Panoptikum Testbericht

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Erfahrungsbericht von nikosternchen

Tach, Herr Schröder!!

Pro:

Interessant, amüsant, kurzweilig

Kontra:

teilweise die Qualität der Figuren

Empfehlung:

Ja

4 Stunden Wartezeit vor der Körperwelten- Ausstellung, die an diesem Wochenende ihre Tore in Hamburg schloss waren uns bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eindeutig zu kalt. Also musste der Hamburg- Aufenthalt neben viel essen, bummeln und gammeln irgendwie doch noch einige kulturelle Highlights bekommen.

Die Möglichkeiten sind in Hamburg zahlreich, aber da auch „schlangestehen“ an diesem Wochenende irgendwie unausweichlich war, beschlossen wir beim schlendern über die Reeperbahn ein Museum zu besuchen das nicht so zahlreich besucht erschien.

DAS PANOPTIKUM
--Deutschlands größtes Wachsfigurenkabinett—

FAKTEN
Spielbudenplatz 3
20359 Hamburg
Tel.: 040 / 31 03 17
Fax: 040 / 51 29 63


Zu finden ist es sehr einfach. Die Reeperbahn dürfte in Hamburg so gut zu finden sein wie der Eifelturm in Paris, und genau dort finden wir auch das Panoptikum direkt neben dem Operettenhaus.

Der Eintritt ist recht günstig und jeder Hamburg- Tourist kann hier mal so nebenbei in maximal 60 Minuten sich eine nette Abwechslung gönnen.

Personen bis 18 Jahre zahlen 2,50 € / erm. 2 €
Erwachsene zahlen 4 € / erm. 3 €
Elektronische Führung: 1,50 €

Ermäßigungen gibt es bei Gruppen, mit der Hamburg- Card und dem Power- Pass.

Alles weiteren wichtigen Fakten, wie Öffnungszeiten oder Betriebsferien finden wir auf der Seite

WWW.Panoptikum.de


Über 100 Persönlichkeiten aus allen Prominenten Bereichen sind hier in Wachs verewigt. Die Palette geht über Schauspieler, Erfinder, Politiker, Kaiser, Könige bis hin zu Musikern.

Begrüßt wird man am Eingang direkt von Julia Roberts in einem Brautkleid, die ich ehrlich gesagt auf den ersten Blick nicht unbedingt erkannt hätte. Das Erdgeschoss und die erste Etage zeigt uns viele Gestalten aus dem Zeitgeschehen. Dort finden wir wie schon erwähnt Prominenten wie Julia Roberts, Rumpleteazer aus Cats oder aber Helmut Kohl und Hans- Dietrich Genscher beim Saumagenessen.

In der unteren Etage sind vorwiegend bereits verstorbene Persönlichkeiten dargestellt. Elvis, Roy Black, James Dean und Marilyn Monroe. Aber dort finden aberauch wir auch Michael Jackson und die Beatles in jungen Jahren vor. Desweiteren gibt es dort eine Medizinische Ecke in der Körperteile mit nicht ganz so leckeren Ekzemen und Krankheiten. Offene Wunden, Föten in Steißlage, Syphillis und Tripper, quasi der direkte Vorläufer der Körperwelten.

Die erste Etage bietet Figuren wie Steffi Graf, neuerdings Michael Schumacher, Honecker und andere Persönlichkeiten des aktuellen Zeitgeschehens. Ganz oben widmen wir uns dann den Dichtern und Denkern und Musikern wie Wagner, Schiller, Einstein und Martin Luther.

Zwischendrin finden wir immer wieder Schaukästen mit Beschreibungen zum Thema Wachsfiguren. Wie sie hergestellt werden zum Beispiel mit sehr anschaulichem Material.
Vorher Nachher, Zeitaufwand, Arbeitsabläufe etc.. werden genaustens erklärt.

Die Kulissen ist quer durch das Museum der jeweiligen Persönlichkeit liebevoll angepasst. So steht Graf Dracula in einer Gruft und Elvis sitzt mit Marilyn in einem rosa Cadillac. Päpste und Kaiser sitzen auf ihrem Thron und Michael Schumacher winkt vom Geländer.

QUALTITÄT
Zunächst mal ist erwähnenswert das die Figuren teilweise bereits vor 1943 entstanden. Interessanterweise fand ich genau diese Figuren wesentlich lebensechter als einige neuere. Steffi Graf zum Beispiel ist zwar insgesamt als Steffi Graf zu erkennen, wirkt aber dennoch sehr unecht. Auch Michael Schumacher mit dem derzeit als „Neustes Mitglied“ geworben wird, wirt unecht. Andere hingegen wirken so echt, das ich mich manchmal richtig unwohl fühlte wenn diese mich gerade anstarrten. Marilyn Monroe ist zum Beispiel eine sehr gut gelungene Figur, oder auch Michael Jackson. Willi Fritsch sitzt mit einer Katze hinter einem Fenster, wobei ich behaupte das der Bildhauer eine Katze mit einem Marder verwechselt hat. Sofia Loren hat einen extrem unproportionalen Kopf und Gehard Schröder hätte ich auch nicht auf den ersten Blick erkannt.
Am eindeutig schlechtesten ist meines Erachtens Roland Kaiser, der null komma gar keine Ähnlichkeit mit dem Original hat.

FAZIT
Sehenswert. Ich habe keine Vergleichmöglichkeiten zu Madame Tussauds und bin hier völlig unvorbehalten. In jedem Fall ist die Ausstellung amüsant und interessant. Man kann sich neben Gerhard Schröder an einem Würstchenbudentisch stellen und lustige Fotos schießen, oder auch mal Größen vergleichen und mit originalen Vergleichen. Die Qualität der Figuren war zwar durchwachsen, aber dennoch kam keine Lange Weile auf. Ca. 1 Stunde ist man prima beschäftigt und hat mit den maximal 4 Euro auch nicht zuviel ausgegeben. Insgesamt spreche ich eine Empfehlung aus, ziehe aber 1 Sternchen ab, aufgrund der Qualität die gelegentlich zu wünschen übrig ließ.

Viele Grüße Nikolina

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