Renegade - Hammerfall Testbericht

Renegade-hammerfall
ab 8,36
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von emmtie

Renegade - Gute CD, wenn auch kein Meisterwerk wie die Vorgänger

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mit „Renegade“ haben Hammerfall im Winter 2000 ihre dritte CD auf den Markt gebracht. Die Schweden, die sich 1997 mit ihrem Debüt „Glory of the brave“ als legitime Nachfolger von Bands wie Judas Priest, Iron Maiden oder Accept präsentiert haben, zeigen auch auf der dieser Scheibe, daß sie im Moment wirklich die Topvertreter des sogenannten “True Metal“ sind. Da es in den letzen Jahren bei den Bezeichnungen im Hardrock eine regelrechte Inflation gab, bei der selbst ich als erklärter Fan teilweise nicht mehr ganz durchblicke, vielleicht ein Definition, von dem was ich (und soweit ich sehe, auch ein Großteil der Fachleute :-) unter True metal verstehe: Dies sind Stücke in der Tradition großer Bands der 80er Jahre und ohne Einflüsse wie HipHop, Grunge oder auch Techno; eingespielt mit klassischer Hardrock-Besetzung (Gitarre(n), Bass, Drumms, unter Umständen noch ein wenig Keyboards). Es gibt erkennbare Melodien und einen Sänger, der singen kann (aua, nicht schlagen Doom-Fans)

Auch wenn ich Hammerfall sehr häufig Ähnlichkeiten mit den o.a. Bands erkenne, sind sie keine Revivalband, die die alten Zeiten nachspielt, sondern haben sich einen ganz eigenen Stil auf deren Grundlagen aufgebaut.

Nach soviel Vorrede jetzt aber zur Platte:

Gleich der erste Song „Templars of steel“ hat alles, was man erwartet: Ein treibender Midtempo-Song mit einem genialen mehrstimmigen Refrain und Chorpassagen, die den Song garantiert zur Mitgröhl-Hymne auf den Konzerten werden läßt.

In 2.Lied „Keep the flame burning“ wird dann das Tempo angezogen, es bleibt aber immer noch melodiös

„Renagade“ , die erste Single und „Living in victory“ sind schnellere Nummern, wie man sie von Hammerfall erwartet, wobei ich persönlich sie zwar gut finde, mir aber etwas das Aha-Erlebnis, daß ich bei fast allen Songs der 1.CD hatte, fehlt.

Bei „Always will me“ mündet der melodische anfang in einer von Akkustikgitarren begleiteten Ballade, die ihren Schwerpunkt ganz auf die hervorragende Stimme des Sängers legt

„The way of the warrior“ ist ein Stück, das durch einen sehr interessanten Refrain glänzt, in dem es ein Zusammenspiel, fast schon ein Zwiegespräch zwichen Solostimme und Chorus gibt. Weiterhin beinhaltet es das beste Gitarrensolo der CD.

„Destiny for glory“ ist ein schneller Song mit treibenden, gleichtönigen Gitarrenriffs, der für mich am Anfang etwas langweilig klang, aber sich bei mehrmaligem Hören, insbesondere mit Kopfhörer, zum Ohrwurm mausert.

„Champion“ ist wieder True metal in Reinkultur, man hört fast Judas Priest und icxh muß doch mal schauen ob die schönen Chöre (ohhhohoooo) nicht von einer Accept-Platte stammen :-)

„Raise the hammer“ ist ein Instrumetal mit fingerfertigen Gitarren und einem überzeugenden Schlagzeut

Und zum Schluß gibt es mit „A legend return“ nochmal stampfende Gitarren zu melodiösen Gesangslines.


Insgesamt haben Hammerfall mit „Renegade“ wieder eine sehr gute CD abgeliefert, auch wenn sie meiner Ansicht nach nicht ganz an die beiden Vorgänger „Legacy of kings“ und dem überragenden „Glory of the brave“ heranreicht. Aber es ist halt schwer, wenn man 2 Meisterwerke veröffentlicht hat, sich mit sich selbst zu messen. Trotzdem eine der besten Platten diese Herbstes.

20 Bewertungen, 1 Kommentar

  • C.Finkler

    14.05.2002, 10:28 Uhr von C.Finkler
    Bewertung: sehr hilfreich

    HI, naja teilweise stimmen die Titel bezeichnungen nicht aber man kann net alle haben! Man liest sich! Blind Guardian: ONE BAND TO RULE THEM ALL