Ohropax Color Testbericht

Ohropax-color
ab 16,15
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Erfahrungsbericht von Anonym114

Ein Klassiker in den Ohren

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Meine Omi hatte sie schon, diese komische, kleine, gelbliche Dose mit den noch merkwürdigeren Dingern: Ohropax, kleine Ohrstopfen, die den Lärm außen vor halten sollen. Sowas kommt mir nicht in die Ohren, dachte ich lange Zeit. Und das war auch nicht nötig, weil ich immer relativ ruhig gewohnt habe. Doch im Moment bin ich für ein paar Wochen in München, mitten in der Stadt und komm vor lauter Lärm nicht zur Ruhe: Autos, Baustellengeräusche, die Waschmaschine im Nebenzimmer. An Schlaf ist nicht zu denken. Also: Ab in die Apotheke und Ohropax probieren.

DIE VERPACKUNG:
Doppelt hält besser! Das denkt sich anscheinend der Hersteller. Denn verkauft werden die Ohropax in einem kleinen gelben Pappkartönchen. Darauf abgebildet ist ein Ohr, daneben der Schriftzug Ohropa und der Hinweis Ohrschutz gegen Lärm. Ferner finden sich einige Gebrauchshinweise, auf die ich noch eingehe.
Verpackung Nr. 2 ist eine kleine Plastikdose. Sie ist (ganz wie früher) noch gelblich, zumindest in der oberen Hälfte. Darauf ist der selbe Schriftzug wie auf dem Karton ebenfalls in gelb aufgeprägt. Auf der bräunlichen unteren Hälfte befinden sich ein weiteres Mal Gebrauchshinweise. Außerdem gibt es einen kleinen Aufkleber, auf dem das Verfallsdatum steht.
Und dann ist da noch eine dritte Verpackung: Die eigentlichen Ohrepax sind aus Wachs. Um sie herum ist eine Schutzschicht aus rosafarbener Watter.

GEBRAUCH:
Als erstes muss man die Watte vom Wachs puhlen. Das ist nicht ganz einfach, da der Wachs schon ein wenig klebt und Watte ja sowieso nie leicht zu entfernen ist. Weiterer kleiner Nachteil: Anschließend sind die Zimmer ziemlich klebrig. Als nächstes gilt es die Wachspropfen,, die in einem sehr hellen orange-rosa-Ton sind, zu formen und an den Gehörgang anzupassen. Wenn nötig, kann man die Wachsmasse, die im Ursprung ca. 1 cm hoch ist und etwas schmaler im Durchmesser als ein Cent, auch teilen. Wichtig ist aber, dass der Ohrstopfen aus einem Stück besteht, denn bei mehreren Teilstücken könnte eines stecken bleiben. Außerdem sollte man sie nicht zu tief rein drücken, da auch dann die Gefahr besteht, dass man sie nicht wieder raus bekommt.
Gewarnt wird logischerweise, die Wachspropfen nicht mit spitzen Gegenständen zu entfernen. Außerdem sollten sie nicht bei mehr als 30 Grad aufbewahrt werden, was logisch ist, weil das Wachs dann zu weich wird.

TRAGEGEFÜHL:
Das ist jetzt nur mein persönlicher Eindruck und Langzeitnutzer haben vielleicht noch andere Erfahrungen gemacht. Aber ich habe im ersten Moment ein wenig Druck auf den Ohren, wenn die Ohropax drin stecken. Das mag auch daran liegen, dass ich soetwas nicht gewohnt bin. Normalerweise trage ich höchstens die kleinen Knopfkopfhörer, die dann unterwegs (z.B. in der Bahn) einen ganz angenehm durch Musik Ruhe verschaffen. Gumme-Ohrstopfen habe ich schon mal probiert, sie waren mir aber sehr unangenehm und sind raus gerutscht. Dieses Problem hatte ich bei den Ohropax nicht. Dadurch, dass man sie frei formen kann, sind sich gut an jedes Ohr anpassbar. Auf alle Fälle bleibt nun der Lärm recht gut außen vor.

HERSTELLER:
Ohropax GmbH, 61629 Werheim

PREIS:
Ich war ein wenig überrascht: Aber mit 72 Cent sind die Ohropax recht preiswert. Gerade wer nur vorübergehend Lärmschutz braucht, kann dieses Geld sicher für einen ruhigen Schlaf investieren.

FAZIT:
Für mich sind die Ohropax eine recht gute Lösung, um endlich auch nachts mal wieder meine Ruhe zu haben. Vorteile sind die gute individuelle Formbarkeit, das Plastikdöschen, in dem man die Stopfen aufbewahren kann und der annehmbare Preis. Als kleinen Nachteil sehe ich die Wattehülle (viellecht könnte der Hersteller hier eine andere Lösung finden) und die Klebrigkeit, die sich wahrscheinlich nicht vermeiden lässt. Im Fall der Fälle werde ich sicher immer mal wieder zu den Ohropax greifen, von denen auch meine Omi schon profitiert hat.

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