Römisches Kastell Saalburg, Bad Homburg Testbericht
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Erfahrungsbericht von roma1
Saalburg - ein römisches Kastell
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich habe heute etwas besonderes für alle Leute, die sich besonders mit der antiken Geschichte der römischen Grenze und dem täglichen Leben der Römer interessieren.
In der Nähe von Bad Homburg gibt es ein besonders interessantes Museum, das eine Rekonstruktion des Kastells des römischen Hilfsheers ist. Die Saalburg zeigt einen großen Holzbau - Komplex, der spiegelt hauptsächlich eine Phase des Kastell- Baus aus dem 2 Jh. n. Chr. Einige Gebäude wurden jedoch schon früher gebaut.
Erste Befestigungen wurden in der Zeit von Kaiser Domitianus, während des ersten Chattenkrieg (83 - 85 n. Chr.) gesiegt. Damals wurden ein Grenzeweg und eine Serie der Holztürme gebaut. In der Zeit der Hadrianus - Herrschaft wurde eine lange Holzpalisade formiert, sowie ein sehr großes Fort (221 x 177 m.) gebaut , dieses war mit einer Holzsteinmauer umgeben. Hier wohnte damals die zweite Kohorte der Rhetern (cohors II Raetorum civium Romanorum), eine Hilfsheereinheit von ca. 500 Soldaten aus der römischen Provinz Rhetia.
Im 2 Jh. n. Chr. wurden große Innengebäude und eine steinerne - kalkhaltige Innermauer gebaut. Die Saalburg wurde ca. 260 n. Chr. verlassen, als Ober Germanien durch Barbarren attackiert wurde. Im Mittelalter hat das Fort als ein Steinbruch gedient.
Die Rekonstruktion der alten, römischen Gebäude wurde zwischen 1899 und 1907 gebaut. Man hat bei dieser Rekonstruktion die Werke von Cäsar, Tacitus, Vitruvius und Vegestius benutzt. Heute kann man ein Rechteckförmiges Kastell mit gerundeten Seiten ausschauen. Rund um die Mauern laufen zwei Gräbern. Zum Kastell tritt man durch einen Tor, sog. Porta Praetoria, was auf Lateinisch ein Haupttor bedeutet. Aus diesem Punkt sieht man die ganze regelmäßige Unterbringung des Kastells.
Von der Porta Praetoria läuft eine Hauptstraße, die via Pretoria heißt. In der Mitte trifft sie auf ein großes Gebäude - das Kommando, sog. Principia. Vor diesem Gebäude gibt es eine senkrechte zur Via Praetoria, Straße: via principalis, die zwei Tore, nämlich Porta Principalis Sinistra und Porta Prinipalis Dextra (Links- und Rechtsseitige Tore) verbindet. Hinter dem Stabsgebäude läuft eine Straße, via decumana, die eine Verlängerung der Hauptstraße ist und verbindet sie mit dem Hintertor, nämlich Porta Decumana. Das Kastell hat also vier Tore, von denen vier sich kreuzende Strassen in der Mitte zusammenlaufen. Dieses Gebäude, das sich in der Mitte des Lagers befindet, war in der Vergangenheit ein Zeughaus, Lagertempel, wo man die Legionszeichen, Kaiserbildnisse und Soldatensparen bewahrt hat. Die Zimmern, die den Innenhof umgaben, waren teilweise durch ein Hypokaust (so wie ein Heizkörper) geheizt und dienten als die Büros. Rechts von Tor gibt es einen Kornspeicher (horreum) , der heute als ein Museum dient. Vis a vis des Horeums gibt es ein kleines Gebäude, das wahrscheinlich ein Kommandohaus (praetorium) war.
Hinter dem Horreum befinden sich die Baracken, die damals als Stall, Krankenhaus, sowie als Werkstätte dienten. In der Nähe gibt es einen Holzbrunnen mit einem Dach und einer Leiter. Heute gibt es 99 solcher Brunnen innen und außerhalb des Lagers. In der Saalburg kann man auch die Brotöfen und Bäder finden.
Außerhalb des Lagers gibt es eine römische Straße, die führt zu einer kleinen, römischen Stadt, Nida, das heutige Frankfurt - Heddernheim. Ca. 30 m. von dem Fort gibt es die Ruinen von großen Bädern (balineum), die haben zum Kastell gehört. Viele Zimmer dort wurden mit dem Hypokaustum geheizt. Damals waren die Wände mit Ziegeln gebaut, dann verputzt und sehr farbig gemalt.
Östlich der Bäder gibt es die Fundamente des großen, rechteckigen Gebäude, das damals eine Kneipe für reisenden Beamter war. In diesem Gebäude kann man ein gut erhaltenes Hypocaustum aussehen.
Südlich der Ruinen war damals eine Zivilsiedlung (vicus). Heute kann man Rechts und Links der Römischen Straße viele kleine Keller sehen. Man kann sich dicht gestandene Gebäude, verbundene Stall, Gasthaus, und Wohnhaus unter dem Dach vorstellen. Hinter jedem Keller waren ein oder zwei Brunnen. Im Vicus haben Soldaten, Handwerker und Veteranen gewohnt. Vicus wurde, früher als ein Fort ausgewiesen, das heißt in 233 n. Chr., während der Germanneninvasion.
Rechts von der Römischen Straße gibt es einen großen Tempel des Mithra, einer orientalischen Gottheit, und ein Tempel der Großen Mutter der Gottes, sog. Metroon. In der Nähe dieses Tempels war eine großer Friedhof, wo alle Bestattungen einäscherartig waren. Dort hat man verschiedene Lampen, Geschirr, und Münzen gefunden. Es wurde keine Grabsteine gefunden.
Fast alle Gebäude, die ich beschrieben habe, kann man in diesem Museum ansehen. Dieses Museum ist sehr interessant, weil es eigentlich ein großes Freilichtmuseum ist. Es dient als ein Didaktikzweck, weil es in dem Museum eine große Makette gibt, mit einer geschriebenen Geschichte des Limes und vielen sehr interessanten Bilden. Bei der Austellung kann man auch verschiedene originale römische Sachen ansehen, wie Soldatensandale, ein Hypokaustum, verschiedene Waffen, Münzen und vieles andere.
Dort kann man sich wirklich ein römisches Leben vorstellen. Wer die Saalburg besuchen will, der kann schon entlang der römischer Grenze einen Ausflug machen, weil die Saalburg ein Modell des typischen römischen Kastells ist, und die Forts an anderen Plätzen ihm mehr oder weniger ähnlich sind. Nur gibt es einen Unterschied, nämlich in Germanien hatte ein Kastell eine Holzmauer, in Rätien hingegen war die Mauer hauptsächlich aus Stein. Wer noch etwas über das Saalburg Kastell lesen möchte, der sollte diese Seite besuchen: http://www.saalburgmuseum.de/home.htm
Dort kann man sich über der Geschichte der römischen Grenze, des Museums und verschiedene Veranstaltungen in dem Museum informieren. Ich wünsche Euch viel Spaß und ein wunderbares Abenteuer mit der antiken Geschichte der Römern.
In der Nähe von Bad Homburg gibt es ein besonders interessantes Museum, das eine Rekonstruktion des Kastells des römischen Hilfsheers ist. Die Saalburg zeigt einen großen Holzbau - Komplex, der spiegelt hauptsächlich eine Phase des Kastell- Baus aus dem 2 Jh. n. Chr. Einige Gebäude wurden jedoch schon früher gebaut.
Erste Befestigungen wurden in der Zeit von Kaiser Domitianus, während des ersten Chattenkrieg (83 - 85 n. Chr.) gesiegt. Damals wurden ein Grenzeweg und eine Serie der Holztürme gebaut. In der Zeit der Hadrianus - Herrschaft wurde eine lange Holzpalisade formiert, sowie ein sehr großes Fort (221 x 177 m.) gebaut , dieses war mit einer Holzsteinmauer umgeben. Hier wohnte damals die zweite Kohorte der Rhetern (cohors II Raetorum civium Romanorum), eine Hilfsheereinheit von ca. 500 Soldaten aus der römischen Provinz Rhetia.
Im 2 Jh. n. Chr. wurden große Innengebäude und eine steinerne - kalkhaltige Innermauer gebaut. Die Saalburg wurde ca. 260 n. Chr. verlassen, als Ober Germanien durch Barbarren attackiert wurde. Im Mittelalter hat das Fort als ein Steinbruch gedient.
Die Rekonstruktion der alten, römischen Gebäude wurde zwischen 1899 und 1907 gebaut. Man hat bei dieser Rekonstruktion die Werke von Cäsar, Tacitus, Vitruvius und Vegestius benutzt. Heute kann man ein Rechteckförmiges Kastell mit gerundeten Seiten ausschauen. Rund um die Mauern laufen zwei Gräbern. Zum Kastell tritt man durch einen Tor, sog. Porta Praetoria, was auf Lateinisch ein Haupttor bedeutet. Aus diesem Punkt sieht man die ganze regelmäßige Unterbringung des Kastells.
Von der Porta Praetoria läuft eine Hauptstraße, die via Pretoria heißt. In der Mitte trifft sie auf ein großes Gebäude - das Kommando, sog. Principia. Vor diesem Gebäude gibt es eine senkrechte zur Via Praetoria, Straße: via principalis, die zwei Tore, nämlich Porta Principalis Sinistra und Porta Prinipalis Dextra (Links- und Rechtsseitige Tore) verbindet. Hinter dem Stabsgebäude läuft eine Straße, via decumana, die eine Verlängerung der Hauptstraße ist und verbindet sie mit dem Hintertor, nämlich Porta Decumana. Das Kastell hat also vier Tore, von denen vier sich kreuzende Strassen in der Mitte zusammenlaufen. Dieses Gebäude, das sich in der Mitte des Lagers befindet, war in der Vergangenheit ein Zeughaus, Lagertempel, wo man die Legionszeichen, Kaiserbildnisse und Soldatensparen bewahrt hat. Die Zimmern, die den Innenhof umgaben, waren teilweise durch ein Hypokaust (so wie ein Heizkörper) geheizt und dienten als die Büros. Rechts von Tor gibt es einen Kornspeicher (horreum) , der heute als ein Museum dient. Vis a vis des Horeums gibt es ein kleines Gebäude, das wahrscheinlich ein Kommandohaus (praetorium) war.
Hinter dem Horreum befinden sich die Baracken, die damals als Stall, Krankenhaus, sowie als Werkstätte dienten. In der Nähe gibt es einen Holzbrunnen mit einem Dach und einer Leiter. Heute gibt es 99 solcher Brunnen innen und außerhalb des Lagers. In der Saalburg kann man auch die Brotöfen und Bäder finden.
Außerhalb des Lagers gibt es eine römische Straße, die führt zu einer kleinen, römischen Stadt, Nida, das heutige Frankfurt - Heddernheim. Ca. 30 m. von dem Fort gibt es die Ruinen von großen Bädern (balineum), die haben zum Kastell gehört. Viele Zimmer dort wurden mit dem Hypokaustum geheizt. Damals waren die Wände mit Ziegeln gebaut, dann verputzt und sehr farbig gemalt.
Östlich der Bäder gibt es die Fundamente des großen, rechteckigen Gebäude, das damals eine Kneipe für reisenden Beamter war. In diesem Gebäude kann man ein gut erhaltenes Hypocaustum aussehen.
Südlich der Ruinen war damals eine Zivilsiedlung (vicus). Heute kann man Rechts und Links der Römischen Straße viele kleine Keller sehen. Man kann sich dicht gestandene Gebäude, verbundene Stall, Gasthaus, und Wohnhaus unter dem Dach vorstellen. Hinter jedem Keller waren ein oder zwei Brunnen. Im Vicus haben Soldaten, Handwerker und Veteranen gewohnt. Vicus wurde, früher als ein Fort ausgewiesen, das heißt in 233 n. Chr., während der Germanneninvasion.
Rechts von der Römischen Straße gibt es einen großen Tempel des Mithra, einer orientalischen Gottheit, und ein Tempel der Großen Mutter der Gottes, sog. Metroon. In der Nähe dieses Tempels war eine großer Friedhof, wo alle Bestattungen einäscherartig waren. Dort hat man verschiedene Lampen, Geschirr, und Münzen gefunden. Es wurde keine Grabsteine gefunden.
Fast alle Gebäude, die ich beschrieben habe, kann man in diesem Museum ansehen. Dieses Museum ist sehr interessant, weil es eigentlich ein großes Freilichtmuseum ist. Es dient als ein Didaktikzweck, weil es in dem Museum eine große Makette gibt, mit einer geschriebenen Geschichte des Limes und vielen sehr interessanten Bilden. Bei der Austellung kann man auch verschiedene originale römische Sachen ansehen, wie Soldatensandale, ein Hypokaustum, verschiedene Waffen, Münzen und vieles andere.
Dort kann man sich wirklich ein römisches Leben vorstellen. Wer die Saalburg besuchen will, der kann schon entlang der römischer Grenze einen Ausflug machen, weil die Saalburg ein Modell des typischen römischen Kastells ist, und die Forts an anderen Plätzen ihm mehr oder weniger ähnlich sind. Nur gibt es einen Unterschied, nämlich in Germanien hatte ein Kastell eine Holzmauer, in Rätien hingegen war die Mauer hauptsächlich aus Stein. Wer noch etwas über das Saalburg Kastell lesen möchte, der sollte diese Seite besuchen: http://www.saalburgmuseum.de/home.htm
Dort kann man sich über der Geschichte der römischen Grenze, des Museums und verschiedene Veranstaltungen in dem Museum informieren. Ich wünsche Euch viel Spaß und ein wunderbares Abenteuer mit der antiken Geschichte der Römern.
16 Bewertungen, 4 Kommentare
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07.03.2006, 19:25 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichwieder spitze !
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26.06.2002, 20:00 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichInformativer Bericht und des klingt ja sehr interessant. :-) Wenn ich mal wieder dort in der Gegend bin,werd ich mir des sicherlich auch mal alles anschauen.
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18.02.2002, 09:45 Uhr von clubby
Bewertung: sehr hilfreichIch wohne in der Ecke und war schon öfters dort. Schön geschrieben. ;-)
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16.02.2002, 00:00 Uhr von TheGreatMaster
Bewertung: sehr hilfreichHört sich sehr interessant an! Wenn ich mal in der Gegend von Bad Homburg bin, dann werde ich an Deinen Beitrag zurückdenken. Gruß TheGreatMaster.
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