) Hauptsaison (HS) Hochsaison (HO)
Preise/Übernachtung/€
Bungalow (bis 4 Personen) Nur CP Am Rottstielfliess
……………………………………………………………………………………………………………………..
26,00 30,00 35, 00
Endreinigung pausch.
11,00 11,00 11,00
Endreinigung p.Person
2,00 2,00 2,00
Haustier
(Hund, keine Kampfhunde)
2,50 2,50 2,50
- Wild-Wasser Tour: 35 Euro / Kanu
- Fahrrad: 5 Euro/ Tag
- Kanu für 3 Personen 28 Euro/ Tag
.................................................................
=> Preise für Zelte etc. sind auf der Webpage ersichtlich!!!!!
Spartarif
15,00 Euro/Nacht für 2 EW eins.Stellplatz,Strom u.Dusche
Gilt nur!!!
für CP Am Rottstielfließ!
Zeitraum: 04.04. - 30.04.05
01.06. - 30.06.05
01.09. - 15.10.05
................................................................
17 Bewertungen, 3 Kommentare
-
10.12.2005, 16:45 Uhr von DerPrinz
Bewertung: sehr hilfreichGanz toller Bericht, prima!
-
30.08.2005, 23:03 Uhr von linki7
Bewertung: sehr hilfreichDein erster Bericht ist echt toll! Viele Grüße, linki7 :-))
-
29.08.2005, 20:14 Uhr von Loewie
Bewertung: sehr hilfreichunglaublich ausführlich, ohne langatmig zu sein. Weiter so und im Übrigen herzlich willkommen hier ;-) LG Loewie
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