Tote lügen nicht (Taschenbuch) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von BabyT24

Knochenobduktion die Erste

Pro:

sehr spannend und logisch geschrieben, wodurch man die Heldin gut verfolgen und ihre Gedanken erkennen kann

Kontra:

man kann das Buch nicht aus der Hand legen

Empfehlung:

Ja

In meinem Urlaub war ich zusammen mit meinem Freund für eine Woche bei meinen Eltern und was sahen meine kleinen, trüben Augen da im Bücherregal? Die Romane von Kathy Reichs, da gab es natürlich kein Wenn und Aber, die Bücher wanderten in meine Reisetasche und so werde ich euch nun nach und nach diese Bücher vorstellen.

_<<< Charaktere >>>_

Dr. Temperance Brennan – von den meisten Kollegen wird sie nur kurz Tempe genannt, sie hat eine Tochter und ist geschieden; seit nunmehr einem Jahr arbeitet sie am gerichtsmedizinischen Institut von Quebec, eine französischsprachige Insel in der Provinz von Kanada als forensische Anthropologin

Gabby – die beste Freundin von Tempe seit Anfang des Studiums in Quebec

Pierre LaManche – Leiter des Laboratoire de Médicine Légale (gerichtsmedizinisches Institut), also der Vorgesetze von Tempe

Marc Bergeron – Spezialist, der als freier Mitarbeiter am gerichtsmedizinischen Institut einmal die Woche arbeitete und ansonsten Zahnarzt war

Luc Claudel – Mitarbeiter der Séction des homicides (Morddezernat) und auf Tempe nicht allzu gut zu sprechen; außerdem glaubt er lange nicht an die Theorien von Tempe

Andrew Ryan – Mitarbeiter der Séction des homicides (Morddezernat)

St.Jaques – Serienmörder, der seit 1988 in Quebec sein Unwesen treibt und unschuldige Frauen tötet und zerstückelt

_<<< Inhalt >>>_

Alles beginnt damit, dass Tempe zu einem Gelände gerufen wird, auf dem ein zerstückeltes Skelett von 2 Arbeitern gefunden wurde. Im Becken des Skelettes steckt ein Gummisauger, die Person wurde mit einem schweren Gegenstand erschlagen und so deutet alles auf ein Verbrechen hin. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass das Skelett von einer weißen Frau Anfang zwanzig ist. Monsieur Claudel vom Morddezernat liefert zu dem Skelett den passenden Namen und Marc Bergeron lieferte mit dem Vergleich der Zähne die lückenlose Identifikation. Das Skelett ist Isabelle Gagnon, 23 Jahre alt und rund anderthalb Monaten verschwunden.

Kurz darauf äußert Tempe zu Claudel zum ersten Mal den Verdacht, dass dieser Mord mit einem anderen Mord zusammenhängen könnte. Eine Frau namens Chantale Trottier, 16 Jahre alt, wurde 2 Jahre zuvor ebenfalls zerstückelt in Müllsäcken aufgefunden. Aber Claudel will dies nicht glauben und weist Tempes These weit von sich.

Doch das ist nicht Tempes einzige Sorge, denn ihre Freundin benimmt sich sehr komisch. Immer wieder schaut sich Gaby verstohlen um und auch ansonsten meidet sie tiefer gehende Themen um ihre Arbeit. Im Moment arbeitet sie daran Prostituierte zu studieren und wie diese in das Wirtschaftssystem integriert sind. Doch was macht Gaby solche Angst? Gemeinsam beschließen Gaby und Tempe in das Gebiet der Prostituierten zu fahren, damit Tempe sich ansehen kann, was Gaby recherchiert.

Später erwähnt Tempe gegenüber LaManche den Verdacht, dass es neben dem ersten Mord noch einen weiteren gleichen Mord gegeben hat. Ihr Chef gibt ihr daraufhin grünes Licht, die Fälle zu vergleichen. Doch es sollen nicht die einzigen Morde sein. Denn kurz darauf wird eine weitere Leiche in der Gerichtsmedizin eingeliefert. Ihr Name ist Margaret Adkins, 24 Jahre alt und genauso bestialisch ermordet und zerstückelt wie die zwei anderen Skelette. Der Mörder hatte auch bei Margaret ein makaberes Souvenir zurück gelassen.

Und dann ruft Gaby sie plötzlich vollkommen panisch an und bittet sie um ihre Hilfe. Tempe stürzt sofort ins Auto und holt sie von einer Kneipe im Prostituiertenviertel ab. Doch Gaby will ihr weismachen, dass sie einfach nur überreagiert hat. Doch dann erzählt sie Tempe doch, dass sie von einem Mann verfolgt wird. Doch Gaby tut ihn dann selbst als harmlosen Spinner ab und lehnt TEmpes Angebot ab, doch bei ihr zu wohnen.

Kurz darauf hat das Morddezernat einen ersten Verdächtigen und besucht diesen in seinem Versteck, doch der Verdächtige namens St. Jaques kann fliehen. Die Untersuchung seiner Unterkunft ergab, dass dies nicht sein Hauptwohnsitz ist. Außerdem wird in der Unterkunft eine Liste mit Namen gefunden. Auf dieser Liste sind sieben Namen aufgeführt, darunter auch die Namen der letzten beiden Opfer. Ist der Verdächtige der Serienmörder und wer sind die anderen 5 Opfer? Und was hat das Kreuz auf dem Stadtplan in der Wohnung zu tun?

Tempe fragt Andrew Ryan, ob er nicht mal an der Stelle des Kreuzes suchen will, aber dieser verneint. Also macht sich Tempe nachts allein auf die Suche. Und wieder findet sie eine Frauenleiche, diesmal auf einem Kirchengrundstück. Doch Tempe ist nicht allein, ist der Mörder auch auf dem Grundstück? Wie viele Frauen wird er noch ermorden und wie hängen diese Morde zusammen. Was hat es mit Gaby auf sich und warum ist diese plötzlich verschwunden? Wird Claudel Tempe die Theorie des Serienmörders abkaufen und werden sie den Kerl dingfest machen? Wie nah kann Tempe dem Mörder kommen, ohne dass sie selbst ins Visier des Killers kommt?

_<<< Autorin >>>_

Kathy Reichs wurde 1950 in Chicago geboren und unterrichtet Anthropologie an der Universität von North Carolina. Wie auch die Hauptfigur des Buches arbeitet sie als forensische Anthropologin im gerichtsmedizinischen Institut in Montreal. Insgesamt hat Kathy Reichs schon 5 Bücher herausgebracht, die allesamt Erfolge geworden sind.

_<<< Schreibstil >>>_

Kathy schafft es ihre Leser zu fesseln und ihre Geschichte glaubhaft rüberzubringen. Auch fachbezogene Gespräche sind leicht nachzuvollziehen und werden eigentlich nicht langweilig. Man fiebert mit der Hauptperson mit und macht sich wie sie Sorgen um ihre Umwelt und um ihre Tochter. Man erfährt in dem Buch von ihrem Alkoholkonsum und ihrer gescheiterten Ehe und bekommt dabei das Gefühl, dass man an ihrem Leben teilnimmt.

Kathy schreibt aus der Sicht der Hauptperson, aber nicht Ich-bezogen, so dass man das Gefühl hat man würde Tempe von oben betrachten und jeden Schritt einzeln nachgehen, jeden Gedanken mit ihr denken. Man fragt sich wer der Mörder ist und stellt dabei seine eigenen Vermutungen an. Man fiebert mit, wenn sich die Heldin in Gefahr begibt. Man kann es partout nicht schaffen, dass Buch aus der Hand zu legen und so liest man ein Kapitel nach dem anderen. Kathy schafft diese Spannung unter anderem auch, indem sie am Ende eines Kapitels dem Leser einen Happen zuwirft, der besagt, wenn du weiter liest, verrat ich dir den Rest.

_<<< Fazit >>>_

Das Buch ist sehr spannend und logisch geschrieben und man hatte zu jeder Zeit das Gefühl an der Seite der Hauptfigur zu sein. Man empfindet wie sie Trauer und Schmerz, genauso wie Freude und Glück. Keine Handlung erscheint abwegig und das kommt wahrscheinlich daher, dass das Buch sehr an die Wirklichkeit angelehnt ist und Kathy viele Erfahrungen aus ihrem wirklichen Leben einfließen lässt. Ein Buch, dass ich nur jedem empfehlen kann und das eine absolute Spannung besitzt.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen und Mitfiebern.
Gruß BT

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