Patrizier 2 (Management PC Spiel) Testbericht

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ab 13,27
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Erfahrungsbericht von Dominik7

Handel, Piraten und vieles mehr

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mit Patrizier 2 gehen die Träume aller in Erfüllung, die sich für Handelssimulationen interessieren. In dem Spiel geht es hauptsächlich um den Handel im 14. Jahrhundert. Man kann aber auch Seeschlachten führen, Gebäude bauen usw. Dazu später mehr.

Der berufliche Werdegang spielt sich in folgenden Stationen ab:
Zu erst ist man Kämmerer, anschließend Händler, gefolgt vom Kauf- und Fernkaufmann, dann wird man zum Ratsherr ernannt, danach wird man Patrizier und letztlich ist man Eldermann.
Wenn man es aber so weit bringen will, muss man sehr viel leisten.

Nun kümmern wir uns einmal um den Ort des Geschehens. Folgende Städte spielen eine Rolle: .
Bremen, Hamburg, Köln, Brügge, Aalborg, Malmö, Rostock, Lübeck, Stettin, Thorn, Danzig, Visby, London, Edinburgh, Oslo, Riga, Reval, Stockholm, sowie das abgelegene Bergen und Nowgorod.

Die Grundlage für ein gut funktionierendes Unternehmen ist der Handel. Man hat die Auswahl zwischen: Bier, Wein, Honig, Getreide, Fleisch, Leder, Fisch, Gewürze, Salz, Tran, Hanf, Holz, Pech, Keramik, Roheisen, Eisenwaren, Felle, Tuch, Wolle und Ziegel.
Wenn man schnell an Geld kommen will, sollte man sich auf Bier, Felle, Roheisen, Wolle und Fleisch konzentrieren. Diese Waren kosten zwar viel Geld, man kann sie aber dafür um so teurer wieder verkaufen.

Ein kleiner Tipp am Rande: Fahrt zwischen den Städten Visby, Stockholm, Reval und Riga im Kreis. Immer wenn ihr in Reval seid, kauft ihr für viel Geld Fleisch und Felle ein. Diese Waren verkauft ihr dann mit höchst möglichem Gewinn an die anderen 3 Städte. Wenn man dies eine Zeit lang macht, lässt der Geldsegen nicht lange auf sich warten.

Wie man sich sicher denken kann, befördern sich die gekauften Waren nicht von selbst. Deswegen stehen folgende Schiffstypen zur Auswahl:

Schnigge:
Die Schnigge ist das kleinste und wendigste Schiff. Sie eignet sich am besten zum schnellen Transport von Waren. Da der Laderaum aber sehr klein ist, lohnt es sich nicht, dieses Schiff in der Werft anfertigen zu lassen.

Kraier:
Dieser Schiffstyp gefällt mir am besten. Er kann bei optimalen Windverhältnissen und geringer Beladung bis zu 9 Knoten schnell werden.

Kogge:
Dieses Schiff ist eher schwerfällig und langsam. Es wird vor allem von Piraten genutzt.

Holk:
Dieses monströs große Schiff ist ideal für den Handel mit einer großen Menge an Waren geeignet. Da die Zeit zwischen dem Bauauftrag und der Fertigstellung sehr lange ist, und die Produktionskosten enorm hoch sind, sollte man sich dieses Schiff erst leisten, wenn man schon ein gewisses Vermögen besitzt.

Wenn man gerade dabei ist, sich über seine neusten Errungenschaften an Waren zu freuen, kann es sein, dass man von habgierigen Piraten überfallen wird. Wenn dieser bedauernswerte Fall eintritt, ist man mit einem voll beladenen Schiff so gut wie verloren.
Um sich gegen einen hinterhältigen Piratenangriff zur Wehr zur setzen gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Man hat immer genügend Besatzung dabei, die man mit Handwaffen (Bogen, Armbrust, Schwert oder Büchse) ausrüstet.
2. Man bewaffnet sich bis auf die Zähne mit Schiffswaffen. Man hat die Auswahl zwischen Werk, Bilde, Bombarde und Kanone. Die Waffen nehmen natürlich auch verschieden viel Platz ein. Man muss eben gut einteilen.





Wer keine Lust hat immer nur angegriffen zu werden, der dreht den Spieß einfach um. Man heuert einen Kapitän und viele Matrosen in der Kneipe an, bewaffnet sich, und schon kann’s los gehen.
Auf See wechselt man von “Zivil“ auf “Pirat“, klickt ein fremdes Schiff an und im Nu hat die Seeschlacht begonnen.
Für Kämpfe auf hoher See eignet sich der Kraier am besten, da er durch viel Segel und geringes Gewicht am schnellsten im Wasser fortbewegt werden kann.
Wenn man dann auch vom Piratspielen die Nase voll hat, kann man auf Expeditionen neue Städte entdecken. Mehr wird aber nicht verraten.


Natürlich beschränken sich die Möglichkeiten bei Patrizier2 nicht nur auf Handel und Kampf, man hat in seiner Heimatstadt, die man sich zu Beginn des Spiels aussucht eine Menge zu tun.

1. Man muss für die Zufriedenheit der Bürger sorgen. Das macht man, indem man für jede der 3 Gesellschaftsschichten bestimmte Waren in einer anderen Stadt kauft und in seiner Heimatstadt wieder verkauft.
Reiche: Diese Schicht bevorzugt Luxusgüter wie z.B. Fleisch, Wein und Gewürze.
Wohlhabende: Für die Wohlhabenden sollte von jedem etwas vorhanden sein.
Arme: Die armen Bürger der Stadt benötigen Bier, Fisch, und Getreide.

Mit diesen Taten steigt das Ansehen in der Stadt ungemein. Es gibt natürlich auch Bettler in der Stadt. Diese kann man mit der Armenspeisung in der Kirche glücklich machen. Wenn man dies regelmäßig macht, strömen die Bettler von anderen Städten nur so herbei. Das hat wiederum zur Folge, dass der Wohnraum knapp wird. Sollte das geschehen, lohnt es sich, ein Fachwerk -, Giebel -, oder Kaufmannshaus zu bauen. Wenn der Bau eines solchen Hauses abgeschlossen ist, kann man sich auf “saftige“ Mieteinnahmen freuen.


2. “So ein Fest verfehlt seine Wirkung doch nie“. Mit solch einer Einstellung gefällt man den Bürgern gleich besser. Nach den großen Worten sollten aber auch Taten folgen lassen. Man kündigt auf dem Marktplatz ein berauschendes Fest an. Ein Fest kann aber auch genau das Gegenteil davon bezwecken, was man sich eigentlich versprochen hat. Deshalb sollte man dafür sorgen, dass mehr als genug Speis und Trank zur Verfügung stehen.

3. Wenn man die Kirche oft Ausbauen lässt, steigt das Ansehen auch bei den Gläubigen. Man sollte lieber
einmal richtig viel für einen Ausbau spenden, anstatt alle 2 Wochen nur ein Paar Goldtaler.



Auch die Politik spielte zu dieser Zeit eine wichtige Rolle. Wenn man z.B. Bürgermeister ist, kann man im Arsenal tätig werden. Dort kann man Kämpfer ausbilden, die Stadtmauer vergrößern usw.
Wie auch in der heutigen Zeit bestimmte das liebe Geld fast alles. Man kann durch Bestechung Wahlen beeinflussen, oder Gerichtsverhandlungen zu seinen Gunsten enden lassen.
Hat man sich erst einmal ein Vermögen angeschafft, lassen die Heiratsanträge von Vätern, die ihre Töchter vermählen wollen nicht auf sich warten. Eine Heirat ist nicht nur gut für das Ansehen, man bekommt auch noch ein ordentliches Mitgift.


Ich hoffe, ich konnte euch den Sinn des Spieles etwas näher bringen. Jetzt noch ein paar Worte über Grafik, Steuerung und Systemvorraussetzungen.

Grafik: Schon allein der tolle Vorspann lässt nichts zu wünschen übrig. Die Animationen während des Spiels sind weltklasse.

Steuerung: Man kann fast alles mit der Maus erledigen. Das ist ein Vorteil, wenn man es sich vor dem Computer gemütlich machen will.

Systemvorraussetzungen: Empfohlen sind: Pentium2 450 MHz oder schneller, 64 MB RAM, 16 MB Grafikkarte.
Minimum: Pentium2 233 MHz oder schneller, 32 MB RAM, 4 MB Grafikkarte, Windows 95/98/2000/Me, 4-fach CD ROM, DirectX7-kompatible Soundkarte.

Fazit: Jeden, den dieses Spiel nicht in seinen Bann zieht, verpasst etwas.

12 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Anubis71

    14.02.2002, 10:35 Uhr von Anubis71
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das Spiel ist recht gut gemacht!

  • G-Punkt

    12.02.2002, 00:47 Uhr von G-Punkt
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klingt interessant. Den ersten Teil kenne ich noch vom Amiga :-)

  • TheGreatMaster

    11.02.2002, 23:57 Uhr von TheGreatMaster
    Bewertung: sehr hilfreich

    Patrizier ist wirklich ein tolles Spiel. Wenn ich nur wieder mehr Zeit hätte für ein Computerspiel... Gruß TheGreatMaster.