Piercing & Tattoo - Studios Testbericht

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Erfahrungsbericht von noraya

Zungenpiercing

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wenn man beabsichtig sich ein Zungenpiercing machen zu lassen, gibt es einige Dinge die man unbedingt beachten sollte.

Am wichtigsten ist natürlich die Auswahl des richtigen Studios.
Hierbei sollte man nicht zuerst nach dem Preis gehen und möglichst mehrere Studios miteinander vergleichen.
Die Hygiene ist in einem guten Piercingstudio das Wichtigste. Man sollte also auf einen sauberen und gepflegten Eindruck achten.
Dann ist es auch nötig, dass der/die PiercerIn schon Erfahrung im Bereich Zungenpiercing hat. Wichtig ist auch, dass man sich auch nach dem Piercen noch an das Studio wenden kann bei Problemen oder zum ersten Wechseln des Stabes.
Bevor man sich also für ein Studio und damit den/die PiercerIn entscheidet sollte man unbedingt ein klärendes Gespräch führen und sich über mögliche Risiken informieren lassen.
Wenn behauptet wird, es gäbe überhaupt keine Risiken spricht das nicht gerade für das Studio, denn ein Restrisiko bleibt natürlich immer. Eine sorgfältige Auswahl des Studios kann dieses jedoch stark einschränken.

Nun haben wir uns also entschlossen und auch ein Studio ausgesucht.
Man sollte vor dem Termin unbedingt ausreichend gegessen haben, denn danach gestaltet es sich für eine gewisse Zeit etwas schwierig.
( Allerdings nicht bei jedem ! )
Vor dem Stechen wir die Zunge mit einem Eisspray betäubt. Es wird auf die Zunge gesprüht und muss dann einen Moment im Mund behalten werden. Dabei sollte man unbedingt vermeiden das Ganze runter zu schlucken, denn ein tauber Hals ist äußerst unangenehm und es kann auch schon mal zu Übelkeit führen.
Das Piercen der Zunge an sich geht, bei einem/er geübten PiercerIn, sehr schnell und tut ( meines Erachtens ) nicht wirklich weh.
Es ist lediglich ein kurzer unangenehmer Druck.
Wichtig ist, dass man die Zunge draussen lässt und sie nicht zurück zieht.

Als Erstschmuck ist eigentlich nur Titan zu empfehlen.
Der erste Stab sollte um einiges länger sein, als die Zunge dick ist. Das schwankt natürlich von Person zu Person und man sollte die Länge vorher mit dem/der PiercerIn absprechen.
Die Länge des ersten Stabes ist deshalb so wichtig, da in den meisten Fällen die Zunge stark anschwillt und deshalb der Schmuck noch genug Platz haben muss.
Es muss aber auch nicht sein, bei manchen schwillt es nur ein bißchen an und ist nach einem Tag schon wieder verschwunden. Das hängt von jedem selbst ab und auch von der richtigen Pflege.
Man sollte nach dem Stechen unbedingt einige Stunden auf`s rauchen verzichten. Als Heilungsförderung ist Kamillentee zu empfehlen. So oft wie möglich damit spülen, dann geht`s schneller.
Die Schwellung kann bei manchen bis zu einer Woche dauern. Wenn es erheblich länger dauert, sollte man sich noch einmal an das Studio wenden und im Ernstfall einen Arzt aufsuchen. Diese Fälle sind bei richtigem Piercen und guter Pflege jedoch sehr selten, da die Heilung im Mund sowieso schneller geht als zum Beispiel im Bauchnabel.

Oft genannte Risiken, sind das Durchstechen der Hauptadern und der Verlust der Geschmacksnerven.
Diese sind natürlich nicht zu verharmlosen.
Ein erfahrener Piercer ist jedoch im Stande die Lage der Adern in der Zunge zu bestimmen um diese nicht zu verletzen und wird auch bei einer ungünstigen Lage lieber von einem Piercing in der Zunge abraten.

Nach Abschwellen der Zunge sollte man dringend einen kürzeren Stab rein machen, da man durch den langen Stab leichter die Zähne verletzen kann. Überhaupt sollte man ein permanentes Spielen mit seinem Piercing vermeiden, da sonst der Zahnschmelz angegriffen wird und die Zähne kaputt gehen.

Wenn man alles beachtet und dann fleißig spült ist innerhalb kurzer Zeit der Stress vergessen und man kann mit seinem Piercing viel Spaß haben.


Ach es gibt da noch so einem Geheimtipp, nach dem man die Tage vor dem Zungenpiercing Ananas essen soll, weil da irgendwelche Stoffe enthalten sind, die übermäßiges Anschwellen verhindern.
Das kann ich aber leider nicht bestätigen, weil ich das erst vor kurzem erfahren habe und es da schon zu spät war.

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