Petersilie Testbericht

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Erfahrungsbericht von Annna13

Peterle, Petersöll, Silk...Magdanos >> BITTE zum Bewerten einen anderen Berich aussuchen;-) DANKE!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Meine Zweitlieblingsküchenpflanze (nach dem Dill), die Petersilie, zählt zu den Doldengewächsen.
Mundartlich heisst die Pflanze im Deutschen Petersiljen, Petersöll, Peiterzilje,
Petersillig, Silk, Bittersilche, Peterle, Suppenkraut u.a., in meiner Sprache Magdanos, Merodija u.a.

"Die Petersilie ist zweijährig bis ausdauernd. Im ersten Jahr bildet sie eine grundständige Blattrosette, die im 2. Jahr einen verzweigten, beblätterten Stengel treibt. Die mehrfach dreizählig geteilten Laubblätter sind oberseits "lächelnd "glänzend."
Typisch ist der starke spezifische Petersiliengeruch; er unterscheidet die Petersilie leicht von der ähnlichen, aber giftigen Pflanze, der Hundpetersilie (Aetusa cynapium L.), die reinweiss blüht. Die Blütendolden sind langgestielt und bestehen aus 10 und mehreren Strahlen mit einzelnen Döldchen. Die unscheinbaren Kronenblätter sind meist grünlichgelb, können aber auch rötlich sein.

Die bekannte Grünpflanze findet man in fast allen Küchengärten, sie wird auch feldmässig angebaut und verwildert zuweilen.

Als Heimat der Petersilie werden das südliche und westliche Mittelmeergebiet angenommen. Angebaut und verwildert, wächst sie in ganz Europa bis Island, Norwegen und Westgrönland, in Nord- und Südamerika, Westindien, Südafrika, Indien, Japan und Australien.

Das Sammelgut sind meistens die Wurzeln (Radix Petroselini) und die Früchte (Fructus Petroselini), aber auch die Samen. Die Wurzeln werden von März bis April, und die Früchte von August bis September gesammelt.

Die Wurzel wird ausgegraben, gewaschen, längst gespalten und bei Temperaturen bis zu 40 Grad C getrocknet, für Hauszwecke jedoch bei Zimmertemperatur oder im Schatten. Sie hat einen eigenartig aromatischen Geruch und eine anfangs süsslichen,
später bitteren Geschmack. Zur Gewinnung der Früchte werden die Dolden kurz vor der Reife abgeschnitten, gebündelt und zum Nachreifen aufgehängt. Sie riechen würzig und schmecken angenhem würzig brennend.

Die Petersilienwurzeln enthalten etwa 0,2%, die Früchte 2-6% ätherisches Öl mit Apiol und Myristicin als Hauptbestandteile.

"Die Drogen wirken harntreibend, Apiol wirkt erregend auf die Gebärmutter. Seltener werden die Drogen als Magenmittel, bei Blähungen und Menstruationsbeschwerden gebraucht. Früher wurden die zerstossenen Früchte gegen Kopfläuse und
Kratzemilben verwendet." Das steht in fast allen Pflanzenhandbüchern. Was ich aus der einheimischen Volksmedizin weiß - sie erhöht auch den Tonus der Glattmuskulatur

Auch Hippokrates und Dioskurides erwähnen die Petersilie und ihre Wirkungen in ihren Schriften. Karl der Grosse verfügte ihren Anbau. Auch im Mittelalter wurde die Pflanze als Heilmittel gebraucht. Das Petersilienöl hat man erstmals im 15. Jh. durch
Wasserdampfdestillation gewonnen.

Bei mir sind hauptsaechlich die Petersilieblätter in Gebrauch. Auch sie liegen gewaschen, gut abgetropft und feingeschnitten in meinem Kühlfach neben dem Dill ich jederzeit würze damit, ohne zu sparen, Salate (den berühmten Balkansalat -
den Schopska Salat, z. B., dem ich einen separaten Beitrag gewidmet habe), warme Suppen, Frikadellen (Buletten usw. aus Hackfleisch), Pizza alla Anna (auch im separaten Erfahrungsbericht) und viele andere Gerichte.

Wenn meine Mutter die älteren Pflanzen in ihrem Garten herausnimmt, schneide ich die Wurzeln in Würfel und trockne sie für Gewürzzwecke, dann habe ich sie in einem Glas parat für manche Suppen.

Üblich bei uns ist die glatte Petersilie, die zum Unterschied von Kräuselpeterle noch würziger schmeckt und riecht und hübsche glänzende Blätter hat . In den letzten Jahren haben manche Bulgaren auch die hellgrünere gekräuselte Petersilie kennengelernt - in teuren Sheraton- u. a. Restaurants und auf Cocktails, zu 100% nur als Speisen- und Happendekoration. Auf dem größten Bauernmarkt in Sofia habe ich sie nie geshene, keine bulgarische Frau würde sie auch nehmen, außer zum Dekorieren und Abwechselung.

Und auf Bulgarisch heisst die Pflanze Magdanos, selbstverständlich kyrillisch geschrieben und auf die letzte Silbe betont, in zahlreichen Mundarten und bei älteren Leuten, sowie in der Folklore - Merodija (die Betunung auf i).

In 2 wichtigen Perioden wurden die Petersilieblätter und -stiele in meiner Familie noch aktiver als nur zum Würzen verwendet: Nachdem bei meinem Vater 2 Nieresteinoperationen in Abstand von 3 Jahren durchgeführt wurden, erfuhren wir von den Volksmedizinern, daß Petersilie die Nierenentzündungen lindert. So wurde jeden Tag ein Petersilietee aus 1 Bund Petersilie zubereitet: geschnitten und 5 Minuten gekocht, und von meinem Vater 5 Mal täglich auf nüchternen Magen eingenommen. In der 7-Monate-langen Stillzeit meines Sprösslings, schnitt ich mir "Unmengen" von der "grünen Königin" - der großartigen Vitamin- und Muttermilchspender - in eine Schüssel voll mit unserem berühmten Yogurt - und löffelte mit Appetit Nährhaftes und Leckeres für das Baby, mit oder ohne Gurken.



55 Bewertungen, 8 Kommentare

  • blackangel63

    21.02.2007, 20:44 Uhr von blackangel63
    Bewertung: sehr hilfreich

    ╔╩╦╝ SH & LG ANJA ╔╩╦╝

  • hjid55

    19.02.2007, 18:33 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg Sarah

  • tanja2003

    11.11.2006, 23:27 Uhr von tanja2003
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~~~ sh ~~~

  • Zuckermaus29

    04.07.2006, 14:15 Uhr von Zuckermaus29
    Bewertung: sehr hilfreich

    "sh" von mir für Dich :o) Viele Grüße Jeanny

  • honeymaus

    24.06.2006, 19:32 Uhr von honeymaus
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH + LG, Manuela

  • Estha

    19.06.2006, 15:44 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    ۩...sh...۩

  • Herr_Tom

    15.04.2006, 13:40 Uhr von Herr_Tom
    Bewertung: sehr hilfreich

    Überaus interessanter Bericht! LG

  • Qualle

    08.04.2002, 22:02 Uhr von Qualle
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht.