Nikon Coolscan III LS 30 Testbericht

Nikon-coolscan-iii-ls-30
ab 17,71
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Summe aller Bewertungen
  • Installation:  einfach
  • Scanqualität:  gut
  • Geschwindigkeit:  durchschnittlich
  • Software-Ausstattung:  gut
  • Benutzerfreundlichkeit:  gut
  • Treiber:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von tholler

Kleiner ganz groß, nur die Farbtiefe ist etwas gering!

Pro:

Hohe Auflösung

Kontra:

etwas geringe Farbtiefe

Empfehlung:

Ja

Ich bin seid ca. 1 Jahr der stolze Besitzer eines Diascanners. Nämlich dem Nikon Coolscan III (LS-30).
Wie kam es dazu?

Da ich sehr viel fotografiere, und das auch noch mit Dias, haben sich davon sehr viele angesammelt. Jetzt ist es natürlich blöd, dass man immer den Projektor und die Leinwand aufbauen muß, nur um sich mal das eine oder andere Dia anzusehen. Und weiterbearbeiten kann ich sie dann immer noch nicht.
Meine ersten Versuche unternahm ich mit einem normalen Scanner und Durchlichtaufsatz. Das Ergebnis: Vergesst es, die Bilder hatten alle einen Grünstich, waren unscharf und viel zu dunkel.
Da dachte ich noch, es käme von meinem Scanner, nur, der Scanner flog raus und auch mit meinem HP PSC-950 (siehe eigener Bericht) und der maximalen Auflösung von 2400*1200 dpi blieb das Ergebnis besch...

Dann habe ich mich nach vielen Preis- und Qualitätsrecherchen (unter anderem natürlich hier :-)) für den Nikon Coolscan III entschieden.

Es handelt sich hierbei um ein Auslaufmodel, das von der Firma TechnikDirekt (http://www.technikdirekt.de) zu einem sehr günstigen Preis von knapp 500,- € (genau waren es glaube ich 506,- € einschließlich Versand) angeboten worden ist.
Bei dem Scanner handelt es sich um ein SCSI-Gerät. Sollte man also keinen Controller haben, so muß man sich diesen auch noch zulegen.
Ich schloß das Gerät also an meinen Adaptec AHA-2940 an.

Aussehen:
Der Scanner ist als externes SCSI-Gerät in einem beigen Gehäuse untergebracht. Er kann sowohl liegend als auch stehend betrieben werden. Die Gehäusemaße sind ca. 26 * 15 * 9 cm. Hat man den Filmstreifenleser installiert, so ist das Gerät ca. 6 cm länger.
Der Netzschalter befindet sich hinten am Gerät.

Lieferumfang:
Neben dem Scanner selber und der Treiber-CD befand sich an Software noch folgendes dabei: SilverFast Ai von LaserSoft Imaging (ein spezieller Scantreiber über den ich nichts sagen kann, da ich ihn nicht verwende), FotoStation 4.5 von Fotoware (eine Software zur Verwaltung von Bildern glaube ich (nicht installiert)), PhotoShop 5.0 LE von Adobe (eine etwas abgespeckte Version des \"großen\" Photoshops 5.0 (die aktuelle Version ist glaube ich z.Z. 7.0)) und die Referenz-CD mit Handbuch als PDF-File.
Dann befanden sich noch 2 Filmschächte und ein Rahmen dabei. Der eine Schacht kann komplette Slides (Filmstreifen zu 5 Bildern) aufnehmen und verarbeiten und der andere Schacht nimmt gerahmte Dias auf. Oder man verwendet den mechanischen Rahmen um Einzel-Dias einzuscannen.
Der Wechsel zwischen den beiden Schächten kann im laufenden Betrieb erfolgen. Die Software erkennt, sobald der Filmstreifenleser eingesetzt ist.
Optional soll es noch einen Filmschacht geben, mit dem man APS-Filme einscannen kann. Da ich diese nicht einsetze (viel zu teuer), brauchte ich den Schacht natürlich auch nicht.

Anschluß:
Wie bei SCSI üblich, muß der Scanner per Drehschalter auf eine freie ID eingestellt werden. Die Installation der Software erfolgte bei mir vor dem Anschluß der Hardware. Das ist so eine marotte von mir, mit der ich bisher immer sehr gut gefahren bin. Also zuerst den Hardwaretreiber installiert, PC runtergefahren, dann den Scanner angeschlossen, Neustart und siehe da, das Teil wird Problemlos vom Betriebssystem (Windows XP) erkannt.
Jetzt noch den Twaintreiber von der CD installiert, und ....... verloren, der Twaintreiber hat nur die Version 2.5 und ist nicht XP-Tauglich. Lt. Aussage auf der Nikon-HP genauso wenig wie der Treiber. Also alles wieder runter, den Treiber und den Twaintreiber von der HP (Homepage) von Nikon geladen, installiert, und, .........., verloren.
Der Twaintreiber startet, der Scanner wird erkannt und angesteuert, jedoch sobald man einen scan machen will, bekommt man einen Bluescreen.
Nach einem Neustart des Rechners war solange wieder alles OK, bis man versucht einen Scan durchzuführen. Das Fokusieren, etc. funktioniert, nur sobald der Scanner Daten an den PC überträgt, Bluescreen.
Nachdem ich alles überprüft habe und keinen Fehler feststellen konnte (ID, Terminierung, etc.) habe ich mal versuchsweise die Datentransfer-rate des SCSI-Kontrollers von 20 MBit auf 5 MBit zurückgestellt, und siehe da, jetzt klappt es auch mit dem Nachbarn, sprich der Scanner arbeitet und macht einen super Job.

Arbeitsgeräusch:
Man hört ihn, er ist aber nicht penetrant laut.

Scangeschwindigkeit:
Ein Scan ohne vorscan mit 2700 dpi (Maximalauflösung) dauert pro Dia ca. 0,5 - 1 Minute. Ein Filmstreifen von 5 Dias ist in ca. 4 Minuten eingescannt.

Eine sehr schöne Sache ist das sogenannte ICE (Hat nichts mit der Bundesbahn zu tun!). Dies ist eine Software, die sich im Scanner befindet und kratzer vom Dia eintfernt. Die Übersetzung von ICE weiß ich leider nicht. Arbeiten tut diese Software auf jeden Fall einwandfrei.

Nachteil:
Einen Nachteil habe ich leider auch gefunden. Er löst die Bilder nur mit einer Farbtiefe von 8 Bit auf. Das sieht man zwar auf einem Naturfoto nicht, nur bei Unterwasseraufnahmen bekommt das Blau des Wasser einen stufigen Farbübergang, leider.
Hätte ich das vorher gewußt, hätte ich mit einen anderen Scanner ausgesucht.
Daher auch nur ein bedingtes Emphehlenswert.

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