Obstkuchen Testbericht

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ab 11,59
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Summe aller Bewertungen
  • Arbeits- und Zeitaufwand:  niedrig
  • Kosten:  niedrig

Erfahrungsbericht von togri

Bunt!

5
  • Arbeits- und Zeitaufwand:  durchschnittlich
  • Kosten:  niedrig
  • Geeignet für:  Alltag

Pro:

Aus einem einfachen Obstboden lässt sich soooooooooooo viel machen : )

Kontra:

Kalorien, aber es ist nun mal Kuchen

Empfehlung:

Ja

Als wir heute beim Einkaufen beim Bäcker vorbei kamen packte mich die Lust auf Obstboden. Da ein Stück beim Bäcker aber mittlerweile durchschnittlich 1,50€ kostet und meine Mom meine Gelüste gut verstehen konnte *g* haben wir kurzer Hand noch drei Teile mehr als geplant eingekauft und selber einen Obstboden gemacht. Heute nur in der einfachsten Version, aber ich hätte da noch ein paar Ideen, wie man einen Obstboden leicht zu etwas Besonderem macht. :)



~°~ 1. Der Boden ~°~
Meiner Meinung nach muss es ein Biscuit-Boden sein, da führt kein Weg dran vorbei.
Ist man faul, kauft man einen fertigen Boden. Wir haben heute z.B. bei Norma nur 0,59€ bezahlt. Beim Bäcker bezahlt man schnell schon mal 2€ und mehr, dafür schmeckt der Boden aber dann auch noch einen Tick besser (wobei der von Norma wirklich ok war).
Hat man Zeit und vor allem die richtige Form, macht man den Boden selber.
Meine Rezeptvorschläge dazu:

GRUNDREZEPT:
4 bis 5 Eier
ca. 225g Zucker
ca. 225g Mehl
2 bis 3 Messerspitzen Backpulver
4 bis 5 EL Wasser (je Ei ein EL)
!°! Die ca.-Angabe beim Zucker bezieht sich darauf, dass man hier selber ein wenig mit der Süße variieren kann. Ich mag den Boden nicht ganz so süß und nehme daher meistens nur 200g Zucker. Wer\'s richtig süß mag, kann auch 250g Zucker nehmen.
!°! Die ca.-Angabe beim Mehl bedeutet, dass man besser erstmal nur 225g Mehl nimmt und dann evtl. noch ein wenig dazu gibt, wenn der Teig noch nicht ganz so gut ist. Zwischen 200g und 250g ist wie beim Zucker alles möglich.
*
Am optimalsten ist es, wenn man eine Form hat, die einen gewellten Rand hat. Fragt mich nicht wie die heißt, jedenfalls sieht der Boden damit dann aus wie gekauft. :)
Die Form wird am besten mit Backpapier ausgelegt und der Boden der Form wird dann eingefettet (!nicht der Rand!).
Zuerst gibt man das Wasser zu den Eiern. Dann werden die Eier mit dem Zucker schaumig geschlagen, so lange, bis der Zucker geschmolzen und die Masse schön cremig ist. Nun können Mehl und Backpulver vorsichtig untergehoben werden und fertig sollte der Teig sein. Damit die feinporige Masse nicht zusammenfällt, sollte man ihn jetzt rasch backen und nicht noch ewig stehen lassen.
Gebacken wird der Boden für ca. 30 Minuten bei 180°C. Nach dem Backen sollte man ihn noch einige Minuten im offenen Ofen stehen lassen und dann so schnell wie möglich aus der Form nehmen.
Das Backpapier löst sich am besten, wenn man es nun mit Wasser bepinselt und schnell abzieht.
Der Boden kann gut einen Tag früher gebacken werden, dann ist er sogar noch leckerer.

VARIATIONEN:
° Wer einen dunklen Biscuitboden haben möchte, ersetzt 10g Mehl durch 30g Kakaopulver.
° Ausprobiert habe ich es selber leider noch nicht, aber ich habe mir sagen lassen, dass es auch möglich ist Schokoladenstückchen im Boden einzubacken, ähnlich wie bei Muffins. Am besten nimmt man hierzu dann Kuvertüre.




~°~ 2. Die Zwischenschicht ~°~
Ob eine Zwischenschicht nötig ist muss jeder für sich selber entscheiden. Aber lecker ist es in jedem Fall. :)
Zwei Möglichkeiten gibt es dazu:
1. Kuvertüre flüssig werden lassen und dann auf dem Boden verteilen, so dass man einen leckere, knackige Schokoladenschicht hat. Hier sollte man aber darauf achten, dass die Schicht nicht zu dick wird, sonst kann man den Kuchen nachher nicht mehr schneiden.
Welche Kuvertüre man nimmt ist natürlich dem jeweiligen Geschmack überlassen.
2. Pudding, so wie Oma immer den Obstboden gemacht hat. Da der Kuchen ja nun nicht mehr gebacken werden muss, kann man ruhig auch einfachen Pudding nehmen. Welchen Geschmack man nimmt muss man selber entscheiden, wobei ich Vanille immer noch am leckersten finde. Der Pudding wird einfach auf dem Kuchen verteilt, hier muss es nicht so eine dünne Schicht sein, wie bei der Schokolade, aber da wir ja Obstkuchen und keinen Puddingkuchen haben wollen, sollte die Schicht auch nicht zu dick sein. Ein gleichmäßiger Zentimeter reicht meiner Meinung nach.
Die Schokolade kann man auch gut schon einen Tag vorher auf den Boden geben, dann ist sie auch richtig ausgehärtet. Den Pudding sollte man erst drauf geben, kurz bevor die Früchte drauf kommen. Da hinterher der Guss ja noch erkalten muss, zieht der Pudding noch genug in den Boden ein.
Was ganz besonders leckeres ist es natürlich Schokolade UND Pudding zu nehmen, aber das sind dann noch mehr unnötige Kalorien. :)




~°~ 3. Die Früchte ~°~
Auch hier kommt es natürlich auf den jeweiligen Geschmack und vor allem auch auf die Jahreszeit an, aber grundsätzlich ist alles möglich.
Am einfachsten ist es, fertigen Obstsalat aus der Dose zu nehmen (!Gut abtropfen lassen, am besten im Sieb!). Ergänzen kann man diesen noch durch Mandarinen aus der Dose. Wie beim Bäcker kann man dann noch Bananen hinzugeben.
Mehr Arbeit, aber natürlich auch noch leckerer ist es, wenn man fast ausschließlich frische Früchte nimmt. Allerdings ist für meinen Geschmack die Auswahl da nicht ganz so groß. Mehr als Bananen und Erdbeeren würde ich dem Kuchen nicht zumuten. Ich nehme immer Konserven und ergänze dann ggf. noch ein wenig. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass eher weiche frische Früchte bestimmt lecker sind. Reife Mangos vielleicht, frische Birnen oder auch Papayas oder andere tropische bzw. exotische Früchte. Das ist aber wirklich eurem Geschmack überlassen…
Wir haben heute den Obstsalat einfach nur auf den Boden geklatscht und nicht darauf geachtet, dass es irgendwie nett aussah. Dafür war es dann aber auch ein hoher Berg Obstsalat. *g* Normalerweise achte ich schon darauf, dass ich das ganze nett herrichte. Wenn\'s mich packt sortier ich den Obstsalat sogar zuerst noch nach den einzelnen Früchten, so dass jedes Stück in etwa gleich wird. Mit Bananen kann man viel erreichen, wenn man sie längs halbiert und dann vielleicht noch mal halbiert, damit sie nicht ganz so riesig sind. Man kann sie als Trennung zwischen den einzelnen Stücken nehmen oder aber einfach so als stern-ähnliches Muster hinlegen. Natürlich kann man mit den Früchten auch ein Gesicht oder ein andres simples Bild schaffen, je nachdem, wofür man den Kuchen braucht, aber in der Regel sollte man einfach nur darauf achten, dass die Früchte nicht ganz so hingeklatscht aussehen wie bei uns heute. :)
Was ich eine leckere Abwechslung finde ist, wenn zwischen den Früchten Pfefferminzblätter sind. Zu viele sollte man aber nicht nehmen. Eines pro Tortenstück (also 8 bis 10 insgesamt, wie nachdem, wie dick die Stücke sein sollen) empfinde ich als ausreichend.




~°~ 4. Der Guß ~°~
Die einfachste Lösung ist es natürlich Tortenguß aus dem Tütchen zu nehmen. Drauf zu lesen ist meistens, dass man statt Wasser auch verdünnten Fruchtsaft nehmen kann, was ehrlich gesagt viel leckerer ist. Aber trotzdem mag ich Tortenguß nicht wirklich und deshalb habe ich irgendwann mal ausprobiert, ob Götterspeise nicht ein guter Ersatz ist. *g*
Und ja, Götterspeise ist ein guter Ersatz. Grüne würde ich zwar nicht unbedingt nehmen, nicht nur, weil es nicht mehr ganz so appetitlich aussieht, sondern auch, weil Waldmeister nicht ganz so gut zu den meisten Früchten schmeckt (meiner Meinung nach). Aber gelbe und rote eignen sich wunderbar, besonders die Gelbe schmeckt so richtig frisch. Gab es nicht auch mal Aprikosen- oder Pfirsich-Götterspeise? Also quasi orange? Weil die würde sich auch super machen.
Es sollte aber in jedem Fall Götterspeise sein, die gekocht werden muss. Allerdings sollte sie auch nicht mehr ganz so flüssig sein, sondern schon ein wenig gestockt, sonst hat man leicht einen Götterspeise-Boden, außer man hat Schokolade auf dem Boden. Oder aber Vanille-Pudding (Schokoladenpudding schmeckt meiner Meinung nach nicht so gut zu Götterspeise).
Die Götterspeise die übrig bleibt (und es bleibt definitiv welche übrig, außer man macht 3 Torten oder so) kann man dann natürlich normal erkalten lassen und so futtern. ;)




~°~ 5. Die Dekoration ~°~
Notwendig ist auch diese nicht unbedingt, aber netter aussehen tut\'s in jedem Fall.
Die simpelste Methode ist es, am Rand Mandelblättchen zu verteilen. Oder aber Schokostreusel bzw. bunte Zuckerstreusel- oder kügelchen.
Ein bisserl raffinierter sind da schon Pfefferminzblätter (oder auch Zitronenmelisse-Blätter), die man mit einem Tropfen Schokolade (oder im Notfall auch Pudding) befestigt.
Da man sich aber ja schon Mühe mit dem Drapieren der Früchte gegeben hat und der Guß in jedem Fall durchsichtig ist, sollte man sich mit dem Dekorieren nicht zu lange aufhalten.
Worauf man in jedem Fall achten sollte ist, dass die Deko auch zu Zwischenschicht und Guß passt. Zu Götterspeise als Guß würde ich höchsten Mandelblättchen nehmen. Bei normalem Tortenguß kann man schon etwas einfallsreicher sein. Wobei ich persönlich die Pfefferminzblätter nur nehmen würde, wenn ich keinen Pudding als Zwischenschicht verwendet habe und wenn zwischen den Früchten noch keine Pfefferminzblätter sind, aber das müsst ihr selber wissen. :)




~°~ Fazit ~°~
Ob mit Schokolade oder Pudding oder gar mit Götterspeise oder Pfefferminzblättern, aus einem einfachen Obstboden lässt sich sehr viel machen und bisher sind meine Variationen auch immer gut angekommen. Hochgerechnet bringt jedes Stück doch viele böse Kalorien mit, aber an eine Sahnetorte kommen diese bei weitem noch nicht ran. Zudem schmeckt ein Obstboden immer frisch, besonders mit Pfefferminzblättern und ist so der ultimative Sommerkuchen.

veröffentlicht auf ciao: 21.o5.2oo5

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