Oceanborn (New Version) - Nightwish Testbericht

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ab 10,26
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von colada1985

Einfach schwimmen, einfach schwimmen...

  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

typischer Nightwish-Stil; der wunderschöne Gesang von Tarja in Verbindung mit den Drums, Gitarren und Co., insgesamt ist die CD ein Ohrenschmaus & sicherlich eine der besten der Band; ...

Kontra:

zwei Titel sagen mir im Vergleich zu den anderen weniger zu

Empfehlung:

Ja

Liebe Leserinnen und Leser,

heute wage ich mich mal daran über einen meiner musikalischen Favoriten zu berichten.

Vorwort
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Von der finnischen Metal-Band Nightwish hatte ich hier bei ciao immer mal wieder etwas gehört und gelesen, konnte aber nicht sonderlich viel damit anfangen, da ich die Musik eben nicht kannte. Das änderte sich irgendwann im letzten Jahr, als ich voller Neugier begann, mir einige Songs von ihnen herunterzuladen. Der Großteil der Songtexte in Verbindung mit den passenden Melodien sprach mich einfach an und so liess ich mir immer mal wieder bestimmte Alben von Nightwish schenken. Mittlerweile würde ich mich fast schon selbst als Fan bezeichnen und möchte deshalb heute über mein Lieblingsalbum berichten.

die Band(geschichte)
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Bevor es ans Eingemachte und den wichtigsten Teil des Berichtes geht, möchte ich euch gern einmal die Band ein Stück näherbringen: man kann sagen, dass sie Mitte Juli des Jahres 1996 entstand, als die Freunde TARJA, TUOMAS und EMPPU gemeinsam eine Nacht am Lagerfeuer verbrachten. Gegen Ende des selben Jahres wurden die ersten drei Songs aufgenommen. Wenig später wurde noch etwas herumprobiert, das heißt unter anderem, Drumer JUKKA kam hinzu und es wurde erstmalig eine E-Gitarre verwendet. Nach einem Vertrag bei \"Spinefarm Records\", weiteren Songs, einem Album [\"Angels fall first\"] und Konzert, stieß im Sommer 1998 Bassist SAMI Vänskä zu dem Quartett. Bereits im Dezember erschien das zweite Album \"Oceanborn\", welches auf Platz fünf der offiziellen finnischen Album-Charts schoss und später auch noch vergoldet wurde! ~ Da ich erstmal nur über das zweite Album der Band schreibe, stoppe ich an diesem Punkt der Geschichte, obwohl noch so manches folgte und sicherlich noch viel mehr kommen wird!
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Kurz zusammengefasst auf einen Blick lässt sich also sagen, dass Nightwish aus folgenden Mitgliedern besteht =>

Tarja = Gesang
Emppu = Gitarre
Tuomas = Keyboards
Sami = Bass
Jukka = Drums

Tracklist
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01. Stargazers [4:27] >9/10< ~//~ ANSPIELTIPP!
02. Gethsemane [5:21] >9/10<
03. Devil & The Deep Dark Ocean [4:46] >5/10<
04. Sacrament Of Wilderness [4:12] >8/10<
05. Passion and The Opera [4:50] >8/10<
06. Swanheart [4:44] >10/10<
07. Moondance [3:31] >10/10< ~//~ ANSPIELTIPP!
08. The Riddler [5:16] >9.5/10<
09. The Pharao Sails To Orion [6:27] >8/10<
10. Walking In The Air [5:28] >10/10<
11. Sleeping Sun [4:01] >10/10<

Gesamt: 96.5/110 Punkten

Mit STARGAZERS bekommt der Hörer sofort die volle Ladung geliefert und wird direkt mit dem typischen Nightwish-Sound konfrontiert! Da bleibt kaum Zeit, um sich zu gewöhnen - entweder, es gefällt oder eben nicht. Ich für meinen Teil finde das sofortige Einsetzen von kräftigen Drums, der E-Gitarre und melodischen Keyboardklängen ziemlich gelungen. Die Band vollzieht ein perfektes Zusammenspiel und schon bald erklingt auch Tarjas volle Stimme. Je älter der Song wird, desto mehr scheint sich die junge Frau hineinzusteigern! Und dann, fast schon gegen Ende des Spektakels und nach einigen Soli, wird es plötzlich ruhiger... ein schöner Einstieg! Und schon geht es mit GETHSEMANE weiter im Text. Das Ganze beginnt mit Keyboardklängen im recht schnellen Tempo. Nach kurzer Zeit setzt Sängerin Tarja ein, diesmal klingt ihre Gänsehautstimme trauriger als im Song zuvor. Wirklich genial ist, dass sich die Instrumente hier besonders auffällig abwechseln: mal ist vor allem das Klaiver \'rauszuhören, dann ist die Gitarre, schließlich sogar die Panflöte und last but not least die Synthesizer dran!

Bei DEVIL AND THE DEEP DARK OCEAN eröffnen Gitarre und Drums im perfekten Zusammenspiel den schnellsten Song bisher! Bei den Strophen hat Tarja zum ersten Mal einen Gastsänger zur Unterstützung, mit dem sie sich regelmäßig abwechselt. Untermalt wird ihr Gesang von einem Glockenspiel! Irgendwo schon eine ungewöhnliche Mischung, aber im Gegensatz zu den anderen Songs konnte sich dieser hier nicht in meinem Hirn festsetzen und wirkt stattdessen sogar leicht gezwungen auf mich! Er soll unbedingt düster klingen, auch dank der unheimlich tiefen Stimme des Gastsängers, aber mich spricht er bis auf den Anfang und einige wenige Teile nicht sonderlich an. SACRAMENT OF WILDERNIS gehört Tarja wieder alleine und das ist auch gut so! Allerdings folgt erst ein Keyboard-Intro und kurz darauf erklingen nicht zuordbare Klänge [für mich hört es sich an, als würde Emppu auf der Säge spielen], die diesem Song das gewisse, geheimnisvolle Etwas geben. Im Gegensatz zum Vorgänger scheinen sich die Finnen wieder zu rehabilitieren, denn es wird richtig schön melodisch und immer wieder passend dazu - die überzeugende Tarja mit einer Stimme, dass man einfach nur losheulen könnte, so bewegend ist sie...

Ohne lange zu fackeln legen bei PASSION AND THE OPERA sofort Jukka und Emppu an den Drums bzw. der E-Gitarre los und es geht so richtig ab! Ein Song zum Lautaufdrehen eben. Tarja steigert sich mal wieder voller Leidenschaft - passend zum Titel - von Minute zu Minute mehr (hinein) und sorgt dennoch dafür, dass es wohlklingend bleibt. Leider erwartet man zum Ende hin einen richtigen Knaller und wird enttäuscht...Langsam beginnt man sich zu fragen, ob und wann denn mal eine richtige Ballade kommen würde. Zack, SWANHEART ist eine solche! Die sanften Klänge einer Panflöte vermischt mit denen eines Klaviers und einer wunderschönen Melodie sorgen dafür, dass man einfach die Augen schließen und etwas träumen möchte. Tarjas Gesang wird schließlich nur noch von Streichern begleitet und ich wünsche mir, die längsten 4:44 Minuten meines Lebens zu haben..

Nach meinem ersten richtigen Favoriten eben, folgt mit MOONDANCE bereits der nächste! Für mich war es der erste Song der finnischen Band, den ich hören durfte - und er hat mich sofort fasziniert. Das Instrumental beginnt mit leisen, bedächtigen Klavierklängen und wenig später wird dann genau dieselbe Melodie nochmal gespielt. Klingt langweilig, ist es aber nicht, da es nun viel kräftiger, schneller und mit allen anderen Instrumenten der Fall ist! Nach einigen Minuten tun sich sozusagen beide Melodien zu einer neuen zusammen, sodass sich dieser Song wie ein Volkstanz anhört, der kurz vor Ende nur durch gelegentliche \"Hey\"-Rufe der männlichen Fraktion gesanglich unterstützt wird...Im typischen Nightwish-Tempo und mit dem Klavier im Vordergrund geht es nun bei THE RIDDLER weiter. Nachdem sie beim Vorgänger pausieren durfte, ist Tarja in diesem Song wieder mit von der Partie und gibt einen schönen Refrain zum besten! Bei diesem zweitlängsten Werk des gesamten Albums bekommt man noch einige musikalische Appetithäppchen geliefert, sodass hier wirklich für jeden etwas dabei ist und keine Langeweile aufkommt - im Gegenteil, die Zeit scheint leider doch noch dahinzufliegen..

Wie schon beim dritten Song, hat sich die Band auch bei THE PHARAO SAILS TO ORION einen Gastsänger zur stimmlichen Unterstützung geholt. Jedoch schafft es dieser mit seiner düsteren Stimme hier nicht, mir die Freude an diesem Song zu verderben! Denn es dominieren zum einen Keyboardklänge und Panflöte, zum anderen Tarja. Diese Kombination sorgt dafür, dass das Wort Pharao im längsten Stück des Albums durch den Namen der Sängerin ausgetauscht werden sollte..Begleitet von Keyboardklängen beginnt Tarja in WALKIN IN THE AIR schon bald, eine wunderschöne und gleichzeitig traurige Stimmung zu verbreiten! Kein Wunder, dass die Band diesen Song immer und immer wieder auf Konzerten spielen muss. Von Minute zu Minute mehren sich die mitwirkenden Instrumente und auf eine durchaus bezaubernde Weise, steigern sich sowohl Song, als auch Stimmung und Tarja!

Mit SLEEPING SUN findet ein hervorragendes Album einen gelungenen Abschluss! Dieser Song ist allerdings nur auf den neueren Versionen von \"Oceanborn\" vertreten, weshalb ich Glück hatte. Er wurde übrigens anlässlich der Sonnenfinsternis geschrieben und der Clip in Deutschland gedreht! Bei diesem unglaublich schönen Song dominieren Drums, Bass und Keyboard zusammen mit Tarjas Gesang. Zwar wird die Gitarre hier nur wenig gefordert, aber das tut meiner Meinung nach dem Endergebnis keinen Abbruch, auch wenn man dieses Werk wohl nicht mehr als Metal bezeichnen kann..

mein Fazit
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Bis auf zwei kleine Ausfälle ist dieses Album in meinen Ohren wirklich sehr gelungen und absolut hörenswert! Die Tatsache, dass der skandinavischen Melodic-Metalband Nightwish damit der endgültige Durchbruch gelungen ist, gibt mir bei meiner Empfehlung zusätzlich recht, die ich hiermit auch für bisherige \"Nicht-Fans\" dieser Musik ausspreche! Auf meine Bewertung von insgesamt fünf Sternen komme ich übrigens, obwohl es zwar Titel gab, die mir nicht so zugesagt haben, die anderen aber so genial, wunderschön und überzeugend sind, dass sie die anderen wieder wettmachen können! Somit wünsche ich viel Spaß beim Reinhören, bin auf Reaktionen euerseits - am liebsten in Form von konstruktiver Kritik - gespannt und bedanke mich an dieser Stelle für die Aufmerksamkeit.

In diesem Sinne,

colada1985
für ciao & yopi

26 Bewertungen