Pentacon Praktica DCZ 2.2 Testbericht

ab 42,18
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Summe aller Bewertungen
  • Bildqualität:  durchschnittlich
  • Ausstattung:  durchschnittlich
  • Akkulaufzeit:  durchschnittlich
  • Bedienkomfort:  gut
  • Verarbeitung:  gut
  • Zuverlässigkeit:  gut

Erfahrungsbericht von JOLTI

Praktica DCZ 2.2s - leere Versprechungen

Pro:

klein, preiswert, aber...

Kontra:

sehr schlechte Bildqualitaet

Empfehlung:

Nein

Die Praktica DCZ 2.2s war ein Spontankauf. 119 Euro und auf dem Papier eine Reihe von Funktionen und Ausstattung.

Erfahrungsbericht:

Leider blieb auch vieles nur auf dem Papier. Die guten Sachen sind schnell aufgezählt. Günstig war die Kamera und klein. Auf den ersten Blick machte alles einen guten Eindruck. Das 1.6\" TFT-Display ist in Ordung. Leider hat die Kamera keinen Sucher, bei Dunkelheit und starker Sonne muss man also blind fotografieren.

Das waren alles noch die Dinge, die man bei dem Preis hätte in Kauf nehmen können. Die Ernüchterung kam beim ersten Auslesen der Kamera mit dem PC. Die Software war schnell installiert, Windows XP erkennt die Kamera als Wechsellaufwerk. Dann der Schreck: Nur etwa jedes fünfte Bild war zu gebrauchen, der Rest verzerrt, unscharf. Die Kamera taugt eigentlich nur für Stillaufnahmen bei mässigem Licht. Bilder bei starker Sonne sind nicht zu machen, egal wie lange man die Einstellungen justiert. Fotos mit Blitz sind reine Glückssache, entweder zu stark belichtet oder unzureichend. Der Zoom ist ein Digitalzoom, muss man also nicht benutzen da man die Ausschnitte besser auf dem PC mit einer Bildbearbeitunssoftware auswählt, der Qualitätsverlust bleibt der gleiche.

Handhabung:

Eingeschaltet wird die Kamera, in dem man die Klappe vor dem Objektiv beiseite schiebt. Per Laufrad kann gewählt werden zwischen Setup, Videomodus, Vorschaumodus, Aufnahmemodus, PC-Modus.
Die Steuerung erfolgt über eine Navigationstaste (links, rechts, oben, unten und Enter). Mit Enter-Knopf gelangt man in ein praktisches Schnelleinstellmenü wo man z.B. die Auflösung verändern kann.
Bedienung und Menüführung sind recht intuitiv, die Anleitung ist auch ok.

Fotografieren:

Den Auslöser leicht andrücken, bei leuchtender BUSY-Diode kann weitergedrückt werden um ein Foto zu schiessen. Je nach Lichtverhältnissen kann das Auslösen ein wenig Dauern, das Speichern auf die Karte auch über 5 Sekunden. An der Seite der Kamera kann man per Schiebeknopf zwischen Panorama- und Nachaufnahmen wählen. Der 16MB-Speicher reicht für ca. 10 Aufnahmen in der Maximalqualität (2048 x 1536) oder ca. 25 Fotos (1600 x 1200). Das alles bei Qualität \"Fine\", auf \"Normal\" habe ich gar nicht erst zurückgeschaltet nach den ernüchternden Ergebnissen der ersten Fotoserie.

Sonstiges / Anschlüsse / Zubehör:

Die zwei mitgelieferten (Mignon-)Batterien halten wie versprochen über 300 Aufnahmen lang, teils mit Blitz teils ohne.
Neben USB-Anschluss gibt es einen Anschluss für ein Netzteil (nicht im Lieferumfang). Über ein mitgeliefertes Kabel kann die Kamera auch an den Fernseher angeschlossen werden.
Mit dabei ist auch eine kleine Tragetasche mit Gürtelriemen. Ein Trageband kann an die Kamera angebracht werden. Die Tasche sollte man verwenden, bei Transport in der Hosentasche schaltet sich die Kamera sonst des öfteren ein.

Fazit:

Laut Beschreibung eine gute Kamera mit tollem Preis-/Leistungsverhältnis. Bedienung / Zubehör und Funktionen besätigen dies auch. Leider ist die Bildqualität einfach inakzeptabel. Die Kamera ist auf KEINEN FALL zu empfehlen, nicht einmal für den Einsteiger, das wichtigste beim Fotografieren sind immer noch die Bilder...

Nachklapp:

Ich werde versuchen, die Kamera zurückzugeben, da ich sie eigentlich nicht mit gutem Gewissen verkaufen oder versteigern kann.

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